Deine Zärtlichkeit
Ich will dich zärtlich an mich drücken.
Du bist mein Traum, mein Berg und Tal.
Die Unschuld kann ich nicht mehr pflücken,
doch es ist wie beim ersten Mal.
Ich will dich in die Arme schließen.
Damit dein Herz mit meinem klopft.
Den Augenblick will ich versüßen,
du hast die Sehnsucht umgetopft.
Ich will in deinen Haaren liegen.
Und der Geruch ist mir vertraut.
Zu deinen Schmetterlingen fliegen,
weil sich die Liebe in mir staut.
Ich will dir bunte Träume schenken.
Vertraue mir und auch der Zeit.
Doch manchmal habe ich Bedenken,
du jagst sie fort: Durch Zärtlichkeit.
Befreie dich
Befreie dich von deinen Sorgen.
Und lass sie lächelnd hinter dir.
Denn jedem blüht ein neuer Morgen.
Du musst nur offen sein dafür.
Vermeide stets, das Trübsal blasen.
Man trifft gekränkt den falschen Ton.
Und fange an mit dir zu spaßen,
im Treppenhaus, am Telefon.
Und sollte dich ein Tag bekümmern,
nimm es nicht hin, und lache laut.
Sonst wird die Lage sich verschlimmern.
Dann fröstelt deine Gänsehaut.
So vieles hast du schon gemeistert.
Vertraue dir und deiner Kraft.
Und wenn ein Schicksal scheibenkleistert,
dann wird es von dir abgeschafft.
Für jeden blühen rote Rosen.
Verzweifle, aber nicht an dir.
Der Himmel möge dich liebkosen.
Und tauche ein in sein Revier.
Über die Liebe
Die Liebe lässt sich nicht erzwingen.
Kein Peitschenhieb, kein Schießgewehr
wird einen Kantersieg erringen.
Geschweige denn das Militär.
Sie findet Platz in jeder Hütte.
Und sie ernährt sich von der Luft.
Die ausgeteilten Stiefeltritte,
kein Fall für die Familiengruft.
Sogar ein hohes Lebensalter
ist nicht gewappnet, noch gefeit.
Sie flattert wie ein bunter Falter
und schenkt dir die Glückseligkeit.
Sie möchte wachsen und gedeihen.
Das Schöne dient als Humusschicht.
In deine Träume kann sie schneien.
Sei dankbar, wenn sie zu dir spricht.
Beleidigt
Ich habe dir kein Haar gekrümmt.
Nur meinen Kopf verteidigt.
Und dennoch schaust du missgestimmt.
Mir scheint, du bist beleidigt.
Dein Draht zu mir ist abgezwickt.
Dein Lächeln eingefroren.
Und das Gespräch ist eingenickt,
kein Wort wird mehr verloren.
Ich sei dir auf den Schlips getappt!
Und das gibt dir zu denken.
"Ach sei doch nicht mehr eingeschnappt!
Ich wollte dich nicht kränken!"
Aufregendes
Du hast mir oft die Freude
vertraulich eingeflößt.
Du hast mich aber heute
in Tränen aufgelöst.
Was hat dich denn gestochen,
dass du den Schnabel wetzt?
Ich habe nichts verbrochen
und werde nur verletzt.
Mir zittern schon die Beine.
Und 'Wer' kann was dazu?
Der Grund, warum ich weine,
bist ausgerechnet Du.
Du magst und machst mich leiden.
(Ein Gegenlicht des Lichts.)
Lass uns nicht länger streiten,
um nichts und wieder nichts.
Komm her und sei verträglich!
Zum Glück ist deine Wut
nicht stündlich und alltäglich:
Ich bin - dir wieder gut.
Streitsüchtig
Ein dummer Streit nimmt seinen Lauf.
Die Atmosphäre ist vergiftet.
Und alle warten nur darauf,
dass endlich einer Frieden stiftet.
Kaum findet sich ein Schiedsgericht,
haut jede Seite in die Tasten:
"Der Urteilsspruch gefällt mir nicht!
Er geht allein zu meinen Lasten!"
Ob der Gedanke wirklich stimmt,
und ob der Einwand sich bestätigt,
das bleibt, weil man es gründlich nimmt,
auf lange Sicht wohl unerledigt.
Der Streit, der unaufhörlich nervt,
ist leider nicht zu Fall zu bringen.
Im Gegenteil: er wird verschärft
durch aufgescheuchtes Redenschwingen.
Dabei reicht jeder gern die Hand
für einen dauerhaften Frieden.
Doch das vereitelt der Verstand,
er lässt sich nämlich gar nichts bieten.
Wie ist die Lage?
Die Zukunft hast du dir seit Wochen
in bunten Farben ausgemalt.
Du hast dir viel zu viel versprochen.
Der Vorschuss wird nicht ausgezahlt.
Im Luftschloss turnten deine Pläne.
Sie seilten Tänze ohne Netz.
Die Gegenwart zeigt ihre Zähne.
vergangenes wird zu Geschwätz.
Es säuert die beschwingte Miene.
Zum Teufel geht die Heiterkeit.
Der Himmel weint, und die Gardine
hält eine Predigt, lang und breit.
Es wird dir "Wunder-was" versprochen,
wenn du den Sachverhalt entfernst.
Die Phantasie war ausgebrochen.
Jetzt wird die Lage wieder ernst.
Versöhnungs-Gespräch
"Du hast mir unbegründet
ein dickes Ei verpasst!
Einst waren wir verbündet.
Jetzt bist du mir verhasst.
Ich fiel aus unsrer Wolke.
Der Aufprall: sturzbrutal.
Und das hat nun zur Folge:
Mein Freund, du kannst mich mal.
"Es tut mir leid, ich mache
mit Absicht nichts verkehrt!"
'Na gut, dann ist die Sache,
nicht mehr der Rede wert.'
Händchen halten
Ich will mein Leben umgestalten.
Nur du kannst meine Rettung sein.
Ich möchte mit dir Händchen-halten.
Bei Regen und im Sonnenschein.
Das muss nicht jeder Hansdampf wissen.
Denn die Gefühle sind privat.
Es fällt nicht leicht, dich zu vermissen.
Denn du hast Größe und Format.
Nun strebe ich nach neuen Zielen.
Du lotst mich aus der Dunkelheit.
Und während die Gedanken spielen,
bin ich zu jedem Spaß bereit.
Komm lass uns träumen, singen, tanzen.
Die Kissenschlacht ein Hochgenuss.
Es wäre Zeit sich 'fortzupflanzen'.
Ach so, du hast ja Hexenschuss.
Es sonnenscheinen
Es sonnenscheinen die Gedanken.
Was mich bedrückt, verjagt der Wind.
Ich will nicht länger mit dir zanken.
Weil alle Tage Glück beginnt.
Oft gehen Pläne in die Hose.
Erwarte nichts. Der Himmel zeigt,
das Kleinkarierte und das Große,
bevor er uns die Meinung geigt.
Bleib wie du bist, du wirst gewinnen.
Die Maskerade steht dir nicht.
Du solltest dich auf dich besinnen.
Und wahre bitte dein Gesicht.
Das Glück ist scheu und schwer zu finden.
Es unterliegt dem Lauf der Zeit.
Die Trägheit musst du überwinden.
Und danke Gott: Für die Zufriedenheit.
Geständnis
Ich möchte nicht von Liebe lallen.
Du gehst mir unter meine Haut.
Du hast mir immer gut gefallen.
Ich bin so gern mit dir vertraut.
Du schenkst mir zärtliche Genüsse.
Du herzt mich, wenn ich bei dir bin.
Dein Zungenspiel und deine Küsse
begleiten mich durch dick und dünn.
Ich könnte mich bei dir vergessen.
Ich liebe deinen Hautgeruch.
Ich könnte einen Besen fressen,
kommst du zu mir auf 'Staatsbesuch'.
Es ist so schön dein DU zu spüren.
Vertraut ist mir dein Augenblick.
Ich weiß, du möchtest mich verführen.
Ich wünsche dir: Verdammt viel Glück.
Ein Liebesnest
Geträumt wird oft vom Liebesnest.
Dann kann uns nichts erschüttern.
Wir halten Glücksmomente fest.
Und nichts kann uns verbittern.
Am liebsten liegen wir zu zweit,
auf einer Wolke sieben.
Bei passender Gelegenheit
kann man dort himmlisch lieben.
Der Puls jagt schnell, das Herz vibriert,
beim in-die-Augen-sehen,
wir sind entrückt, hypnotisiert,
man lässt sich blindlings gehen.
Bald sind wir nicht mehr, was wir waren.
Ein Taumel hat das Herz erfasst.
Noch sind wir völlig unerfahren,
obwohl das gar nicht zu uns passt.
Verwechslung
Nimm mich in die Arme, Süße.
Keiner war heut lieb zu mir.
Und man trat mir auf die Füße.
Und ich konnte nichts dafür.
Deine Nähe will ich spüren.
Halte mich, und halt mich fest.
Und die hohen Strafgebühren
gaben mir den letzten Rest.
Du kannst mich vom Schmerz erlösen.
Und dein Blick, der fängt mich ein.
Schütze mich vor allem Bösen.
Du wirst meine Rettung sein.
Dir will ich Gefühle zeigen.
Gib mir bitte einen Kuss.
Und die Seelen werden geigen.
Und es plagt kein Weltverdruss.
Alles will ich mit dir teilen.
Nur nicht einen Marschbefehl.
Lass mich nah bei dir verweilen.
Du allein bist mein Juwel.
Du zögerst, lass mich nicht entgleisen.
Du redest, und ich werd nicht schlau.
Und außerdem, was soll das heißen:
'Ich bin doch gar nicht deine Frau!'
Braungezöpft
Braungezöpfte Haare,
schlank ist die Figur,
höchstens zwanzig Jahre
schön wie die Natur.
Wunderhübsch beschaulich,
Augen dunkelbraun,
feminin und fraulich,
herrlich anzuschaun.
Fremd und ungewöhnlich
dieser Augenblick,
brüderlich, versöhnlich,
unverhofftes Glück.
Ein Verlust?
Du kannst bei mir dein Herz verlieren.
Doch keine Angst, das findet sich.
Die Wohnung darfst du inspizieren,
an jedem Tag und wöchentlich.
Auch unter Schränken und Regalen,
liegt das Gesuchte oft versteckt.
Doch es muss keine Miete zahlen,
das habe ich längst abgecheckt.
"Du bist so herzlos, sei nicht sauer,
Dein Hirn ist völlig durchgedreht.
Sei lieb zu mir, trag keine Trauer,
weil letztlich nichts, verloren geht."
Zusammenhalten
Wir dürfen uns im Traum verlieren.
Doch niemals in der Gegenwart.
Und kriechen wir auf allen Vieren,
dann heißt es dennoch: 'Freie Fahrt!'
Wir leben von Erinnerungen.
Hat uns ein Schicksal weich geklopft,
und ernten wir nur Spötterzungen,
wird dieses Unkraut ausgetopft.
Ein Steinmetz meiselt in die Felsen,
das Gute der Vergangenheit.
Probleme sind dann nicht zu wälzen.
Und über allem wacht die Zeit.
So ab und an, herrscht dichter Neben.
Die schöne Aussicht wird getrübt.
Die Hoffnung sitzt am langen Hebel,
legt sich ins Zeug und ist beliebt.
Die größte Liebe kommt ins Wanken.
Beleidigt ist die Froh-Natur.
Doch rette mich zu dem Gedanken:
Du folgst noch immer unsrer Spur.
Getrennte Wege
Nun gehen wir getrennte Wege.
Die Rede spricht nicht mehr vom wir.
Die Liebe wird zur Nervensäge,
und schmeckt wie abgestandnes Bier.
Es zählen nur die eignen Pläne.
Beendet ist die Partnerschaft.
Dann zeigt man lächelnd seine Zähne.
Und setzt die Liebe außer Kraft.
Das Ganze war vorher zu sehen.
Die Ziele waren ganz konträr.
Die Liebe musste untergehen.
Man war nur zu sich selber fair.
Ich wünsche Glück auf deinen Wegen.
Wir beide brauchen uns nicht mehr.
Es wäre falsch sich aufzuregen.
Ich weine sicher hinterher.
Sich vertragen
Wir lieben es uns zu vertragen.
In jeder Hinsicht bin ich dein.
Zwar stellt das Leben Zwischenfragen,
und manchmal stellt es uns ein Bein.
Wir sind gewitzt und ausgelassen.
Dem Kummer weisen wir die Tür.
Wer will sich schon mit ihm befassen.
Wer anders denkt, der büßt dafür.
Doch manchmal wachsen graue Haare.
Das zeigt der Spiegel an der Wand.
Und schnell versickert dann das Wahre.
Sein Aufenthalt bleibt unbekannt.
Der Himmel weint, wenn wir uns streiten.
Die Unvernunft meint lapidar:
Das lässt sich leider nicht vermeiden.
Auch das gehört zum Repertoire.
Vor die Tür
Du setzt die Liebe vor die Tür.
Und grölst das wäre deine Sache.
Sie weint: Ich kann doch nichts dafür.
Und sie sinnt insgeheim auf Rache.
Der Rauswurf war zwar nicht geplant.
Jedoch das ließ sich nicht vermeiden.
Die Dinge haben sich verzahnt,
dann musste sich die Zeit entscheiden.
Im Grunde kam es beiden recht.
Man war sehr weit entfernt von Tränen.
Der großen Liebe ging es schlecht.
Sie knirschte etwas mit den Zähnen.
Doch lieber früher als zu spät.
Man soll nicht mit Gefühlen spaßen.
Sie handeln manchmal durchgedreht
dann fliegen durch das Zimmer Vasen.
Die Liebe setzt sich nicht zur Wehr.
Sie möchte auch den Anstand wahren.
Nun kommt sie ungeschminkt daher.
Mit Herzgefühlen wird sie sparen.
Zu Ende
Eine Liebe ging zu Ende.
Alles sieht verkatert aus.
Niemand hält nun meine Hände.
Einsam ist mein Schneckenhaus.
Dennoch bin ich guter Dinge.
Und ich lebe trotzdem auf.
Und die alten Schmetterlinge
stehen wieder zum Verkauf.
Träume sind jetzt ungebunden.
Kein Gedanke spricht vom wir.
Ängste werden überwunden.
Tränen liegen hinter mir.
Kaum vergehen ein paar Tage
wird mir unabwendbar klar.
Ich bin wieder Herr der Lage.
Alles so, wie es mal war.
Liebe kocht auf kleiner Flamme.
Finger weg, sonst brennt sie an.
Jeder weiß, was ich verdamme,
und was ich nicht ändern kann.
Íhr habt euch lieb
Ihr habt euch lieb und wollt euch binden.
Der Weg führt bald durch dick und dünn.
Gemeinsamkeiten wollt ihr finden,
das gäbe eurem Leben Sinn.
Zu zweit wollt ihr das Leben meistern.
Und hängt im Flur der Segen schief.
Weil dumme Sprüche scheibenkleistern,
verscheucht ihr dieses Stimmungstief.
Was heute gilt, soll immer gelten.
Die Treue sei kein leeres Wort.
Zwar trennen euch bekanntlich Welten.
"Das überbrücken wir sofort."
Ihr möchtet eine Sprache sprechen.
Die Partnerschaft ist euer Ziel.
Ihr kennt euch und auch eure Schwächen,
und auch des Partners Sex-Appeal.
Schokoladenseite
Du zeigst die Schokoladenseite.
Ich weiß, das ist dein ganzer Stolz.
Du wärest meine Kragenweite,
denn du schwingst nie ein Nudelholz.
Mit dir ist sehr gut Kirschen essen.
Der Nachbargarten ist ein Traum.
Jedoch wir müssen das vergessen,
denn keine Kirsche hängt am Baum.
In meinem Bauch die Schmetterlinge
sind angetan im höchsten Grad.
Du ziehst den Kopf aus jeder Schlinge,
und bist ein guter Kamerad.
Am Küchentisch
Ein Ehemann macht eine Szene.
Betroffen schaut sein bestes Stück.
Und dann ertönt die Heulsirene,
sie findet keinen Weg zurück.
Nun hat der Mann den schwarzen Peter.
Er wird zum Unhold und Tyrann.
Man sieht in ihm den Übeltäter.
Es bleibt nicht aus, er leidet dann.
Das aufgeführte Drama mündet
ins Dickicht der Vergangenheit.
Wie immer war es unbegründet,
zumindest bis zum nächsten Streit.
Lachen, Leiden
Man lacht und leidet, zeigt die Zähne.
Das Glück ist manchmal missgestimmt.
Dann kullert eine Kummerträne.
Was man dem Leben übelnimmt.
Das Unkraut kann sich schnell vermehren.
Es wuchert wild im Blumenbeet.
Der Gärtner greift zu Heckenscheren.
Was ein Betrachter gut versteht.
Zu kurz kommt häufig das Vergnügen.
Man ist zu ernst, und stellt auf stur.
Es bleibt nicht aus, mann muss sich fügen.
und trottet neben seiner Spur.
Das Pendel
Du bist mir auf den Schlips getreten
mit voller Absicht und brutal.
Und schwingst bizarre, dumme Reden.
Mein lieber Freund, du kannst mich mal.
Du machst mich rund, doch ich bin eckig.
Beim Hobeln fällt so manch ein Span.
Das ärgert mich, es geht mir dreckig.
Das hat mir nämlich weh getan.
Das Schicksal wird sich an dir rächen.
Vergeblich hoffst du auf dein Glück.
Das eine kann ich dir versprechen.
Das Pendel schwingt bestimmt zurück.
Nach deiner Pfeife
Ich tanze nicht nach deiner Pfeife.
Das hat mir noch zum Pech gefehlt.
Und dass ich schnell die Flucht ergreife,
das ist das einzige was zählt.
Ich kenne deine alte Masche.
Sie blieb nicht länger unentdeckt.
Doch steig mir in die Hosentasche,
dort lebt sie weiter, gut versteckt.
Du willst an meinen Großmut pochen.
Pass auf mein Freund, gib bitte acht.
Du hast dir viel zu viel vesprochen,
denn jeder Schritt wird überwacht.
Ich bin nicht da für Zänkereien.
Ich komme aus, auch ohne Streit.
Du musst mir keineswegs verzeihen.
Doch dass du schimpfst, führt echt zu weit.
Das ist bitter
Du liebst mich nicht mehr, das ist bitter.
Dem Holzweg bin ich auf der Spur.
Es tobt und hagelt ein Gewitter.
Und du entsagst dem Treueschur.
Du willst nicht länger zu mir halten.
Mein Schmetterling ist tief betrübt.
Nun ist die Liebe am Erkalten.
Du weißt, ich habe dich geliebt.
Die gottverdammten Hindernisse,
die waren früher kein Problem.
Nun warten auf uns Schlangenbisse,
das ist bestimmt nicht angenehm.
Nun kommt die Zeit von dir zu scheiden.
Das ist der rechte Augenblick.
Wir sind bestimmt nicht zu beneiden,
total verkorkst ist unser Glück.
Die Hölle heiß machen
Die Liebe hat nichts mehr zu melden.
Man machte ihr die Hölle heiß.
Und man begann sie auszuschelten.
Man schob sie auf ein Abstellgleis.
Ihr süßer Honig mundet bitter.
Sie geht nicht länger Hand-in-Hand.
Es toben Streit und Herzgewitter,
die waren bisher unbekannt.
Wir haben daran schwer zu kauen.
Natürlich wächst der Kummerspeck.
Die Brocken müssen wir verdauen.
Und unser Karren steckt im Dreck.
Woran das liegt? Nur an uns beiden.
Es türmt sich der Beziehungsmist.
Das ließ sich leider nicht vermeiden,
man ist und bleibt ein Egoist.
Du kränkst meine Ohren
Was du verzapfst, kränkt meine Ohren.
Ich bin davon nicht angetan.
Der Inhalt ist nicht ausgegoren.
Und viel zu laut plärrt dein Organ.
Nun spare bitte deine Worte.
Sie schaden dir, und mit Verlaub,
ich stehe auch nicht auf dein Forte,
für diese Frechheit bin ich taub.
Vermeide bitte Kraftausdrücke.
Wie schnell schießt man ein Eigentor.
Zum Elefant wird eine Mücke.
Gib auf dich acht, und sieh dich vor.
Am besten wäre, du ziehst Leine.
Es reißt mir nämlich die Geduld.
Dann macht mein Ärger dir noch Beine.
Und du allein bist daran schuld.
Du, Du, Du
Du weinst und du bist unzufrieden.
Du haderst mit der ganzen Welt.
Man hat sich gegen dich entschieden,
und Träume auf den Kopf gestellt.
Du kämpfst nicht bei den Widrigkeiten.
Du steckst den Kopf in weichen Sand.
Ein Schiffbruch lässt sich nicht vermeiden.
Du hängst in einer Kletterwand.
Du lässt dich in die Pfanne hauen.
Du leistest keine Gegenwehr.
Auf deine Feigheit kann man bauen.
Du ziehst dich selbst aus dem Verkehr.
Du unterstützt noch die Intrige.
Und in der Flucht siehst du dein Heil.
Man ködert dich mit einer Lüge.
Und zeigt dir frech das Hinterteil.
Du hast dich selbst nicht ernst genommen.
Du bist und bleibst in dir verstrickt.
Du solltest endlich zu dir kommen.
Nun schau nicht länger so geknickt.
Du bist wunderbar
Ich liebe dich von ganzem Herzen.
Das rettet uns nicht vor dem Streit.
Wir werden nicht tagtäglich scherzen.
Das tut uns in der Seele leid.
Wir lieben es, uns zu vertragen.
Und tappen dennoch in den Sumpf.
Jedoch nach schweren Niederlagen
ist wie gewohnt, der Partner Trumpf.
Du zeigst die Schokoladenseite.
Du hast erstaunlich viel riskiert.
Und hättest fast um Haaeresbreite
die Wesensart von dir blamiert.
Ich könnte mich bei dir beschweren.
Im Grunde bist du wunderbar.
Die Liebe will ich dir erlären,
dabei wird mir so manches klar.
Nicht einfach
Es ist nicht einfach zu erkennen,
die Liebe ist nicht mehr gefragt.
Das Beste wäre, sich zu trennen,
bevor ein Streit am Zahnfleisch nagt.
Kein Herzschlag soll darunter leiden.
Kein Herz, das sich ins Chaos stürzt
Die Tränen möge man vermeiden,
und alles was das Wohlsein kürzt.
Im Argen sind die Herzgeschichten.
Und darum rette sich wer kann.
Denn Liebe lässt sich nicht verpflichten,
nicht heute und nicht irgendwann.
Wir werden auseinandergehen.
Zerdeppert ist das Porzellan.
Doch keiner soll zu grunde gehen
auf seiner neuen Umlaufbahn.
Sowohl, als auch
Du bist die Frau, die ich begehre.
Dein Haar ist schwarz und blond gelockt.
Du stehst am Herd, und machst Karriere.
Du bist mal lang, mal kurz berockt.
Natürlich gehst du mit der Mode.
Im second hand kaufst du ein Kleid.
Du pochst fest auf die Frauenquote.
Doch manchmal geht sie dir zu weit.
Du greifst in jede Beauty-creme.
Du hasst Make-up, und bist geschminkt.
Du meisterst alle Herzprobleme,
und alles was zum Himmel stinkt.
Ich suche dich, und deine Nähe.
Du hast ein Herz, und du bist kalt.
Ich sehe ein und ich verstehe,
du bist zu jung, und ich zu alt.
Du bist robust, ein zartes Pflänzchen.
Der Luxus ist dir völlig gleich.
Du schweigst, und liebst ein Kaffeekränzchen.
Und deine Zeche zahlt ein Scheich.
So ist es
Ich danke dir für deine Treue.
Doch wenn du fremd gehst, gib Bescheid.
Denn Perlen sind ja nichts für Säue,
besonders in der Paarungszeit.
Ich werde dich bestimmt nicht halten.
Und wünsche dir, verdammt viel Glück.
Dein Leben musst du selbst gestalten.
Ich rate dir, komm nicht zurück.
Und hältst du mich bewusst zum Narren.
Und führt dein Plan zum Wespenstich.
Ich werde einfach still verharren,
denn du bist wirklich nichts für mich.
Auf Freiersfüßen
Man tänzelt gern auf Freiersfüßen.
Und träumt, die Liebe ist mir hold.
Doch in der Zukunft muss man büßen.
Das hat das Schicksal so gewollt.
Man schlittert bei den flotten Bienen.
Dann wird der Honig aufgesaugt.
Aus Liebe werden Steinruinen,
weil ein Gefühl zu gar nichts taugt.
Man stürzt sich gern in das Vergnügen,
und denkt nicht an den nächsten Tag.
Man will in weichen Armen liegen.
Wen kümmert schon ein Paukenschlag.
Man sucht den Zauber von Juwelen.
Die Fälschung ist der letzte Schrei.
Und alle Zweifel, die noch schwelen,
erklären wir für vogelfrei.
Verjüngungskur
Ich weiß genau, du wirst mir fehlen.
Es kommt zu keiner Kissenschlacht.
Ich werde die Minuten zählen,
und Wache halten in der Nacht.
Ich werde deine Art vermissen,
denn sie ist unverwechselbar.
Und weine heimlich in die Kissen,
und träume, wie es 'gestern' war.
Zerronnen sind die süßen Stunden.
Ich denke gern an dich zurück.
Wir haben uns im Traum gefunden.
Du bist mein Alles und mein Glück.
Nun gehen wir getrennte Wege.
Der Winterwind verweht die Spur.
Wir kommen uns nicht ins Gehege,
denn ich bin auf Verjüngungskur.
Treu zur Seite
Du willst mir treu zur Seite stehen,
wenn mich ein Regentropfen trifft.
Und mit mir durch die Hölle gehen,
selbst wenn es schneit im Sessellift.
Du willst gekonnt die Wogen glätten,
wenn meine Badewanne schäumt.
Und mich vor Wind und Wetter retten,
sofern der Alb entfesselt träumt.
Du willst mich mutig unterstützen,
wenn mich ein Sandkorn überrollt.
Und schwimmst mit mir durch Wasserpfützen,
und dafür sei dir Dank gezollt.
Denn ohne dich bin ich verloren.
Du schützt mich vor dem Aderlass.
Ich sage deshalb unverfroren,
auf deine Hilfe ist Verlass.
Auf Freunde zählen
Du kannst auf deine Freunde zählen,
selbst wenn die Sonne nicht mehr lacht.
Sie werden für dich Zwiebeln schälen
sogar im Dunkel einer Nacht.
Probleme werden klein geschrieben.
Die Gegenmittel: meist bekannt.
Doch ist die Wirkung ausgeblieben,
dann gehen sie dir gern zur Hand.
Sie helfen dir aus Schwierigkeiten.
Oft wissen sie auch guten Rat.
Sie werden nicht: Prinzipien reiten,
und füttern nicht mit Wortsalat.
Sie sind auch da in Sonnenstunden,
dann wird die Heiterkeit geteilt.
Man hat sich gerne eingefunden,
und hat bis frühs bei dir verweilt.
Du kannst sie im Versandhaus buchen,
(das ist ein dummer, übler Scherz.)
Du wirst sie finden, ohne Suchen.
Sei dafür selber: Freund mit Herz.
Das Glück gefunden
Ich habe nachts das Glück gefunden.
Mein Herz, das brannte lichterloh.
Jedoch nach ein paar schönen Stunden
gab ich es ab im Fundbüro.
Der Herr Beamte wollte wissen,
das wie, das wo und auch das wann.
Der gute Mann war dienstbeflissen,
was man ihm nicht verübeln kann.
Ich gab ihm die erwünschten Daten,
verschwieg jedoch mein Herzgefühl.
Ich wollte meinem Ruf nicht schaden.
Nach außen lächelte ich kühl.
"Ich überprüfe eine Liste,
denn Glück verliert sich ohne Grund,
sehr oft aus der Beziehungskiste
und wird zum herrenlosen Fund.
Sie dürfen dieses Glück behalten.
Es ist fast ungebraucht wie neu.
Noch hat es keine Sorgenfalten.
Ich hoffe sehr, sie sind ihm treu."
Ich mag dich
Ich mag dich, weil du Träume lebst
an Werk- und Feiertagen.
Und nach dem Unerreichten strebst
in allen Lebenslagen.
Weil du die Grenzen zittern lässt
auf Biegen und auf Brechen.
Du hältst dich selbst am Grashalm fest
und achtest dein Versprechen.
Die Wolke sieben - nicht genug.
Dein Ziel gilt fernen Sternen.
Du bist ein Ochse vor dem Pflug.
Von dir kann jeder lernen.
Weil du dich abmühst, tagelang,
mit Pauken und Trompeten.
Gepaart mit einem Tatendrang
anstatt daherzureden.
Weil deine Willenskraft erreicht,
wovor sich andre scheuen.
Ich kann mit dir, nicht nur vielleicht,
mich alle Tage freuen.
Glück erleben
Mit dir darf ich das Glück erleben.
Ich fühle mich im Traumbereich.
Du kannst mir nämlich alles geben,
dein Kontra und dein Kuschelweich.
Wir können voneinander lernen.
Erwünscht ist die Pauschalkritik.
Doch nachts, da winken wir den Sternen
und tanzen nach der Hausmusik.
Doch wenn wir streiten, wird es heftig.
Die Katze flieht zum Heizungsrohr.
Die Wut macht unsre Stimmen kräftig.
Ein Schimpfwort dringt tief in mein Ohr.
Zum Glück besänftigt die Versöhnung.
Vorüber die Gewitter-Nacht.
Wie immer schleicht, das ist die Krönung,
ein Lichtstrahl in den Brunnenschacht.
Dann perlt im Mondschein unser Lachen.
Das Schwere wird dann federleicht.
Man will einander glücklich machen.
Das wird in jedem Fall erreicht.
Liebe - dick und dünn
Die Liebe geht durch dick und dünn,
und kann im Regen lachen.
Sie plant für dich den Hauptgewinn,
und will dich glücklich machen.
Sie nistet sich im Herzen ein,
dort ködert sie Gedanken.
Dann wirst du nicht mehr einsam sein,
und grenzenlos die Schranken.
Sie tut dir unwahrscheinlich gut.
Sie möchte zu dir finden.
Dein Schmetterling zieht seinen Hut,
und will sich an sie binden.
Sie blüht am Weg, im Hinterhof,
am Backstein einer Mauer.
Die Liebe geht durch dick und doof,
doch nur für kurze Dauer.
In Sachen Liebe
Ich weiß nicht viel in Sachen Liebe.
Bei dir, da spielt mein Herz verrückt.
Dann juckt mich nicht das Weltgetriebe.
Das Tränental wird überbrückt.
Vergessen sind die Alltagssorgen,
sprichst du mit mir am Telefon.
Was Liebe ist, bleibt mir verborgen.
Die Traurigkeit schleicht sich davon.
Wenn eine Trübsal auf mich regnet,
vertreibst du sie mit zarter Hand.
Die Liebe ist mir nie begegnet.
Und ihr Gesicht bleibt unbekannt.
In meinem Bauch die Schmetterlinge,
die tanzen, wenn du bei mir bist.
Dann bin ich immer guter Dinge.
Kein Mensch sagt mir, was Liebe ist.
Nur dir allein will ich gehören,
wenn du in meine Träume lachst.
Die Liebe würde höchstens stören,
weil du mich restlos glücklich machst.
Nach meiner Meinung
Die Liebe ging den Bach hinunter,
da half auch kein Versöhnungskuss.
Die Sticheleien wurden munter
im Stadtpark und im Linienbus.
Es fehlt die gleiche Wellenlänge,
denn jeder Satz wird hinterfragt.
Ihr meidet Wein- und Weibgesänge.
Die Eifersucht wird nicht vertagt.
Was soll ich von euch beiden halten?
Ihr steht gewaltig unter Dampf.
Ihr seid bestimmt nicht mehr die alten,
das Ganze riecht nach Hahnenkampf.
Das Glück
Das Glück zeigt seine Hinterseite.
Es schwingt sich auf und eilt davon.
"Du stehst bei mir noch in der Kreide!"
"Bald hörst du meinen Klingelton.
Ich muss mich schnell vom Acker machen.
Ein Telegramm hat mich erreicht.
Es ist ein Notruf, du wirst lachen,
Das Unglück wird schon eingeweicht.
Mir fehlt die Zeit, zum Diskutieren.
Seit gestern bin ich auf dem Sprung.
Du könntest es sofort kapieren.
Denk doch zurück, auch du warst jung.
Es geht, wie immer, um die Liebe.
Man braucht mich, und man baut auf mich.
Und wenn ich weiter bei dir bliebe,
das wäre mehr als fürchterlich.
Ich werde meine Stellung räumen.
Denn es wird allerhöchste Zeit.
Ich bin bei dir in deinen Träumen
bei passender Gelegenheit."
Dein bester Freund
Dein bester Freund hilft in der Not,
bei allen Schwierigkeiten.
Er chartert schnell ein Rettungsboot
zu allen Tageszeiten.
Gemindert werden Weh und Ach.
Er überdenkt Probleme.
Doch manchmal ist er nicht vom Fach.
Er fühlt das Unbequeme.
Er findet stets das rechte Wort.
Und sitzt du in der Scheiße.
Dann stützt er dich, und zwar sofort
auf seine Art und Weise.
Er trocknet Tränen, hilft dir auf.
Und lehrt dich neue Wege.
Denn er kennt deinen Lebenslauf
viel mehr als ein Kollege.
Dein Kummer fällt ihm nie zur Last.
Er steht dir treu zur Seite.
Er ist nie knapp- und kurzgefasst,
worum ich dich beneide.
Am Zebrastreifen
Wir trafen uns am Zebrastreifen.
Ich spürte gleich, du bist mein Glück.
Dann quietschten ein paar Autoreifen
zur Liebe auf den ersten Blick.
Du wolltest her- und ich hinüber.
Doch angewurzelt blieb ich steh'n.
Mein Frosch im Hals hat Lampenfieber.
Er wollte keinen Schritt mehr geh'n.
Du stöckelschuhtest kleine Schritte.
Mein Herz schlug schnell und klopfte laut.
Du warst schon in der Straßenmitte,
und hast mich sicher längst durchschaut.
Ich stammelte ein: "Guten Morgen!"
Und wünschte: "Einen schönen Tag."
Vergessen waren alle Sorgen.
Ich spürte, dass ich dich mag.
Oft stehe ich am Zebrastreifen,
vielleicht wird bald mein Traum erfüllt.
Es quietschen häufig Autoreifen,
du warst seitdem nicht mehr im Bild.
Aus dem Briefkasten
Heute kamen liebe Grüße
aus der Ferne in mein Haus.
Unterzeichnet: Deine Süße.
Auf dem Bild, ein Blumenstrauß.
Auf der Kur sei sie genesen.
Sie vermisst mich, wie sie schreibt.
Und, so kann ich weiterlesen,
dass sie noch bis Montag bleibt.
Grüße soll ich noch bestellen
an die Oma und den Hund.
Und ihr Haar hat Dauerwellen.
Einfach so und ohne Grund.
Und dann steht noch, sie muss schließen,
denn sie müsse zur Massage.
Doch vergiss nicht, schön zu grüßen,
weil sonst blüht mir die Blamage.
Mein Herz klopft laut
Mein Herz klopft laut. Kannst du es hören?
Es trommelt, wenn du bei mir bist.
Kein Nichts und Niemand kann es stören,
weil es von dir begeistert ist.
Es fühlt sich wohl in deiner Nähe.
Dann tanzt es Fox mit Wechselschritt.
Ich fühle nach und ich verstehe,
es macht den größten Blödsinn mit.
Es lässt sich leider nicht mehr lenken.
Auf deine Art ist es fixiert.
Doch manchmal habe ich Bedenken.
Das wird von ihm nur ignoriert.
Wie soll ich mich dazu verhalten?
Von dir ist es total entzückt.
Es will sich nur bei dir entfalten.
Und bist du da, spielt es verrückt.
Geh mit Gott
Geh mit Gott, er kennt den Weg.
Und du wirst dein Ziel erreichen.
Stolpersteine und ein Steg.
Und am Baumstamm gelbe Zeichen.
Geh mit Gott, er kennt dein Ziel.
Lass ihn nur die Wege wählen.
Wird der Fußmarsch dir zuviel.
Du kannst immer auf ihn zählen.
Vorne links ein Apfelbaum,
dort im Schatten kannst du rasten.
Und die Äpfel sind ein Traum.
Heute braucht kein Mensch zu fasten.
Geh mit Gott, das ist kein Spiel.
Lass dich von ihm lenken, leiten.
Schau dich um, du bist am Ziel.
Danke dann für sein Begleiten.
Raue Sitten
Leider herrschen raue Sitten.
Jeder kämpft für sich allein.
Du kannst flehen, du kannst bitten.
Doch dein Wunsch stellt sich nicht ein.
Mit den Wölfen kannst du heulen.
Doch das Rudel stellt auf stur.
Nach Athen entfliehen Eulen.
Selbstbestimmt ist die Natur.
Menschlichkeiten sind vorüber.
Auch die Treue - nur ein Wort.
Und ein Teil davon kriegt Fieber.
Denn sie treiben Muskelsport.
Leider herrschen raue Sitten.
Wer nicht kämpft, der geht bald ein.
Wie man kämpfen soll: umstritten.
Bitte niemals hundsgemein.
Noch zu retten?
Bist du wirklich noch zu retten.
Ordne die Gedankenflut.
Heute liegst du noch in Ketten.
Morgen geht's dir wieder gut.
Hast du einen blassen Schimmer,
die Gefühle sind geeicht.
Denn dann wird es so wie immer.
Keiner, der von dannen schleicht.
Pfeife nicht auf Ideale
Mutter hat die Nase vorn.
Denn sie meistert die Spirale.
Blinde Hühner und ein Korn.
Gott wird mich demnächst begleiten.
Er hat immer für mich Zeit.
Deshalb bin ich zu beneiden.
Jetzt und bis zur Ewigkeit.
Talente
Halte Ausschau nach Talenten.
Einer mischt, der Zweite gibt.
Und es steht an Häuserwänden.
Egon ist in dich verliebt.
Sei bereit zum Mäusemelken.
Doch der Anstand ist gefragt.
Schöne Pflanzen werden welken.
Manche sind schon hoch betagt.
Deshalb ist der Wassereimer
für die Pflanzen ein Gewinn.
Gärtner sind die Pappenheimer
auf der Suche nach dem Sinn.
Ohne Wasser stirbt das Leben.
Und das gilt für Jedermann.
Jeder kann sich Mühe geben.
Gott-geht-beispielhaft-voran.
Ein Sommertag
Ein Sommertag, doch bald herrscht Winter.
Das geht viel schneller als man denkt.
Statt T-Shirt rodeln dann die Kinder.
Die Plastiktüte wird gelenkt.
Dann tragen Bäume keine Blätter.
Sie zeigen uns den kahlen Ast.
Es herrscht ein eisgekühltes Wetter.
Das in die Winterlandschaft passt.
Noch können wir den Sommer loben.
Der Sonnenbrand ist bald verheilt.
Doch alles Gute kommt von oben.
Die Angst, die hat sich abgeseilt.
Sommer
Schulen haben hitzefrei.
Manchmal ein Gewitter.
Doch das geht gott-lob vorbei.
Meint der Babysitter.
Doch es poltert und es kracht.
Babies werden munter.
Und sie schreien in die Nacht.
Das ist auch kein Wunder.
Babies sitten ist bequem.
Blitze ziehen weiter.
Denn es schnarcht - wie angenehm,
selbst der Blitzableiter.
Doch er hatte nichts zu tun.
Vorsicht lautet die Devise.
Keine Panik trotz Monsun
auf der grünen Liegewiese.
Zärtlichkeiten
Jeder Mensch braucht Zärtlichkeiten.
Schön ein Freund, der an dich denkt.
Steckst du auch in Schwierigkeiten.
Gott-ist-da du wirst beschenkt.
Achte auch die Abschiedsträne,
die an einer Lippe hängt.
Mache keinem eine Szene,
wenn er dich mit Absicht kränkt.
Jeder zeigt die gute Miene
und sie fordert auf zum Tanz.
Was ich monatlich verdiene,
das ist Kunst und Toleranz.
Frieden
Alle Menschen wünschen Frieden.
Finger weg vom Schieß-Gewehr.
Viele haben sich entschieden.
Keine Macht dem Militär.
Doch sie schießen und sie wüten.
Denn sie pflegen Menschenhass.
Gott-der-Herr soll uns behüten.
Den Tenor und auch den Bass.
Wenn Soldaten Bomben werfen,
handeln sie nur auf Befehl.
Bomben sollte man entschärfen,
denn sonst fehlen Mais und Mehl.
Frieden schaffen auch im Kleinen.
Nachbarschaften sind bedroht.
Während kleine Kinder weinen,
Sehen Große nur noch rot.
Ein Geheimnis
Kannst du ein Geheimnis hüten,
denke nach bevor "es" spricht.
Peile immer nach dem Süden,
Koste stets dein Leibgericht.
Viele würden gern erfahren,
keinen geht es etwas an.
Und dann kippst du einen Klaren.
Der die Schnauze halten kann.
Doch die "lieben" Freunde warten,
und es ringt das Telefon.
Denn sie trumpfen ohne Karten.
Das Geheimnis ist dein Lohn.
Wissbegierig sind die meisten.
Und sie schmieden einen Reim.
Viele können sich das leisten,
doch die Sache bleibt geheim.
Ein Sommertag
Der Sommer macht seit Tagen Pause
Er hütet und er bettet sich.
Bei Bier und Wein, bei Himbeerbrause,
Bei Kirschen mit und ohne Stich.
Das Spiel mit Wolken wird verloren.
Der Regen hat die Welt im Griff.
Noch ist der See nicht zugefroren.
Der Kapitän umkreuzt ein Riff.
Der Sommer will erst morgen glänzen
bei mindest 28 Grad.
Dann lohnt sich auch: das Schule schwänzen.
Man gönnt sich ein Erfrischungsbad.
Prognosen haben ihre Schwächen.
Da stimmen alle artig ein.
Ein Sommertag kann uns versprechen
ab Morgen zählt der Sonnenschein.
Alle Hasen
Alle Hasen futtern gerne
Möhren und den Blattspinat.
Hilfreich ist die Gaslaterne,
denn sie zeigt den Weg zur Tat.
Alle Hausbewohner schlafen
und es knabbert durch die Nacht.
Keiner von den Arbeitssklaven
wird um seinen Schlaf gebracht.
Eine ganze Hasengruppe
macht den Garten möhrenfrei.
Doch die bunte Kinderpuppe
lächelt, denn sie ist dabei.
Wenn es dämmert in den Möhren,
hoppeln Hasen schnell davon.
Niemand soll die Ruhe stören.
Doch sie sprechen keinen Ton.
Rosen
Kein Niemand wird dir Rosen schenken.
Egal ob dunkelblau, ob rot.
Er gibt dir damit zu bedenken,
Es zählt im Leben nicht nur Brot.
Die Überraschung ist gelungen.
Ein kleiner Brief gibt dir Bescheid.
Und darin steht mit Engelszungen.
Für dich bin ich stets hilfsbereit.
Mein Name der tut nichts zur Sache.
Ich bin ein Mann, das sei genug.
Und was ich alle Tage mache.
Ist einmal eins und neunmal klug.
Versuche nicht mich anzuspornen.
Kein Niemand wünscht dir guten Tag.
Denn auch die Rosen haben Dornen.
Doch sie ergründen, wen ich mag.
Gesundheit
Die schönste Krankheit kann nichts taugen.
Das sieht man auf den ersten Blick.
Und es verdrehen sich die Augen.
Gesundheit wünscht man sich zurück.
Der eine lahmt mit seinen Krücken.
Dem zweiten fehlt ein Augenlicht.
Wer Rheuma hat, kann sich nicht bücken.
Ein Wirbel stört sein Gleichgewicht.
Nach ein paar Wochen folgt die Krise.
Man fasst an sein gestresstes Herz.
Man träumt von einer Blumenwiese.
Dann wacht man auf, es pocht der Schmerz.
Besucher kommen und sie gehen,
gesunden wirst du irgendwann.
Du wirst die Krankheit überstehen.
Dann fängt ein neues Leben an.
Lieder
Lieder, Klänge, Melodien.
Und der Bass ein Schritt voraus.
Kontrapunkt bei Sinfonien,
Hände klatschen Sturmapplaus.
Geigen fiedeln sich zum Forte.
Und das Blech improvisiert.
Doch nun fehlen mir die Worte.
Wer hat diesen Sound kreiert.
Pauken strömen in die Mitte.
Und die Flöte-Quer gibt Gas.
Die Triangel - das ist Sitte
greift nach ihrem Opernglas.
Wirklich alles ist paletti.
Doch der Taktstock bricht entzwei.
Und dann regnet es Konfetti.
(Doch der Fasching ist vorbei.)
Hoch hinaus
Wer hoch hinaus will, der fällt tief,
bei Böen oder Sturmorkanen.
Dann geht die Sache gründlich schief.
Das Wetter können wir nicht planen.
Ich tanze lieber auf Parkett.
Der Schuster bleibt bei seinem Leisten.
Und gehe gerne bald zu Bett.
Das denken sich die allermeisten.
Dort bin ich sehr gut aufgehoben.
Und träume wie es mir beliebt.
Was mir missfällt, das wird verschoben.
Bis morgen früh der Wecker piept.
Traurig
Manchmal kann ich traurig werden,
wo man hinschaut herrscht Gewalt.
Immer trifft es die Verkehrten.
Doch das rächt sich sicher bald.
Gutes soll man nicht vernichten.
Angreifbar ist ein Programm.
Doch man sollte lieber schlichten.
Denn sonst bricht der hohe Damm.
Die Natur kennt keine Gnade.
Und der Stärkere gewinnt.
Das ist schlimm und furchtbar schade.
Denn es menschelt schon ein Kind.
Jeder kämpft um seine Werke.
Jeder will der Beste sein.
Und er trumpft mit seiner Stärke.
Wer zuletzt lacht, lacht allein.
So gerne
Gerne möchte ich mit dir,
alles Krumme g'rade biegen.
Und du meinst du bist dafür,
um in meinem Arm zu liegen.
Also los, mit Sturm und Drang,
werden wir die Weichen stellen.
Doch das dauert tagelang.
Und ein Hund fängt an zu bellen.
Keiner gibt dem andern Schuld.
Jeder bastelt an der Frage:
Habe ich genug Geduld?
für die aussichtslose Lage?
Deine Rosen tragen Dornen.
Etwas Vorsicht ist gefragt.
Nur ein Grund mich anzuspornen,
bis das Morgen friedlich tagt.
Leider haben wir verloren.
Liebes ging dabei zu Bruch.
Doch nun sind wir neugeboren.
Freudentränen - Taschentuch.
Urlaub
Wolfsgeheul und Rattenfutter.
Tu-nicht-gut am Palmenstrand.
Alles ist bei uns in Butter.
Warme Füße - weicher Sand.
Oben lacht die Sommersonne.
Und das Meer ein Swimmingpool.
ausgedorrt die Regentonne.
Doch sie macht auf supercool.
Ansichtskarten für Verwandte.
Souvenirs, die keiner hat.
Für den Onkel, für die Tante.
Einen Gruß an meine Stadt.
Graue Esel, scheue Pferde.
Und der Hafer steckt im Sack.
Jeder schätzt die Mutter Erde.
Das ist alles mein Geschmack.
Menschlichkeit
Hilf dem Schwachen auf die Beine.
Gib dem Teufel nicht die Hand.
Sei zufrieden und ich meine
danke-Gott für den Verstand.
Lass dich lenken, lass dich leiten.
Wege führen dich zum Ziel.
Engel-Schutz wird dich begleiten.
Zeige stets dein Mitgefühl.
Kinder werden dich umarmen.
Überschwemmung, Hungersnot.
Sei bestürzt und hab Erbarmen,
weil auch eine Seuche droht.
Was du tust, ist deine Sache.
Alles Gute kehrt zurück.
Stehe vor dir selber Wache.
Trage bei zu fremdem Glück.
Vor dem Traualtar
Will dich lieben und dich achten,
schwört man vor dem Traualtar.
Doch bei späterem Betrachten,
wird die Lüge offenbar.
Dich mit Haut und Haar zu lieben,
davon bin ich weit entfernt.
Ich muss sagen: ich muss üben.
Leider nichts dazugelernt.
Auch die Achtung geht mitunter,
hemmungslos und ohne Stil.
Pfeilschnell einen Bach hinunter.
Dieses war nie unser Ziel.
Will dich lieben und dich achten.
Ganz egal was auch geschieht.
Dummen Streit will ich verfrachten
in ein fernes Zielgebiet.
Mensch-sein
Jedem Mensch gebührt die Ehre
ist er blind und taub und stumm.
Viele träumen von Karriere
und ich frage mich: warum.
Kramen wir in alten Kisten,
Photos der Vergangenheit.
Manches wäre auszumisten
wie z.B. dein altes Kleid.
Doch die Zeit hat andre Pläne.
Und sie lässt mir etwas Zeit.
Ungeweint lebt manche Träne.
Irgendwann ist es so weit.
Jeder steckt in einer Mühle.
Weizen wird vom Spreu getrennt.
Sommerhitze - Winterkühle,
aufgewacht und eingepennt.
Stolz in allen Lebenslagen,
lautet nun der neue Hit.
Über uns der große Wagen.
Tramper nimmt er keine mit.
Die Blechmusik
Die Blechmusik spielt auf zum Tanz.
Da wird doch keiner sitzenbleiben.
Die meisten überhören ganz
den Auftakt. Einfach zu beschreiben.
Der Boden-Tanz ist frisch gezimmert.
Man schwebt entfesselt durch den Raum.
Man tobt sich aus und keiner wimmert.
Man fühlt sich wie in einem Traum.
Die Blechmusik ist miserabel.
Sie spielt heut ohne Dirigent.
Für diesen Umstand: echt passabel.
Doch keiner der den Anlass kennt.
Es wird geklatscht für die Akkorde.
Und auch der Rhythmus ist beschwingt.
Da fehlen einem glatt die Worte.
Die mit den andren Worten klingt.
Ein Hoch auf alles, was wir lieben.
Für jeden Kuss ins Himmelblau.
Kein Mensch wird von dem Platz vertrieben.
Doch mich erwartet eine Frau.
Ein Streit
Einen Streit, den will ich schlichten.
Weinen kannst du hinterher.
Vieles wäre zu berichten.
Und wir denken kreuz und quer.
Auf den Streit kann ich verzichten.
Doch es geht um Sturm und Drang.
Deshalb muss ich ihn vernichten.
Schon beim ersten Glockenklang.
Streiten, das ist nicht verboten.
Das ist mir schon lange klar.
Und dann kriegst du auf die Pfoten,
das ist einfach "wunderbar".
Streit um Nichts, ich möchte bitten.
Macht das Mundwerk schleunigst zu.
Welches Tier hat euch geritten.
Und wo drückt das Loch im Schuh.
Boxkampf
Bitte nicht das Handtuch werfen.
Boxkampf heißt der harte Sport.
Geht mir auch nicht auf die Nerven.
Denn der Ring - mein Heimatort.
Schnürt dem Gegner seine Kehle.
Nur mit Worten - seid auf Draht.
Späht ihn aus und die Befehle
übermittelt ihr privat.
Dann kann Undank nicht geschehen.
Und ich bin der Chef im Ring.
Und ihr werdet mich verstehen.
Denn das wird ein heißes Ding.
Endlich torkelt er zu Boden.
Endlich kommt es zum Knock out.
Und die Jury wird benoten.
Meine Fans, die klatschen laut.
Der Hausgeist
Es rumpelt im Keller,
der Hausgeist ist wach.
Er wohnt dort seit Jahren.
Kein Mensch schätzt den Krach.
Es waren drei Brüder,
es wurde zu eng.
Er zahlte sie aus und
die Sitten sind streng.
Nun lebt er alleine.
Ein Tag ist erwacht.
Er treibt seinen Unfug
um zwölf in der Nacht.
Der Schlaf der Bewohner,
wird dadurch gestört.
Sie haben sich häufig
beim Hausherrn empört.
Auch er kann nichts machen.
Ihm fehlt die Gewalt.
Er sagt dann: "Die Geister,
die werden nicht alt."
Um eins schlägt die Glocke.
Und Stille kehrt ein.
Die Mieter sie schlafen.
Und so soll es sein.
Kiliani
Lasst uns heute eine heben,
eine Maß mit Gerstensaft.
Und wir fangen an zu leben.
Eine Maß bringt neue Kraft.
Lasst uns auf den Tischen tanzen.
Denn die Blasmusik heizt ein.
Und im Großen und im Ganzen.
Wird es sehr euphorisch sein.
Einen Tusch spielt die Kapelle:
"Prost auf die Gemütlichkeit!"
Masskrug hoch, wir sind zur Stelle.
Damen fürchten um ihr Kleid.
Aber alles gut gegangen.
Rührt euch bitte nicht vom Fleck.
Und vom Bier seid ihr gefangen.
Lügen haben keinen Zweck.
Endlich Stimmung in der Bude.
Und das Bierzelt rappeldicht.
Die Bedienung, diese Gute,
kämpft mit ihrem Gleichgewicht.
Der Sommer heute
Der Sommer heute - schlechtgelaunt.
Er klopft an meine Fensterscheiben.
Der Rhythmus stimmt und auch der Sound.
So wird es eine Weile bleiben.
Denn die Natur sehnt sich nach nass.
Die Wurzelballen sind fast trocken.
Und nirgendwo ein Regenfass.
Da kann man wirklich nicht frohlocken.
Doch heute gibt es Regen pur.
Ein sommerwarmer Dauerregen.
Darüber freut sich die Natur.
Und auch der Mensch hat nichts dagegen.
Die alte Liebe
Die "alte" Liebe lässt nicht locker.
Sie träumt von der Vergangenheit.
Das haut mich förmlich glatt vom Hocker.
Der Weg zurück ist furchtbar weit.
Ein Rendez-vous mit Lampenfieber.
So knüpften wir ein zartes Band.
Der Herd, der zischt - Die Milch läuft über.
Den Topf vom Herd. Es riecht verbrannt.
Wir hatten uns - so heißt die Frage -
das Miteinander leicht gemacht.
Es gab so viele schöne Tage.
Und Zärtlichkeit um Mitternacht.
Wir waren wie zwei kleine Kinder.
Die Liebe hatte leichtes Spiel.
Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Wir waren häuslich und mobil.
Die Liebe stand auf Messer's Schneide.
Dann war es Schluss. Ich ging davon.
Die Schuld daran betraf uns beide.
...
Sie ruft mich an per Telefon.
Die Wiesenmaus
Alle Mäusewege führen
in ein schattenreiches 'Nest'.
Weder Miete noch Gebühren.
Und der Bauer zahlt den Rest.
Doch sie muss sich vor ihm hüten.
Denn er ist zu ihr brutal.
Niemals in der Sonne brüten.
Gabelspitzen sind fatal.
Wenn der Bauer lange weilt.
Legt er Gift auf Mäusestraßen.
Doch die Wiesenmaus enteilt
zu den Vettern und den Basen.
Ein Zurück wird es nicht geben.
Denn dort lauert die Gefahr.
Außerdem: Sie möchte leben,
und das auch im nächsten Jahr.
Auf den Punkt
Keine Liebe kann gedeihen,
ohne Schmetterling im Bauch.
Liebe Leute lernt verzeihen.
Das ist ein bewährter Brauch.
Gestern habe ich erfahren,
wie die Liebe leibt und lebt.
Und mein Herz will es bewahren.
Weil es über allem schwebt.
Liebe ohne Zärtlichkeiten
widerspricht dem guten Ton.
Jeder sollte das vermeiden.
Keiner hat etwas davon.
Liebe braucht den Blitzableiter,
weil es zwischenmenschlich funkt.
Nur die Sonne strahlt noch heiter.
Und dann kommst du auf den Punkt.
Nerven schonen
Ich möchte meine Nerven schonen.
Der Aufruhr, der ist fehl am Platz.
Das Ganze möchte ich betonen.
Sonst gibt es ständig nur Rabatz.
Wir wollen doch in Frieden leben.
Ein schlimmes Übel ist ein Streit.
Wir sollten nehmen und auch geben.
Was kann ich tun, ich bin bereit.
Als erstes gilt es Frieden stiften,
Es wäre endlich an der Zeit.
Die Atmosphäre zu entgiften.
Ich weiß genau, der Weg ist weit.
Geschwister sind wir unbestritten.
doch jeder ist ein Egoist.
Da wird gefightet und gelitten.
Auf welcher Seite du auch bist.
Ich möchte meine Nerven schonen.
Doch ohne euch, da geht es nicht.
Noch schießen wir mit Platzpatronen.
Und jeder ist ein Bösewicht.
So ein Tag
Halte inne, ruhe aus.
Lass dir nicht den Tag verbauen.
Fremde spenden dir Applaus.
Bonbons sollte man nicht kauen.
Sei nicht hektisch, bleibe cool.
Engel werden für dich singen.
Und der Meister auf dem Stuhl,
wird dir die Erleuchtung bringen.
Sei stets super und charmant.
Stelle dich den dummen Fragen.
Gib nicht jedem deine Hand.
Steine liegen dir im Magen.
Ungeschönt dein Redefluss.
Und ein Treffer in die Mitte
führt zu einem Abschiedskuss.
Zwischen manchen ist das Sitte.
Laufen lernen
Wenn die Liebe laufen lernt.
Lass sie einfach gehen.
Wenn sie sich von dir entfernt,
wirst es überstehen.
Und zum Abschied winke-winke.
Tränensäcke sind bestellt.
Und wenn ich im Weh versinke,
suche ich die heile Welt.
Wenn die Liebe rennen kann,
habe ich das Spiel verloren.
Ich entfliehe ihrem Bann.
MP3 auf beiden Ohren.
Gestern ist sie heimgekehrt.
Keine Frage nach weswegen.
Und mein Eindruck: unversehrt.
Überhaupt-nichts spricht dagegen.
Kündigung
Die Freundschaft wurde dir gekündigt.
Wie immer geht es auch um Geld.
Sie haben sich an dir versündigt.
Und alles auf den Kopf gestellt.
Vergessen sind die guten Tage.
Der Griff zur Flasche ist nicht weit.
Was ich dir im Vertrauen sage.
Es tut mir ganz entsetzlich Leid.
Wie wirst du diesen Hieb verkraften?
Bist du empört? Wirst du zum Feind?
Und was sind deine "Leiden"-schaften?
Hast du vor Kummer laut geweint?
Das waren tausend Niederschläge.
Du bist im Ring, total k.o.
Doch du bist keine Nervensäge.
Das rächt sich irgendwann und wo.
Die Lage ist total besch...
Die Freundschaftsschwüre zählen nicht.
Den Liebes-Brief hast du zerrissen.
Dein liebevolles Herz zerbricht.
Saufkumpane
Verzichte auf die Saufkumpanen.
Die Theke ist ein schlimmer Feind.
Sie wollen nicht vernünftig planen.
Ein Schulterklopfer wird mein 'Freund'.
Es geht um nichts, nur um die Ehre.
Und jeder will der Beste sein.
Das war für mich auch eine Lehre.
Denn Zecher sind oft hundsgemein.
Die Fremden haben nichts zu lachen.
Hier spricht man Deutsch und nicht Latein.
Man träumt von alten Nazi-Sachen.
Ich frage freundlich: Muss das sein?
Ein Urlaub führt sie in die Ferne.
Und die Promille gehen mit.
Die Gastfreundschaft, die habt ihr gerne.
Man tischt euch auf und ihr seid fit.
Ihr kommt zurück, die Kneipentheke
wird wieder Heimat, Hans-im-Glück.
Ein Dackel dackelt seiner Wege,
und führt sein Herrchen brav zurück.
Versöhnung
Sei doch bitte nicht mehr sauer.
Ja ich weiß, ein übler Scherz.
Doch betrachte es genauer.
Augen zu, und Hand aufs Herz.
Du musst dich mit mir versöhnen
und vertöchtern, wenn du magst.
Daran sollst du dich gewöhnen.
Wenn du nach der Lösung fragst.
Stehst du etwa auf der Leitung?
Nein, du sitzt auf einem Stuhl.
Und du liest die Tageszeitung.
Bald bist du im Swimming-Pool.
Du bist keine Brillenschlange.
Das war Jux und Tollerei.
Die Versöhnung wartet lange.
Schwimm auf einen Kuss vorbei!
Sommer, Sonne
Sommer, Sonne, Meer und Strand.
Lieber Freund, was willst du mehr.
Und ein Fahrradunterstand.
Möwen akrobaten sehr.
Und ihr Paradies heißt Hafen.
Denn der Fang wird aufgetischt.
Nur die jungen Möwen schlafen,
doch sie werden aufgemischt.
Um das Frühstück muss man streiten.
Alle haben Appetit.
Wer erhält ist zu beneiden.
Keine ist mit keiner quitt.
Nach dem Schauspiel geht man baden,
oder wandert durch das Watt.
Blauer Himmel, gut geraten.
Und der Rucksack macht uns satt.
Wellen, Wogen, kleine Brandung.
Nach der Ebbe immer Flut.
Denn sie setzen an zur Landung.
Und das finden alle gut.
Liebe heißt
Liebe heißt: ich bin dir gut.
Und "verschwende" die Gedanken
nur an dich. Mein Übermut
möchte niemals mit dir zanken.
Liebe heißt: ich bin nur dein.
Gerne will ich bei dir sitzen.
Denn du bist mein Sonnenschein.
Trotz Gewitter, Donner, Blitzen.
Liebe heißt: ich hab dich gern,
wenn die Gaslaternen glühen,
leuchtet himmelwärts ein Stern.
Und er übt sich im Bemühen.
Liebe heißt: ich mag dich sehr.
Wenn wir auseinander gehen.
Nehme ich es doppelt schwer.
Weil wir uns nicht mehr verstehen.
Ich finde
Ich finde deine Liebe,
die passt genau zu mir.
Du störst das Weltgetriebe.
Mein-Gott ich danke dir.
Du hast so bunte Seiten.
Bist immer für mich da.
Du willst mich stets begleiten.
Wir sind einander nah.
Wir kämpfen, profitieren.
Ein jeder, wie er kann.
Und spielen heißt verlieren.
Du sagst: Du bist mein Mann.
Wir sind uns nie im Klaren:
wer, wie und wann gewinnt.
Geduld ist zu bewahren.
Wir sind halt, wie wir sind.
Ich finde deine Liebe,
die mich von Herzen mag.
Ich fürchte keine Diebe.
Grüß Gott und Guten Tag.
Im Sommer
Im Sommer hat der Herbst begonnen.
Es wurde schnell empfindlich kalt.
Es fröstelten die Regentonnen.
Und auf den Wegen - der Asphalt.
Der kalte Wind ist ungewöhnlich.
Der Regen peitscht die Häuserwand.
Das Ganze ist ganz unpersönlich.
Wo bleibt denn nur der Sachverstand.
Die Kälte hat ihr Spiel gewonnen.
Vom Sommer fehlt nun jede Spur.
Wann dürfen wir uns wieder sonnen?
Das alles weiß nur die Natur.
Pullover, Schirm und Regenjacken,
die geben selbst im Herbst nicht auf.
Der Herbst beginnt mit den Attacken
sogar beim Sommerschlussverkauf.
Blauer Himmel
Blauer Himmel, Sonnenstrahlen.
Wetter wie im Bilderbuch.
Und die kleinen Künstler malen.
Regen ist ein rotes Tuch.
Ausgelassen tanzen Bienen.
Futterplätze sind nicht weit.
Jede kann ihr "Brot" verdienen.
Und das wird auch höchste Zeit.
Endlich wieder Sommertage.
Keiner stöhnt: Es ist zu heiß.
Ungedacht ist diese Klage,
wie ich aus Gesprächen weiß.
Vögel fliegen putz-und-munter.
Jagen nach Insektenbrei.
Ihre Flugkunst ist ein Wunder.
Doch sie denken nichts dabei.
Schutzengel
Engel sind die Wegbegleiter.
Sie beschützen durch den Tag.
Und sie wissen immer weiter.
Selbst bei einem Schicksalsschlag.
Kummer liegt dir oft im Magen.
Doch er hilft dir in der Not.
Jeder muss sein Bündel tragen.
Irgendwann erlöst der Tod.
Doch ich will nicht davon sprechen.
Engel sind doch unentbehrlich.
Das Gesagte - kein Verbrechen.
Engel leben auch gefährlich.
Glückshormone
Wir leben gut und wohlgenährt.
Man kommt uns auf die Schliche.
Ein Auto das nicht weiterfährt,
Hat "tausend" Nagelstiche.
Wir leben in der reichen Welt.
Gedeckt sind unsre Tische.
Und fahren, wenn es uns gefällt
in eine Sommerfrische.
Das Geld dazu liegt auf der Bank.
Wir können bar bezahlen.
Wir beten deshalb Gott-sei-Dank.
Wir leiden keine Qualen.
Der-liebe-Gott hat uns beschert.
Wir freuen uns und danken.
Das Ziel war eine Reise wert.
Und Glückshormone ranken.
Feiertag
Die Hühner purzeln von der Leiter.
Der Grund, der Hahn kräht auf dem Mist.
Der Tag beginnt. Dann geht er weiter.
Was leider nicht zu ändern ist.
Es gluckert die Kaffeemaschine.
Kakao und Brötchen auf dem Tisch.
Kaffee verzaubert meine Miene.
Die Brötchen sind noch ofenfrisch.
Die Hühner finden, was zum fressen.
Sie scharren sich die Füße heiß.
Der Futtertrog ist angemessen.
Ein Regenwurm: der erste Preis.
Die Schulen und die Klassenzimmer,
die hören heute kein Geschrei.
Denn heute ist nicht so wie immer.
Ein Feiertag gibt Schülern frei.
Am Wegesrand
Wunder darfst du nicht erwarten.
Kleines Glück am Wegesrand.
Denn vier Pflanzen spielen Karten.
Trümpfe liegen auf der Hand.
Doch das Spiel ist unentschieden.
Eine Pflanze ist empört.
Doch die andern wünschen Frieden,
weil ein Streit die Stimmung stört.
Reicht euch bitte alle Blätter.
Seid doch friedlich, zügelt Zorn.
Denn so herrlich ist das Wetter.
Noch ein Spiel: Nochmal von vorn.
Neu gemischt sind alle Karten.
Und der Geber lässt sich Zeit.
Und er lässt sich selber warten.
Nun sind alle startbereit.
Treten
Jeder tritt mich nur mit Füßen.
Jeder denkt, das sei normal.
Ich, die Unschuld, die muss büßen.
Denn ich bin das Gaspedal.
Lügen
Lügen haben kurze Beine
und kein Seelengleichgewicht.
Nimm sie an die kurze Leine.
Das ist einfach deine Pflicht.
Lügenmärchen - frei erfunden.
Tratschen hier und tratschen dort.
Und sie drehen ihre Runden.
Jeder glaubt dem Lügen-Wort.
Warum nicht die Wahrheit sagen?
Oder schweigen, keiner fragt.
Und er wird es auch nicht wagen.
Denn die Wahrheit wird vertagt.
Kurze Beine haben Lügen.
Und sie kommen schlecht voran.
Nur die Wahrheit schafft Vergnügen,
weil kein Mensch sie ändern kann.
Herzbrecher
Du hast mir das Herz gebrochen.
Gestern war es noch intakt.
Alles hast du mir versprochen
und zwar splitterfasernackt.
Du hast einen "Sieg" errungen.
Heute schaust du mich nicht an.
Und ich sehe mich gezwungen.
Besser ist: Ich gehe dann.
Die Verführung ist gelungen,
was ich eingestehen muss.
Du hast mich zu nichts gezwungen.
Heute fehlt ein Abschiedskuss.
Dein Charakter, der kann blenden.
Du bist jung und gut gebaut.
Eine Nacht in deinen Händen,
hat den Folgetag versaut.
Wunsch und Wille
Die Sonne steckt im Nebelschleier
und bündelt ihre ganze Kraft.
Sie will, das spürt am Fluss der Reiher,
den Durchbruch - leider nicht geschafft.
Am Vormittag, da will ich scheinen.
Der Nebel legt sich leider quer.
Vor lauter Wut, da könnt' ich weinen.
Mach mir das Leben nicht so schwer.
Dein Wunsch und Wille stimmt versöhnlich.
Denn alle mögen Sonnenschein.
Nimm dieses aber nicht persönlich.
Es kann nicht immer sonnig sein.
Wer liebt
Wer liebt, der kennt bestimmt auch Tränen.
Und einen Schmollmund, der nichts sagt.
Doch eines möchte ich erwähnen:
Das dauert bis der Morgen tagt.
Wer liebt, der hat auch schon gestritten.
Mit Hand und Fuß, mit Hirn und Herz.
Der andere, der hat gelitten.
Er war bekümmert, fühlte Schmerz.
Wer liebt, der war auch eifersüchtig.
Der andere weiß nicht warum.
Die Frau, die kannte er nur flüchtig.
Doch deine Biene nahm es krumm.
Wer liebt, der kennt die Glücksgefühle.
Den Kuss auf eine zarte Haut.
Das Zittern in der Abendkühle.
Das ist euch beiden doch vertraut?
Die Sonne - gewonnen
Die Sonne hat nun doch gewonnen.
Der Nebel legt sich in das Gras.
Dort kann er sich genussvoll sonnen.
Und außerdem, es macht ihm Spaß.
Die wolkenlose Himmeldecke
geht nicht zur Arbeit und macht blau.
Der Samstag schleicht um eine Ecke.
Der Nebel wirkt wie Wolkentau.
Die Sonnenstrahlen wollen scheinen.
Vom Regen haben wir genug.
Er soll weiß-Gott-wo Tränen weinen.
Wir zahlen ihm auch noch den Zug.
Das Thermometer klettert weiter.
Ein schöner Tag wird uns geschenkt.
Das Sonnige wird zum Begleiter.
Das Wetter hat sich eingerenkt.
Liebe - erzwingen
Liebe lässt sich nicht erzwingen.
Liebe braucht viel Zärtlichkeit.
Liebe kann dir nur gelingen
ganz allmählich, mit der Zeit.
Liebe ist ein wahres Wunder.
Und wer liebt, der weiß Bescheid.
Doch im Alltag geht sie unter.
Manchmal droht auch Futterneid.
Liebe wird sich immer freuen.
Und das ist die Freude pur.
Liebe wirst du nie bereuen.
Sie schöpft Kraft aus der Natur.
Liebe kannst du nicht erzwingen,
wenn du liebst, so glaube mir.
Wird die Liebe auch gelingen.
Und sie klopft an deine Tür.
Im Regen stehen
Ach lass mich nicht im Regen stehen.
Du weißt, ich habe dich geliebt.
Die Tage kommen und vergehen.
Kein Mensch, der das beiseite schiebt.
Wir sind uns auch nicht fremd geworden.
Bei vielem denke ich an dich.
Ein kühler Wind fegt aus dem Norden.
Wir simsen auch gelegentlich.
Das schönste wäre ein Gewitter
und siehe da, es regnet schon.
Der Schirm - daheim. Und das ist bitter.
Kein Mensch vergreift sich jetzt im Ton.
Wir gehen in die nächste Kneipe.
Da wird kein Regenschirm gebraucht.
Und sie wird vorerst unsre Bleibe.
Verdammt hier wird ja nicht geraucht.
Joggen
Wir drehen Däumchen statt zu joggen.
Wir sind zu faul und zu bequem.
Wir bleiben in der Küche "hocken".
Und finden das noch angenehm.
Der Hund, der möchte Gassi-gehen.
Es opfert sich das jüngste Kind.
Die beiden werden sich verstehen.
Weil sie noch nicht so träge sind.
Der Hund beschnuppert viele Ecken.
Und gibt gekonnt den Senf dazu.
Er will die ganze Welt entdecken.
Die Kleine schaut ihm einfach zu.
Nach einer knappen halben Stunde.
Ist alles unter Dach und Fach.
Sie drehen eine Ehrenrunde.
Es bellt der Hund. Und er macht Krach.
Ein Philosoph
Gemeine Ränke, falsche Spiele,
die habe ich sofort durchschaut.
Betrogen hast du viel zu viele.
Das haben wir schon durchgekaut.
Du wolltest dich dadurch entfalten.
Die Rechnung aber ging nicht auf.
Ich bitte dich, den Mund zu halten.
Ich lege sehr viel Wert darauf.
Du solltest deinen Schnabel wetzen.
Wenn jemand deine Meinung mag.
Du wirst dich in die Nesseln setzen
an einem milden Sommertag.
Wer schweigt, das ist ein Philosoph.
Doch manchmal kommt auch er ins Grübeln.
Er schweigt, das findest du ganz doof.
Das solltest du ihm nicht verübeln.
Tränen
Bringe keinen Mensch zum Weinen.
Mache dich nicht unbeliebt.
Lass die Sonne wieder scheinen,
wenn es einen Ausweg gibt.
Steh ihr bitte treu zur Seite.
Sei kein feiger Egoist.
Die Gefühle gehen pleite.
Denn du weißt doch, wie es ist.
Tränen kullern um die Wette.
Wo ist nur ein Taschentuch.
An der alten Wirkungsstätte.
Ja, da gäbe es genug.
Hast du dich jetzt ausgeweint?
Das ist deine nächste Frage,
doch du hast es gut gemeint.
Sage mir, wie ist die Lage.
Danke, du hast mich befreit.
Diese Tränen waren wichtig.
Doch sie sind Vergangenheit.
Falsch mal Falsch und du liegst richtig.
Musik
Dur und moll sind hier willkommen.
Forte und piano auch.
Und ein Dreiklang macht benommen.
Hinterher vibriert mein Bauch.
Gerne mag ich die Fermate,
denn sie hält sich selber auf.
Und das finde ich nicht schade.
Denn ich nehme sie in Kauf.
Notenschlüssel sind vergeben.
Einer liegt in meiner Hand.
Mit Akkorden will ich leben.
Vielen sind sie unbekannt.
Die Kadenzen sind gefährlich,
denn sie fordern Sachverstand.
Seien wir nur einmal ehrlich.
Der Solist heißt: Unbekannt.
Liebe - begeistern
Liebe, die begeistert jeden
ob jung, ob alt, das ist egal.
Das schönste dabei ist das Reden.
Ich freue mich aufs nächste Mal.
Dann folgt bestimmt das Händchen-halten.
Für Eltern ist das ein Skandal.
Es ist so schön sich zu entfalten.
Ich freue mich aufs nächste Mal.
Und meine Kleidung Samt und Seide.
Und ich verführe dich total.
Mein Rock ist kurz, die Oberweite,
die freut sich auf das nächste Mal.
Kondome aber, die sind Pflicht.
Du sagst, das sei dir scheiß-egal,
denn diese Dinger trägst du nicht.
Dann gibt es auch kein nächstes Mal.
Ein junges Schaf
Ein Schaf hat sich zurechtgemacht.
Es rötet seine Lippen.
Es färbt leicht ab, hat es gedacht.
Man sieht es an den Kippen.
Es ist bereit zum Hammelsprung.
Dort auf der grünen Wiese.
Zum deichen ist sie nicht zu jung.
Das Meer schickt eine Brise.
Der Hammel denkt sich nichts dabei.
Was will die kleine Zicke?
Sie lamm-entiert dann eins hoch zwei
und baut ihm eine Brücke.
Ich möchte deinen Hammelsprung.
Ich will ihn nicht versäumen.
Der Hammel sagt: Du bist zu jung.
Davon kannst du nur träumen.
Tagein, tagaus
Man merkelt es tagein, tagaus
Im Portemonnaie fehlt Kohle.
Man kennt sich weder ein noch aus.
Vom Scheitel bis zur Sohle.
Man merkelt hin, man merkelt her.
Es leeren sich die Kassen.
Granaten fliegen kreuz und quer.
Das ist doch nicht zu fassen.
Die Rente stirbt zum Taschengeld.
Ein Ferkel hat geferkelt.
Das passt in diese heile Welt.
Auch wir sind ausgemerkelt.
Das Grundverkehrte
Du wählst bestimmt das Grundverkehrte.
Dein Wunsch ein schöner Lorbeerkranz.
Es widerspricht dir der Gelehrte.
Und bittet dich um diesen Tanz.
Er trampelt dir auf deine Zehen.
Er hat kein Taktgefühl.
Jedoch du wirst es überstehen.
Ihr stürzt dann mitten ins Gewühl.
Er spricht kein Wort, ich liebe Stille.
Und falle ihm nun um den Hals.
"Ich kann nichts sehen ohne Brille."
Und das bedrückt ihn ebenfalls.
Wir steuern durch die Tanzparade.
Er lädt mich ein, ich bin sein Gast.
Ganz langsam bröckelt die Fassade.
Was du schon längst begriffen hast.
Gepäck
Jeder hat genug zu tragen.
Und die Sorgen im Gepäck
stellen unbequeme Fragen,
sieh am besten drüber weg.
Päckchen tragen - keine Schande,
denn es ist uns zugeteilt.
Manche geben sich die Kante,
weil es stets bei uns verweilt.
Jeder hat sein Kreuz zu tragen,
das ist gar nicht angenehm.
Und wir können keinen fragen.
Das ist sicher ein Problem.
Päckchen hortet unser Leben.
Schlimmer wäre ein Paket.
Spinnennetze wird es geben,
wer sich auskennt, der versteht.
Eifersucht
Über allem herrscht die Liebe.
Ich bin ich, und du bist dein.
Wenn ich wie versessen übe,
hörst du auf, du selbst zu sein.
Doch dann häufen sich Beschwerden.
Jeder braucht auch sich allein.
Liebe, die muss anders werden.
Ein "Geklammer" darf nicht sein.
Häufig - Eifersüchteleien,
Denn ein Grund stellt sich nicht ein.
Und ich bitte: zu verzeihen.
Doch das darf nicht täglich sein.
Du wirst die Geduld verlieren.
Hinterher bin ich allein.
Jede Liebe akzeptieren,
das kann eine Lösung sein.
Urlaub
Gestern hier und heute fort.
Denn der Urlaub war geplant.
Übermorgen - Wassersport.
Und das habe ich geahnt.
Lasst uns mit den Wellen treiben,
denn wir spielen toter Mann.
Kurze Briefe sind zu schreiben.
Jeder so, wie er halt kann.
Meistens kritzeln nur die Damen.
Rote Fäden gehen aus.
Ansichtskarten sind Reklamen,
und sie flattern in dein Haus.
Wo wir sind, da rasen Wochen.
Vierzehn Tage rennen schnell.
Und kein Streit ist ausgebrochen.
Wie gesagt. Sensationell.
Mein Roller
Die Liebe ist nicht stark genug,
um damit Schiffe zu versenken.
Es wäre auch kein schöner Zug,
das Auto an den Baum zu lenken.
Mein Fahrrad, das ist meistens platt.
Ich schiebe es beim Zebrastreifen.
Doch manchmal habe ich es satt.
Kein Niemand wird es je begreifen.
Mein Roller ist mein Ideal.
Er tuckert durch die ganze Stadt.
Er tuckert nicht, verdammt noch mal.
Der Treibstoff ist schon wieder "platt".
Wo ist die nächste "Melk"maschine.
Ich weiß nicht aus und weiß nicht ein.
Ich habe Geld und ich verdiene,
bei Nacht und auch im Sonnenschein.
Den Roller lass ich vorerst stehen.
Die Tanke ist nicht weit entfernt.
Ich werde schnurstracks zu ihr gehen.
Ich habe was dazu gelernt.
(alles fiktiv)
Gründe gäbe es so viele
mit dem Leben Schluss zu machen.
Unerreicht sind meine Ziele,
doch darüber kann ich lachen.
Nicht zu leben, wäre Sünde.
Mutter hat es mir geschenkt.
Und das sind die Hintergründe,
die man häufig nicht bedenkt.
Kopf-hoch und dann weiterleben.
Und das Spiel beginnt von vorn.
Die Erfahrung weitergeben,
aber bitte nicht im Zorn.
Gründe gäbe es so viele,
doch ich möchte weitermachen.
Ich vergleiche Lebensstile,
und dann kann ich plötzlich lachen.
Liebe - entfalten
Die Liebe möchte sich entfalten.
Darüber freut sich jedes Herz.
Das Leben wird sich umgestalten.
Die Quinte gönnt sich eine Terz.
Oktaven rauf, Oktaven runter.
Die Liebe hält das Notenblatt.
Die Schmetterlinge werden munter.
Das habe ich bestimmt nicht satt.
Im Gegenteil: die gute Laune,
die fühlt sich prächtig, rundum prima.
Das macht die Liebe, und ich staune,
denn diese schafft ein mildes Klima.
Entfalte dich, es wird gelingen.
Denn keiner der dich dabei stört.
Du hörst die Nachtigallen singen.
Und nur ein Dummkopf ist empört.
Herzgeschichten
Über meine Herzgeschichten
ist nicht jedermann erbaut.
Vieles könnte ich berichten.
Doch ich schweige (leider laut).
Glücksgefühle und Momente,
Liebesschmerz und Liebelei,
fanden früher bald ein Ende.
Doch ich dachte nichts dabei.
Heute bin ich mehr besonnen.
Jeder Herzschmerz geht vorbei.
Die Erfahrung hat gewonnen.
Und sie ist der letzte Schrei.
Alles - verschieben
Alles möchte ich verschieben.
Jede Sache bricht entzwei.
Nur die Eine will ich lieben.
Dennoch bin ich frank und frei.
Eifersucht und seine Szenen
ist ein Tanz um heißen Brei.
Keiner soll sich danach sehnen.
Und kein Stolz sei mit dabei.
Gerne haben soll sich lohnen.
Manchmal macht man einen Scherz.
Bitte Instrumente schonen.
Und dann jubiliert dein Herz.
Alles möchte ich verschieben.
Denn ich habe mich verliebt.
Doch ich muss noch fleißig üben.
Dass kein Sandkorn mich betrübt.
Dein Ermessen
Wahrscheinlich sagt dir dein Ermessen.
Es ist schon ein paar Tage her.
Du denkst der "Käse" ist gegessen.
Ich mag, und kann, und will nicht mehr.
Ich stehe, stand an deiner Seite.
Fünf Jahre haben wir verbraucht.
Dann ging die schöne Liebe pleite.
Dann ist die Liebe abgetaucht.
Nun steh' ich da mit leeren Händen.
Kein Händeschütteln und kein Kuss.
Das wird sich noch zum Guten wenden,
so heißt zumindest mein Entschluss.
Natürlich wollte ich dich kränken.
Die große Liebe spielt ihr Spiel.
Doch eines solltest du bedenken.
Der Schuss nach hinten war zuviel.
Schenken
Alles möchte ich dir schenken,
alles was dein Herz begehrt.
Doch ich muss es überdenken.
Alkohol das ist verkehrt.
Gute Laune, böse Miene,
doch die Flasche Wein ist leer.
Greife nach der Apfelsine.
Wortgeplänkel hin und her.
In der Kneipe noch ein Schoppen,
viele Euros ist er wert.
Denn du willst dich selber toppen.
Und du hast auch den geleert.
Doch nun zieht es dich nach Hause.
Hagelvoll und nebeldicht.
Alkohol hat Ruhepause.
Bis ein neuer Tag anbricht.
Schwere Zeiten
Liebe hat in schweren Zeiten,
immer noch ein liebes Wort.
Trübsal soll dich nicht begleiten,
und so weiter, und sofort.
Liebe bringt den Baum zum Singen.
Blätter rascheln den Akkord.
Und das kann auch dir gelingen,
treibe nur Gedankensport.
Liebe schenkt mir eine Dame.
Sie hat Anstand und Humor.
Und man denkt, das ist Reklame.
Doch das kommt bei ihr nicht vor.
Liebe ist in guten Zeiten,
ein Präsent das jeder schätzt.
Sind es auch nur Kleinigkeiten.
Jeder Schnabel wird gewetzt.
Eine Liebe ging kaputt
Eine Liebe ging kaputt.
Jeder sucht des andern Fehler.
Doch wir ernten Schimpf und Schutt.
Jede Höhe findet Täler.
Eine Liebe ging entzwei.
Jeder wird die Nase rümpfen.
Vielen ist das einerlei.
Hennen gackern und sie schimpfen.
Eine Liebe ging daneben.
Rette dich, sofern es geht.
Denn das Pech bleibt an dir Kleben.
Unrat hat das Pech gesät.
Eine Liebe kam abhanden.
Keiner hatte Schuld daran.
Und das Thema: abgestanden.
Alles fängt von vorne an.
Eine Liebe kann nicht landen.
Frauen schmieden ein Komplott.
Leider hast du nicht verstanden,
frage lieber deinen Gott.
Paragraphen
Worte werden oft gebrochen.
Keiner der Gesagtes hält.
Hüh und Hott wird dir versprochen.
Du wirst um dein Geld geprellt.
Jammern führt zu neuen Fragen.
Sachgebiete halten dicht.
Alles wollen sie vertagen.
Heute geht das leider nicht.
Hinz und Kunz wird angerufen.
Aktenzeichen sind der Hit.
Und wir üben uns im Fluchen.
Doch der Teufel reitet mit.
sie vertrösten und bedauern.
Einmal vorwärts, zwei zurück.
Doch die Paragraphen lauern.
Und sie häckseln Schritt für Schritt.
Was ich möchte: etwas Gnade.
Sicher keinen Pferdetritt.
Wir bedauern, das ist schade.
Jeder Unsinn macht noch mit.
Ein Theater
Spiele bitte nicht Theater.
Sei besonnen, liebevoll.
Wähle keinen zum Berater.
Viele sind nur liebestoll.
Achte auf die guten Sitten.
Mache dich nicht unbeliebt.
Denn sonst wird diskret gestritten.
Weil es keinen Ausweg gibt.
Immer könnt ihr euch versöhnen.
Schenkt dem Kind nur Zärtlichkeit.
Immer müsst ihr euch verwöhnen.
Denn die Liebe - sie verzeiht.
Lorbeerkranz
Keine Sorge du wirst siegen.
Denn die Strähne-Pech ist leer.
Du wirst es gerade biegen.
Nimm das ganze nicht so schwer.
Jeden Preis wirst du gewinnen.
Denn du weißt, wie gut du bist.
Doch du musst das Spiel beginnen.
Und dich zeigen, wie du bist.
Vieles kann im Wege stehen.
Glaube bitte nur an dich.
Und die ganze Welt wird sehen.
Und im Ziel, da brauchst du mich.
Sicher bist du außer Puste.
Dir gebührt der Lorbeerkranz.
Und wenn ich vor Freude huste.
Schenke mir den ersten Tanz.
Für dumm verkaufen
Lass dich nicht für dumm verkaufen.
Denn die Geier warten schon.
Lass sie rennen, lass sie laufen.
Mach dich auf, und geh davon.
Um zu leben brauchst du Stärke
und auch einen Tatendrang.
Überwinde Täler, Berge.
Sei nicht vor dir selber bang.
Denn du wirst "das Spiel" gewinnen.
Einen Trainer brauchst du nicht.
Doch du musst das Spiel beginnen.
Nimm dich bitte in die Pflicht.
Heuchler stehen an der Ecke.
Ohren zu und Augen auf.
Und erkenne und entdecke,
dieser Lauf, dein Lebenslauf.
Fundsache
Ich habe eine Frau gefunden.
Nun wartet sie im Fundbüro.
Mein Herz hat sich an sie gebunden.
Darüber bin ich wirklich froh.
Ich weiß, ich bin in ihr verloren.
Auch wenn sie manchmal Mucken macht.
Ein neues Leben wird geboren.
Und hinterher, da wird gelacht.
Das Fundbüro ist keine Stätte,
wo sie sich wiederfinden kann.
Man bindet sie an eine Kette.
Was sie partout nicht leiden kann.
Sie möchte jeden Tag genießen
mit Hinz und Kunz, mit Jedermann.
Doch wenn die Kullertränen fließen,
dann fängt ein neues Leben an.
Das Fundbüro, das wird geschlossen.
Ein Messer hat sie in der Hand.
Sie hat sich selber aufgeschlossen.
Ihr Schatten, das ist ihr Verstand.
Das Spiel
Keiner hat das Spiel gewonnen.
Es ging unentschieden aus.
Langsam hat das Match begonnen.
Auf den Rängen Sturmapplaus.
Beide wollten nicht verlieren.
Doch sie standen unter Druck.
Keiner wollte sich blamieren.
Und sie spielten nur Hau-ruck.
Tore konnte es nicht geben.
Schon im Mittelfeld gestört.
Alles haben sie gegeben.
Einer fand das: unerhört.
Denn er sehnte sich nach Toren.
Er ist Mitglied im Verein.
Und sein Tipp, der hat verloren,
denn es hat nicht sollen sein.
Kleine Kinder
Gängelt nicht die kleinen Kinder.
Geht für sie durch dünn und dick.
Jeder Herbst wird einmal Winter.
Und begleitet sie ein Stück.
Kinder sind doch keine Engel,
drückt auch mal ein Auge zu.
Sicher haben manche Mängel.
Denk zurück: Wie warst denn du?
Warst du in der Schule fleißig.
Galt für dich ein Lehrerwort?
Sicher bist du über dreißig.
Und ein Ass im Mannschaftssport.
Kinder wissen, was ist richtig.
Doch daheim, da sind sie brav.
Jeder Mutter ist das wichtig.
Doch konvex ist nicht konkav.
Keine Grenze
Überschreite keine Grenze,
wenn es dir verboten ist.
Ganz im Gegenteil ergänze.
Pfoten weg, denn das ist Mist.
Deinen Eltern kannst du trauen.
Denn du bist ihr höchstes Gut.
Schenke ihnen dein Vertrauen.
Und bekämpfe deine Wut.
Denn sie wünschen nur das Eine
werde ihrem Traum gerecht.
Das ist richtig, wie ich meine.
Sonst ergeht es ihnen schlecht.
Tue was die Eltern sagen,
denn sie stehen in der Pflicht.
Du magst weinen oder klagen.
Das Gebot der Stunde spricht.
Der Sommer
Der Sommer tanzt den letzten Reigen.
Die Badenixen schauen zu.
Noch kann er seine Künste zeigen.
Ein Sonnenstrahl der lacht dazu.
Noch einmal möchte ich probieren.
Er schaukelt sich auf dreißig Grad.
Und alle Menschen applaudieren.
Dann braucht man ein Erfrischungsbad.
Der Sommer tanzt den letzten Reigen.
Er möchte gern und kann nicht mehr.
Im nächsten Jahr wird er sich zeigen.
Bis dahin sind die Taschen leer.
Der Tag nach dem Regen
Der Tag macht heute seine Witze,
darüber lacht die Sonne sehr.
Sie findet dieser Tag ist spitze.
Der blaue Himmel - wolkenleer.
Man müsste nun spazierengehen.
Der Regenschirm bleibt brav daheim.
Das kann er leider nicht verstehen.
Er geht allmählich aus dem Leim.
wir dürfen in der Sonne baden.
Doch vorsicht vor dem Sonnenbrand.
Er hat uns herzlich eingeladen.
Wir suchen einen Imbiss-Stand.
Doch heute herrscht die Sonntagsruhe.
Wir kehren in ein Gasthaus ein.
Geschäftigkeiten und Getue.
Ein Schweinebraten soll es sein.
Die Tränen
Lass die Tränen einfach fließen,
doch den Grund, den kennst nur du.
Doch ich möchte daraus schließen,
du hast allen Grund dazu.
Der dich lieb hat, macht dich weinen.
Heute war er schlecht gemient.
Lass die Sonnen wieder scheinen.
Denn du hast es dir verdient.
Mache bitte keine Szene,
denn der Streit, der artet aus.
Hinterlasse keine Träne.
Krieche in dein Schneckenhaus.
Morgen ist das Jetzt vergessen.
Morgen ist dein lieber Schatz.
Vollgepumpt mit Interessen.
Eine Träne - fehl am Platz.
Der Herbst
Der Herbst ist angekommen
mit einem ICE
Er hat sich gut benommen.
Nun schlürft er Kräutertee.
Den Nebel hat er mitgebracht.
Ansonsten kein Gepäck.
Er ist benebelt in der Nacht.
Um elf Uhr ist er weg.
Das T-Shirt braucht noch eine Jacke,
denn ohne sie, da wär' es kühl.
Die Penner in der Holzbarracke,
die haben dafür ein Gefühl.
Die Sommerbräune - nicht zu sehen.
Doch manche stellen sie zur Schau.
Das alles wird vorübergehen.
Denn manchmal fröstelt selbst der Tau.
Tor zum Glück
Das Tor zum Glück steht allen offen.
Es ist wie auf dem Rummelplatz.
Denn alle sehnen sich und hoffen.
Sie finden einen lieben Schatz.
Die meisten haben Lampenfieber.
Wie spreche ich ein "Mädchen" an.
Es wäre mir bedeutend lieber.
Sie sucht nach einem netten Mann.
Doch ist einmal das Eis gebrochen.
Dann rede ich in einer Tour.
Sie unterbricht: ich kann gut kochen.
Doch leider schalte ich auf stur.
Wir werden uns bestimmt verstehen.
Ich muss dich fragen: Bist du frei.
Nun musst du ehrlich in dich gehen.
Wir sprechen sonst an uns vorbei.
In meiner Wohnung herrscht die Leere.
Ein Mann wie du gefällt mir sehr.
es gibt auch keine Staats-Affäre.
Was willst du mehr?
Das neue Schuljahr
Ab morgen musst du Mathe lernen.
Chemie und Bio, auch Latein.
Was daraus wird, steht in den Sternen.
Du musst ja nicht der Beste sein.
Doch auch die Lehrer müssen pauken.
Darüber sind sie nicht erbaut.
Sie sehen es mit ihren Augen.
Die Schüler toben lang und laut.
Die ersten Stunden sind verloren.
Ein Lehrer schimpft in einer Tour.
Den Taktstock schwingt er unverfroren.
Sein Leistungskurs macht Abitur.
Gewitter krachen und sie grollen.
Sonst macht das Ganze keinen Sinn.
Denn alle spielen ihre Rollen.
Der erste Tag: ein Neubeginn.
Herbst
Der Sommer lässt sich nicht mehr blicken.
Bald wird an jeder Uhr gedreht.
Damit sie wieder richtig ticken.
Die bunten Blätter wind-ver-weht.
Der Herbst hat sich schon eingerichtet.
Am Boden welkt ein Ahorn-Blatt.
Und jeder Baum fühlt sich verpflichtet.
Das Schauspiel findet jährlich statt.
Vergessen sind die Sonnen-Tage.
Die Luft ist schon empfindlich kühl.
Geerntet wird die Weinbergs-Lage,
ein guter Wein, das ist das Ziel.
Die Nächte dauern etwas länger.
Die Sonne steht viel später auf.
Im Süden sind Insektenfänger.
Denn das gehört - zu ihrem Lebenslauf.
Bei dir landen
Ich möchte gerne bei dir landen.
Doch ein Versuch, der ist gewagt.
Wie ist nur dieser Wunsch entstanden
und wer hat ihn vorhergesagt.
In deiner Wolle will ich liegen.
Die Wirklichkeit sieht anders aus.
In deine Träume will ich fliegen.
Doch siehe da: Kein Mensch zuhaus'.
Du sollst mich in die Arme schließen,
mit Phantasie und Zärtlichkeit.
Das würde ich total genießen.
Jedoch der Weg dorthin ist weit.
Ich möchte gerne bei dir landen.
Ich will dein neuer Partner sein.
Mit allen Ecken oder Kanten.
Denn ich bin in Gedanken dein.
Ein Zauber
Ein Zauber liegt in allem inne
Wer keine Zeit hat, hetzt vorbei.
Betrunken ist die Regenrinne,
Auch morgen ist sie wieder high.
Die Hoffnung sagt bald wird es besser.
Doch Flüsse und der kleine Bach,
sind noch ein reißendes Gewässer,
sogar ein Rinnsal wird nun wach.
Die Feuerwehr begrenzt den Schaden.
Die Keller werden leer-gepumpt.
Im ersten Stock riecht es nach Braten.
Es wird "gevespert" und "gelumpt".
Nichtraucherschutzgesetz
Zwei Straßen weiter - an der Ecke
befindet sich mein Stammlokal.
Wir rauchen neben einer Hecke.
Inzwischen ist es ja normal.
Dort dürfen wir die Luft verpesten.
Ein Ascher steht für uns bereit.
Ein kleiner Wink zu fremden Gästen.
Der Stammgast aber weiß Bescheid.
Wie wird es, wenn es draußen kältet?
Man zieht die Winterjacke an.
Der Ascher, der wird eingezeltet.
Und das wird jedem kundgetan.
Menschlichkeiten
Dinge, die ich nicht verstehe,
haften an mir lebenslang.
Wie zum Beispiel meine Ehe.
Himmelhoch und Untergang.
Auch die andren Menschlichkeiten:
Hader, Geiz und Futterneid,
die mich manchmal kurz begleiten,
ärgern oder bringen Streit.
Jedem gönne ich das Seine.
Frieden, Freude, wahres Glück.
Werfe keine Pflastersteine,
denn das bricht dir das Genick.
Leben und auch leben lassen.
Jeder so wie er es mag.
In den Schränken fehlen Tassen.
Dennoch einen schönen Tag.
Die Liebe - sparen
Die Liebe spart mit ihren Worten.
Sie träumt von der Vergangenheit.
Sie setzt sich ab und zwar nach Norden,
und friert in ihrem dünnen Kleid.
Im Tagebuch kann jeder lesen.
Die Liebe gab sich selbst die Schuld.
Denn früher war es schön gewesen.
Doch sie war voller Ungeduld.
Im Norden ist es auch nicht besser.
Denn es verebbt trotz Sturm die Flut.
Sie kostet noch vom Salzgewässer.
Das schmeckt ihr aber gar nicht gut.
Gelungen findet sie Gezeiten.
Gesteuert von dem Mann im Mond.
Und wer dort wohnt ist zu beneiden.
Der Kurzurlaub hat sich gelohnt.
Hohes Alter
Du hast schon ein hohes Alter.
Und das Laufen fällt dir schwer.
Torkelt ein Zitronenfalter,
torkelst du dann hinterher.
Früher bist du viel gelaufen,
kreuz und quer durch die Natur.
Heute musst du oft verschnaufen
und du klagst: was soll das nur.
Kräfte haben dich verlassen.
Ein Spaziergang - nur mit Stock.
Und es ist doch nicht zu fassen.
Darauf hast du keinen Bock.
Frühstück machen ist Routine.
Doch du meidest den Kaffee.
Es erhellt sich deine Miene,
bei dem heißen Kräutertee.
Du bist alt, willst älter werden.
Und man spritzt dir Insulin.
Du bekämpfst die Herzbeschwerden.
Das wird einmal dein Ruin.
Eine Geldkrise
Geld versickert im Kanal.
Das war nicht vorherzusehen.
Und die Wirkung ist fatal.
Es geschah im Handumdrehen.
Jede Bank braucht Kapital.
Luft anhalten, hoffen, bangen.
Zinsen gibt es pro Quartal.
Und gerötet sind die Wangen.
Gold ist relativ stabil.
Aktien rutschen in den Keller.
Fonds sind ein gewagtes Spiel.
Batzen und danach ein Heller.
Keiner stoppt das Karussell.
Kleine Leute die verlieren.
Das ist wirklich kriminell.
Keiner kann da applaudieren.
Das erste Herbstgewitter
Das erste Herbstgewitter
fegt tobend durch den Baum.
Es raubt die braunen Blätter
und einen Sommertraum.
Erst gestern zog der Sommer
mit Blütenschmuck durchs Land.
Nun ist er schon vergangen.
Der Nebel webt sein Band.
Die Dunkelheit währt länger.
Die Vögel ziehen fort.
Sie zwitschern fern im Süden.
Der Sonnenschein ist dort.
Das erste Herbstgewitter -
ein Blitz und Donnerknall.
Nun naht das Sommerende
und auch der Blätter Fall.
Ganz harmlos
Ich weiß nicht mehr wie es begann.
Ganz harmlos hat es angefangen.
Nun sind wir beide ein Gespann.
Das Ziel heißt Freundschaft und Verlangen.
Wir waren wie ein Blatt im Wind.
Und übten uns im Händchen-halten.
Obwohl wir grundverschieden sind.
Die Liebe konnte sich entfalten.
Nun sind wir beide Mann und Weib.
Wir pflegen die Gemeinsamkeiten.
Du bist mein schönster Zeitvertreib.
Ich möchte nie mehr mit dir "Streiten".
Und habe ich dir weh getan,
dann musst du mir verzeihen.
Wir fangen ganz von vorne an.
Das Saatgut wird gedeihen.
Nebelschwaden
Der Nebel geistert durch das Tal.
Die bunten Blätter fliegen.
Die Jahreszeit bedingt den Schal.
Um Nebelwolken zu besiegen.
Um elf Uhr ist der Spuk vorbei.
Die Sonne lächelt heiter.
Der Nebel nimmt für heute frei.
Und auch der Blitzableiter.
Stattdessen färbt sich Blatt für Blatt
an Büschen und an Bäumen.
Der Straßenkehrer hat es satt,
die Wege frei zu räumen.
Der Herbstwald eine wahre Pracht
mit bunten Farbenspielen.
Ich hege leise den Verdacht,
dass sie nach unten schielen.
Auf Wiesen und am Wegesrand,
da wächst die Herbstzeitlose.
Die Finger weg, mahnt der Verstand,
sonst stürzt sie dich - ins Bodenlose.
Blätter fallen
Die Blätter fallen von den Bäumen.
Warum, weshalb, wer kennt den Grund?
Das Schauspiel soll man nicht versäumen,
denn es ist ungeheuer bunt.
Doch in der Zukunft sind wir ohne.
Nichts Buntes das von Bäumen fällt,
das kümmert vielen nicht die Bohne.
Das ist der Lauf, der Lauf der Welt.
Bis gestern warfen Bäume Schatten.
Doch heute sind sie ein Skelett.
Die Farbentupfer, sie gestatten,
die fand ich ganz besonders nett.
Im nächsten Jahr, ich möchte wetten,
da sprosst am kahlen Ast ein Blatt.
Die Bäume können sich nicht retten.
Dann grünt sogar die Innenstadt.
Für Mutter
Du hast mich nie im Stich gelassen.
Und dafür dank' ich dir.
Du sagtest nie: Da muss ich passen.
Du standest immer hinter mir.
Es stapelten sich die Probleme
und ich war völlig auf dem Hund.
Dann packtest du das Unbequeme.
Du schautest Dingen auf den Grund.
Du hast mich immer ernst genommen,
egal was auch geschah.
Durch dich bin ich zu mir gekommen.
Denn du warst immer für mich da.
Nun fehlst du mir an allen Ecken.
Und gar nichts ist in Butter.
Die Fehler muss ich nun verstecken.
Du wüsstest Rat, geliebte Mutter.
Auseinander gehen
Wenn wir auseinander gehen.
Wenn die Zweisamkeit entfällt.
Werden wir im Regen stehen,
wie der Rest der heilen Welt.
Tränen kullern auf den Boden.
Und sie küssen den Asphalt.
Leider sind wir Idioten.
Unsre Liebe endet bald.
Doch wir sind aus Stahl und Eisen.
Und genug ist nicht genug.
Doch die Zukunft wird es weisen.
Kein Gedanke quasselt klug.
Wenn wir auseinander gehen,
sage ich Entschuldigung.
Danke, dass wir dazu stehen.
Schön ist die Erinnerung.
Vertrauen
Ich will dich lieben, dir vertrauen.
Auf jeden Fall und absolut.
Ich will zu dir die Brücke bauen.
Denn dann wird alles wieder gut.
Und wenn ich doch im Schlamm versinke,
dann reiche mir ein Rettungsseil.
Damit ich nicht vor dir ertrinke.
Ich wünsche dir ein Petri-Heil.
Dich achten, das ist meine Stärke.
Ich weiß genau, was dir gefällt.
Die Nordsee und auch schroffe Berge.
Die Ferienwohnung und ein Zelt.
Doch leider bist du knapp bei Kasse.
Und deshalb fällt der Urlaub aus.
Ich strapaziere die Terrasse
und hüte Hund und Hof und Haus.
Für Luanna
Beherzigt werden deine Klagen,
ich habe sie auf Eis gelegt.
Du kannst mich stündlich danach fragen.
Und wenn es sein muss unentwegt.
Was sollen deine Fragezeichen.
Das eine war dir nicht genug.
Das dritte kommt von meinesgleichen.
Nun bist du eigentlich am Zug.
Ich denke nach, was soll ich sagen.
Mir scheint, mein Reim hat nicht gepasst.
Ist das die Antwort auf die Fragen.
Warum hast du dich kurz gefasst?
Sag was du denkst, ich kann es schlucken.
Ich lerne viel aus der Kritik.
Am Anfang musste ich mich ducken,
doch später klang es wie Musik.
Deine Tränen
Warum kannst du nicht mehr lachen.
Was hat dir den Tag vermiest.
Lass es bitte wieder krachen,
selbst wenn es vom Himmel gießt.
Keinen kümmern deine Tränen.
Jedem sind sie sch...egal.
Alles Hoffen, alles Sehnen
sind für Dritte nicht normal.
Sei ein Clown, geh deiner Wege,
denn dann grölt das Zirkuszelt.
Bären brummen im Gehege
und dazu der Rest der Welt.
Lache laut und du wirst munter.
Balsam bringt ein Gläschen Sekt.
Dann geschehen wieder Wunder.
Und der Tag ist bald perfekt.
Sei zufrieden
Lebe wohl und sei zufrieden.
Danke Gott, dass es dich gibt.
Alles kann er dir nicht bieten.
Doch du wirst von ihm geliebt.
Das ist mehr als tausend Sachen.
Davon kriegst du nie genug.
Und du wirst von Herzen lachen.
Heiterkeit macht jeden klug.
Fröhlich seien deine Tage.
Hüte dich vor Zorn und Streit.
Werde dir nicht selbst zur Plage.
Und wenn doch, gib mir Bescheid.
Jeder Mensch hat seine Fehler.
Die ein Zweiter nicht entdeckt.
Es gibt viele Seitentäler,
und dort werden sie versteckt.
Zum verrückt werden
Alles kann ich nicht ertragen,
denn es macht mich manches an.
Und der Grund für viele Fragen,
wohnen hier, gleich nebenan.
Gierig raffen sie Moneten.
Jeder Cent wird umgedreht.
Keine Freunde um zu reden.
Klatsch und Tratsch von früh bis spät.
Ordnung ist ihr ganzes Leben.
Gut beäugt der Treppenflur.
Und sie sinnen und sie kleben,
hinter der Gardinenschnur.
Was sie machen, das ist richtig.
Keine Zweifel, die sie plagt.
Doch letztendlich uneinsichtig,
wenn ein Fremder hinterfragt.
Mein kleiner Hund
Mein kleiner Hund tappst durch die Wohnung.
Er schnuppert hier, er schuppert dort.
Er bellt nicht und kriegt zur Belohnung,
ein Schmankerl und er kaut sofort.
Zum Glück ist er schon stubenrein.
Und pinkelt nicht auf mein Parkett,
das finde ich besonders fein.
Und gut erzogen, das ist nett.
Doch morgens will er Gassi-gehen.
Entschläfert stehe ich dann auf.
Dann will er seine Runde drehen.
Wer Hunde mag, nimmt es in Kauf.
Dann muss er meine Wohnung hüten.
Die Arbeit ruft, mit ihr die Pflicht.
Dann knabbert er an Einkaufstüten.
Ich frage mich, warum auch nicht.
Dichter Nebel
Wir hatten uns von uns entfernt.
Es herrschte dichter Nebel.
Wir haben nichts dazu gelernt
und drücken alle Hebel.
Die Zweisamkeit, die ging kaputt.
Das war weiß-Gott zum Jammern.
Der Weg zu dir war voller Schutt.
Ein Grund sich auszuklammern.
Die Kneipen waren unser Ding.
Wir mussten draußen rauchen.
Entrüstet war der Schmetterling
und nicht mehr zu gebrauchen.
Dann pflegten wir die Einsamkeit.
Die führte uns nicht weiter.
Was gestern war, das tut uns leid.
Nun bin ich dein Begleiter.
Recht
Jeder denkt, er ist im Recht.
Und es juckt ihn nicht die Bohne,
geht es andren dadurch schlecht.
Wenn ich nur mich selbst belohne.
Jeder nimmt ein Recht zur Hand.
Und dann fängt er an zu richten.
Leider holpert sein Verstand.
Streitereien will er schlichten.
Und er denkt mein Herz ist Trumpf.
Niemand kann dagegen halten.
Und er sonnt sich im Triumpf,
doch die Sache bleibt beim alten.
Ohne Zweifel er hat Recht.
Doch man kann kein Spiel gewinnen,
wenn man in der Kneipe zecht.
Um von vorne zu beginnen.
Die alte Leier
Und zwischen uns die alte Leier.
Ein Beutel-Bocks, ein Liter Wein.
So wie auf einer Hochzeitsfeier.
Nun meine Frage: Muss das sein.
Wir könnten uns doch unterhalten,
was soll der Alkohol im Blut.
Und jeder würde sich entfalten.
Das täte sicher jedem gut.
Wir trinken heimlich um die Wette.
Der Alk bedingt ein Ritual.
Er legt uns einfach an die Kette.
Und phantasiert vom nächsten Mal.
Wir müssen uns zusammen raufen.
Sonst bleibt die Liebe nur ein Wort.
Ich kann dir deine Welt nicht kaufen.
Promille tanken: jetzt - sofort.
Wir stecken tief in einer Krise.
Und finden uns im Jammertal.
Was ich bestimmt nicht mehr genieße.
Doch mach es gut, bis nächstes Mal.
In die Tiefe
Wir werden uns bestimmt nicht streiten.
Ich bin die Ebbe, du die Flut.
Ich möchte mich für dich entscheiden.
Und alles wäre wieder gut.
Der Alkohol ist unser Feind.
Wir beide müssen ihn besiegen.
Ein Schoppen hat es gut gemeint.
Jedoch ich lasse ihn links liegen.
Wir beide werden davon krank.
Das Schnurgerade neigt zur Schiefe.
Noch ist es Zeit, dem Himmel Dank.
Sonst reißt es uns noch in die Tiefe.
Lange Reden
Ich bin kein Freund von langen Reden.
Doch keiner hat es mir gedankt.
Ich applaudiere auch nicht jeden.
Das wäre viel zu viel verlangt.
Für meine Lieben: lange Leine.
Zwar plagt mich oft die Eifersucht.
Ich kann nicht sagen, was ich meine.
Mein Denkerhirn ist ausgebucht.
Das wird mich in die Pfanne hauen.
Ich weiß beim besten Willen nicht.
Kann ich dem Nebenbuhler trauen,
verliere ich mein Gleichgewicht?
Stechuhr
Kurz nach knapp, ich bin in Eile.
Und die Stechuhr wartet schon.
Wenn ich mich jetzt nicht beeile.
Ringt vielleicht mein Telefon.
Plötzlich melodiet mein Handy.
Meine Neugier ist geweckt."
Und ich schwöre: "Ich verpfänd' di!"
Dann ist Schluss im Endeffekt.
Dennoch kann ich es nicht missen.
Finger weg, es rast die Zeit.
Handis haben kein Gewissen.
Und kein Niemand ist gefeit.
Also gut, nur auf die Schnelle.
"Leider hab ich falsch gewählt."
Klappe dicht für alle Fälle.
Und die alte Stechuhr zählt.
Fehler
Jeder Mensch hat seine Fehler.
Doch sein Herz ist lupenrein.
Schlittenfahrt bis in die Täler.
Keiner lebt für sich allein.
Jeder pflegt auch seine Sorgen.
Und er leidet bis zum Tod.
Keiner weiß, kommt er schon morgen,
kurz nach einem Abendrot.
Keiner will das Leben missen.
Selbst in einem Pflegeheim.
Sei es furchtbar und beschissen.
Jeder macht sich seinen Reim.
Alle müssen einmal sterben.
Keiner weiß, wann kommt die Zeit.
Schutt und Asche, manchmal Scherben.
Leben ist Vergangenheit.
Liebe - Flügel
Jede Liebe schenkt dir Flügel.
Dein Gefühl ist aufgekratzt.
Und du hast dich nicht am Zügel.
Jede Chance wird verpatzt.
Denn dein Glück weiß nichts davon.
Lege die Gedanken offen.
Sprich mit ihm per Telefon,
doch vergesse nicht zu hoffen.
Gib dir bitte keine Blöße.
Bleibe cool, auch wenn du schwitzt.
Zeige dich und deine Größe.
Sei besonnen und gewitzt.
Doch du steuerst auf ein Riff,
denn sie will von dir nichts wissen.
Doch du hast dich voll im Griff.
Und du denkst - das ist beschissen.
Kirchturmglocken
Wenn die Kirchturmglocken läuten,
werden Sorgen winzig klein.
Doch sie laden die verstreuten
Kirchengänger zu sich ein.
Manche warten ungeduldig.
Und sie starren auf die Uhr.
Doch die Uhr, die ist nicht schuldig.
Denn sie kurvt mit der Natur.
Sorgsam tickt sie die Sekunden.
Und der große Zeiger "rennt".
Durch die Tage, durch die Stunden.
Darin zeigt sich sein Talent.
Glocken machen manchmal Pause.
Alles ist mucksmäuschen still.
Auf der Straße und zu Hause,
weil der Herrgott es so will.
Mein bunter Hund
Die Frage stellt sich jeden Tag,
wo liegt mein bunter Hund begraben.
Der stets an meiner Seite lag.
Ich sagte oft: Du kannst ihn haben.
Wir beide waren stubenrein.
Du warst mein Herz, ich deine Seele.
Ich war für dich ein Sonnenschein.
Du warst bereit für die Befehle.
Und morgens früh und spät bei Nacht,
erfreute uns das Gassi-gehen.
Das hat mich um den Schlaf gebracht.
Jedoch ich konnte mich verstehen.
Die Leine los im nahen Park.
Du hast dich tierisch rumgetrieben.
Und fühltest dich besonders stark.
Doch nur die Leine ist geblieben.
Ich suchte und ich fand dich nicht.
Und fing fast an zu toben.
Erschüttert war mein Gleichgewicht.
Die Frage stellt sich: Siehe oben.
Alkohol
Frönt nicht nur dem Alkohol,
träumt von Fisch und Hummer.
Und der Pudel fühlt sich wohl.
Auch bei Liebeskummer.
Einer geht, bald kommt ein Zweiter.
Nimm das Heft in deine Hand.
Doch ich spüre, das ist leider,
kein Ersatz für den Verstand.
Du warst stolz mit deinem Freund.
Doch er wird dich bald vermissen.
Und du hast zuviel geweint,
manchmal plagt dich dein Gewissen.
Bald wirst du das Handtuch "schmeißen".
Manchmal kehrt ein Freund zurück.
Und dann gilt es zu beweisen,
führt die Zweisamkeit zum Glück.
Krumme Taten
Bitte keine krummen Taten.
Irgendwann wirst du erwischt.
Und das wird dir sicher schaden.
Denn dein Glücksstern - er erlischt.
Gauner haben keine Lobby.
Wie sie handeln ist gemein.
Doch sie pochen auf ihr Hobby.
Bitte, bitte lasst es sein.
Ja ich weiß, es gibt Ganoven.
Du stehst Schmiere, wirst geimpft.
Pfoten weg von diesen Doofen.
Werde lieber ausgeschimpft.
Denn das Leben hinter Gittern,
ist kein Schicksal, das dich schmückt.
Keine Freiheit kannst du wittern.
Glaube mir, du wirst verrückt.
Auf die Pelle
Rückt mir bitte auf die Pelle.
Jubelt frech im Sonnenschein.
Sperrt mich lustvoll in die Zelle.
Seid gesäuert und gemein.
Lasst mich einfach Unkraut jäten,
das tut zweifelsohne gut.
Ihr esst Fisch und ich die Gräten.
Keiner zieht vor mir den Hut.
Heute seid ihr noch am Drücker.
Morgen ist der Ofen aus.
Und ihr werdet Baumwollpflücker
hinter meinem Bauernhaus.
Hütet euch
Hütet euch und eure Zungen.
Klatsch-mohn wächst im Treppenflur.
Und sie reden ungezwungen.
So, als seien sie auf Kur.
Thema eins in aller Munde.
Ja genau, das liebe Geld.
Märchen drehen ihre Runde.
Jede Zeche wird geprellt.
Die Gedanken wollen kreisen.
Und ein Aufmarsch wird geplant.
Und man greift nach heißen Eisen.
Jeder hat das Spiel geahnt.
Doch der Häuptling dieser Sippe,
ist nicht niet- noch nagelfest.
Und es klappert sein Gerippe.
Er verlässt sein Vogelnest.
Was du tust
Was du tust ist deine Sache.
Keiner gibt den Marsch-Befehl.
Ungezügelt schreit die Rache.
Doch du jodelst quietsch-fidel.
Sorge dich um deine Sorgen.
Vieles ist nicht angebracht.
Und vertröste sie auf morgen.
Schlafe in der Vollmondnacht.
Sicher kannst du viel ergänzen.
Gott beschützt dich jeden Tag.
Unbekümmert darfst du glänzen.
Weil er "Kleine Leute" mag.
Was du tust ist deine Sache.
Danke, wenn dich jemand liebt.
Und verschiebe deine Rache,
auf den Tag, den es nicht gibt.
Nicht leicht
Ich dachte mir, es wird nicht leicht.
Ich will mich von dir trennen.
Nun habe ich mein Ziel erreicht.
Den Grund will ich nicht nennen.
Die Nervensägen fragen laut
und völlig ungezogen.
Der Eisberg ist schon längst getaut.
Wer nein sagt, hat gelogen.
Wir können weiter Freunde sein.
Und das sind keine Phrasen.
Nun denkt ihr sicher wie gemein,
wie hohl und aufgeblasen.
Gedanklich habe ich geweint.
Vor lauter Angst und Kummer.
Jedoch du wurdest nicht mein Feind.
Ich wähle deine Nummer.
Und weiß, ich hab dir wehgetan.
Warum: ich möchte schweigen.
Ich flog aus deiner Umlaufbahn.
Was wird, das wird sich zeigen.
In der Kreide
Du stehst bei mir tief in der Kreide.
Dein Haben buche ich im Soll.
Ich leihe, was ich sonst vermeide.
Und pfeife Noten nur in moll.
Am Ersten überweist du Raten.
Das haben wir genau geplant.
Und es verringert sich der Schaden.
Und das läuft besser als geahnt.
Allmählich bin ich guter Dinge.
Das kürzt bei dir den Schuldenberg.
Ich wünsche mir, dass das gelinge.
Doch Vorsicht! mahnt mein Gartenzwerg.
Auf Zinsen will ich ganz verzichten.
Und irgendwann sind wir auch quitt.
Und droht ein Streit, ich will nicht richten.
Ein Leben macht so manches mit.
Reiche Leute
Meistens sind die reichen Leute,
ärmer als die Kirchenmaus.
Gut betucht, das sind sie heute.
Morgen sieht es anders aus.
Von den Reichen kannst du lernen.
Sparsamkeit, im höchsten Grad.
Und sie greifen nach den Sternen,
denn sie sind im Staat ein Staat.
Lesezirkel: in vier Wochen.
Lieber Tratsch am Bäckerstand.
Und ich könnte darauf pochen.
Kleidung stets aus zweiter Hand.
Helfen können nur die Reichen.
Doch sie hamstern Tag für Tag.
Und sie gehen über Leichen,
ganz egal, was kommen mag.
Entschuldigung
Will nicht länger Trübsal blasen.
Denn ihr seid so selbstgerecht.
Ihr zerdeppert Blumenvasen
bei dem miesen Wortgefecht.
Keinem von euch kann ich trauen,
denn ihr gluckt in einem Nest.
Keinen Tag will ich verbauen,
denn ihr stänkert wie die Pest.
Danke für Gehässigkeiten.
Jede macht mich bärenstark.
Und ich werde sie verbreiten.
Greift zum weißen Magerquark.
Urteilt: Bin ich ein Betrüger,
Worte findet ihr genug.
Oder vielleicht neun-mal-klüger.
Nun seid ihr am Bummelzug.
Pudelnass, von euch begossen,
wartet schon der Herzinfarkt.
Doch für Neues aufgeschlossen.
Doch genug, genug gequarkt.
Neuer Mut
Ihr habt mir neuen Mut gegeben.
Mit einer Geste, einem Wort.
Der Giftpfeil traf zum Glück daneben.
Ich treibe nun Gedankensport.
So viele Punkte, darf ich hoffen,
ihr unterstützt nicht jeden Streit.
So viele Punkte sind noch offen.
Ich wünsche mir, dass ihr verzeiht.
Mit Engelszungen kann ich dichten.
Dann nehme ich mich schnell zurück.
Ich werde mich dazu verpflichten,
ich schreibe nur noch über Glück.
Ein Danke-schön, euch kann ich trauen,
den Rücken habt ihr mir gestärkt.
Ihr wolltet mir den Po verhauen.
Ich habe nichts davon bemerkt.
Ich bin ein Mensch mit Lob und Tadel.
Ich bin gerissen und ein Lamm.
Und meine Herkunft: Bauern-Adel.
Ich stehe vor mir selber stramm.
Denken
Ich dachte, das wird höllisch werden.
Die große Mehrheit aber schweigt.
Sie hat ganz andere Beschwerden.
Das hat sich heute früh gezeigt.
Ein Punkt sagt mehr, als Kommentare.
Ein Punkt ist rein und unbefleckt.
Um das zu sagen, braucht es Jahre.
Jedoch ich habe es entdeckt.
Ich dachte nur an die Probleme.
Die Wege lang und unbequem.
Ich sage euch, dass ich mich schäme.
Doch euer Tun war angenehm.
Ich kann mich nicht bei euch beklagen.
Ihr ward so klug, ideenreich.
Ihr seid die Antwort auf die Fragen.
Mein Wasserhahn der punktet gleich.
Doch was mir fehlt, das sind die Namen.
Denn jeder Punkt am Sternenzelt.
Der passt nicht ganz in meinen Rahmen.
Und mein Planet ist meine Welt.
Betaumelt und benommen
Ich bin betaumelt und benommen.
Zum Glück bin ich noch nicht bezecht.
Das wäre mir nicht gut bekommen.
Dein Finger-Einwand ist im Recht.
Die angestauten Bäche fließen
mit voller Wucht aufs Mühlenrad.
Dem-Himmel-Dank und hoch gepriesen.
Ein Saldo vorwärts mit Spagat.
Noch fehlt es mir an Selbstvertrauen.
Und kämpfe mit dem Freudensprung.
Ich möchte friedlich Brücken-bauen.
Von jung zu alt, von alt zu jung.
Das Heer der Feinde wird sich sammeln.
Wenn du mir hilfst, sind wir zu zweit.
Gebete werden wir dann stammeln.
Kommst du nicht mit, dann gib Bescheid.
Mein Engel-Schutz steht mir zur Seite.
Zu kämpfen bin ich nicht gewohnt.
Mein Muskelkater sucht das Weite.
Und seine Freundin wird belohnt.
Kleine, Starke Frau
Ich werde an dich denken.
Tagein und in der Nacht.
Gedanken wirst du lenken.
Wer hätte das gedacht.
Ich bin an deiner Seite.
Du küsst mich in den Traum.
Und wenn ich mit dir streite,
dann zügelt mich ein Zaum.
Ich bin dir wohlgesonnen.
Das weißt du ganz genau.
Die Liebe hat gewonnen,
du kleine, starke Frau.
Knapp bei Kasse
Manchmal bin ich knapp bei Kasse.
Nur noch Miese auf der Bank.
Urlaub auf der Dachterrasse.
Kaum noch Bier im "kühlen Schrank".
Heute fehlen mir Moneten.
Bis zum Zahltag ist es weit.
Keine Kneipe wird betreten.
Und stattdessen Sparsamkeit.
Nur ein Vorschuss kann mich retten.
Brot und Wurst vom Supermarkt.
Viele Wogen sind zu glätten.
Denn sonst droht ein "Herzinfarkt".
Leider fehlt es mir an Kohle.
Banken gäben zwar Kredit.
Das gereicht mir nicht zum Wohle.
Zinsen haben "Appetit".
Früh am Morgen
Früh am Morgen - aufgestanden.
Röstkaffee und Buttertoast.
Jeder Traum kommt mir abhanden.
Neuer Tag - auf dich und Prost.
Duschen, cremen, Haare waschen,
Stehen dann auf dem Programm.
Etwas Geld in Hosentaschen.
Vor mir selber steh' ich stramm.
Langsam bin ich ausgemüdet.
Eine Stechuhr wartet schon.
Käsebrote - eingetütet.
Und es winkt der Arbeitslohn.
Gut gelaunt und guter Dinge,
Lausche ich der Vogelwelt.
Und im Herzen Schmetterlinge,
weil mein Schatz noch zu mir hält.
Liebenswert
Du bist so nett und liebenswert
Ich möchte mit dir gehen
Du bist auch Frau am Küchenherd
Ich will dich wiedersehen
Du hast so eine feine Art
Ich werde Gläser spülen
Und hinterher will ich ganz zart
In deinen Haaren wühlen
Du hast Verstand und zeigst Humor
Ich kann dich sehr gut leiden
Du bist kein Narr und auch kein Tor
Und immer brav bescheiden
Du bist ein Mensch das tut so gut
Ich will dich nie verlieren
Du schenkst mir immer neuen Mut
Dein Herz will ich studieren
Du bist so reizend und charmant
Bei dir sein das macht Freude
Und du ergreifst auch meine Hand
Mein Schatz wie geht's dir heute
Mit leeren Händen
Nun steht man da mit leeren Händen.
Das Spiel ist aus. Der Hase tot.
Man fühlt sich einsam in den eignen Wänden.
Und futtert ganz bedrückt sein Abendbrot.
Man weiß mit sich nichts anzufangen.
Das Sofa sieht sehr mitgenommen aus.
Die Frau ist schon seit langem fortgegangen.
Ganz früher war sie gerne hier zuhaus'.
Die Liebe starb nach zähen Ehejahren.
Sie kam und ging. Und jetzt ist es vorbei.
Man sollte sich den Stolz bewahren.
Und zweifelt ob das richtig sei.
Dann trinkt man Bier, raucht Zigaretten.
Ein Zwetschgenschnaps wird aufgetischt.
Man sieht die unbenutzten Betten.
Und die Gefühle sind gemischt.
Am nächsten Morgen haben wir Migräne.
Der Spiegel spricht ein ernstes Wort.
Man beißt auf seine alten Zähne.
Die Sorgen treiben Morgensport.
Man möchte sich wem anvertrauen.
Doch leider weiß man nicht wohin.
Gefangen in dem Morgengrauen.
Und auf der Suche nach dem Sinn.
Keine Angst
Keine Angst die Früchte reifen.
Aber nicht von jetzt auf gleich.
Wasser wird die Steine schleifen,
Im Gewässer und im Teich.
Manches dauert eben länger.
Was du brauchst, schimpft sich Geduld.
Sender suchen den Empfänger.
Hast du keinen, selber Schuld.
Vieles braucht ein wenig Weile.
Warten führt dann zum Genuss.
Jeder Schritt verkürzt die Meile.
Schneller geht es mit dem Bus.
Im Hühnerstall
Wenn der Gockel kräftig kräht,
purzeln Hennen von den Stangen.
Manche denken: Was so spät!
Doch der Tag hat angefangen.
Katzenwäsche in dem Sand.
Aufgeplustert das Gefieder.
Hennen halten nicht den Rand,
Und sie gackern immerwieder.
Eine Blinde sucht ein Korn.
Endlich hat sie eins gefunden.
Und verraucht ist nun ihr Zorn.
Dabei hat sie Glück empfunden.
Nach dem Picken wird es Zeit.
Keiner fragt warum, weswegen.
Selbst der Gockel weiß Bescheid.
Auf ins Nest zum Eierlegen.
Aller Anfang, der ist schwer.
Jede hat sich abgerackert.
Freude herrscht dann hinterher.
Und nach Abschluss wird gegackert.
Damit tuen Hennen kund.
- und sie werden Jahrmarktsschreier.
Später halten sie den Mund.
Denn sie wärmen ihre Eier.
Hennen sind im Hühnerhaus.
Alle sitzen auf den Stangen.
Eine knipst die Lichter aus.
Denn die Nacht hat angefangen.
Ein Wal
Ein großer Wal hat keine Wahl.
Er muss sich schnell daran gewöhnen.
Dort in dem See im Seitental,
kann er nicht seinen Launen frönen.
Es wurmt ihn zwar, verdammt noch mal.
Ich bin ansonsten gern gesehen.
Als Wal bin ich doch erste Wahl.
Es hilft kein Bitten und kein Flehen.
Ich bin halt leider korpulent.
Und viel zu klein ist das Gewässer.
Er denkt kurz nach, und er erkennt,
auf jeden Fall, ich lass' es besser.
Deswegen schwimmt Herr Moby-Dick
zum Ausgleich auf den Sieben Meeren.
Das führt zu keinem Missgeschick.
Dort kann er ungestört verkehren.
Der Ofen ist aus
Der Ofen ist schon lange aus.
Und im Kamin, da brennt kein Feuer.
Ich finde mich im Schneckenhaus.
Die Sehnsucht wünscht sich Abenteuer.
Es fehlt sogar die Wut im Bauch.
Ich höre Kirchturmglocken schlagen.
Und stehe förmlich auf dem Schlauch.
Und muss mich, wie ich bin, ertragen.
Was mir geschieht, das ist kein Traum.
Es fehlen Tränen, um zu weinen.
Die Post geht ab im Nebenraum.
Die Sonne will für mich nicht scheinen.
Gefallen in ein tiefes Loch.
Und das durchkreuzt die Zukunftspläne.
Ich hoffe im Geheimen doch,
Bald zeige ich erneut die Zähne.
Im Fasching
Im Fasching, da misslingt die Stille.
Die Mainzer singen und sie lachen.
Bekanntlich steigt auch die Promille.
Man greift beschwingt zu scharfen Sachen.
Girlanden schmücken einen Tresen.
Der Kappenabend dauert Tage.
Es ist noch nie so schön gewesen.
Das artet aus zum Zechgelage.
Auf allen Straßen herrschen Narren.
Die Straßenbahn, die muss sich fügen.
Stattdessen fahren bunte Karren,
und wie man sieht, es macht Vergnügen.
Konfetti regnet auf das Pflaster.
Und Bonbons rieseln in die Menge.
Man liebt das Schunkeln und das Laster.
Helau, Gewimmel und Gedränge.
Dann wird der Karneval begraben.
Den Kater, den wir gestern hatten,
den werden wir auch morgen haben.
Und er stellt alles in den Schatten.
Nicht mehr Schwindel-frei
Die Liebe nahm ein jähes Ende,
denn du bist nicht mehr Schwindel-frei.
Den Abschiedsbrief, den ich dir sende,
der hat zum Inhalt: Schluss, vorbei.
Ich lasse keinen Einwand gelten.
Ein nocheinmal, das gibt es nicht.
Du sollst dich nicht mehr bei mir melden.
Auch wenn du sagst, dein Herz zerbricht.
Mit mir ist nicht gut Kirschen essen.
Die Scherben werden aufgeräumt.
Und was du denkst, kannst du vergessen.
Ich hoffe, du hast ausgeträumt.
Und sollten wir uns wiedersehen,
dann reiche ich dir nicht die Hand.
Und werde schleunigst weitergehen.
Du raubst mir nämlich den Verstand.
Schmetterlinge
Ob sanfte Schmetterlinge weinen?
Ist das Bestimmung oder Brauch?
Ein Schmetterling, so will mir scheinen,
der flattert oft in meinem Bauch.
Muss er am Montag Wäsche waschen?
Hat er ein Date mit einem Weib?
Das Blumige will er vernaschen.
Das ist sein Sport, sein Zeitvertreib.
Woher bekam er diesen Namen?
Es schmettert nicht das zarte Ding.
Und ihn bewundern alle Damen,
sie sprechen gern vom Schmetterling.
Am Anfang ist er eine Raupe.
Doch sie entpuppt sich dann zum Schluss,
das ist die Wahrheit und kein Glaube,
zu einem bunten Luftikus.
Aus diesen Gründen will mir scheinen,
von klein auf ist er es gewohnt.
Er wird bestimmt auch manchmal weinen.
Vom Schicksal blieb er nie verschont.
Die Frau für einen Mann
Du kümmerst dich um jeden Dreck.
Man kann dich nicht ergründen.
Du schielst nach Geld und fremdem Speck.
Ein Mittel heiligt jeden Zweck.
Ich möchte zu dir finden.
Du bist die Frau für einen Mann.
Und jeder kann dich haben.
Du ziehst die Blicke magisch an.
Du öffnest deinen Mund und dann,
sind wir in dir vergraben.
Du zeigst dich stolz und selbstbewusst.
Du wartest auf die Freier.
Du weckst im Mann die Liebeslust.
Wir werfen uns an deine Brust.
Ach hol dich doch der Geier.
Wir stehen dennoch vor dir stramm.
Und pfeifen auf die Kohle.
Du bist der Löwe, wir das Lamm.
Ein Kuss von dir, es bricht der Damm
vom Scheitel bis zur Sohle.
Schöne und Reiche
Wir sind die Schönen und die Reichen.
Die Eltern - weder Hinz noch Kunz.
Man kann sich nicht mit uns vergleichen.
Das Leben stellt für uns die Weichen.
Wir bleiben lieber unter uns.
Wir trinken Sekt in großen Zügen,
und trinken ihn an einer Bar.
Wir schlürfen Austern zum Vergnügen.
Die Armen lassen wir links liegen.
Denn ihnen schmeckt kein Kaviar.
Wir fahren chice Limousinen.
Wir leihen Geld dem Vater Staat.
Weil wir dadurch auch Geld verdienen.
Das brauchen wir für kesse Bienen.
Wir sind geschäftig und auf Draht.
Wir winken mit den großen Scheinen,
sogar bei einem Staatsempfang.
Der arme Schlucker, der wird weinen.
Die ganze Stadt ist auf den Beinen
und fordert unsren Untergang.
Doch daraus wird bestimmt nichts werden.
Der Reichtum fordert seinen Preis.
Der Liebe folgen Herzbeschwerden.
Es trifft mitunter die Verkehrten.
Soweit ich und soviel ich weiß.
Der graue Alltag
Der Alltag hat dich eingefangen.
Du schrubbst den Boden, putzt den Herd.
Die Jugendzeit ist eingegangen.
Du bist noch immer liebenswert.
Die Falten konnten sich entfalten.
Du nimmst es hin und auch in Kauf.
Die Liebe aber blieb beim Alten.
Du regst dich manchmal künstlich auf.
Vergessen sind die großen Pläne.
Der Zukunft wird die Sicht versperrt.
Und heimlich weinst du eine Träne,
wenn trüber Kummer an dir zerrt.
Vom Alltag wirst du eingemauert.
Ein Ausweg wäre dornenreich.
Dein Herz klopft wild, dein Hirn bedauert.
Und deinem Alten ist das gleich.
Das Tal verlassen
Der Winter hat das Tal verlassen.
Er zieht sich auf den Berg zurück.
Und was geschieht, ist nicht zu fassen.
Man kostet gern vom neuen Glück.
Den dicken Schal kann man vergessen.
Er wandert in den Kleiderschrank.
Die Sonne wärmt und währenddessen
reicht uns der Lenz den Zaubertrank.
Die Blumen tanzen auf den Wiesen
Sie haben unsre Sympathie.
Die Tage dürfen wir genießen
in farbenfroher Harmonie.
Die Palme füttert ihre Kätzchen.
Und Bienen summen um den Baum.
Und man spaziert mit seinem Schätzchen.
Das warme Wetter ist ein Traum.
Entmachtet ist der lange Winter.
Die Vogelwelt besingt die Zeit.
Vereinzelt gähnen Menschenkinder.
Der Grund: die Frühjahrsmüdigkeit.
Der Vogel Strauß
So vieles wäre noch zu klären.
Jedoch was macht der Vogel Strauß?
Anstatt sich seiner Haut zu wehren,
vergräbt er sich und klinkt sich aus.
Den Kopf steckt er in warmen Sand.
Und zeigt dem Feind sein Hinterteil.
Und dafür ist er weltbekannt.
Die Gründe nämlich, die sind weil:
Wer selbst nichts sieht, bleibt ungesehen.
Das denkt er sich und gräbt sich ein.
Die Logik kann ich zwar verstehen.
Doch das wird sein Verhängnis sein.
Er schließt die Augen bei Gefahr.
Ich möchte eins zu tausend wetten.
Er blickt nicht durch und sieht nicht klar.
Wahrscheinlich ist er nicht zu retten.
Der Vogel Strauß beweist Geschick.
Und manche prüfen sein Verhalten.
(Verwendbar in der Politik)
und den dort herrschenden Gestalten.
Ein Hase
Ein Hase zickt und zackt durch Felder
in einem wahren Affenzahn.
Er kreuzt die Hecken und die Wälder.
Und ändert seine Umlaufbahn.
Er hoppelt auch durch Gartentüren.
Und er besucht ein Möhrenbeet.
Bei diesem Anblick kann er spüren,
woher der Wind des Hungers weht.
Dann löffelt er die langen Ohren.
Vor Feinden ist er auf der Hut.
Nun langt er zu - ganz unverfroren.
Er mümmelt knabbernd: Das schmeckt gut.
Der Mittagsschlaf wird aufgeschoben.
Er langohrt dankbar einen Gruß.
Dann zickt er (bitte siehe oben)
als sogenannter Hasenfuß.
An Ostern huckekorbt er Eier
und zuckert jenes Frühlingsfest,
bei Hinz und Kunz, bei Schmidt und Meyer,
was er sich niemals nehmen lässt.
Knapp bei Kasse
Heute bin ich knapp bei Kasse.
Ebbe herrscht im Portemonnaie.
Kaufen, das ist mangels Masse
für die nächste Zeit passé.
Discos laden ein zur Bleibe.
Wünsche werden nicht erfüllt.
Kleines Bier in einer Kneipe.
Nur die Sehnsucht wird gestillt.
Denn sie kostet keinen Heller,
keinen Batzen und kein Geld.
Doch ein Schnitzel auf dem Teller
wird am besten nicht bestellt.
Leider bin ich knapp bei Kasse.
Meine Bank ist noch spendit.
Und sie pumpt mir - das ist klasse
einen kleinen Barkredit.
Später muss ich dafür büßen.
(Das ist kein geschenktes Pferd!)
Zinseszinsen lassen grüßen.
Und sie sind nicht liebenswert.
Der Pfau
Der Pfau ist eine linke Socke.
Er schlägt ein Rad - das tut man nicht.
Am Fahrrad bimmelt eine Glocke
und überführt den Bösewicht.
"Ich bin perplex bis zu den Zehen.
Die Federn stellten sich auf stur.
Sie wollten nicht aufs Ganze gehen.
Verheddert hat sich die Natur."
Wer könnte diesen Pfau belehren?
Er ist verkommen - in der Tat.
Man kann sich über ihn beschweren.
Er plustert sich und schlägt ein Rad.
Es geht nicht weiter
Du denkst vielleicht, es geht nicht weiter
und steckst den Kopf in Wüstensand.
Ein Hoffnungsschimmer ist dir leider
in dieser Lage nicht bekannt.
Verflossen sind die guten Tage.
Denn Glück, das ist Vergangenheit.
Dein Leben wird zu einer Plage.
Das tut dir in der Seele leid.
Du würdest gern den Ausweg wählen,
du schreist nach Hilfe, siehst nicht klar.
Auf die Vernunft kannst du nicht zählen.
Die Zukunft, nicht vorhersehbar.
Die Hoffnung ist schon lang gekentert.
Vor allem fehlt dir die Geduld,
dass sich dein Schicksal letztlich ändert.
Den anderen gibst du die Schuld.
Dein Denken wird sich bald entwirren,
dann kommt das Glück erneut vorbei.
Es lässt sich nicht von dir beirren.
Vergessen ist dein Hilfeschrei.
Ein Verdacht
Ich habe leise den Verdacht,
du willst dich von mir trennen.
Du hast dich aus dem Staub gemacht.
Bist nicht mehr zu erkennen.
Du pfeifst auf unsre Zweisamkeit
und schmiedest neue Pläne.
Das tut mir ganz entsetzlich Leid.
Ich weine eine Träne.
Vielleicht kommst du zu mir zurück.
Ich würde es begrüßen.
Denn du warst doch mein bestes Stück.
Nun muss ich dafür büßen.
Du bist schon eine Weile fort.
Ich fühle mich beschissen.
Kein Servus und kein Abschiedswort.
Ich werde dich vermissen.
Träume
Träume will ich für dich pflücken.
Vor dem Haus im Blumenbeet.
Und das wird die Wohnung schmücken.
Was sich ja von selbst versteht.
Träume möchte ich dir schenken,
bunt verpackt in Glanzpapier.
Täglich will ich an dich denken.
bist du einmal fern von mir.
Träume sollen Wahrheit werden.
Und das Leben wird ein Traum.
Keine Angst vor den Beschwerden.
Ihnen bleibt nur wenig Raum.
Träume dich in meine Lage.
Plötzlich lacht der Sonnenschein.
Und es steht wohl außer Frage.
Niemals wirst du einsam sein.
Träume will ich für dich pflücken.
Farbenfroh der Blumenstrauß.
Sicher wird er dich entzücken.
Die Kritik fällt deshalb aus.
Tausendschönchen
Die Tausendschönchen auf den Wiesen,
die will ich jeden Tag begrüßen.
Sie strecken sich ins Sonnenlicht
und farbenfroh ist ihr Gesicht.
Macht sich der Krokus auf die Socken,
kommt ihre Zeit um zu frohlocken.
Sie zeigen sich und das gefällt,
als neuer Mittelpunkt der Welt.
Man lobt sie in den höchsten Tönen,
weil sie die Umwelt nur verschönen.
Die Blütenblätter sind gezählt,
und manches Schönchen: auserwählt.
Dann zupfen Kinder an den Blüten.
Man kann es ihnen nicht verbieten.
"Ich liebe dich, vielleicht auch nicht!"
Und keiner, der dem widerspricht.
Allein die Zukunft wird es weisen.
Von Schönchen wird uns Glück verheißen.
Man schaut auf den Bebauungsplan.
Die Wiese gelbt mit Löwenzahn.
Ausgehebelt
Ausgehebelt wird die Stille
auf den Wiesen und im Wald.
Keiner braucht die Lesebrille.
Die Natur lässt keinen kalt.
Vieles könnte man berichten,
denn der Himmel färbt sich blau.
Darauf will ich nicht verzichten
nachrichtet die Tagesschau.
Emsig sind die Blumenkinder.
Büsche, Hecken werden grün.
Längst vergessen ist der Winter
und die Löwenzähne blüh'n.
Keine Angst, die beißen weder
Männer, Frauen noch ein Kind.
Wie du weißt begreift das jeder,
weil wir nicht von gestern sind.
Bäume zeigen kahle Äste.
Das geht irgendwann vorbei.
Spätestens im Mai.
An deiner Seite
Du weißt, ich bin an deiner Seite,
wenn sich das Schicksal schlecht benimmt.
Und gehen deine Träume pleite,
ich achte, dass die Richtung stimmt.
Ich helfe dir bei Schwierigkeiten.
Und lotse dich aus deinem Sumpf.
Tagtäglich will ich dich begleiten.
Denn Herz, das ist bekanntlich Trumpf.
Belästigt dich ein Katzenjammer,
verstellt die Trübsal deine Sicht,
und brummt im Kopf ein Presslufthammer,
vertreibe ich den Bösewicht.
Auf mich, da kannst du immer zählen.
Ob morgens oder in der Nacht.
Für dich will ich Kartoffeln schälen,
das hast du nicht von mir gedacht.
Und kommt dir manches ungelegen.
sei nicht betrübt, denn ich bin da.
Du hast doch sicher nichts dagegen.
Erzähle mir, was dir geschah.
Gestern
Gestern habe ich erfahren
und ich hoffe, nicht zu spät.
Denn es gilt seit vielen Jahren,
du hast mir den Kopf verdreht.
Deshalb bin ich zu beneiden.
Meine gute Laune swingt.
Gerne will ich sie begleiten,
weil es ohrwurmmäßig klingt.
Sehnsucht ist ein Regenbogen.
Farben: unverwechselbar.
Ich empfinde ungelogen
meine Träume wurden wahr.
Vielen Dank, du Kopfverdreher.
Denn du hattest keine Wahl.
Dadurch kommen wir uns näher.
Gib Bescheid beim nächsten Mal.
Auf den Zweigen
Vögel zwitschern auf den Zweigen.
Sie besingen jeden Tag.
Und ich möchte nicht verschweigen,
dass ich Vogellieder mag.
Schon in aller Herrgottsfrühe,
hält ihr Schnabel nicht mehr still.
Und sie geben sich echt Mühe.
Jeder Vogel, wie er will.
Nur die frischgeschlüpften Jungen.
Träumen süß in ihrem Nest.
Ihnen wird ein Lied gesungen
auch nach dem Geburtstagsfest.
Ein Gezwitscher aller Orten,
mal piano, später laut.
Unterschiedlich sind die Sorten.
Jeder prahlt mit seiner Braut.
Gegen Abend wird es leiser.
Und es dämmert die Natur.
Manche denken, sie sind heiser.
Falsch gedacht, sie ruhen nur.
Adler-Horst
Am Himmel zieht er seine Kreise.
Man nennt ihn gerne Adler-Horst.
Im Spätherbst geht er nicht auf Reise.
Er kontrolliert den Tannen-Forst.
Nicht jeden Tag, doch hin und wider,
bringt er dem Nachwuchs frisches Wild.
Er plustert dabei sein Gefieder.
Die Jungen machen sich ein Bild.
Auf Deutschland-Wappen strahlt er mächtig.
Sein Naturell sieht anders aus.
Er wägt die Dinge sehr bedächtig.
Und würgt auch mal die Wiesenmaus.
Die Jäger machen ihm zu schaffen.
Vor Förstern fürchtet er sich nicht.
Sie zielen nicht mit ihren Waffen.
Und tuen dennoch ihre Pflicht.
Zum Jagen braucht es scharfe Krallen.
Weil sonst die Beute schnell entwischt.
Der "Supermarkt" wird überfallen.
Und der Erfolg wird aufgetischt.
Der Laubfrosch
Der Laubfrosch hat sich gut getarnt.
Er wohnt im nahen Weiher.
Wenn er die Kids vor Feinden warnt,
wird er zum Jahrmarktsschreier.
Er pendelt zwischen Gras und Teich.
Und kann sich nicht entscheiden.
Er liebt das kühle Wasserreich
zu allen Jahreszeiten.
Jedoch er freut sich auch am Grün.
Insekten gibt es viele.
Er liebt die Pflanzen, wenn sie blüh'n.
Dann hat er Glücksgefühle.
Er laicht natürlich hier im Teich.
Er prahlt mit seinen Enkeln.
Doch naht ein Koch, dann fühlt er gleich -
ein Ziehen in den Schenkeln.
Halleluja
Ich könnte halleluja singen.
Vom Urlaub bist du schon zurück.
Ich könnte an die Decke springen.
Ich werde dir ein Ständchen bringen.
Ich bin erfreut, du bist mein Glück.
Wir werden wieder Händchen halten.
Was auch geschieht du bist mein Schatz.
Du darfst dich stets bei mir entfalten.
Die Tage werden wir gestalten.
Nimm doch an meiner Seite Platz.
Dann klönen wir bis in den Morgen.
Und wenn wir damit fertig sind.
dann will ich für das Frühstück sorgen.
Ich fühle mich bei dir geborgen.
Solange bis der Tag beginnt.
Du weißt genau, ich kann dich leiden.
Das gilt für jeden neuen Tag.
Du bist das Herzstück von uns beiden.
Wir sollten nie darüber streiten.
Ob du, ob ich dich lieber mag.
Der Wecker
Der Wecker schrillt mich in den Morgen.
Das unterbindet meinen Traum.
Am Küchentisch, da sitzen Sorgen.
Sie sind schon wach, man glaubt es kaum.
Gefüttert wird die Kaffee-Mühle.
Dann wird das Pulver aufgebrüht.
Und bald erwachen die Gefühle.
Man hat sich redlich abgemüht.
Im Schlafanzug durch alle Zimmer.
Man findet nicht, wonach man sucht.
Es ist im Grunde, so wie immer.
Zuweilen wird auch laut geflucht.
Ich komme langsam in die Gänge.
Das wird auch allerhöchste Zeit.
Ich stürze mich in das Gedränge.
Der Linienbus steht startbereit.
Frieden
Der Mensch sehnt sich nach Frieden.
Er möchte keinen Krieg.
Das äußert er entschieden.
Was bringt ein Panzersieg?
Geerntet werden Tote.
Man zieht daraus den Schluss,
dass sich die alte Mode
gefälligst ändern muss.
Am meisten leiden Kinder.
sie werden nicht gefragt.
Die Herren mit Zylinder,
die haben glatt versagt.
Ich möchte prophezeien:
Wer alle Tage kriegt,
dem kann ich nicht verzeihen.
Der Anstand unterliegt.
Ein Fünzig-Euro-schein
Bei mir bist du in guten Händen.
Ich schätze deine Gegenwart.
'nen Bruchteil davon will ich spenden.
Das ist so meine Eigenart.
Bei mir kommst du auf deine Kosten.
Der Wirt hat dich zum Fressen gern.
Du stehst allein auf weitem Posten.
Mit dir zu zechen ist modern.
Bei mir bist du gut aufgehoben.
Ich finde dein Gewand echt stark.
Ich möchte dich vor allem loben.
Du bist mehr wert als fünfzig Mark.
Du warst bei mir hoch angesehen.
Das Sparschwein grunzt und schluckt den Rest
Ich will dich gerne wiedersehen.
Bis bald, dann feiern wir ein Fest.
Deine Nähe
Ich sehne mich nach deiner Nähe
Mein Herz gehört nur dir allein
Mein Kopf, mein Fuß, ja selbst die Zehe
Die möchten immer bei dir sein
Von deiner Art kann ich berichten
Du hast ein großes weiches Herz
Ich möchte nie auf dich verzichten
Du liebst die Quinten, ich die Terz
Im Weinberg sind wir uns begegnet
Du hattest Augen nur für mich
Es hat zum Glück auch nicht geregnet
Ich sage laut - ich liebe dich
Wir haben uns noch oft getroffen
Und viele Träume wurden wahr
Der siebte Himmel steht uns offen
Wir sind wie einst - ein tolles Paar
Die Motten
Die Motten fressen schöne Kleider.
Sie fragen nicht, 'ist es erlaubt'.
Sie fressen einfach, das ist leider,
viel schlimmer als man anfangs glaubt.
Sie kosten nur von teuren Sachen.
Und kennen sich mit Wolle aus.
Man kann dagegen gar nichts machen.
Wo ist ihr 'Nest' und ihr zuhaus'.
Verzweifelt jagen wir nach ihnen.
Ein Duftholz haben wir versteckt.
Und dieses Holz soll dazu dienen,
dass ihnen nichts und niemand schmeckt.
Das Glück
Das Glück kommt dir entgegen.
Jedoch du weichst ihm aus.
Es kommt dir ungelegen.
Du machst dir nichts daraus.
Das Glück kann dies nicht fassen.
Es fragt sich irritiert:
"Hat der noch alle Tassen ..."
Weshalb er sich so ziert.
Ich wollte bei ihm landen.
Es war nur gut gemeint.
Er hat mich nicht verstanden.
Ich bin doch nicht sein Feind.
Das ist mir äußerst peinlich.
Das liegt fast auf der Hand.
Ich denke mir, wahrscheinlich,
hat er mich nicht erkannt.
Die Eule
Die Eule hat die letzte Nacht.
mit ihren Freunden durchgemacht.
Es kam zu einem Zechgelage,
wer trinkt am meisten, war die Frage.
Der Sieger feiert heute krank.
Kein Kaffee hilft, kein Zaubertrank.
Das Ganze war vorauszusehen.
Den Grund dafür kann ich verstehen.
Getränke in der Cocktailbar,
die sind, - und jedem ist das klar -
gefährlich für den nächsten Morgen.
Man muss sich Aspirin besorgen.
Die Eule geht nicht außer Haus.
Darüber freut sich jede Maus.
Sie tanzen Tango auf dem Rasen
und tummeln sich auf Einbahnstraßen.
Dem einen Leid, dem andern Freud'.
Nicht jeder Tag ist so wie heut'.
Denn wenn die Eulen wieder eulen,
dann werden Mäusekinder heulen.
Denke nach
Bist du wirklich noch bei Sinnen.
Denke nach und denke laut.
Alles fügt sich im Beginnen.
Gerne bin ich dir vertraut.
Warte bitte nicht zu lange.
die Geduld, die ist begrenzt.
Und den Fahrschein locht die Zange.
Wenn du nicht den Fahrplan schwänzt.
Werde nicht zum Prügelknaben.
Den das Missgeschick ereilt.
Achte auf die guten Gaben.
Das sein Dasein mit dir teilt.
Ernte viel und mannigfaltig.
Scheunen öffnen dir ein Tor.
Und die Menge ist gewaltig -
das kommt nicht alle Tage vor.
Wochenende
Begeistert klatscht man in die Hände.
Es naht das schöne Wochenende.
Dann fühlt man sich wie auf der Kur.
Und heimelig wird die Natur.
Kein Aktenquatsch ist zu vermerken.
Die freien Tage sie verstärken,
den Freiheitstrieb, die Lebenslust.
Ich atme auf - bin selbstbewusst.
Das Zimmer Schlaf betritt man später.
Ich lausche Tönen aus dem Äther.
Doch viel zu schnell verfliegt die Zeit.
Das tut sogar dem Sofa Leid.
Am Wochenende ruhen Pflichten.
Vom Schönen kann der Mensch berichten.
Der Alltagstrott wird abgestellt.
Es herrscht die große, heile Welt.
Liebe - trunken
Die Liebe macht uns trunken.
Die Sehnsucht wird erreicht.
Den Sternen wird gewunken.
Das Schwierige geht leicht.
Die Schmetterlinge tanzen
im Herzen hin und her.
Und Rosen sind zu pflanzen.
Mein Freund, was willst du mehr.
Die Luft ist voll von Liebe.
Gefühle riesengroß.
Der Sand im Weltgetriebe
ist heute arbeitslos.
Die süßen Trauben munden.
Es funkt ein Feuerwerk.
Wir träumen viele Stunden
mit einem Gartenzwerg.
Die Liebe macht uns trunken.
Das wichtige geschieht.
Den Sternen wird gewunken.
Man reimt ein Liebeslied.
Der Monat Mai
Es käfert gern der Monat Mai.
Und Glöckchen werden sprießen.
Der Garten fühlt sich wohl dabei.
Wir werden ihn genießen.
Der Winter hat Ade gesagt.
Der Frühling darf sich lenzen.
Die Wünsche werden hinterfragt.
Sie kennen keine Grenzen.
Es liegestuhlt. Man wärmt sich auf.
Es leckt die Regentonne.
Der Monat Mai nimmt es in Kauf.
Vom Himmel strahlt die Sonne.
Dann grünt der Park und die Allee.
Das macht den Zweibein munter.
Er tunkt das Brot in Milchkaffee.
Und er bestaunt das Wunder.
Ein Vergnügen
Mit dir zu sein, ist ein Vergnügen.
Da werden alle Träume wahr.
Das muss wohl einfach daran liegen.
Du bist so lieb und wunderbar.
Ich liege gern in deiner Wolle.
Und jeder Zentimeter Haut.
(Ich falle nicht aus meiner Rolle.)
Der ist mir grenzenlos vertraut.
Du machst mich an mit deiner Nähe.
Und ich erfahre stets ein Stück.
Selbst wenn ich vieles nicht verstehe.
Ein Wort genügt, und das heißt Glück.
Gute Tage
Du denkst vielleicht die guten Tage
gehören zur Vergangenheit.
Du stellst dich manchmal selbst in Frage,
und wirst ein Kind der Traurigkeit.
Kein Wunder, dass die Tränen fließen.
Ich rate und ich wünsche dir,
benutze sie zum Blumengießen.
Sei tapfer: heute, jetzt und hier.
Dann wirst du auch vom Schönen kosten.
Und alles wird ganz anders sein.
Du stehst nicht auf verlor'nem Posten.
Und Glück, das stellt sich plötzlich ein.
Du lächelst und bist guter Dinge.
Die Zukunft liegt in deiner Hand.
Im Herzen tanzen Schmetterlinge.
Für Liebe sind sie ein Garant.
Von Dächern pfeifen es die Spatzen.
Das Gute hat sich aufgespart.
An Oberflächen musst du kratzen.
Das Glück bestimmt die Gegenwart.
Fünfzig Jahre jung
Es geht nicht alle Tage rund,
doch fünfzig Jahre sind ein Grund,
um mächtig auf den Putz zu hauen,
mit Kindern, Männern und mit Frauen.
Die Stimmung und die Laune steigt,
was sich besonders darin zeigt,
du bist umringt von Gratulanten,
von Onkeln, Tanten und Bekannten.
Das Happy-birthday wird zum Hit.
Man kennt den Text und schmettert mit.
Man schlürft den Sekt in großen Zügen.
Und buntherum herrscht das Vergnügen.
Geschenke werden ausgepackt.
Gleich stellst du fest und das ist Fakt.
Am Morgen und am Abend nehme
man eine handvoll Faltencreme.
Es geht nicht alle Tage rund,
doch fünfzig Jahre sind ein Grund,
sich mit dem Altern zu befassen.
Du kannst die Seele baumeln lassen.
Ein Jahr vergeht
Ein Jahr vergeht, es wächst die Zahl
der Kerzen auf der Torte.
Die Jugendzeit, die war einmal.
Du findest keine Worte.
Geschenke hübsch in Glanzpapier
vertrösten deine Sorgen.
Du feierst heute, jetzt und hier.
Du denkst nicht an das Morgen.
Die Wirklichkeit, die holt dich ein.
Denn du kommst in die Jahre.
Das Leben ist so hundsgemein,
ach lieber Gott bewahre:
mich vor dem Altern und dem Frust,
das wünsche ich von Herzen.
Und dünge meine Lebenslust,
dann kann ich es verschmerzen.
Nun bist du viele Jahre jung.
Du könntest viel berichten.
Es lächelt die Erinnerung,
und sie erzählt Geschichten.
Es geht
Es geht den Bach hinunter.
Man löffelt Lebertran.
Man glaubt nicht mehr an Wunder.
Das wirft uns aus der Bahn.
Statt Sonne - Nieselregen.
Und keiner bleibt verschont.
Das kommt uns ungelegen.
Das stinkt dem Mann im Mond.
Vergessen sind die Tage.
Verstellt der Augenblick.
Entsetzlich ist die Lage.
Und trostlos weint das Glück.
Nun gilt es abzuwarten.
Die Kirschen reifen schon.
Doch nur in Nachbarsgarten.
Wir haben nichts davon.
Linke Socke
Herr X. ist eine linke Socke.
Er schleimt sich frech bei jedem ein.
Er hängt es an die große Glocke.
(Jedoch publik soll es nicht sein!)
Er intrigiert und nutzt die Schwächen.
Er fühlt sich selbst als Saubermann.
"Mein lieber Feind", das wird sich rächen.
Er tut, was er nicht lassen kann.
Beim Five-o-clock schwingt er die Reden.
Er lästert über den, der fehlt.
Beim Rundschlag trifft er leider jeden.
Man glaubt ihm kaum, jedoch es zählt.
Er selber zeigt die weiße Weste.
Mit Monogrammen reich verziert.
Ich denke nach, es ist das Beste,
wenn er sich einmal selbst blamiert.
Händchen halten
Ich möchte mit dir Händchen halten.
Das ist mein Wunsch und kein Befehl.
Den Tag will ich mit dir gestalten.
Denn du allein bist mein Juwel.
Was kümmern mich die Modepuppen.
Das habe ich dich oft gefragt.
Ich liebe Sterne, wenn sie schnuppen.
Sie werden nicht von mir verjagt.
Es wäre schön auf Wolke sieben.
Wir hätten endlos für uns Zeit.
Dann würden wir uns neu verlieben.
Und zwar in Höchstgeschwindigkeit.
Wir harren aus auf Mutter Erde.
Denn was ich will, erfüllt sich kaum.
Und was auch immer mit uns werde.
Egal was wird, du bist mein Traum.
Viel zu kostbar
Du willst dich nur mit mir vergnügen.
Doch keine Angst, ich weiß Bescheid.
Du lügst, dass sich die Balken biegen.
Doch viel zu kostbar ist die Zeit.
Ich will mich nicht an dich gewöhnen.
Denn ich verschwende kein Gefühl.
Den Alltag willst du mir verschönen.
Ich habe Angst und bleibe kühl.
Was sollen deine tausend Fragen.
Ich bin mir treu. Du bist mein Feind.
Du gehst mir förmlich an den Kragen.
Du sagst, es ist nur gut gemeint.
Ach lass mich bitte jetzt in Ruhe.
Du liebst nur dich, nur dich allein.
Und Liebe ist für dich Getue.
So wird es alle Tage sein.
Ich pfeife auf die schönen Worte.
Denn du bist nur ein Egoist.
Denn du gehörst zu einer Sorte
die stets vergisst, was wichtig ist.
In der Natur
Die Bäume blättern jeden Ast.
Sie zeigen ihre Blüten.
Die Bienen sind ein Dauergast.
Und Vogeleltern brüten.
Das Wetter wonnt im Monat Mai.
Nur selten fällt der Regen.
Das geht zum Glück recht schnell vorbei.
Wir haben nichts dagegen.
Der Sonnenschutz wird aufgestellt.
Es lobt die breite Masse
den Zauber dieser heilen Welt.
Man "wandert" zur Terrasse.
Am Abend bleibt es länger hell.
Man lebt auf den Balkonen.
Den Winter, den vergisst man schnell.
Man will im Freien "wohnen".
Es geht uns gut
Es geht uns gut, kein Grund zum Klagen.
Noch sind wir alle gut genährt.
Wir trinken Wein an Feiertagen
und essen, was das Herz begehrt.
Es geht uns gut, wir feiern Feste.
Und Gründe haben wir genug.
Und wir bewirten alle Gäste.
Das Tischlein-deck-dich ist am Zug.
Es geht uns gut, trotz Wirtschafts-Krise.
Doch Geld steckt noch im Portemonnaie.
Und jeder feilscht nach der Devise.
Was auch geschieht, es tut nicht weh.
Es geht uns gut, wir lamentieren,
doch das kann nicht die Lösung sein.
Wir müssen Neues ausprobieren.
Das Schicksal lädt uns dazu ein.
Es geht uns gut, wir dürfen hoffen.
Wir brauchen dazu etwas Mut.
Die ganze Welt, die steht uns offen.
Es gilt der Satz, es geht uns gut.
Hunde-Welt
Ich will endlich Gassi-gehen.
Stundenlang hab ich gebellt.
Niemand wollte mich verstehen.
Keiner kennt die Hunde-Welt.
Wenn ich in die Wohnung mache.
Schimpft das Frauchen und ihr Herr.
Doch das ist wohl meine Sache.
Denn wir wohnen Hoch-Parterre.
Leider stößt man meine Nase
in den weichen Hundekot.
Deshalb bin ich gern im Grase,
denn es gibt dort kein Verbot.
Lasst mich nicht noch länger leiden.
Meine Notdurft - eine Qual.
Lasst mich bitte selbst entscheiden.
Hört doch zu verdammt noch mal.
Endlich bin ich an der Leine.
Und der Stadtpark liegt nicht fern.
Jedem wünsche ich das Seine.
Und mein Frauchen hat mich gern.
Falscher Ton
Ich habe mich im Ton vergriffen.
Mein lieber Freund, das tut mir leid.
Der Einwand wird zurückgepfiffen.
Ich hoffe doch, dein Herz verzeiht.
Vielleicht plagt dich ein Katzenjammer.
Ich bitte um Entschuldigung.
Denn was ich tat, das war ein Hammer.
Das Porzellan hat einen Sprung.
Ich hoffe sehr, du kannst es kitten.
Doch brauchst du Hilfe, gib Bescheid.
Ich bin nicht gern mit dir zerstritten.
Du bist mein Freund, zu jeder Zeit.
Auf die Pelle
Du rückst mir langsam auf die Pelle.
Ach sei so gut, und lass es sein.
Ich rühre mich nicht von der Stelle.
Sei bitte nicht so hundsgemein.
Was sollen die Vertraulichkeiten?
Du weißt, du bist mein größter Feind.
Wir übten uns im fairen Streiten.
Doch alles war nur gut gemeint.
Ich kann dich schon von weitem riechen.
Ach bitte, nutze die Vernunft.
Du solltest dich sofort verkriechen.
Hast du denn keine Unterkunft?
Du lässt nicht locker, wie ich sehe.
Darüber bin ich echt empört.
Doch bitte meide meine Nähe.
Dein Handeln, das ist unerhört.
Das Gänseküken
Das Gänseküken, frisch geschlüpft,
das spielt mit Kameraden.
Es wird getanzt und rumgehüpft.
Am Abend geht es baden.
Die Mutter Gans ist angenervt.
Denn sie will es beschützen.
Der Ton wird ihrerseits verschärft.
Jedoch das wird nichts nützen.
Von allen Seiten droht Gefahr.
Das übersieht das Kleine.
Für es ist alles wunderbar.
Es wünscht sich nur das Eine.
Ach liebe Mutter sei so gut.
Belehre nicht die Jugend.
Und bleibe lieber frohgemut.
Auch das ist eine Tugend.
Ich bin zwar klein, doch eine Gans.
Das solltest du beachten.
Ich liebe gerne Firlefanz.
Und keiner will -
mir nach dem Leben trachten.
Nicht zu fassen
Ich kann es leider noch nicht fassen.
Denn du hofierst ein fremdes Weib.
Sie würde glänzend zu dir passen.
Und dient dir nicht zum Zeitvertreib.
Zu ende ist die Herzgeschichte.
Du warst mein Alles und mein Ein.
Und wenn ich nun auf dich verzichte -
Ich will dir nicht im Wege sein.
Es fällt mir schwer dich zu vergessen.
Ich habe mich an dich gewöhnt.
Dein Anruf kam beim Mittagessen.
Das hat mir nicht den Tag verschönt.
Im Morgenrot, bei Abendkühle,
am späten Sonntagnachmittag,
da übermannen mich Gefühle,
weil ich dich gerne leiden mag.
Verhutzelt sind die süßen Trauben.
Doch eines weiß ich ganz genau:
du weißt es nicht, du kannst es glauben,
viel Glück mit deiner neuen Frau.
Mir fehlt das Verständnis
Es fällt mir schwer dich zu verstehen.
Du hast dich in den Typ verknallt.
Du wirst noch vor die Hunde gehen.
Die Wirklichkeit willst du nicht sehen.
Das alles lässt dich einfach kalt.
Mit dir ist nicht gut Kirschen essen.
Ein Holzweg führt dich nicht zum Ziel.
Die Vorsicht hast du längst vergessen.
Die Kräfte willst du mit ihm messen,
das wird bestimmt kein Kinderspiel.
Ach lass dich bitte überzeugen.
Die Finger weg vom heißen Herd.
Es ist zu spät, ihn zu beäugen.
Ein Baum muss sich dem Windstoß beugen.
Du sagst, er sei so liebenswert.
Und dennoch möchte ich dir raten.
Sei alle Tage auf der Hut.
Bewahre dich vor einem Schaden,
sonst gehst du sang- und klanglos baden.
Und du erkennst, das tut nicht gut.
Lachendes Glück
Das Glück soll immer mit dir lachen.
Auch wenn du nicht zuhause bist.
Es möge dich zufrieden machen,
und deine Träume überwachen,
so dass du nichts von ihm vermisst.
Du mögest dich an ihm erfreuen,
an jedem Tag, zu jeder Zeit.
Dann wirst du sicher nichts bereuen.
Verzichte auf das Wiederkäuen
von Streit aus der Vergangenheit.
Das Glück sei stets an deiner Seite.
Sei dankbar, wenn es dich umgibt.
Sonst gehen die Gefühle pleite.
Sonst stehst du selber in der Kreide,
sonst machst du dich nur unbeliebt.
Ich wünsche dir in jeder Lage,
in jedem freien Augen-Blick,
dass sich das Schöne nicht vertage,
dass du verzichtest auf die Klage,
und feuerwerkst vor lauter Glück.
Zum Geburtstag
Zum Geburtstag - Glück und Segen.
Eine Hand, die deine hält.
Gute Fahrt auf allen Wegen.
Grüße von dem Rest der Welt.
Zum Geburtstag - Glückwunschkarten.
Ein gemalter Blumenstrauß.
Freunde, die schon auf dich warten.
Fliedergrüße vor dem Haus.
Zum Geburtstag - eine Torte.
Reich mit Kerzen übersät.
Liebenswerte, nette Worte.
Und ein "Hahn", der nach dir kräht.
Zum Geburtstag - auch Geschenke.
Bienenwachs und Jahrgangssekt.
Alkoholfreie Getränke.
Und 'nen Kater, dem das schmeckt.
Zum Geburtstag - gute Laune,
die sich nicht so schnell vertagt.
Blasmusik von der Posaune.
Einen, der ein Ständchen wagt.
Zum Geburtstag - schönes Wetter.
Alle stehen hinter dir.
Fegt der Wind durch Blütenblätter.
Schließen wir die Wohnungstür.
Kennst du den Weg
Kennst du den Weg? Komm hilf mir weiter.
Und sage was ich machen soll.
Ich bin gescheitert, doch gescheiter.
Das Leben ist geheimnisvoll.
Was soll ich tun? Was kann ich machen.
Und hast du einen Tipp parat?
Ich möchte gerne wieder lachen.
Ich wäre gern ein Mann der Tat.
Den Hemmschuh kann ich überwinden.
Den Rucksack habe ich geleert.
Ich möchte wieder zu mir finden.
Das ist es, was mein Herz begehrt.
Doch ohne Hilfe bleib ich stecken.
Ich irre neu im Labyrinth.
Und keiner wird mich dann entdecken.
Die vielen Wege machen blind.
Ich setze nun auf eine Karte.
Wahrscheinlich wünsche ich zuviel.
Was ich jedoch von dir erwarte:
ein kleiner Schubbs in Richtung Ziel.
die-schnecke-schleppt-ihr-wohnmobil.de
Eine Sammlung der "Gedichte"
findest du im Internet.
Tiere- oder Herz-Berichte
machen dort das Kraut nicht fett.
Vieles kann man überfliegen.
Manchmal holpert auch ein Reim.
Lügen, die die Balken biegen,
sind natürlich dort daheim.
Manches ist zum Mäusemelken.
Doch ein Drittes hat Niveau.
Es erzählt von roten Nelken,
und darüber bin ich froh.
Sei mein Gast für kurze Dauer.
Denn zuviel ist ungesund.
Bist du fröhlich oder sauer,
deine E-Mail nennt den Grund.
http://die-schnecke-schleppt-ihr-wohnmobil.de
E-Mail: roman.herberth1@web.de
Geld verleihen
Willst du Freunde schnell verlieren,
leihe ihnen etwas Geld.
Später dann beim Abkassieren,
merkst du, wie die Klappe fällt.
Doch wer nimmt, der muss auch geben,
fällig der Privatkredit.
Das wird nicht die Stimmung heben.
Doch dann sind wir wieder quitt.
Dieser Vorgang kostet Nerven
und es stresst den Freundschaftsschwur.
Länger haltbar sind Konserven.
Missgestimmt - die Frohnatur.
Doch was Recht ist - muss Recht bleiben.
Diese Regelung macht Sinn.
Und das will ich unterschreiben,
weil ich sonst der Dumme bin.
Deine Art
Du machst mich an mit deiner Art.
Ich sollte mich verstecken.
Allein durch deine Gegenwart
kann ich den Himmel schmecken.
Ich weiß genau, wohin das führt.
In dir bin ich verfangen.
Gefühle werden ausprobiert.
Es knistert das Verlangen.
Bis jetzt bist du ein weißes Blatt.
Noch völlig unbeschrieben.
Ein Buch, das keine Seiten hat.
Ein Grund sich zu verlieben.
Gedanklich bin ich aufgedreht.
Ganz neu sind meine Ziele.
Du ziehst mich an wie ein Magnet.
Es wachsen die Gefühle.
Mein Feind
Ich will mich nicht mit dir vertragen,
auch wenn die Wolke Tränen weint.
Du bist mein liebster - sozusagen,
du bist mein allerliebster Feind.
Ich habe mich an dich gebunden.
Zu meinen Träumen sagst du nein.
Du bist ein Fall für schwere Stunden.
Du bist gerissen und gemein.
Was ich in meinem Leben mache,
erfährt durch dich den Gegenpol.
Es ist zwar weiter meine Sache,
doch du sagst offen, es klingt hohl.
Ich will mich nicht mit dir vertragen,
und danke dir für die "Kritik".
Doch manchmal liegt sie mir im Magen,
und manchmal kommt sie knüppeldick.
Ein Faultier
Ein Faultier dämmert vor sich hin
und Nichts gibt seinem Leben Sinn.
Nach Faulheit ist es äußerst süchtig.
Für Arbeit aber - uneinsichtig.
Wenn jemand nur von Arbeit spricht,
dann schreckt es auf und übt Verzicht.
Es will sich nicht damit befassen,
und will die Hände davon lassen.
Natürlich langweilt mancher Tag.
Es fürchtet einen Paukenschlag.
Bei Freunden soll es Kräfte messen,
jedoch das Faultier streikt stattdessen.
Bei vielen ist es unbeliebt,
weil es nur wünscht und niemals gibt.
Es kennt nur sich und seine Pläne.
Es setzt sich dann gekonnt in Szene.
Es fault ganz lässig vor sich hin.
Nichts anderes hat es im Sinn.
Zu gar nichts ist es zu gebrauchen.
Wenn Arbeit ruft:
Dann wird das Faultier untertauchen.
Liebe - verboten
Zu lieben ist noch nicht verboten.
Es kostet keinen Pfifferling.
Und platzt einmal bei dir der Knoten,
dann träumst du schon vom Hochzeitsring.
Jedoch ich gebe zu bedenken,
die Ehe ist kein Kinderspiel.
An eine willst du dich verschenken,
das ist dein hochgestecktes Ziel.
Das darf nicht in die Brüche gehen.
Ein Seitensprung ist nicht erlaubt.
Das kann ich wirklich gut verstehen.
Ihr seid ein Paar, das an sich glaubt.
Die Treue hielt in all den Jahren.
Trotz mancher Sonnenfinsternis.
Nun kennt ihr euch mit Haut und Haaren.
Was noch geschieht, bleibt ungewiss.
Bei dir landen
Ich frage mich - seit irgendwann,
ob ich wohl bei dir landen kann.
Es ist so schön von dir zu träumen
und keinen Traum will ich versäumen.
Gib mir am besten bald Bescheid.
Dann weiß mein Herz, es ist soweit.
Dein JA zu mir wird alles wandeln,
und die Gefühle dürfen handeln.
Doch lautet deine Antwort NEIN,
dann bin ich zwar noch immer dein.
Nicht länger will ich in dich dringen.
Und mein Gefühl zum Abstand zwingen.
Dein JA, dein NEIN, das ist gefragt.
Und jedes Wort das ist gewagt.
Ich darf in deinen Armen liegen
und andernfalls den Traum besiegen.
Was rät dein Herz und dein Verstand.
Das ist mir völlig unbekannt.
Ich möchte gerne bei dir landen.
Sag bitte nichts - ich hab verstanden.
Jede Nacht
Ich träume jede Nacht von dir.
Ich kann es nicht vermeiden.
Und sinnend steh ich neben mir.
Mein Herz klopft laut an deine Tür.
Es spricht nur von uns beiden.
Kein Tag und keine Nacht vergeht,
dass ich nicht an dich denke.
Wer hat den Keimling angesät,
dass meine Welt sich um dich dreht.
Mein Traum macht mir Geschenke.
Es ist so schön, dass es dich gibt.
Durch dich entsteht die Freude,
die jeden Kummer von mir schiebt.
Ich bin total in dich verliebt.
Und das nicht erst seit heute.
Ein träger Fluss
Gestern, als ich dich nicht kannte,
war ein Tag ein träger Fluss.
Seit ich dich beim Namen nannte,
wurde alles ein Genuss.
Wenn ich mir die Zeit vertreibe,
fliehen die Gedanken fort.
Und sie suchen eine Bleibe.
Und sie sind bei dir vor Ort.
Haben sie sich schlecht benommen?
Gib mir bitte kurz Bescheid.
Wenn sie dann nach Hause kommen.
Schimpfe ich: "Das geht zu weit!"
Lass dich nicht von ihnen kränken.
Manchmal fallen sie zur Last.
Doch sie sollten stets bedenken:
Was auch geschieht, sie sind nur Gast.
Geschenke
Du überhäufst mich mit Geschenken.
Und ich errate nicht den Grund.
Dient es dazu mich abzulenken?
Ist es ein ärztlicher Befund?
Denn mein Geburtstag ist "gelaufen".
Ein Feiertag ist nicht in Sicht.
Was treibt dich, Dinge einzukaufen?
Führst du mich etwa hinters Licht?
"Ich will dir eine Freude machen.
Darüber bist du echt erstaunt.
Und dazu dienen diese Sachen.
Sag Danke und sei gut gelaunt."
Ein Erlebnis
Mit dir zu sein, ist ein Erlebnis.
Und es ist immer wieder toll.
Dann rundest du das Endergebnis
besonders nett und liebevoll.
Da macht es Spaß, von dir zu träumen.
Die Träume werden Wirklichkeit.
Das will ich keineswegs versäumen.
Ich schenke dir viel Raum und Zeit.
Als Bettgenossin bist du Spitze.
Du handelst stets nach dem Prinzip.
Verbannt wird die Besucherritze.
Du stöhnst und sagst: Ich hab dich lieb.
Die Liebe geht auch durch den Magen.
Das Handwerk ist dir gut bekannt.
Du stillst den Hunger und die Fragen.
Man schlemmt wie im Schlaraffenland.
Mit dir zu sein, ist keine Sünde.
Denn jede Rechnung geht auch auf.
Mit dir zu sein, hat viele Gründe.
Den Sandmann nehme ich in Kauf.
Geld wie Heu
Geld wie Heu will ich nicht haben.
Der Charakter leidet sehr.
Denn zuviel an Gut und Gaben,
das bedingt, man will noch mehr.
Alle denken, du bist flüssig.
Und du stinkst nach Kapital.
Die Begründung ist nicht schlüssig.
Doch die Wirkung ist fatal.
Ruhm und Ehre ziert die Kohle.
Denn verblendet ist die Welt.
Ich verzichte - und versohle
meinen Hang zu sehr viel Geld.
Reichtum, Geld - das Herz geht pleite.
Keiner bleibt sich selber treu.
"Freunde" stehen dir zur Seite,
hast du einmal Geld wie Heu.
Chiffre
Bist du ein Typ zum Pferdestehlen.
Gehst du mit ihr durch dünn und dick.
Dann wird sie deine Zwiebeln schälen,
dann ist sie gern dein bestes Stück.
Hast du auch keinen Dreck am Stecken.
Bist du entzückend und charmant.
Dann wollen wir Dornröschen wecken,
und beide geht ihr Hand-in-Hand.
Du bist nicht reich, kein Hungerleider.
Dein Herz hast du am rechten Fleck.
Sie liebt die Jeans und Modekleider.
Und beides hat sie im Gepäck.
Du trinkst den Wein nicht flaschenweise.
Du nippst am Schampus und am Sekt.
Dann geht sie mit dir auf die Reise.
Doch glaube mir, das wird perfekt.
Be-briefe diese Chiffrenummer.
Doch warte bitte nicht so lang.
Alleinsein fördert Liebeskummer.
Man denkt, das führt zum Untergang.
Dauerregen
Am Morgen Dauerregen.
Die Menschheit ist entsetzt.
Sie wünscht sich Sonnensegen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ein Aufstieg - steil und steinig.
Bald wird das Ziel besetzt.
Und alle sind sich einig.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Das Schiff läuft in den Hafen.
Ein Leichtmatrose schätzt,
"bald bin ich ausgeschlafen."
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Der Mann im Mond meint leise,
dass ihn die Sonne hetzt.
Dann zieht er seine Kreise,
die Hoffnung stirbt zuletzt.
Eine rote Zahl
Warum verpulverst du Moneten.
Dein Konto: eine rote Zahl.
In diesem Fall nutzt auch kein Beten.
Der Zins ist fällig pro Quartal.
Ich finde das zum Mäusemelken.
Es ist verzeihbar, aber Krampf.
Was uns verbindet wird Verwelken.
Gib mir Bescheid, ich mache Dampf.
Schon wieder stehst du in der Kreide.
Das habe ich dir prophezeit.
Am Monatsanfang bist du pleite.
Ich kann nur sagen: tut mir Leid.
Vielleicht kannst du die Schuld begrenzen.
Sei sparsam - keine Kneipentour.
Klamotten musst du nicht ergänzen.
Und denk daran, rund um die Uhr.
Träumen
Von dir zu träumen, fällt mir leicht,
denn ständig muss ich an dich denken.
Schon habe ich mein Ziel erreicht.
Ich möchte mich an dich verschenken.
Du bist ein Hit, den keiner kennt.
Du bist so nett und unbeschreiblich.
Du zeigst dein Herz und Temp'rament.
Auf alle Fälle, du bist weiblich.
Von dir kann ich so vieles lernen.
Und dein Humor steckt alle an.
Ich reise denkend zu den Sternen
und frage mich, wie es begann.
Es war ein Blick aus nächster Nähe.
Die Augen glasig durch den Wein.
Ich forsche nach und ich verstehe.
So muss es wohl gewesen sein.
Beziehung - entzwei
Es war nicht anders zu erwarten,
du dachtest dir nicht viel dabei.
Das Leben mischt erneut die Karten.
Denn die Beziehung brach entzwei.
Die Zeit ist reif für neue Pläne.
Das Gestern ist nicht von Belang.
Nun weinst du eine Abschiedsträne.
Dann trifft dich noch ein Bumerang.
Du sitzt allein in Parkanlagen.
Dort drehst du Däumchen. Es ist heiß.
Die Enten stellen keine Fragen.
Weil keine eine Antwort weiß.
Es war nicht anders zu erwarten.
Ich habe mich um dich bemüht.
Der Kirschbaum in des Nachbars Garten
erfreut uns alle, weil er blüht.
Das Taxi
Das Taxi wartet vor der Tür.
Es kennt den Weg. Es fährt zu mir.
Und lotst mich in den Heimathafen.
Dann ist es Zeit - ich gehe schlafen.
Im Traum wird dann analysiert.
Wohin hat mich der Tag geführt.
War er zum Lachen und Beweinen.
Er war okay - so will mir scheinen.
Doch wenn der Schlaf nicht kommen will.
Dann ist mein Traum mucksmäuschenstill.
Und ich erkenne den Schlamassel.
Da freut sich meine Kellerassel.
Doch meistens wird Kritik vertagt.
Ein Traum wird höchstens hinterfragt.
Es zwitschert schon der frühe Morgen.
Ein neuer Tag mit neuen Sorgen.
Dann wird erwogen und gewägt.
Die Arbeit ruft, was Nerven sägt.
Das Gestern schläft in einer Truhe.
Und die Gedanken geben Ruhe.
Donnerwetter
Regen, Sturm und Donnerwetter.
Bäume außer Rand und Band.
Rotgestreifte Blütenblätter.
Regentropfen auf dem Sand.
Vogelstille bei Gewitter.
Vögel brüten brav im Nest.
Knackst ein Ei, das wäre bitter -
schließlich ein Geburtstagsfest.
Lasst dem Mai nur seine Launen.
Kapriolen sind sein Sport.
Denn er bringt uns oft zum Staunen.
Keiner dankt ihm dann vor Ort.
Sonnenstrahl und Wolkengießen.
Er kopiert auch den April.
Und 'nen Teil will ich genießen.
Doch beim andren schweig ich still.
Lieber Mai, es fegt dein Besen.
Doch der Flieder ist verblüht.
Und im Freien steht der Tresen.
Deshalb dieses Liebeslied.
Wirtschaftskrise
Wir strampeln in der Wirtschaftskrise.
Die Banken sperren den Kredit.
Fabriken auf der grünen Wiese,
die machen nicht mehr länger mit.
Es blühen Insolvenzverfahren.
Die Kurzarbeit verkürzt den Lohn.
Doch Ruhe müssen wir bewahren.
Denn das gehört zum guten Ton.
Die Agentur für Arbeitslose
verkündet schon zum x-ten Mal.
Wir überschreiben die Prognose,
denn viel zu niedrig war die Zahl.
Die kleinen Leute müssen bluten.
Die Wirtschaftsbosse stehen stramm.
Für sie fügt alles sich zum Guten.
Ihr Trumpf: Das Konjunkturprogramm.
UFO
Am Himmel hoch in weiter Ferne,
da streift ein UFO durch das All.
Es überprüft die fixen Sterne:
Herrscht Leben auf dem runden Ball?
Sie kontrollieren jeden Krater
und sichten auch das Felsgestein.
Sie fragen sich: was tut, was tat er.
Computert wird, denn das muss sein.
Das UFO reist mit Sonnensegel,
mit Mann und Maus, und Funkgerät.
Natürlich auch mit Kind und Kegel.
Von morgens früh bis abends spät.
Sie exceln seitenweise Listen.
Und forschen voller Tatendrang.
Vulkangestein, das füllt die Kisten.
Berichte, detailliert und lang.
Ein Lichtjahr dauert viele Jahre.
Das UFO rast durch Raum und Zeit.
Der Sternenhimmel ist das Wahre.
Er krümmt sich zur Unendlichkeit.
Alles
Alles kann ich dir nicht geben.
Weil nicht alles mir gehört.
Angeprangert wird mein Leben.
Was mich nicht die Bohne stört.
Wie ich lebe - meine Sache.
Keinen geht das etwas an.
Was ich tue, was ich mache,
ist kein ausgefuchster Plan.
Sicher muss ich Flagge zeigen.
Jeder hat dazu das Recht.
Die Details will ich verschweigen.
Bin ich ehrlich, geht's mir schlecht.
Ein Falter
Ein Falter liebt die Gaslaterne.
Dort dreht er nächtens seine Runden.
Er schaut hinauf und sieht die Sterne,
doch Liebe hat er nie empfunden.
Ich bleibe lieber auf der Erde.
Und ich verbrenne meine "Pfoten".
Das Stadtwerk kriegt dann die Beschwerde.
Denn manchmal platzt auch mir der Knoten.
Tagtäglich parkt er seine Flügel
in einer ungepflegten Hecke.
Die wächst bergan, an einem Hügel,
und bietet vielerlei Verstecke.
Er liebt so sehr die Gaslaterne.
Und ist mit ihr total verbunden.
Es lockt ihn nicht die weite Ferne.
Das führt doch nur zu Überstunden.
Das Handtuch werfen
Du wirst doch nicht das Handtuch werfen,
wenn eine Sache dir missglückt.
Vor allem schone deine Nerven,
und mach dich bitte nicht verrückt.
Wie hoch beziffert sich der Schaden?
Anscheinend bist du ruiniert.
Das eine möchte ich dir raten:
Sei bitte nicht zu stark frustriert.
Das Leben geht, wie immer, weiter.
Natürlich ärgert ein Verlust.
Du hast gelernt, du bist gescheiter.
Sei stolz auf dich, sei selbstbewusst.
Man glaubt es nicht: es kann geschehen.
Kein Jota war vorhersehbar.
Du solltest dennoch zu dir stehen.
Dann wird der Himmel sonnenklar.
Deine Faxen
Du machst mich krank mit deinen Faxen.
Darüber bin ich echt empört.
Dagegen ist kein Kraut gewachsen.
Doch bitte glaube mir: es stört.
Nun zeigst du eine Honigmiene.
Das wiederum ist ein Problem.
Denn du bist keine flotte Biene.
Du wechselst ständig das Extrem.
Sei einfach du und sei gelassen.
Man kürt hier nicht den Superstar.
Ich weiß, das würde dir so passen.
Das Casting ist erst nächstes Jahr.
Im Bett
Noch liegst du weich im Bett vergraben,
und träumst von einer heilen Welt.
Wo alle eine Zuflucht haben,
wo jeder tut, was ihm gefällt.
Der Alltag darf bis morgen schlafen.
Bleib nur im Bett und ruh dich aus.
Denn jeder Sonntag schenkt den Braven
zum Frühstück einen Blumenstrauß.
Das Wetter liefert Sonnenstrahlen.
Darüber freut sich der Balkon.
Denn er muss nichts dafür bezahlen.
Die Sonnenbräune wartet schon.
Noch liegst du weich in deinen Träumen.
Und kuschelst mit dem Federbett.
Ein leichter Wind spielt mit den Bäumen.
Die Vögel singen im Duett.
Ein Vogel
Ein Vogel schätzt die Sonne
im Wonnemonat Mai.
Die alte Regentonne
die denkt sich nichts dabei.
Er zwitschert in den Morgen
und baut ein Liebesnest.
Er muss noch Lehm besorgen,
so wird es wetterfest.
Er sucht an allen Ecken
nach einer Vogelbraut.
Sie spielt mit ihm Verstecken,
egal wohin er schaut.
Das kostet ein paar Nerven.
Er ist schon leicht frustriert.
Den Plan will er verwerfen.
Er fühlt sich ausgeschmiert.
Zwar hat er eine Bude,
geräumig, aufgeräumt.
Das ist das einzig Gute.
Ein Nest, wovon er träumt.
In einem Schrebergarten
"Zur grünen Harmonie".
Er musste lange warten,
doch plötzlich trifft er Sie.
Eindrücke
Tannengrün und Wasserfall.
Wanderwege gut besucht.
Dotterblumen überall.
Fremdenbetten - ausgebucht.
Hinz und Kunz aus nah und fern.
Und im Rucksack Proviant.
Kleidung locker und modern.
Bier am kleinen Imbissstand.
Moos verziert den Brettersteg.
Vorsicht! denn es droht Gefahr.
Ausgeschildert ist der Weg.
Alles traumhaft, wunderbar.
Eine Schleiche nennt man blind,
weil sie ungefährlich ist.
Mit den Zweigen spielt der Wind.
Sehenswert, schwärmt der Tourist.
Sorgen
Du fühlst dich wohl mit deinen Sorgen.
Sie sind dir grenzenlos vertraut.
Das gilt für heute und für morgen.
Sie werden täglich durchgekaut.
Du willst dich nicht von ihnen lösen.
Bei dir sind sie ein Dauergast.
Sei es im Guten und im Bösen.
Du hast dich langsam angepasst.
Natürlich würdest du sie missen.
Denn Neues ist oft unbequem.
Das strapaziert auch dein Gewissen.
Und ist nicht nur ein Randproblem.
Du fühlst dich wohl bei alten Sorgen.
Die neuen sind dir nicht vertraut.
Doch spätestens im Übermorgen,
da werden sie von dir durchschaut.
Trennung
Du sagst, du willst dich von mir trennen.
Na gut, dann ist der Ofen aus.
Ich werde dich nicht mehr erkennen.
Kein Herz-an-Herz, kein Blumenstrauß.
Ich weiß, ich habe viele Fehler.
Das wusstest du, das war bekannt.
Du warst der Nenner, ich der Zähler.
Und im Getriebe steckte Sand.
So gerne bin ich dein gewesen.
Die Rechnung aber ging nicht auf.
Du kehrst mit einem neuen Besen,
und änderst deinen Lebenslauf.
Was einst geschah, willst du nicht wissen.
Die Augen zu und ab die Post.
Der rote Faden ist gerissen.
Zum Teufel mit der Krankenkost.
Ich werde mich ins Unglück stürzen.
Zum Abschied sage ich Ade.
Und die Gefühle muss ich kürzen,
bis ich dich einmal wiederseh'.
Mein Konto
Mein Konto zeigt nur rote Zahlen.
Die Zahlungsmittel werden knapp.
Ein schwarz-auf-weiß, ich würde prahlen.
So langsam geht's mit mir bergab.
Erreicht wird bald das Monatsende.
Die Bank gibt gerne den Kredit.
Gebunden sind nun meine Hände.
Im Leben macht man vieles mit.
Bei Freunden will ich nicht erwähnen,
warum ich knapp bei Kasse bin.
Jedoch daheim da purzeln Tränen.
Und nichts gibt meinem Leben Sinn.
Lass gut sein, denke ich im Stillen.
Die rote Zahl wird ausgemerzt.
Und jeder Wunsch darf sich erfüllen.
Und der Kredit wird auch verschmerzt.
Noch schreibe ich nur rote Zahlen.
Bald aber steht es schwarz-auf-weiß.
Dann kann ich mit dem Konto prahlen.
Und der Kredit, der liegt auf Eis.
Vatertag
Das Wildschwein feiert Vatertag
mit lieben Freunden und Bekannten.
Was seine Wildsau gar nicht mag.
Sie fühlt sich leider unverstanden.
Der Treffpunkt ist im grünen Wald
an einer hochbetagten Buche.
Wo keine Jägers Flinte knallt.
(Das ist genau, wonach ich suche.)
Als erstes schluckt der Frischlingspapa.
Natürlich geht die Flasche rund.
Zur Stärkung einen milden Grappa.
Dann tut er seine Meinung kund:
"Ich danke euch für das Erscheinen.
Und trinke gern auf euer Wohl.
Die Sonne möge mit uns scheinen.
Im Rucksack schwankt der Alkohol.
Wir pfeifen nicht auf unsre Frauen.
Wir wissen, sie sind liebenswert.
Sie müssen nach den Kindern schauen.
Und sind daheim am Küchenherd.
Lasst uns so manche Flasche leeren.
Doch redet keinen wirren Stuss.
Dann wird sich auch kein Mensch beschweren.
Doch wenn es dämmert - 'Ladenschluss'"
Die Wildschwein-Gruppe ist zufrieden.
Sie kreuzen Eichen oder Tannen.
Der Wald kann ihnen alles bieten:
zum Beispiel Matsch und 'Badewannen'.
Die Katze
Die Katze schnurrt um deine Beine.
Sie möchte Futter, das ist klar.
Und sie miaut, es lauert keine,
- und nirgends droht für sie - Gefahr.
Den Fressnapf mit den Leckerbissen,
kredenzt du ihr auf einem Tisch.
Es schlägt dein Herz und kein Gewissen.
Die feinen Happen - tütenfrisch.
Die Katze frisst und füllt den Magen
im Affentempo - rasend schnell.
Bei dir kann sie sich nicht beklagen,
du streichelst dann ihr weiches Fell.
Dann muss sie wieder weiterpfoten.
Es wartet schon der schwarze Freund.
Bei dir zu sein ist nicht verboten.
Im Anschluss daran wird gestreunt.
Langfinger
Ich werde dir noch Beine machen.
Du warst das letzte Mal mein Gast.
Vergehen wird dir dann das Lachen.
Du bist mir nämlich eine Last.
Was wollen deine langen Finger.
Auf frischer Tat wirst du ertappt.
Das ist doch wirklich nicht der Bringer.
Nun ist die Falle zugeschnappt.
Bei mir sind alle Schränke offen.
Das hast du schamlos ausgenutzt.
Ich möchte aber für dich hoffen,
du hast dich nur bei mir 'verschmutzt'.
Sind meine Freunde aus dem Schneider.
Hast du mit einem Gaunertrick
dich eingeschleimt, das wäre leider,
viel mehr als nur ein Missgeschick.
Du hast gelogen und betrogen.
Verschwinde jetzt, du bist gemein.
Anscheinend bist du nicht erzogen.
Wie sagt man doch, du bist ein Schwein.
Fuchs und Frau
Der Fuchs und seine neue Frau,
die dösen gern vor ihrem Bau.
Sie lieben warme Sonnenstrahlen
und müssen nichts dafür bezahlen.
Auch deshalb sind sie gut gemient.
Das Geld dafür ist leicht verdient.
Es kostet nicht mal Mehrwertsteuer.
Wie schon erwähnt, es ist nicht teuer.
Am Nach-mittag bei Dämmerung.
Da streifen sie auf einen Sprung
durchs Unterholz, durch fette Wiesen,
um dort den Abend zu genießen.
Sie beuten, was sich beuten lässt,
wenn es gelingt, ein Freudenfest.
Nicht täglich orten sie die Beute,
an einem Tag so schön wie heute.
Der Fuchs und seine neue Frau
sind - wenn es hochkommt - doppelt schlau.
Sie kriechen in den engen Stollen,
wenn sie bei Vollmond schlafen wollen.
Seit ein paar Jahren
Ich schätze dich seit ein paar Jahren.
Nicht immer war ich gut zu dir.
Doch eines habe ich erfahren.
Du stehst auf mich, und stehst zu mir.
Auch dafür will ich Danke sagen.
Denn wie du bist, hat mich beschämt.
Nur selten stelltest du mir Fragen.
Und wenn, dann war ich wie gelähmt.
Du bist ein nettes Frauenzimmer.
Mit mir zu sein, das ist nicht leicht.
Und es geschieht, wie oft auch immer,
Du hast mein Herz dadurch erreicht.
Nun steh ich da mit leeren Händen.
Und frage mich wie das geschah.
Den Liebesbrief will ich dir senden.
Dann bin ich dir mit Worten nah.
Natürlich darfst du nicht vergessen,
dass deine Art mir wichtig ist.
Verschweigen wir das Kräftemessen.
Weil du so liebenswürdig bist.
Mein Sinnen und mein Herz steht offen.
Nimm meine Hand und sei mein Stern.
Gemeinsam wollen wir erhoffen,
du hast mich auch in Zukunft gern.
Ins Herz
Du hast mir einst ins Herz geschrieben:
"Ich liebe dich, ein Leben lang!"
Doch das war leider übertrieben.
Es führte mich zum Untergang.
"Ich bin dir treu!" Hast du geschworen.
Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Du hast dein Herz erneut verloren.
Nun sitze ich allein zuhaus'.
"Ich bin die Frau an deiner Seite.
Und ich gehöre immer dir."
Doch kurz darauf suchst du das Weite.
Ich stand belämmert neben mir.
"Den Alltag will ich dir verschönen.
Und komme, was da kommen mag.
Ich will dich jeden Tag verwöhnen."
Dann kam der erste Schicksalsschlag.
Ich kann nicht anders, ich muss weinen.
Die Ehe ist kein Zeitvertrag.
Die Sonne wird bald wieder scheinen.
"Ade und einen schlechten Tag!"
Du gehst dem Humbug an den Kragen.
Du fragst nicht viel, du handelst gleich.
Du schlägst - so könnte man es sagen -
sogar die Butter windelweich.
Im Abseits dämmern Paragraphen.
Es kümmert dich kein Grundgesetz.
Und die Artikel dürfen schlafen,
genauso wie ein Fußballnetz.
Du kommst bei allem gleich zur Sache.
Du triffst des Pudels weichen Kern.
Ein Fremdwort ist für dich die Rache,
denn du hast alle Menschen gern.
Du spielst nicht mit gezinkten Karten.
Und was du tust ist lupenrein.
Man muss nicht lange auf dich warten,
so sollten alle Freunde sein.
Mein Schatz
Ich habe einen Schatz gefunden,
der ist genauso lieb wie du.
Ich habe mich an ihn gebunden
und das geschah beim Rendezvous.
Ich fühle mich auf Wolke sieben,
und die Gedanken sind bei ihr.
Sie hat mir nett die Zeit vertrieben.
Dasselbe wünsche ich auch dir.
Die bunten Schmetterlinge fliegen
in meinem Herzen hin und her.
Das wird wahrscheinlich daran liegen,
sie freuen sich, was will ich mehr.
Mich kümmert kein Gewitterregen.
Und die Gedanken eilen fort.
Ich bin dafür und nicht dagegen.
Die Träume treiben mit mir Sport.
Ich denke nach und muss gestehen.
Ich habe mich in sie verliebt.
Vom Kopf bis Fuß, bis zu den Zehen.
Ein Wunder, dass es sowas gibt.
Kaffee-Satz
Ich lese aus dem Kaffee-Satz,
ein Mann wird dir begegnen.
Er nimmt an deiner Seite Platz.
Es werden Rosen regnen.
Er findet dich bezaubernd, nett.
Ein guter Unterhalter.
Sein Körper ist kein Gramm zu fett.
Er ist in deinem Alter.
Und außerdem, so lese ich:
Sein Weib hat ihn verlassen.
Er wirkt gescheit und jugendlich.
Er würde zu dir passen.
Das klingt zu schön, um wahr zu sein.
Ich werde Karten legen.
Denn morgen zieht er bei dir ein,
du hast doch nichts dagegen?
Heile Welt
Du lebst in einer heilen Welt.
Und meidest alles Krumme.
Doch wenn dir etwas nicht gefällt,
dann bin ich stets der Dumme.
Der Bus fährt ab, doch ohne dich.
Wie konnte das geschehen.
Das geht dir gegen jeden Strich.
Du kannst es nicht verstehen.
Der Schuldige, der steht vor dir.
Und deshalb muss ich büßen.
Er konnte aber nichts dafür.
Das Unrecht lässt schön grüßen.
Geht etwas schief, du hältst Gericht.
Ich schlucke und verstumme.
Sofern dir jemand widerspricht,
er ist und bleibt der Dumme.
Kopf verdreht
Du hast mir nett den Kopf verdreht.
Mein Hals wird zur Spirale.
Noch bist du hier und wenn es geht,
dreh rückwärts - ich bezahle.
Das ist doch nicht zuviel verlangt.
Komm lass mich nicht so hängen.
Und hinterher wird dir gedankt.
Was war, will ich verdrängen.
Du hast mich sehr geschickt umgarnt.
Das muss der Neid dir lassen.
Kein Mensch hat mich davor gewarnt.
Und wenn - ich würde passen.
Mein Hals ist wieder, wie er war.
Ich bin zu Dank verpflichtet.
Und lade ein zur Cocktail-Bar.
Dort wird der Schnaps vernichtet.
Räuberbraut
Die Finger will ich von dir lassen,
denn du bist eine Räuberbraut.
Ich würde auch nicht zu dir passen.
Ich habe dich sofort durchschaut.
Du setzt dich sehr gekonnt in Szene.
Die meisten fallen darauf rein.
Pardon, dass ich das hier erwähne.
Im Grunde bist du hundsgemein.
Auf deine Schönheit kannst du pochen.
Sie öffnet dir die Tür zur Welt.
Du sehnst dich stets nach Flitterwochen.
Und tust nur das, was dir gefällt.
Dir fehlt der Blick für alles Schöne.
Dich kümmert nicht das Himmelblau.
Und dir missfallen Geigen-Töne.
Du bist im Grunde - eine arme Sau.
Eine Freundschaft
Ich möchte eine Freundschaft pflegen,
die auch ein Dunkel übersteht.
Die mit mir geht auf allen Wegen,
auch wenn der Wind sich einmal dreht.
Ich möchte eine Freundschaft spüren,
die jeden 'Kummer' von mir nimmt.
Sie soll das Innere berühren,
damit die Richtung wieder stimmt.
Ich möchte eine Freundschaft schließen,
die alles Schöne nicht vergisst.
Im Sommer will ich Blumen gießen,
wenn du in fremden Ländern bist.
Ich möchte eine Freundschaft wagen,
die sich mit Worten nicht begnügt.
Ich möchte dir ganz einfach sagen,
es wäre toll,
wenn alles sich zum Guten fügt.
Reisefieber
Mal lockt die weite Ferne.
Und manchmal ruft ein Berg.
Dann wieder sitzt man gerne
daheim beim Gartenzwerg.
Man wandert zu den Quellen
von Mosel, Saar und Main.
Dabei ist festzustellen:
Es könnt' nicht schöner sein.
Man reist zu Land, zu Wasser.
Ein Raumschiff streift durchs All.
(Das ist jedoch ein krasser
Extrem- und Sonderfall.)
Nun bin ich hier in Franken
und bin nicht ganz bei mir.
Verreist sind die Gedanken.
Sie wollten halt zu dir.
Ein Wunsch
Ein Wunsch ist nicht zu Wort gekommen.
In Schweigen hat er sich gehüllt.
Drum hat ihn auch kein Mensch vernommen.
Wahrscheinlich bleibt er unerfüllt.
'Was wäre wohl mit ihm geschehen?'
fragt sinnend mein Gedankenspiel.
Das Wissen gibt mir zu verstehen:
'Halt deinen Mund! Du fragst zuviel.'
Die Antwort bleibt die Antwort schuldig.
Da man die Sache nicht erfährt.
Nach innen bin ich ungeduldig.
Nach außen aber - abgeklärt.
Ein Wunsch kann keine Zukunft haben,
wenn er nicht äußert, was er meint.
Von vornherein ist er begraben.
Und keiner, der ihn je beweint.
Drum soll ein Wunsch den Mund aufmachen.
Dann hört man auch, was er erzählt.
Ein stummer Wunsch hat nichts zu lachen,
weil er bestimmt sein Ziel verfehlt.
Gedonnert und gewettert
Das Wetter wird so ungemütlich.
Die Wolken jagen schwarz daher.
Man wäre lieber weiter südlich
mit Waffeleis am Mittelmeer.
Stattdessen setzt die Atmosphäre
den Funken auf das Pulverfass.
Der Wind schärft seine Heckenschere.
Gleich geht es rund, gleich tut sich was.
Erst greift der Sturm die welken Blätter,
bevor er einen Ast zerbricht.
Dann holt er Luft - zum Donnerwetter.
Ein Baum verliert sein Gleichgewicht.
Es schauert heftig, bis es hagelt.
Das beugt den Stamm. Die Krone schwankt.
Und wäre sie nicht festgenagelt,
sie hätte schleunigst abgedankt.
Auf einmal ist der Spuk entwichen.
Und wieder wendet sich das Blatt.
Der Wetterfrosch strahlt ausgeglichen,
wie einer, der was ausgefressen hat.
Computer
Computer machen alles.
Die Technik triumphiert.
Vorausgesetzten Falles
ein Mensch hat programmiert.
Dann druckt er Graphikzeichen
im Hoch- und Querformat.
Er hilft beim Unterstreichen
und "ölt" den Wort-"Salat".
Ihn lähmt kein Seitenstechen,
kein Aktenmaterial,
Er hat kein Kopfzerbrechen
beim Umgang mit der Zahl.
Er wartet auf Befehle.
Und beugt sich der Gewalt.
Sein "Herz" kennt keine Seele.
Es läßt ihn alles kalt.
Computer irren häufig,
und öfter als man ahnt.
Dann weiß man land-und-läufig:
Das hat ein Mensch verplant.
Gegen-Meinung
Ich bin die Gegen-Meinung,
die allem widerspricht.
Und rücke die Verneinung
ins helle Rampenlicht.
Ob herrisch, oder dämlich,
ich stimme niemals zu.
Der Grund dafür ist nämlich:
von vornherein tabu.
Mir liegt ein heißes Eisen,
bei dem ein Einwand stört.
Die Logik muß beweisen.
Weshalb sie sich empört.
Doch auch bei klaren Sachen,
verfechte ich mein "Nein".
(Um einen Witz zu machen!)
In diesem Fall: es ist zum Lachen,
fällt jeder auf den Schwindel rein.
Die Ernte
Die Ernte lagert in der Scheune.
Kein Vogel hat den Zug verpasst.
Die auferlegte Sonnenbräune
ist schon zum größten Teil verblasst.
Das Blütenmeer auf den Balkonen
hat sich im Keller einquartiert.
Dort lässt es sich gesünder wohnen,
weil schon der Tau zu Reif gefriert.
Der Tag ist kürzer angebunden.
Die Nacht schleicht früher um das Haus,
und füllt die unbenutzten Stunden
mit ihrer Lieblingsfarbe aus.
Zwar freuen sich die alten-Weiber
am Sommer-Schluss. - Doch nicht mehr lang!
Schon gehen Sonnenbankbetreiber
im Blätterwald auf Kundenfang.
Bald ruht die Welt und überwintert.
Dann haben Äste freie Sicht.
Kein bunt gelaubter Baum verhindert:
Dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht.
sternens-krank
Heute sind die Sterne krank.
Doch sie stecken, Gott-sei-Dank,
unter schweren Wolkendecken,
wo sie alles von sich strecken.
Müde, schläfrig. Und zerknautscht,
weil ein Hühnerauge autscht.
Und die Straßen-Milch läuft über,
wegen Schüttelfrost und Fieber.
Keiner achtet auf den Plan.
Folglich fährt die Umlauf-Bahn
pünktlich in die weite Ferne,
aber leider - ohne Sterne.
Plötzlich schimpft der Mann im Mond,
laut und polternd - ungewohnt:
"Niemand soll die Arbeit schwänzen!
Sterne müssen abends glänzen!"
'Guter Mann im Mondenstaub!
Wir, die Sterne, sind nicht taub.
Und der Tonfall der Befehle,
stört und kränkt die Sternenseele.'
Einfach glänzend
Wir glänzen nicht durch große Taten,
und bleiben brav im Hintergrund.
Zwar riechen wir am fetten Braten,
doch der Geschmack entgeht dem Mund.
Wir stehen stets an zweiter Stelle,
und sitzen hart im dritten Rang.
Das Schauspiel ist für Kriminelle.
Wir klatschen Beifall - stundenlang.
Im Rampenlicht sind wir verloren.
Es wäre wider die Natur.
Wir sind als Durchschnittsmensch geboren,
als Schema F und Randfigur.
Wir halten uns an feste Grenzen.
Wir gehen keinen Schritt zu weit.
Und wenn wir, grauen Mäuse, glänzen
dann höchstens durch Bescheidenheit.
Die "stille Zeit"
Die "stille Zeit" ist ausgebrochen.
Knecht Rupprecht und der Nikolaus,
die fahnden nach ihr schon seit Wochen,
doch der Erfolg blieb bislang aus.
Gesucht wird nun an allen Ecken.
Im Warenhaus, im Tannenwald.
Wo mag die "stille Zeit" nur stecken?
Wo hat sie ihren Aufenthalt?
Die "stille Zeit" ist durchgegangen
und hat sich heimlich abgesetzt.
Sie hatte nämlich kein Verlangen,
dass man sie durch die Straßen hetzt.
Es lärmt. Es rempeln Ellenbogen.
Und überall ein Menschenstrom.
Die "stille Zeit" ist unbekannt verzogen.
Doch manchmal trifft man sie im Dom.
Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann - es ist kein Wunder -
taucht nun für ein paar Tage unter.
Denn dieser Trubel, diese Hast,
ist etwas, was ihm gar nicht passt.
Es ist zu laut, zu ungemütlich.
Er liebt es lieber still und friedlich.
Und daher hat er Dorf und Stadt
für eine Weile gründlich satt.
Er nimmt die Plätzchen aus der Truhe,
schnürt seinen Rucksack und die Schuhe,
sagt weder "Servus" noch "Ade".
Und sucht die Einsamkeit im Schnee.
Dann steht er mitten auf der Piste
und fragt: Was ich jetzt gerne wüsste,
wo ist ein Ort für meinen Plan?
Man meint, hier sei die Autobahn!
Erneut hat er die Flucht ergriffen.
Er folgt den Sternen und den Schiffen.
Damit er voll und ganz vergisst,
vergnügt er sich für Wochenfrist
auf einer Osterinsel als Tourist.
Dabeisein ist alles
Im Endlauf bei der Olympiade
enttäuscht bereits ein vierter Platz.
Der Einsatz, ach wie jammerschade,
war offensichtlich für die Katz'.
Ein echter Könner, zweifelsohne,
ein Vorbild für den Breitensport.
Das juckt bekanntlich nicht die Bohne.
Es zählt allein der Weltrekord.
Nach hartem Kampf fällt die Entscheidung.
Und wer gewinnt, wird hochgelobt.
Am nächsten Tag steht in der Zeitung:
"Betrug. Der Sieger war gedopt."
Und aus empörten Leserbriefen
wird unter anderem gedankt
all jenen unter "ferner liefen".
Das Stimmungsbarometer schwankt.
Doch nicht sehr lang: beim nächsten Rennen
erscheint der Sieg als Ideal.
Und schon der Zweite muss erkennen:
gefragt ist nur die erste Wahl.
Der alte Käse
Nun haben wir den alten Käse -
mit Zwiebelringen neu garniert.
Zur Krönung wird die Mayonnaise
mit Lachs und Kaviar verziert.
Zu dieser edlen Götterspeise
gibt jeder seinen Senf dazu.
Die Pfeffermühlen klappern leise.
Tabasco aber ist tabu.
Bevor wir uns ans Tischbein setzen,
wird noch ein herber Wein kredenzt.
Wer Wahres sagt, darf nicht verletzen.
So wird der Wortschwall streng begrenzt.
Vorzüglich schmeckt die Mayonnaise.
Der Kaviar, ein echter Hit.
Jedoch der mega-alte Käse
verdirbt mir fast den Appetit.
Völlig ausgepowert
Ohne Schwung und ohne Feuer.
Ausgebrannt und ausgehöhlt.
Keinen Sinn für Abenteuer.
Eingerostet, ungeölt.
Abgelascht und ausgepowert.
Hundemüde und erschöpft.
Auch die Willenskraft bedauert
ziert sich, gibt sich zugeknöpft.
Abgebremst und straff gezügelt.
Selbst die Flötenmelodie
hat die Tatkraft nicht beflügelt,
denn mir fehlt's an Energie.
Aus der Reihe tanzen
Man tanzt aus seiner Reihe
im flotten Wechselschritt.
Da staunt sogar der Laie.
Begeistert klatscht er mit.
Der Beifall nimmt kein Ende.
Ein großer Blumenstrauß!
Es wackeln alle Wände.
Man badet im Applaus.
Gestärkt für neue Taten.
Geradezu gedrängt.
Dann fliegen die Tomaten,
weil man den Rahmen sprengt.
Betriebs-"Ausflug"
Die Luft zum Atmen: eingeengt,
mit Mobiliar, mit Gegenständen.
Sogar die Gänge sind be-Schränkt.
Kein Platz zum Drehen oder Wenden.
Auf einem handtuchgroßen Fleck
entsteht ein neuer Aktenstapel.
Der stört massiv und müßte weg,
denn unter ihm verlaufen Kabel.
Die Tatkraft steht zum Sprung bereit.
Sie will es gleich in Angriff nehmen.
Es mangelt nur an Möglichkeit. -
Das führt zu nichts (als zu Problemen).
Vom Keller bis zum Schornsteinrand
platzt jedes Stockwerk aus den Nähten.
"Was tun?" fragt Zeus, "es ist bekannt,
nicht immer helfen kluge Reden."
"Es wäre wohl der beste Zug,
wir liegen alle auf der Lauer.
Und machen bald Betriebsausflug
auf unbestimmte Dauer."
Im Internet
Man surft gekonnt im Internet
und blättert in den Seiten.
Ein Link lotst uns zum Massen-Chat.
Man ist nicht zu beneiden.
Was treibt dich her? Was ist dein Ziel?`
Die Sprüche sitzen locker.
Man schaut dem andern ins Profil
und greift zum Beta-Blocker.
Die Tür geht auf. Die Tür schlägt zu.
Ein Kommen und ein Gehen.
Man kennt sich nicht, sagt dennoch Du.
Bis bald. Auf Wiedersehen!
Wer länger denkt, kommt nicht zu Wort.
Das also schimpft sich chatten.
Das ist fast wie beim Leistungssport.
Wer kann mich davor retten?
Seit 365 Tagen
Gemeinsam unter einem Dach
im Hafen einer Ehe.
Es hat geblitzt, es gab auch Krach.
Was ich sehr wohl verstehe.
Den andern lieben fällt nicht leicht.
Man darf ihn nicht verdammen.
Ein erstes Jahr habt ihr erreicht.
Nun haltet fest zusammen.
Egal was kommt, egal was war.
Und ellenlang die Liste.
So viele Sachen: wunderbar
in der Beziehungskiste.
Doch jede ist die Braut der Braut,
das spüren eure Katzen.
Und manchmal miezen sie recht laut
und krallen mit den Tatzen.
Ich wünsche euch ein gutes Jahr,
und bleibt euch stets verbunden,
denn ihr seid doch ein Ehepaar
in guten wie in schlechten Stunden.
Die Muse der Musik
Dich küsst die Muse der Musik.
Du schreibst in temperierten Noten.
Der Auftakt kündet schon von Sieg.
Dem Kontrapunkt, dem platzt der Knoten.
Man meint, das ist doch jammerschade.
Jedoch unglaubliches geschieht.
Im Mittelpunkt steht die Fermate,
und nicht am Ende von dem Lied.
Du wechselst zwischen Dur und moll.
Und dein Piano wird zum Forte.
Und das Creszento würdevoll.
Dem Kunstgenuss, dem fehlen Worte.
Doch Harfen haben Sendepause.
Der Quintenzirkel wird geprobt.
Das tust du aber nur zuhause.
Vom Dirigent wirst du gelobt.
Die Spülmaschine
Endlich läuft die Spülmaschine.
Sie ist voll, so soll es sein.
Nur ein Knopfdruck, ich bediene,
und den Rest macht sie allein.
Töpfe, Teller, Kaffeetassen.
Vasen, Siebe und Besteck.
Und ich kann es gar nicht fassen,
sie entfernt den Alltagsdreck.
Keiner muss zum Handtuch greifen.
Sie ist wahrhaft ein Juwel.
Und sie wird mich nicht verpfeifen,
ändert sich der Startbefehl.
Mein Hund
In meiner Wohnung bellt ein Hund.
Und die Tapete wackelt.
Doch hat er dazu keinen Grund,
kommt er dahergedackelt.
Die dunklen Augen suchen mich.
Ich könnte darauf pochen.
Er schaut so lieb, bewedelt sich:
er möchte einen Knochen.
Nicht immer wird sein Wunsch erfüllt.
Ersatz ist Hundekuchen.
Die Sehnsucht wird dadurch gestillt.
Moment, ich bin am Suchen.
Er döst den lieben, langen Tag
auf seinem Hundekissen.
Er schnuppert an dem Brotbelag.
Und dann wird zugebissen.
Der Igel
Der Igel hat sich nicht verlaufen.
Er hat sich an den Napf geschmiegt.
Sein Frauchen darf das Futter kaufen.
Denn jeder weiß, dass Faulheit siegt.
Er teilt den Trog mit fremden Gästen.
Es stört ihn manchmal der Geruch.
Vom Frauchen lässt er sich gern mästen.
Nachtnächtens eilt er zu Besuch.
Er schätzt das feine Lecker-Futter.
Das findet er auch igelswert.
Sein Frauchen - eine Katzenmutter.
Sie schenkt ihm, was sein Herz begehrt.
Dann saugt und schmatzt er wie besessen.
Der Fressnapf ist sein Lieblingsplatz.
Und hat sein Frauchen ihn vergessen,
rumort er stark und schlägt Rabatz.
Der Igel wohnt im wilden Garten.
Sein Kopf steckt tief im Raschel-Laub.
Den Abend kann er kaum erwarten.
Er trollt sich ganz bestimmt -
nicht aus dem Staub.
Ich will mich nicht bei dir beklagen.
Das steht mir nämlich gar nicht zu.
Jedoch mein Schmetterling stellt Fragen,
der ist mit deinem Herz per Du.
Was soll ich tun, was soll ich machen?
Du gehst mir nicht mehr aus dem Sinn.
Es tut so gut, mit dir zu lachen.
Nur du allein weißt, wie ich bin.
Nun wollen wir die Gläser heben.
Ich sage dir, ich hab dich gern.
Mit dir will ich zusammenleben -
auf einem unbewohnten Stern.