Die Schnecke
Roman Herberth
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Versteckspiel

Reime von Roman Herberth

Nicht nachgedacht

Ein Esel hat nicht nachgedacht.
Er sitzt gewaltig in der Tinte.
Nun hofft er tags und in der Nacht,
dass sich ein guter Ausweg finde.

Er hat sich sehr weit vorgewagt.
Das rote Stopp-Schild übersehen.
Jetzt steht er da und ist verzagt.
Und wünscht: Es wäre nie geschehen.

Gefragt ist nun ein kluger Rat.
Er blättert in den gelben Seiten.
Doch leider führt das, in der Tat,
auf ungeahnte Schwierigkeiten.

Die Sache ist noch nicht geritzt.
Zu dumm die Eseleien.
Doch weil er in der Tinte sitzt,
wird man ihm bald verzeihen.


Einschlafen

Die Mücke summt, du schläfst nicht ein.
Nun sitzt du in der Patsche.
Man fürchtet sich vor Stecherei'n.
Wo liegt die Fliegenklatsche.

Im Handumdrehen wird es Licht.
Wo mag das Miststück stecken.
Sie summt nicht mehr, ihr Mund hält dicht.
Und nirgends zu entdecken.

Nun legst du dich erneut zur Ruh,
um einen Traum zu pflücken.
Jedoch du kriegst kein Auge zu.
Und das liegt an den Mücken.

 


Ein Storch

Ein Storch hat sich den Fuß verstaucht.
Nun jammert er beim Landen.
'Von Kopf bis Fuß bin ich geschlaucht,'
erklärt er den Bekannten.

Ein Krückstock stützt das wunde Bein.
Der Arzt verschrieb Tabletten.
Die Sache renkt sich wieder ein,
der Storch ist noch zu retten.

Doch vorerst bleibt er brav im Nest.
Er soll sich auskurieren.
Nun hält er sich am Nestrand fest,
und kann die Welt studieren.

Die Menschen haben ihn vermisst.
Und viele denken: Schade.
Es sinkt, was nicht zu ändern ist,
auch die Geburtenrate.

 


Leckerbissen

Die Wildsau sucht nach Leckerbissen.
Es leitet sie ihr siebter Sinn.
Und ohne, wär sie aufgeschmissen,
behauptet kess ihr Doppelkinn.

Den Tannenwald hat sie verlassen.
Die neue Heimat ist ein Park.
Und nachts streift sie durch enge Gassen.
Dort lockt im Müll der Früchtequark.

Sie muss dafür kein Geld verdienen.
Weshalb sie ihrem Schöpfer dankt.
Und findet sie noch Schnapspralinen
wird früh am Morgen heim geschwankt.

Auch gestern war sie von der Rolle.
Sie frönte einem Fuselwein.
Dann kam die Polizeikontrolle.
Und weg war dann ihr Führerschein.

Sein Leben soll man nicht vergeuden
mit den Promillen und mit Alk.
Denn das zerstört die Gaumenfreuden.
Und im Gehirn, da rieselt Kalk.

 


Im Wald

Im Wald traf eine Ringelnatter
den weltberühmten Journalist.
Sie meidet die Berichterstatter,
denn die verzapfen häufig Mist.

Sie lässt sich ein auf seine Fragen.
Kein Thema ist für sie tabu.
Berührungsängste, die sie plagen,
verhindern nicht das Interview.

Sie hat noch nie so lang geschnattert.
Ihr Zünglein ist vom Reden taub.
Sie ist ins Unterholz genattert,
und sie verkroch sich schnell im Laub.

 


Schnattern

Es schnattert eine dumme Gans.
Sie sei so klug und welterfahren.
Dann zeigt sie ihren Freudentanz,
den führt sie auf seit ein paar Jahren.

Sie lebt ganz stolz ihr Vorurteil.
Und keinen Einwand lässt sie gelten.
Nur dumme Sprüche hält sie feil.
Wer widerspricht, hat nichts zu melden.

Und stößt ihr Schnabel auf Kritik,
beginnt sie laut und frech zu zetern.
Nach einem kurzen Augenblick,
da fliegen ein paar Gänsefedern.

Es bleibt nicht aus, sie wird gerupft.
Sie landet dann in Teufels Küche.
Darüber ist sie stark verschnupft.
Und nagt auch noch an ihrer Psyche.

 


Herzballaden

Ein Elefant schreibt Herzballaden
an eine Elefantenkuh.
"Sprich sie doch an," wird ihm geraten.
"dann folgt bestimmt ein Rendez-vous."

Er fürchtet sich vor der Blamage.
Vom Frosch im Hals ist er bedroht.
Und leider wird schon die Visage
bei dem Gedanken purpurrot.

Er schmachtet tief in ihrer Nähe,
und zittert wie ein Espenlaub,
vom Scheitel bis zur kleinen Zehe.
Anscheinend ist er stumm und taub.

"Du schenkst ihr morgen eine Rose."
Beschwört ein Zweiter, der ihn kennt.
"Sei weder Weichei noch Mimose,
dann folgt bestimmt ein Happy-End."

 


Begossener Pudel

Ein kleiner Pudel bellt begossen.
Sein Glaube an die heile Welt
ist schon seit langem hundsverdrossen,
und hat sich auf den Kopf gestellt.

Wenn hohe Herren Reden schwingen,
und eine Floskel Büten treibt,
dann muss er sich zur Ordnung zwingen,
damit er auf dem Teppich bleibt.

Er ist beliebt in seinen Kreisen.
Doch er sieht schwarz und nicht mehr bunt.
In keinen Hintern will erbeißen.
Er hätte dazu allen Grund.

Doch die Gewalt ist kein Vergnügen.
Er lässt sich nie mehr darauf ein.
Er will sich seinem Schicksal fügen,
und aus Protest hebt er ein Bein.

 


Tafelobst

Ein Elefant füllt seinen Magen
mit Tafelobst und Hirsebrei.
Das muss man ihm nicht zweimal sagen.
Er fühlt sich pudelwohl dabei.

Von klein auf lebt er vegetarisch,
verschont bleibt jedes Säugetier.
"Das Morden finde ich barbarisch,
ich kenne keinen Grund dafür."

Die Meinung ist nicht weit verbreitet.
Sie stößt auf großen Widerstand.
Man weiß, die Unvernunft entscheidet,
und sei sie noch so hirnverbrannt.

"Es wüten leider Kannibalen.
Und Mord- und Totschlag nehmen zu.
Die Unschuld muss die Zeche zahlen."
Beklagt die Elefantenkuh.

 


Die Kröten unken

Gib auf dich acht, die Kröten unken.
Die Zukunft sieht nicht rosig aus.
Wie schnell erlischt ein Hoffnungsfunken
bei einem stürmischen Applaus.

Prognosen pflegen schwarz zu malen.
Die Aussicht ist nicht länger bunt.
Mit Hirngespinsten wird man prahlen,
die ganze Welt kommt auf den Hund.

Ein Unglück wird man prophezeien.
Man bildet einen Krisenstab.
Doch kein Gedanke kann gedeihen,
er schaufelt sich ein Massen-Grab.

 


Auf einer Scholle

Ein Eisbär sitzt auf einer Scholle,
und neben ihm sein bestes Stück.
Man hat sich selten in der Wolle,
und pflegt die Eintracht und das Glück.

Sie kennen sich seit Kindertagen.
Und wissen wie es früher war.
Schon damals hat man sich vertragen.
Sie sind ein 'altes' Liebespaar.

Der strenge, bitterkalte Winter
ist längst ein Spielball der Natur.
Sie haben Angst um ihre Kinder.
Denn bald verliert sich deren Spur.

"Die Wärme macht uns schwer zu schaffen.
Erhitzt wird unser Zottelfell.
Das pflegt uns bald dahin zu raffen.
Und das ist mehr als kriminell."

 


Wie die Raben

Sie klauen diebisch wie die Raben.
Und lügen dreister als gedruckt.
Sie zählen sich zu Waisenknaben
und keiner hat je aufgemuckt.

Sie würden niemals revoluzzen.
Und spielen gern den Biedermann.
Sie würden nie ihr Nest beschmutzen.
Sie bleiben Haus- und Hoftyrann.

Sie halten sich für die Elite.
Beim Händeschütteln zeigt man Stolz.
Sie ziehen niemals eine Niete.
Und sind aus edlem Tropenholz.

Selbst wenn sie offenkundig fehlen.
Vertuschen sie den Schmutz am Kleid.
Und wenn sie einen Lorbeer stehlen,
dann heißt es nie: Das tut uns Leid.

 


Die Biene summt

Ein Vogel pfeift, die Biene summt.
Ein Schmetterling besucht die Wiese.
Die Unkenrufe sind verstummt.
Es wächst das Gras und Blattgemüse.

Vereinzelt zeigt ein Blütenblatt
für jeden sichtbar eine Farbe.
Bald findet eine Paarung statt.
Die Pollen 'wandern' auf die Narbe.

Die ganze Welt ist hier im Lot.
Und jeder Käfer streckt die Fühler.
Die Kälte hat jetzt Hausverbot.
Und auf dem Heimweg trödeln Schüler.

Ein Rentner auf der Gartenbank
gönnt sich die warmen Sonnenstrahlen.
Das kostet nichts, dem Wetter Dank.
Er könnte es auch nicht bezahlen.

Die Augen und die Ohren auf.
Denn das ist Labsal für die Sinne.
Doch wer nichts sieht, der pfeift darauf.
Und hält bestimmt kein Weilchen inne.

 


Aus der Norm

Ein Walross, etwas aus der Norm,
kann fett-gepolstertes nicht leiden.
Im Spiegel sieht es seine Form,
und schwört: Nie wieder Süßigkeiten.

Das fällt natürlich maßlus schwer.
Jedoch es watschelt seine Pfade.
Und taucht kopfunter durch das Meer.
Doch es denkt nur an Schokolade.

Es ist entsetzt und schimpft sich aus.
Gedanken sind nicht auszurotten.
Und auf der Leber rennt die Laus,
die hört nicht auf, es zu verspotten.

So wurde jeder Tag zur Qual.
Vergangen ist ihm längst das Lachen.
Das Auf und Ab im Wellental,
das konnte ihn nicht glücklich machen.

Es fasste schließlich den Entschluss.
Ich möchte meiner Gattung gleichen.
Dann griff es flink zum Tortenguss,
um dieses Ziel schnell zu erreichen.

 


Vor dem Mauseloch

Die Katze hat sich hingekauert,
und im Visier ein Mauseloch.
Und während sie aufs Essen lauert,
denkt sie an den Fünf-Sterne-Koch.

Er könnte bruzzeln oder garen,
im Mehlteig oder auch im Sud.
Das alles könnte er sich sparen.
Am besten schmeckt ihr Mäuseblut.

Doch heute muss sie lange harren.
Weil sich kein erstes 'Frühstück' zeigt.
Die Mäuse halten sie zum Narren.
Im Bauch rumorts, die Mahlzeit streikt.

Das Mausevolk hat sich entschieden.
(Die Mehrheit unterstützt das Ja.)
Paroli will man Katzen bieten
mit einer Videokamera.

 


In der Reisetasche

Ein Schluckspecht sitzt im Bummelzug
und kramt in seiner Reisetasche.
Er hängt, denn er kriegt nie genug,
schon morgens an der Wodka-Flasche.

Ein Nachbar runzelt seine Stirn,
er kann nicht länger an sich halten:
"Was Ihnen fehlt, ist ein Gehirn,
bald werden die Geschicke walten!"

"Es geht mir gut," erklärt der Specht
"und kommt es einmal zu Problemen.
Wenn sich das Schicksal an mir rächt,
dann will ich das in Angriff nehmen.

Noch setzt mich keiner unter Druck.
Kein Arzt und keine Therapeuten.
Die Liebe auf den ersten Schluck
verschafft mir wahre Gaumenfreuden."

 


Ein Theater

Die Affen machen ein Theater,
sie schwingen hin, lianen quer.
Ihr hochdotierter Stammesvater
hat häufig Stress im Kreisverkehr.

Gelärmt wird auf den Dschungelpfaden.
Die Nachbarschaft wird davon wach.
Doch weitaus schlimmer würde schaden
ein permanenter Auspuffkrach.

Zwar tobt entrückt die Affenheute,
doch abends nimmt die Müdigkeit,
auf breiter Front die Lebensfreude.
Und Totenstille macht sich breit.

Man atmet auf, die Rasselbande
hält ein paar Stunden ihren Rand.
Jedoch zu unsrer Affenschade
mit diesem Volk sind wir verwandt.

 


Fette Kröten

Im Weiher laichen fette Kröten.
Doch nur an ihrem Stammrevier.
Ihr 'Schlachtruf' kann auch Nerven töten.
Beklagt entsetzt ein Nachbar-Tier.

Besonders in den Abendstunden
unkt lautstark jeder Krötenchor.
Der Kammerton wird nicht gefunden.
Und das beklagt ein Hörer-Ohr.

Die Nachbarn schimpfen vor Empörung.
Die Kröten hören gar nicht hin.
Man kritisiert die Ruhestörung,
das hatte aber keinen Sinn.

Bald schnürten sie die Wanderschuhe.
Zurück blieb dann der stumme Laich.
Nun herrscht am Weiher wieder Ruhe,
man fühlt sich wie im Himmelreich.

 


Die Schnecken-Laufbahn

Die Schnecke hat es weit gebracht.
Im Schleimen war sie stets die Beste.
Sie hat geweint, geliebt, gelacht.
Zur Schau trug sie die weiße Weste.

Zu jedem war sie hilfsbereit.
Sie kannte keine Starallüren.
Sie nahm sich immer sehr viel Zeit,
um Traurigkeiten nachzuspüren.

Natürlich lief auch manches krumm.
Kein guter Grund sich zu begeistern.
Oft plagte sie ein Vakuum,
sie musste deshalb scheibenkleistern.

Sie ist beliebt bei alt und jung.
war zweite bei der Langlaufstrecke.
So kam es zum Karrieresprung.
Nun ist sie eine Weinbergschnecke.

 


Eine Meise

Du hast anscheinend eine Meise.
Und was dir fehlt: Ein guter Rat.
Am Himmel ziehst du keine Kreise.
Man speist dich ab mit Wortsalat.

Dein Durchblick ist schon lang verkümmert.
Du fällst auf jeden Schwindel rein.
Dein Zustand hat sich noch verschlimmert.
Das Leben stellt dir frech ein Bein.

Mir scheint, du bist nicht mehr zu retten.
Die Dummheit ziehst du ins Kalkül.
Ich denke nach, und könnte wetten,
es trügt dich selbst dein Bauchgefühl.

Du hast viel mehr als eine Meise.
Denn du gleichst einem Meisenschwarm.
Und jeder nimmt, bekannterweise,
dich 'spöttisch' lächelnd auf den Arm.

 


Angeflogen

Ein Schmetterling kommt angeflogen.
Und torkelt auf den Fliederstrauch.
Um Menschen macht er einen Bogen.
Er lebt nicht gern im Hängebauch.

Der Mensch hingegen liebt sein Flattern.
Das führt zu einer Gänsehaut.
Die Liebe möchte er ergattern.
und dass das Schöne nach ihm schaut.

"Wer sowas denkt, der tickt nicht richtig.
und ist ein armes, dummes Ding.
Er nimmt sich leider viel zu wichtig."
Behauptet stolz ein Schmetterling.

 


Ein Ziegenbock

Gewappnet ist ein Ziegenbock.
Den Gegner nimmt er auf die Hörner.
Und der Verlierer geht am Stock.
Der Sieger frisst die Weizenkörner.

Vor allem liebt er die Natur.
Die Schlägerei, das Kräftemessen.
Und wenn er schaltet, dann auf stur.
Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen.

Im Zoo beim Feiertagsgrogramm
zeigt er sich von der besten Seite.
Dann streichelt man das 'Unschuldslamm',
und jedes Kind schenkt ihm Getreide.

Nach Stunden schließt der Streichelzoo.
Dann frönt der Bock dem alten Laster.
Er kämpft mit vollem Risiko,
und der Verlierer braucht ein Pflaster.

 


Im Sommer

Wenn Kühe auf den Almen weiden,
dann ferkelt es im Schweinestall.
Und das sind Sehenswürdigkeiten.
Es quiekt erst hier, dann überall.

Die Schwalben wollen nicht verreisen.
Das Wetter ist ein wahrer Traum.
Sie wollen hoch am Himmel kreisen,
und über jedem Apfelbaum.

Ins Schwärmen kommen die Touristen.
In Gärten wächst der Feldsalat.
Man 'schießt' auf Vögel, die noch nisten,
mit einem Fotoapparat.

Was uns entzückt, nervt Jugendliche.
Und die Kritik ist angebracht.
"Der Fuchs," so lauten ihre Sprüche,
"wünscht jedem Hasen: Gute Nacht!"

 


Mit Korn

Ein Esel füllt sich ab mit Korn.
Natürlich hat er einen sitzen.
Sein Eheweib spricht voller Zorn:
"Du bist ja blau wie die Haubitzen."

Der Esel schmollt: "Sei lieb zu mir.
Mein Arbeitgeber will mich feuern.
Er weist mich einfach vor die Tür.
Bald werde ich ins Unglück steuern.

Die Arbeitssuche wird ein Flopp.
Bald muss ich meine Segel streichen.
Denn keiner gibt mir einen Job.
Das Wasser kann ich keinem reichen."

"Komm her," liebkost sein bestes Stück,
"Ich will dich in die Arme schließen.
Vertraue mir und unsrem Glück.
Doch lass den Korn nicht länger fließen."

 


Ein Ochse

Ein Ochse schaut noch ganz benommen.
Es traf ihn nämlich Amors Pfeil.
der ist sehr schnell zum Ziel gekommen,
und steckt in seinem Hinterteil.

Er denkt, und kann es gar nicht fassen.
Die Zukunft sieht sehr rosig aus.
Nach außen wirkt er sehr gelassen.
Sein Herz gleicht einem Irrenhaus.

Das Glücksgefühl ist ungewöhnlich.
Es ist und war ihm unbekannt.
Das raubte ihm dann ganz persönlich,
den letzten Nerv und den Verstand.

Sein Herz hat einen 'Dauer'schaden.
Er denkt, das sei nur Teufels Werk.
Er steht, und dreimal darfst du raten,
gleich einem Ochsen vor dem Berg.

 


Walross-Würde

Ein Walross wütet und wird wild.
Die Augen, Nase, Mund und Ohren
sind unsichtbar im Spiegelbild,
denn es hat sein Gesicht verloren.

"Zur Hölle werde ich es schicken!"
so tobte es in seiner Wut.
Jedoch es ließ sich nirgends blicken,
denn es war schlau und auf der Hut.

Gefahndet wurde auf den Schollen.
Doch das Gesuchte - unsichtbar.
Es gab Gesichts- und Passkontrollen.
Und so verging ein halbes Jahr.

Die Suche wurde abgebrochen.
Da war sogar das Walross froh.
Man hatte seinem Wunsch entsprochen.
Zufrieden war das Fundbüro.

"Das früher ist mir eine Bürde,
die meinem Wesen nicht entspricht.
Und meine neue Walross-Würde
trägt einen Schnauzbart im Gesicht."

 


Schwarzmalerei

Was schwarz erscheint, strahlt bald schon bunt.
Dann lachen die Erinnerungen.
Zum Traurigsein besteht kein Grund.
So vieles ist Dir schon gelungen.

Sei liebevoll, wenn jemand weint.
Das Wetter ist nicht immer heiter.
Die Eltern sind ein "guter Freund"
und sind Dein ständiger Begleiter.

Beharrlich sei Dein Weg zum Ziel.
Betrachte Bäume, Blätter, Blüten.
Das Leben ist ein Kinderspiel.
Der liebe Gott mag Dich behüten.


Einsam

Einsam sind die Einzelteile.
Einsam späht der Augenblick.
Einsam lebt die Langeweile
und der schmale Pfad zum Glück.

Einsam rinnen Sonntagsstunden.
Einsam ruft der steile Berg.
Einsam ist man ungebunden.
Das spürt auch der Gartenzwerg.

Einsam schläft die Grabesruhe.
Einsam wächst das Blatt am Baum.
Einsam - die möblierte Truhe
im gepflegten Nebenraum.

Einsam strömen die Gezeiten.
Einsam - Ebbe oder Flut.
Zweisamkeit ist zu beneiden.
Denn du fühlst dich doppelt gut.


Nicht vom Fleck

Wir treten auf der Stelle,
und kommen nicht vom Fleck.
Für diese Sonderfälle
hilft auch kein Marschgepäck.

Wir kommen nicht mehr weiter,
und drehen uns im Kreis.
Und langsam laufen - leider -
auch unsre Füße heiß.

Wir kämpfen hart dagegen.
Die erste Träne rinnt.
Wir fragen uns weswegen.
Die Antwort weiß der Wind.



Endlich

Ein Blatt fällt auf den Boden.
Und jubelt: Endlich frei!
Es träumt von San Franzisco
von Rio und Hawai.
Natürlich auch vom Prater
vom Kiez in Westberlin.
Dann welkt es träumend sinnend
Ganz langsam vor sich hin.


Urlaub

Olivenfeld und Kieselstrand.
Das Himmelblau senkt sich ins Meer.
Ein Pinienhain am Uferrand.
Ein Segelboot kreuzt hin und her.

Der Fels hält allen Wellen stand.
Die Sonne stichelt und sie sticht.
Die Nase macht auf Sonnenbrand.
Was sie sich wohl davon verspricht?

Das Radeln ist sehr ausgeprägt.-
Man minigolft und tennist Ball.
Wer Luftmatratzen mit sich trägt.
Ist sicherlich kein Sonderfall.

Ein Kauderwelsch aus Ost und West.
Und jeder hält es für normal.
Ich glaube wirklich felsenfest.
Das Glück ist international.


Ameisen

Die meisen vorne noch mit A
sind emsig, flink und fleißig.
Und kaum ist eine von ihr da,
da sind es plötzlich dreißig.

Sie regeln immer den Transport
von Blattläusen und Kernen.
Gesprochen wird dabei kein Wort.
Man kann von ihnen lernen.

Und jeder Haufen ist ein Staat
mit Regeln und Gesetzen.
Man schützt sie oft mit Maschendraht.
Kein Mensch soll sie verletzen.

Verwechseln darf man aber nie
die A- mit andern Meisen.
Weil ohne Gnade wollen sie,
diejenigen verspeisen.



Biomüll

Im Hafen krächzen alle Möwen
nach Biomüll und Fischabfall.
Sie kämpfen dabei wie die Löwen.
Nur manche kommen an den Ball.

Da wird gezedert und gemeutert
und möwenmäßig lamentiert.
Die Seele wird dadurch geläutert,
denn Fisch wird meeresfrisch serviert.

Die Jungen und die lahmen Alten
bekommen dabei Appetit.
Den Hunger werden sie behalten.
Die Möwenmeute macht nicht mit.

Umsonst das Schnuppern an der Beute.
Umsonst der reich gedeckte Tisch.
Natürlich gilt das nur für heute.
Und morgen gibt es neuen Fisch.


Lieblos

Wer lieblos auf den andern pfeift,
der ist ein Mensch,
der sich im Ton vergreift.


makaber:
Wenn jemand ins Gras beißt,
dann kann man traurig werden.
Es sei denn,
es war ein Rindvieh.


Tausendfüßler

Der Tausendfüßler trägt Sandalen.
Die Krankenkasse gab das Geld.
Er leidet nämlich Höllenqualen,
wenn ihm ein Stein den Weg verstellt.

Am Abend reibt er seine Füße
mit Geh-wohl und mit Salben ein.
Dabei denkt er an seine Süße,
ein Grund für ihn zum glücklich-sein.

Und jeder Fuß ist ungewöhnlich,
und ständig sind sie in Betrieb.
Er kennt sie alle höchst persönlich.
Natürlich hat er jeden lieb.

Doch eines macht ihn oft verdrießlich.
sagt er zu Käfern: "Gott zum Gruß!"
Denn wie du weißt - so ist das schließlich -
hebt er dann tausendmal den Fuß.


Noch immer wackelt der Hund mit dem Schwanz.
Und nicht umgekehrt.
Obwohl ein Versuch
wäre die Sache wert.


Sie sagten: Das sei nicht gestattet
und polizeilich nicht erlaubt.
(Mal unter uns:)
Ich habe ihnen nicht geglaubt.



Die dicke Hummel

Die wohlbeleibte dicke Hummel
fliegt gerne auf Zigarrenstummel.
Sie liebt besonders diese Asche.
und hätte sie nur eine Tasche.
Sie hätte alles eingepackt.
Doch sie ist leider splitternackt.
Genusslos sind die Filterkippen,
ein Fehler ist, daran zu nippen.
Sie stinken nämlich wie die Pest.
Das stellt die Hummel sachlich fest.


Gipfelstürmer

Ich will mit dir den höchsten Gipfel stürmen
und Obacht geben ob die Leidenschaft
auch Hindernisse, die sich steil auftürmen,
bewältigt werden durch die Liebeskraft.

Ich will mit dir den Wüstensand durchqueren
mit Wasser und Kamelen reich bestückt.
Wird sich das Wasser bis zur Neige leeren,
dann hoffe ich, ich werde nicht verrückt.

Ich will mit dir durch sieben Meere segeln.
Und gegen Kentern sind wir stets immun.
Ich möchte dir nach Kunst und allen Regeln
nur schönes und das allerbeste tun.

Ich möchte mit dir alle Tage leben
bei Meeresbrise oder steifem Wind.
Du sagst: "Das kann ich keinesfalls Dir geben,
weil wir im Herzen grundverschieden sind."


Im Mittelmeer

Im Mittelmeer steht eine Welle,
die möchte einmal auf die schnelle
an einer Felsenküste baden.
Sie fürchtet nur die Seepiraten.

Gecheckt, geprüft und abgeklärt,
die Welle rudert, schwimmt und fährt,
mit Volldampf auf die Küste zu.
Ein Fels lädt ein zum Rendez-vous.

Die Welle ist im Element
und hisst die Gischt bei ihrer Landung.
und meint - auch wenn die Sonne brennt.
Du bist mein Fels und ich die Brandung.


Sie ist dafür, er ist dagegen.
Du fragst Warum? Du fragst Weswegen?
Die Antwort ist doch sonnenklar.
Sie sind ein eingespieltes Paar.



Eine Ölkatatstrophe:
Das Meer geht den Bach hinunter.


Der Salamander

Es lebt am Meer ein Salamander,
der hält sehr viel vom Sonnenschein.
Er steht nicht sehr auf Oleander,
er liebt das warme Felsgestein.

Natürlich kennt er alle Lücken,
sogar den kleinsten Mauerspalt.
Und kann sich immer schnell verdrücken.
Und jede Fangwut läßt ihn kalt.

Seit altersher hat er Verwandte.
Er duzt z. B. das Krokodil.
Denn beide sind ja Ur-Bekannte.
Und beide nennen sich Reptil.


Finderlohn

Mann und Frau - noch ungebunden
haben sich am Meer gefunden.
Beide haben was davon.
Denn es winkt ein Finderlohn.
Das erhöht die Urlaubskasse,
beide denken: einfach Klasse.
Es erhöht den Urlaubsreiz.
Außerdem: was soll der Geiz.
Turtelnd schwimmen sie zusammen,
ganz egal woher sie stammen.
Sie hat Liebreiz, er hat Schwung.
Grenzenlos Begeisterung.
Anschriften sind auszutauschen,
während Bäume leise rauschen.


Im Hafen

Wenn abends die Touristen schlafen,
wird alles doppelt einfach gut.
Dann spürt das Mauerstück im Hafen
zum einen Ebbe und dann Flut.

Zwar sind im Mittelmeer Gezeiten
nur märchenhaft und unscheinbar.
Der Vollmond wird die Nacht begleiten,
und er behauptet: es sei wahr.

Natürlich zweifeln die Touristen,
verärgert ist der Mann im Mond.
Und er beschimpft die Realisten.
Sein Zorn ist völlig ungewohnt.

Er möchte sich darüber streiten
und fühlt sich dabei gar nicht schlecht.
Zwar sind im Mittelmeer Gezeiten
nur sehr gering - doch dennoch echt.




Nur in festgelegten Fällen,
dürfen Hunde lautstark bellen.
Andernfalls schimpft die Empörung.
"Halt die Schnauze! Ruhestörung!"


Ein Bordstein ist kurz aufgewacht.
"Wo bin ich hier?" hat er gedacht.
Der Gehsteig sagt ihm seine Meinung:
Du bist nur eine Randerscheinung.


A: Was ist das höchste Glück auf Erden.
B: Zufrieden sein - zufrieden werden.


Im Prinzip kannst du auf Erden,
jeden Tag nur älter werden.


Ein Mensch betrachtet sich genauer
und er stellt fest nach kurzer Dauer.
Vergleicht er sich mit Jedermann,
dann ist er so wie alle dran.


Der Ahorn

Dem Ahorn wird es jetzt zu bunt.
Am Boden liegen welke Blätter.
"Wer war denn das, zum Donnerwetter?!"
Der Herbst ist da. Das ist der Grund.

Vor Sonnenhunger wird man krank.
Die Sonne sitzt auf Nebelbänken.
Das ist doch fast nicht auszudenken.
Doch manchmal scheint sie. Gott sei Dank.

Am frühen Morgen: Bodenfrost.
Und Pflanzen, die im Freien wohnen,
jedoch auch die auf den Balkonen,
die brauchen dringend Krankenkost.

Dem Ahorn wird es jetzt zu bunt.
Er zeigt die stolze Kriegsbemalung.
Verwelktes nimmt der Herbst in Zahlung.
Am Boden stapelt er den Fund.


Der Gockel

Schneckenlahm und mit Geduld
stolzt der Hahn zum Rednerpult,
um den Hennen zu erklären.
Was sie ohne ihn wohl wären.

"Keiner weckt den Hühnerstall,
krähte ich nicht überall!"
Doch ein jedes Suppenhuhn
hat wohl anderes zu tun.
denn der aufgeblähte Gockel.
Haut sie wirklich nicht vom Sockel.

Und der worteslanger Rede
lauschen höchstens Blumenbeete.
Hennen sind für solches taub.
Lieber scharren sie im Staub.
Oder legen ihre Eier:
für die nächste Osterfeier.


Die wohlverdiente Rente

Die Arbeit ruht in ein paar Tagen.
Ein Stuhl im Amt bleibt unbesetzt.
Nun ist es Zeit "Ade" zu sagen.
Symbolisch sagen wir es jetzt.

Sie waren immer freundlich, heiter
und liebenswert und hilfsbereit.
Und diese Tugenden sind leider
nicht eine Selbstverständlichkeit.

Kein Mahnbescheid ist mehr zu schreiben.
Sogar die ganze KSR
kann Ihnen bald gestohlen bleiben.
Bald sind Sie stets "Ihr eigner Herr".

Ein Anfang folgt nach jedem Ende.
Wir wünschen: bleiben Sie gesund.
Genießen Sie die wohlverdiente Rente.
Sie haben dazu allen Grund.


Zum Geburtstag

Gesundheit, Glück und langes Leben.
Und dass Du dennoch schnell vergisst,
dass Du nun ein Jahr älter bist.
(Die Zeit vergeht. So ist das eben.)

Ich wünsche: Frohsinn, Frieden, Freude.
Und dass Dir Gott den Segen gibt.
im Hier und Jetzt und auch im Heute.
(Und dass er dieses nicht verschiebt.)

Du erntest liebenswerte Worte.
Das findest Du sehr angenehm
Genauso wie die Sachertorte.
(Im Magen liegt sie unbequem.)

Lass hoch die Bernsteingläser klingen.
Ein Schlückchen Sekt, beschwingt und schmeckt.
Ein "Happy Birthday" ist zu singen.
(Und Dein Geburtstag ist perfekt.)


das leben lieben
und
die liebe leben


Frühlingsanfang 2003

Der Baum lacht sich im Frühling Äste.
Ein Grund dafür ist nicht bekannt.
Auf blätterlosen Zweigen, Gäste,
erst zugereist aus fernem Land.

Und die "Touristen" singen, pfeifen,
besonders wenn der Tag erwacht.
Sie zwitschern laut mit Herzergreifen -
was Herzen einfach fröhlich macht.

Jedoch, wenn es am Abend dämmert
verstummt die Stimme und Ihr Lied.
Und auch der Specht, der sonst nur hämmert,
macht Pause, weil er "Fernseh" sieht.

Der Baum lacht sich im Frühling Äste
und seine Knospen werden prall.
Das ist vom Jahr das Allerbeste.
Ein wunderbarer "Sonderfall".


Ein Büschel Gras

Ein Büschel Gras am Wegesrand
reicht keiner Büffelherde.
Es grast sich schön im Wiesenland.
Und dennoch bleibt es auf der Erde.

Der Rasenmäher ist sein Feind.
Das Gras kennt ihn schon lange.
Wie oft hat es deshalb geweint.
Und ihm ist vor ihm bange.

Elektrisch wird der Haaresschnitt
mit Messern abgesäbelt.
Das macht es vierteljährlich mit,
dann ist es stark umnebelt.

Es würde gern - wie Gott es mag -
nach allen Seiten wachsen.
Und irgendwann an einem Tag,
begrünt es dann die Sachsen.


Frühling 2003

Und du erlebst ein blaues Wunder,
wenn morgens früh der Wecker schellt.
Der Tag geht auf, die Nacht geht unter
auf Wiesen, Wäldern, Flur und Feld.

Die Sonnenstrahlen streicheln, wärmen.
Der Hund darf länger Gassi geh´n.
Und dabei kommen wir ins Schwärmen.
Der Frühlingsanfang - traumhaft schön.

Und du erlebst ein blaues Wunder,
die Schleierwolken, die es gibt,
die spiegeln sich im Bach darunter.
Ach Frühling, du bist sehr beliebt.


Weiter

Es geht wie immer weiter
und keinen Schritt zurück.
und man beträgt sich heiter
und weiter geht´s ein Stück.

Man kann sich gar nichts raten.
Das Maul hält Affen feil.
Vielleicht geht man bald baden.
Und denkt sich seinen Teil.

Es geht wie immer weiter.
Die "Hasen" laufen quer,
im zick-zack - das ist leider
ein schreckliches Malheur.


Neuer Lebensabschnitt

Nun nimmt das Leben seinen Lauf.
Es wird erst bunt, dann immer bunter.
Mein Wunsch an Dich: Gib niemals auf.
Und Du erlebst ein wahres Wunder.



Das Eine

Im Grunde wünschen wir das eine,
bei Tag, bei Nacht zu jederzeit.
Sogar der Dackel an der Leine
kläfft lieber mit Zufriedenheit.

Was auch geschieht, es mag geschehen.
Nur manches macht uns tränenblind.
Doch wenn wir einen Ausweg sehen:
ein Lichtblick, der uns fröhlich stimmt.

Wir pfeifen auf die schlechten Tage.
Das hält uns Hoch, da schrumpft das Tief.
Und eines steht wohl außer Frage,
nicht ewig hängt ein Leben schief.

Im Grunde wünschen wir das eine,
und zwar in jedem Augenblick-
Wir kämen gern mit uns ins Reine
und fänden Trost im kleinen Glück.


Zum Siebzigsten

Nun bist Du SIEBZIG Jahre jung.
Sei glücklich, froh und heiter.
Bewahre Dir: Elan und Schwung
denn damit geht es weiter.

Bleib Deinen Träumen immer treu.
Ob Frühling, Herbst, ob Winter.
Tagtäglich wirst Du jung und neu
durch Deine netten Kinder.

Ich zöge gern vor Dir den Hut.
(Ich habe aber keinen.)
Doch was Du machst ist einfach gut.
Du bist mit Dir im Reinen.

Das weitere ergibt sich.
Doch heute ist Dein Tag.
Mein Glückwunsch: Du bist siebzig.
(Ein Mitmensch, der Dich mag.)


Jene Frau

Ein unbeschreibbar schöner Blick -
ein Augenblick von jener Frau.
Ein atemloser Hauch vom Glück.
(Das trifft den Punkt genau.)

Benommen, fest in ihrem Bann
und wie hypnotisiert.
Ich wüßte gerne wo und wann
das wieder mal passiert.

Ich trank gerade ein Glas Bier.
Da hat es mich erwischt.
Auf einmal stand ich neben mir
und völlig aufgemischt.

Berauscht von ihr, berauscht vom Bier.
Ich weiß es nicht genau.
Doch gerne sähe ich vor mir
die Augen jener Frau.


Dich gern haben

Du bist mein Glück, ich hab Dich gern
und zwar an jedem Tag.
Dir wehzutun, das liegt mir fern,
weil ich Dich herzlich mag.

Und bin ich mal ein Trampeltier.
Pardon, das tut mir leid.
Dann bitt' ich Dich: verzeihe mir
in aller Offenheit.

Was wäre ich denn ohne Dich:
ein welkes Blatt im Sturm,
entwurzelt, einsam, jämmerlich
und wie im Kerkerturm.

Mein Herz hat zu Dir "ja" gesagt,
was immer auch geschieht.
Und funkt, wenn früh der Morgen tagt
an Dich ein Liebeslied.


Post

Keine Post von einem Jemand
und von keiner Jemandin.
Daher stellt sich mir die Frage:
Hat das Leben einen Sinn?

Kein Gebimmel an der Haustür.
Kein ring-ring vom Telefon.
Keine Message auf dem Handy.
Nur die Kneipe wartet schon.

Doch auch dort kein Mensch zum plaudern.
Jeder ist in sich gekehrt.
pumpt sich Alk in seinen Magen.
Ist das wirklich lebenswert?

Kein "Grüß Gott", kein "Guten Morgen".
Eine Katze die sich schleicht.
Ganz allein mit meinen Sorgen.
Doch das ändert sich - vielleicht.


Das neue Jahr

Das neue Jahr soll Dich beschenken
mit Allem was Dir wichtig ist.
An traumhaft Schönes sollst Du denken,
so dass Du stets zufrieden bist.

Das neue Jahr soll Dich bescheren
mit Heiterkeit, Humor und Glück.
Und jede Stunde soll Dich lehren,
was wirklich zählt - der Augenblick.

Das neue Jahr soll Dich verwöhnen
mit blauen Veilchen, Löwenzahn,
mit Blüten, die die Welt verschönen
im nahen Stadtpark nebenan.

Doch nervt Dich mal ein Hagelschauer
und macht sich einfach in Dir breit,
dann sei es nur für kurze Dauer
und nicht für eine Ewigkeit.


Sei

Mein Wunsch an Dich: Gib auf Dich 8.
Und sei mit Dir im Reinen.
Tagaus, tagein - selbst in der N8.
Und bitte: niemals weinen.

Sei gut zu andern und zu Dir.
Und fünf ist oft gerade.
Schick jeden Kummer vor die Tür
sonst wird es "jammer"schade.

Dein Traum, er werde Wirklichkeit,
dann steht die Welt Dir offen.
Kein Ziel zu fern, kein Weg zu weit.
- Vergesse nicht zu hoffen.


Auf den Frühling warten

Der Frühling läßt noch auf sich warten.
Vereinzelt tanzt und flockt der Schnee.
Die Palmen steh´n im Wintergarten
und fühlen sich rundum okay.

Ein kalter Wind aus fernem Norden
mit Schneegestöber Frost und Eis.
Da bleiben viele Blumensorten
im Untergrund - wie jeder weiß.

Was wird, was naht - so wird empfohlen -
geschieht allmählich über Nacht
auf sogenannten leisen Sohlen
und schenkt uns eine Blumenpracht.


In deiner Hand

Du hast mir einst Dein Wort gegeben.
Und dabei habe ich gedacht:
Ich will mit Dir zusammenleben,
tagaus, tagein und in der Nacht.

So viele schöne Augenblicke
im irgendwo und hier im Land.
Ganz selten ein paar Missgeschicke.
Mein Herz liegt ganz in Deiner Hand.

Mit Dir die Jahre zu genießen,
das war so "fraulich" wunderbar.
Sehr häufig hast Du mir bewiesen:
Du bist mein Alles - das ist klar.

Dein Ja zu mir, hat nicht gehalten.
Und heute wäre "Feier"-Tag.
Den werde ich für Dich gestalten,
weil ich Dich noch von Herzen mag.


Bleibe cool - keine Gewalt

Das Bistro ist gerammelt voll.
Besetzt ist jeder Kneipenstuhl.
Das finde ich: ja echt nicht toll.
Da hilft mein Motto: Bleibe cool.

Und dennoch fühle ich mich schlecht.
Das ändert sich. - Ich hoffe bald.
Ein Fausthieb führt zu keinem Recht,
genausowenig wie Gewalt.

So viele Typen: bärenstark.
Und dennoch krank in ihrem Herz.
Doch das ist out, so wie die Mark.
Was abgeht ist ein übler Scherz.

An einem Bach, an einem Fluss,
im Hallenbad, am Swimmingpool,
beim Knacken einer Haselnuss,
zählt immer eins: KEEP COOL.



Für I.b.

Ich habe mich in Dich verknallt.
Ich muss es eingestehen.
Du bist zwar fünfzig Jahre alt,
doch traumhaft anzusehen.

Du bist in mir auf Schritt und Tritt.
Und ich bin zu beneiden.
Wohin ich geh, da gehst Du mit -
sogar in schlechten Zeiten.

Ein Wort beschreibt nicht ein Gefühl.
Kein Mensch hat es beschrieben.
Zwar forschen Forscher furchtbar viel.
Es fehlt: Die Kunst zu lieben.

Ich habe mich in Dich verschaut.
Und kann es selbst nicht fassen.
Was einmal "in" war, das ist "out".
Du würdest zu mir passen.


Zum Fünfzigsten "Happy"-Birthday

Die Vierziger sind überschritten.
Ich hoffe sehr, das läßt dich kalt.
Da hilft kein Flehen, Beten, Bitten.
Nun bist Du Fünfzig Jahre alt.

Wir alle wünschen Dir das Beste,
Gesundheit, Frohsinn und viel Glück.
Und immer eine weiße Weste.
Und zwar in jedem Augenblick.

Was Du Dir wünscht, das soll geschehen.
Und redet jemand wirres Blech,
dann lasse es vorüber gehen.
Im Notfall aber: werde frech.

Erhalte Deine Lebensfreude.
Denn wenn Du Dich davon entfernst,
dann wirst Du nur des Wahnsinns Beute
und "Happy" sein, wird tierisch Ernst.


Am Tresen

Wir sitzen voll entspannt am Tresen
und trinken ganz gemütlich Bier.
Das war auch früher so gewesen.
Kein Zweifel: Es gefällt uns hier.

Der eine liest, ein andrer gackert
was heute in der Main-Pest steht.
Die Kerze auf dem Tresen flackert,
bis sie entflammt zu Ende geht.

Wir wissen nicht, wie lang wir bleiben.
Das steht in irgendeinem Stern,
der wird uns auch die Rechnung schreiben
per Satellit. Das ist modern.

Wir schweben wie auf Wolke sieben.
Und Bier trägt seinen Senf dazu.
Das ist ein Stoff, den alle lieben.
Mein Nachbar heißt ganz einfach DU.


Zum 77ten Geburtstag

Zum Geburtstag: Glück und Segen
Was Du Dir wünscht, das werde wahr.
Auf Straßen und auf Seitenwegen
in diesem und im nächsten Jahr

Zum Geburtstag: eine Torte
mit Wunderkerzen reich verziert.
und dazu angenehme Worte,
wenn irgend jemand gratuliert.

Zum Geburtstag: eine Karte
von Tochter, Sohn und Sohn und Sohn.
Und ich erhoffe und erwarte:
es klingelt auch das Telefon.

Zum Geburtstag: viele Grüße
aus Wiesenfeld, aus nah und fern.
Sei ohne Sorge und genieße
ein halbes Bier -
das magst Du doch so gern.


Du

Du bist das höchste der Gefühle.
Ein Steppengras im Wüstenwind.
Besonders in der Abendkühle,
wird jeder Greis ein kleines Kind.

Du bist das Schönste -
und in Gedanken
machst Du Dich x-fach in mir breit.
Kein Grund mit dir zu zanken.
Allgemeine Freundlichkeit.

Du bist mein Glücksgriff, mein Zuhause
Das tut so gut.
Und spuckt mir einer in die Suppe
Dann herrscht statt Fröhlichkeit die Wut.



Dein Hund

Dein Hund - das ist Dein bester Freund,
Dein ständiger Begleiter.
Auch wenn er ab und zu mal streunt.
Er stimmt Dich immer heiter.

Er hält zu Dir, egal was sei
und wird Dich stets beschützen.
Er nimmt nie Urlaub, nimmt nie frei.
Und tappst durch alle Pfützen.

Die Katze ist sein Todesfeind.
Er führt ein Hundeleben.
Der mit Dir lacht. Der mit Dir weint.
So ist sein Leben eben

Dein Hund ist leider Phantasie
und nur in Deinen Träumen.
Und manches, das erfüllt sich nie.
Es gilt: die Träume aufzuräumen.


Für Max - den neuen Mittelpunkt.

Nun ist das Glück bei uns perfekt.
Und das darf jeder wissen.
Du lebtest lange gut versteckt.
Jetzt liegst Du auf dem Kissen.

Zu Ende ist die Warterei
(und auch die "dummen" Fragen)
Wie Dein Befinden heute sei.
Wir konnten gar nichts sagen.

Du bist ein wunderbarer Schatz -
ein Wort kann nichts beschreiben.
Du nimmst in unsrem Leben Platz.
Und das wird auch so bleiben.

Du schläfst und träumst. Du trinkst und isst.
Komm her in unsre Mitte.
Wie schön, dass Du geboren bist. -
Du Glanz in unsrer Hütte.


Wodka

Es geht so weit, so weit es geht.
Und niemand kann das ändern.
Es ist zu früh, vielleicht zu spät
auch wenn die Träume kentern.

Es geht nicht weiter - du verstehst.
Ein Wort wird nicht gebrochen.
Selbst wenn die Welt zugrunde geht.
es bleibt: so wie besprochen.



Erste Schritte

Der Frühling tappst die ersten Schritte.
Und wärmt sich auf in unsrer Mitte.
Das Thermometer steigt und steigt.
Kein Vogel in den Bäumen schweigt.

Doch manchen macht der Frühling müde.
Das kommt bei mir nicht in die Tüte.
Nur abends sind die Glieder schwer.
Das bringt der Föhn vom Mittelmeer.

Der Frühling ist ein Wunschgedanke.
Das Wetter schützt, sofern es kann.
Er übersteigt die letzte Schranke:
irgendwann.


Wunsch

Das Schwein, das möchte sich gern suhlen
in Matsch und Moor, in Swimmingpoolen,
bei Vollmond und bei Tageslicht.
Denn Schweinereien, die sind Pflicht.

Es liest in einer alten Zeitung,
von Schweinepest und der Verbreitung.
Und dass sie kaum zu heilen sei.
Das ist doch eine Schweinerei.

Das Schwein hat krumme, kurze Beine.
Die treten oft nicht nur ins Reine.
Es ferkelt in dem größten Dreck.
Der Schweineduft geht nie mehr weg.


Bestimmt nicht

Das Schwein in mir verändert sich.
Es hatte früher einen Stich.
Und es besiegt den Schweinehund,
mal mit und manchmal ohne Grund.

Es wünscht sich selber stets das Beste.
Und klingeln unerwartet Gäste.
Das ist sehr nett und kein Problem.
Im Gegenteil, sehr angenehm.

Es gibt jedoch auch fiese Schweine.
Ich will nicht sagen, was ich meine.
Denn jedes Wort ist da zuviel.
Und es verfehlt bestimmt sein Ziel.


Streit

Die Schnecke hat den Streit gewonnen.
Ihr Nachbar hat den Sch... begonnen.
Und Eiszeit herrscht in diesem Fall,
in jeder Wohnung - überall.
Gewitterwolken ziehen auf.
Sie nimmt es ungefragt in Kauf,
denn seine Willkür zeigt das Wetter,
als Freund, als Feind, als Lebensretter.
Jedoch zurück:
zum Streit mit Ihrem Nachbar.
Frieden ist doch immer machbar.




Spätburgunder

Das Schwein mit seinen dicken Borsten,
trinkt abends gerne Spätburgunder.
Dabei kann es den Tag durchforsten.
Und denkt an Komisches und Wunder.
Und wenn es nachdenkt,
bei einem Schoppenglas mit Wein,
dann stellt es fest: Ich bin ein Schwein,
sowie die Mensch-lichkeiten,
die miteinander ständig streiten.
Ein kleines Ferkel, hochbegabt,
das grunzt: "Noch einmal Schwein gehabt!"


Die Eisdiele

Die Schnecke schleckt zwei Kugeln Eis,
zu einem wirklich fairen Preis,
denn äußerst niedrig sind die Kosten.
Die Diele Eis
wie jeder weiß
steht nämlich auf verlor'nem Posten.

Die Pacht ist hoch und affen-teuer.
Die Stadt verlangt Gewerbesteuer.
Was schröpft sind auch Versicherungen.
Und manche bitterbösen Zungen,
behaupten frech und flink und flott:
Die Diele-Eis ist bald bankrott.


In der Landschaft

Der Frühling kitzelt meine Nase,
bald hoppelt nun der Osterhase.
Und seine nähere Verwandtschaft,
genau wie er durch grüne Landschaft.

Dann sind die Knospen aufgeplatzt.
Das Murmeltier hat ausgeratzt.
Die Tausendschönchen werden munter.
Und mich bezaubert dieses Wunder.

Dann werden kurze Tage länger.
Und alle Vogelliedersänger
sind heimgekehrt.
Und ihr Gesang:
der ist ein Applaus wert.


Glückseligkeit

Die Insel der Glückseligkeit,
die liegt auf keinem Längengrad.
Die Menschen dort sind blitz-gescheit
und täglich eine gute Tat.

Dort gibt es keine Autobahn,
und keinen Dosenpfand.
Und keinen Architektenplan.
Dort zählt das Wort und der Verstand.

Die Insel der Glückseligkeit
liegt immer in der Mitte.
Der Weg dorthin kennt keinen Streit.
Seit altersher ist das so Sitte.


cool-fühlen

Die Schnecke fühlt sich heute cool.
Sie klettert auf den Eichenstuhl,
um ihren Mut zu zeigen.
Die Angst in ihr muss schweigen.

Dann schaut sie alle Leute an,
besonders die von nebenan
und lauscht den Herzgeschichten.
Und was sie sonst berichten.

Natürlich ist das nicht sehr fein,
auf Schwindeln fällt sie immer rein.
Sie glaubt auch dreisten Lügen.
Man kann sie leicht betrügen.

So viele Stories klingen klar,
auch wenn es ganz ganz anders war.
Sie schaut in viele Schafskopfkarten.
Was kann sie davon nur erwarten?


Der Schwur

Die Schnecke und ihr Schneckerich,
die haben sich geschworen:
Erst liebst du mich, dann lieb ich dich.
Nie mehr sind wir verloren.

Mein Herz kennt nur den einen Preis:
sein Name lautet du.
Ich liebe dich, und den Beweis,
den braucht es wirklich nicht dazu.

Die Tage tagen mit den Nächten.
Ich fühle mich in dich ganz tief.
Bewahre mich vor allem Schlechten,
"Sei unbesorgt, da läuft nichts schief."


Voll-müllen

Die Schnecke hat mir einst berichtet.
Natürliches wird vollgemüllt.
Es wird geklont, es wird gezüchtet.
Und jeder Freiraum vollgefüllt.

Das dürfte es, weiß Gott, nicht geben.
Denn es ist Humbug, Tollerei.
Und sicherlich in meinem Leben.
Erschreckt mich diese Schweinerei.

Ich zähle auf die jungen Leute,
die sind noch nicht so abgebrüht.
Und freuen sich - besonders heute,
weil Ringparks ein Holunder blüht.


Dimensionen

Die Schnecke schleimt durch Dimensionen.
Und will nur bei sich selber wohnen.
Egal obs regnet oder schneit.
Ihr Leben heißt Zufriedenheit.
Und manchmal schreibt sie einen Reim
Natürlich nur bei sich daheim
Dann fühlt sie sich erhaben.
Und dankt den Gottesgaben.


Mein

Die Schnecke ist mein Sonnenstrahl,
mein Frühstück und mein Mittagsmahl.
Mein Halt in jeder Brandung,
und meine Gleitfluglandung.

Denn sie hat nicht ein Herz aus Stein.
Sie ist mein Alles und mein Ein.
Auf weiten, tristen Wegen,
schleimt sie mir stets entgegen.

Ich liebe sie und das ist wahr.
Und auch im nächsten Lebensjahr,
steh ich an ihrer Seite.
Und suche nicht das Weite.


Anders-machen

Die Schnecke hat beschlossen,
nach dieser langen Fasenacht.
(Die war mit Gold gegossen.),
dass sie es endlich anders macht.

Kein Nikotin, kein Alkohol
und keine Eskapaden.
(Dem Kater geht es "pudel"wohl.)
In Mitleid will ich baden.

Vielleicht beweist die Gegenwart.
Kein Grund um auszurasten.
Weiß Gott, das wird ja wirklich hart -
das Fasten.


In Pension

Dem Alltagstrott: Ade, passé.
Sie können machen, was Sie wollen.
Zum Beispiel: Schlittenfahrn im Schnee.
Sie können schöpfen: aus dem Vollen.

Wenn andere zur Arbeit gehen,
dann dürfen Sie noch weiterruhen.
Ihr Wecker kann das nicht verstehen.
Pantoffeln tragen Sie statt Schuhen.

Ihr Steckenpferd: die E-DE-VAU.
Die wird Sie weiterhin begleiten.
Doch blaut so blau das Himmelsblau.
Dann gilt es: Neues zu beschreiten.

Am Anfang ist es sicher schwer.
Nur step by step beginnt die Wende.
Probleme wälzen - gibt's nicht mehr.
Das war einmal, das ist zu Ende.

Zwar reizt Sie noch Ihr Sachgebiet.
Sie fragen nach per Telefon.
Sie wollen wissen, was geschieht.
..
Genießen Sie nun die Pension.


Bis zum Hals

Das Wasser steht mir bis zum Hals.
Ich werde bald ertrinken.
Ja wenn nur endlich und nur falls
die Pegelstände sinken.

Ein Selberhandeln fällt mir schwer.
Was könnte ich nur machen.
Und die Gedanken kreuzen quer.
Kein Grund, lauthals zu lachen.

"Du weißt, die Hoffnung stirbt zuletzt,"
so blöken es die Kälber.
"Die Scharte wird nur ausgewetzt,
wenn überhaupt:
Nur von dir selber."


Neid und Eifersucht

Wir werden blind vor Eifersucht.
Und sind geheime Neider.
Wir sind wie immer ausgebucht.
Und tragen Frühlingskleider.

Wir sind nur eine Handvoll frech.
Und möchten alles haben.
Wir sind im Glück, wir haben Pech,
umhüllt von Gottesgaben.

Wir richten, keiner hat gefragt.
Wir schmieden heiße Eisen.
Dann wird der Heidenspaß vertagt.
Es gab nichts zu beweisen.



Bienentanzen

Der Frühling läßt die Bienen tanzen,
und sind ein Glücksfall für die Pflanzen,
Insekten - alle, freuen sich
von ganzem Herzen - sicherlich.

Er schneit herein, wie ihm beliebt.
Wie all das Schöne, das es gibt.
Die Sonne ist oft sein Begleiter.
Und eigentlich der Spitzenreiter.

Der Frühling: drehe, oder wende.
Die Winterszeit, die hat ein Ende.
Die Pflanzen wandern zur Terrasse.
Süße Sahne, Extra-Klasse.
Noch kleidet mich ein Unterhemd,
dem echten Frühling ist das fremd.


Der Morgentau

der sich auf alle Gräser legt,
macht eines Tages einfach blau.
Warum, weshalb,
ich weiß es nicht genau.

Die Blätter fühlen gern die Tropfen.
Sei es der Malz, sei es der Hopfen.
Er ist Herr Kneipp in der Natur.
Und hinterläßt kaum eine Spur.

Schon früh am Morgen muss er raus.
Er geistert über Blumen-Wiesen.
Doch kurz vor sechs läuft er nach Haus.
Und alle werden ihn genießen.


Rockefeller

Frühling wird es, Vögel singen
ihre Litanei.
Und sie bringen einen Kick
mitten in den Augen-Blick.

Herzen klopfen immer schneller,
Sogar der Rocky Rockefeller
findet alles ultrachic.
Wo bleibt denn da ein Zaubertrick.

Frühling wird es, Bienen tanzen.
Und im großen und im ganzen.
Fühlen alle Menschen mit.
Die Jahreszeit: ein echter Hit.


Eine Horde Krokodile

In einer Horde Krokodile,
da fühle ich ein Unbehagen.
Und dieses Thema kennen viele.
Und manchen schlägt es auf den Magen.

Ich hoffe sehr, sie sind gesättigt.
Und haben keinen Hunger mehr.
Das letztere wird nicht bestätigt.
Ihr Loch im Magen lastet schwer.

Mein Glück: sie sind geduldig,
und etwas menschenscheu.
Ich weiß, ich bin nicht schuldig.
Worüber ich mich freu.
Jedoch so manche Krokodile,
die wollen lieber Brot als Spiele.


A...

Es stören mich seit ein paar Tagen,
die plumpen, dummen, heiklen Fragen,
wie es mir geht, und wie mir sei?
Das geht mir glatt am A... vorbei.

Mich stören alle Sexgeschichten,
die über "Glücklich-sein" berichten.
Das ist mir wurscht und Einerlei,
das geht mir glatt am A... vorbei.

Mich stören auch die Idioten,
die hämisch lächeln "streng verboten"!
Und wie dem ist, und wie dem sei.
Das geht mir glatt am A... vorbei.


Frieden

Ich wünsche: Frieden auf der Welt,
und keinen kalten Krieg.
Kein Clown verläßt sein Zirkuszelt.
Für einen Panzersieg.

Ein Krieg sät Tod, und tausend Tote.
Mir scheint, das ist die neue Mode.
Wenn ja, dann streift sie schleunigst ab.
Im Krieg sind Lebensmittel knapp.

Die Krieger, die die Bomben werfen,
die sollten wir sofort entschärfen.
Auf welche Weise? Ganz verschieden.
Zum Beispiel: mit dem Wörtchen: Frieden.


Ich bin kein Engel

Du bist kein Kind der Heiterkeit.
Du zeigst mir deine Mängel.
Ich sage Dir zur rechten Zeit.
"Ich bin bestimmt kein Engel."

Ich habe hin und her probiert.
Das kann sich manchmal rächen.
So vieles habe ich studiert,
gebrochen, manch Versprechen.

Das Leben schreibt Geschichten,
auf einem weißen Blatt Papier.
Es läßt uns etwas dichten.
Connection: zwischen Dir und mir.


Leidlich

Den Menschen geht es leidlich gut.
Man klagt und will nicht klagen.
Worauf das ganze dann beruht.
Das läßt sich gar nicht sagen.

Selbst wenn die Träume Wahrheit werden.
Und du hast Dusel oder Schwein.
Dann denkst du doch: Ich hab Beschwerden.
So ist der Mensch, so wird es sein.

Die Menschen, die ich kenne,
die Reichen -
und auch die auf dem Asphalt.
Wenn ich ins Unglück renne.
Schreit bitte kreischend: "Halt!"


eMail - Liebesgrüße

Die Schnecke, diese Süße,
wohnt Gott-sei-dank nicht weit von mir.
Per eMail: "Viele Liebesgrüße".
Ich träume gern von dir.

Du hast so einen netten Namen.
Und der erklingt in Dur.
Und als wir einst zusammenkamen.
Da gab es Wiesen, Feld, Natur.

Ich denk an Dich, mach nur so weiter.
Wir treffen uns in Kanada
und hoffentlich -
bist Du noch immer heiter.
Das ist ein Reim für Barbara.


Kuhschwanz

Auf einem Kuhschwanz tanzt die Fliege,
teils oben, unten, unten, oben.
Jedoch sie möchte keine Kriege.
Und dafür möchte ich sie loben.

Natürlich hält die Kuh nicht still.
Besonders jetzt kurz vor April.
Denn dann erwachen die Insekten,
die sich im Winter warm versteckten.

Die Fliegen haben Paarungszeit.
Und jede Fliege ist bereit,
ihr Leben zu riskieren.
Am Kuhschwanz und an andren Tieren.


Warme Wolle

Schafe werden jetzt geschoren.
Ihnen fehlt die warme Wolle
Lämmer werden auch geboren.
Und Zeit spielt eine Nebenrolle.

Blumen zeigen ihre Pracht.
Und das allein hat Gott erdacht.
Von allem etwas, nicht zu viel.
Zu leben ist ein schweres Spiel.

All überall blühn Palmenzweige.
Auf Hochdeutsch: eine Bienenkneipe.
Da wo man singt und Unsinn macht.
Von früh am Morgen bis: "Gut' Nacht."


Ein Hai

Ein Hai durchkreuzt sein Stammrevier.
Im Rucksack ein paar Dosen Bier.
Doch leider ohne Dosenpfand,
denn der Coupon in fremder Hand.

Und die Gewässerpolizei
begegnet diesem kleinen Hai
mit unbedachter Härte,
und heftet sich an seine Fährte.

Ein Hai taucht schneller als er denkt.
Die Bullen werden abgehängt.
Nun ist der Durchschlupf wieder frei.
Das freut den Hai.


Das kleine Ferkel

schaut sich um.
Sowohl nach rechts als auch nach links.
Und dann auf jedes Publikum.
Es hört die Worte einer Sphinx.

Mach deinen Standpunkt jedem klar.
Es geht im Grunde nur um Geld.
Und das ist leider, leider wahr.
Dem Militär gehört die Welt.

Es produziert nur Leid und Tod
und Trauer über kalte Leichen.
Wir sitzen doch im selben Boot.
Das Leben stellt die Weichen.


Handicap

Gefangen bin ich in der Sünde.
Das ist ein schweres Handicap.
Du weißt den Weg, den ich nicht finde.
Und manchmal bin ich nur ein Depp.

Verheddert ist mein kurzes Leben.
Ich halte mich nicht an Dein Wort.
Und hoffe doch, Du kannst vergeben.
Im hier und jetzt, an diesem Ort.

Umgarnt vom Kopf bis zu den Zehen.
Verstrickt in jeden Augenblick.
Du weißt, ich kann es nicht verstehen.
Und dennoch schenkst du mir das Glück.


Süße Schnecke

Die Schnecke an der Straßenecke.
Erwartet ihre Kunden.
Natürlich sind für ihre Zwecke,
die Männer ungebunden.

Auf einen Ärger mit den Frauen,
darauf kann sie verzichten.
Dass manche Menschen mies -
auf sie herunterschauen.
Sie könnte viel davon berichten.

Und ihr Gewerbe ist so alt.
Wie dazumal Methusalem.
Sie macht dich an, sie selbst bleibt kalt.
Und ihr Geschäft - nicht angenehm.


Mit andren Augen sehen

Die Welt mit andren Augen sehen.
Und immer hilfst du mir verstehen.
Was alle Tage wichtig ist.
Weil du der Gott der Güte bist.

Du hältst zu mir trotz meiner Fehler,
trotz Höhenflüge, Berg und Täler.
Der mich begleitet, der mich liebt.
und sonntags meinen Rollstuhl schiebt.

Aus meinen Augen kullern Tränen.
Ich weiß, ich muss es nicht erwähnen.
Du bist in mir, in meinem Raum.
Du bist ein Wunder und ein Traum.


Kreaturen

Sei dankbar allen Kreaturen,
von ihrem Sein und ihren Spuren.
Sei dankbar, weil es möglich ist.
Und alles andere ist Mist.

Sei dankbar, wenn die Spinnen spinnen.
Die Kleinsten wollen es beginnen.
Sie sind berühmt im Netzwerkbau.
Doch eine ist besoffen, blau.

Sie spinnt ihr Netz aus kleinen Rauten.
Das finden manche kolossal.
Den anderen ist es egal.
Sie bauten immer ihre Bauten,
ganz normal.


Unter Franken

In meiner Heimat: Unterfranken.
Da lebt so mancher Christ.
Das müssen wir den Ahnen danken.
Sei froh, dass du geboren bist.

Ein Mensch muss leben, lieben, leiden,
als Kind, als Mann, als alte Frau.
Das Schicksal wird ihn stets begleiten.
So kommentiert die Tagesschau.

Ich bin ein echter Unterfranke.
Ich kenne Wiesen, Wald und Feld.
Dem Göttlichen gilt mein Gedanke,
der meinen Tag zusammenstellt.

Du lieber Gott, behüte alle
im weiten Unterfranken-Land.
Lass uns erkennen jede Falle,
du hast uns ewig in der Hand.


Sich aalen

Die Schnecke aalt sich in der Sonne.
Ihr Stammplatz ist ein Buchenblatt.
Die Wärme wahrhaft eine Wonne.
Den Winter hat sie gründlich satt.

Der Niesel und die Nebelbänke.
Das Eis, der Frost, der Kälteschock.
An Weihnachten gibt es Geschenke.
Auch darauf hat sie keinen Bock.

Im Frühling sind die Sonnenstrahlen,
so - wie ein warmes Ofenrohr.
Und keinen Cent musst du bezahlen.
Das kommt im Frühling öfter vor.


Zum Geburtstag

Zum Geburtstag nur das Beste.
Angenehme Feiergäste,
die Dich mögen, die Du magst,
weil Du nicht nach morgen fragst.

Zum Geburtstag nette Worte
Sicherlich auch eine Torte.
Wir futtern sie, weil sie uns schmeckt.
Die Finger werden abgeleckt.

Was Du Dir wünscht, das soll geschehen.
Und nicht im Alltag untergehen.
Doch heute feiern wir Dein Fest.
Um drei ist Schluss.
Wir wünschen Dir: The best.


Hassen

Die Schnecke hasst am meisten Krieg.
Der führt vielleicht zu einem Sieg.
Woher soll man das wissen.
Der B. ist doch beschissen.

Wer hält den Frieden in der Hand.
Das ist wohl weithin unbekannt.
Das ist der Gott, auf den wir bauen,
dem können wir gottlob vertrauen.

Das meiste ist nur Propaganda.
Man hört es selbst auf der Veranda.
Die Schnecke hasst den Krieg,
denn Krieg bedeutet: keinen Sieg.


Auf Freiersfüßen

Die Schnecke denkt an eine Heirat
sie ist auf Freiersfüßen.
Da folgert nur der Elternbeirat.
Ihr sollt das unbedingt genießen.

Nun schau dich um an jeder Ecke.
Und staune, sehe und entdecke
die strahlend schöne Menschenmeute.
Am besten tust du das gleich heute.

Die Heirat ist ein gutes Thema.
das führt zu nichts, das führt nur weiter.
Und es vollzieht sich nach dem Schema.
Von nun an hast Du ,nen Begleiter.


Krieg

Ein Krieg ist schlimm und äußerst hart.
Ein Hühnchen das nach Körnern scharrt.
Weiß nichts von Menschlichkeiten.
Und wie sie miteinander streiten.

Das kann doch nicht die Lösung sein,
denn die, die eiskalt kriegen,
die sind im Endeffekt: Ein Schwein.
Und werden niemals siegen.

Der Krieg pocht einfach auf sein Recht.
Das Recht kann man verbiegen.
Die Toten aber, die sind echt.
Wer wahllos tötet, kann nicht siegen.


Ein Schluckspecht

Ein Schluckspecht sitzt in einer Kneipe
und sein Getränk heißt Wodka pur.
Doch das ist keine Dauerbleibe -
er ist halt heut auf Kneipentour.

Doch das geht nie auf lange Dauer.
Denn sein Etat ist streng beschränkt.
Die Wodkas liegen auf der Lauer.
Das Geld dafür - viel teurer als er denkt.

Ein Wodka gluckst durch seine Kehle
und reicht dem Krieskram seine Hand.
Er wandert weiter bis zur Seele.
Wie weit er wandert: Unbekannt.


Die Beförderung

Die Post befördert die Pakete.
Es sind sehr viele im Advent.
Man lauscht auch einem Dankgerede.
Das sind die Floskeln, die man kennt.

Ein LKW befördert Waren.
Die Brummis stecken oft im Stau.
Dann können Sie nicht weiterfahren.
Selbst Kinder wissen das genau.

Ein Zug befördert die Touristen.
Die Lok beachtet das Signal.
Ein weißer Berg besteht aus Pisten,
die führen alle hin zum Tal.

Der Staat befördert seine Leute.
Das ist ein wirklich schöner Zug.
Im Portemonnaie sieht man die "Beute".
Genug ist niemals auch genug.

Marlene wurde nun befördert.
Darüber freuen wir uns sehr.
Das Thema wird zur Zeit erörtert.
Doch keiner weiß darüber mehr.

Nun trinken wir auf Deine Kosten,
und füllen unsren eignen Bauch.
Wer will, kann einen Wein verkosten.
Das ist so üblich, das ist Brauch.
     



Wenn du in meiner Nähe bist.
Dann kann ich nicht mehr denken
Und das ist so, wie es halt ist.
Die Glückshormone lenken.

Du ziehst mich völlig in den Bann
Ich schätze deine Nähe.
Wir sind ein lustiges Gespann.
Wie ich es wende oder drehe.

Das Band der Freundschaft wird gepflegt.
In allen Lebenslagen.
Das ist ein Ding, das mich bewegt.
Die Antwort darauf meistens Fragen.

Wenn du in meiner Nähe bist.
Dann kann ich nicht mehr schlafen
Und das Verzwickte daran ist.
Mein Schiff in deinem Hafen.




Ich will auf jeden Fall nicht streiten.
Denn das ist völlig unmodern.
Den dummen Streit will ich vermeiden.
Komm sei so gut. Und hab mich gern.

Du bist ein Hahn. Ich bin der Gockel
und ich bekrähe jeden Tag.
Du möchtest auf denselben Sockel.
Das geht nicht, weil ich dich nicht mag.

Gestritten wird um Zentimeter.
Sei klug und halte dich zurück.
Und höre auf mit dem Gezeter
sofort und jetzt im Augenblick.

Ich bin der Gockel. Du ein Hahn.
Sei tapfer und bewahre Frieden.
Wir haben uns nicht wehgetan.
Und unser Kampf bleibt unentschieden.




Wer nach Gold und Barren trachtet.
Der gewinnt vielleicht ein Spiel.
Leider ist er sternumnachtet.
Unscharf ist sein Lebensstil.

Viele dummen Menschen zielen
nach Gewinn und Geld wie Heu.
Und sie ackern und sie wühlen.
Weizen trennt man von der Spreu.

Manche treiben auch Geschäfte.
Emsig, eifrig und gewagt.
Letztlich fehlen dann die Kräfte.
Und die Hinterlist versagt.

Gelder kann man nicht verkaufen.
Das bewacht der Vater Staat.
Und er scheffelt einen Haufen.
Er ist clever - in der Tat.




Den Kummer will ich stets vermeiden.
Und folge dennoch seiner Spur.
Ich muss mich aber selbst entscheiden.
Gewohnheit heißt, das ist Kultur.

Wir wälzen Bücher und Atlanten.
Wir hobeln das Gedankenbrett.
Doch irgendwie kommt es abhanden,
dann googeln wir im Internet.

Wir wählen ganz geschickt die Worte.
Das googeln zeigt uns mausbereit.
Die Seiten und die Info-Orte.
Mein Dank für die Geschwindigkeit.

Wir nutzen diese Suchmaschine.
Das suchen in der Bücherei,
die bringt uns eine Buchlawine.
Zu googlen, das geht eins, zwei, drei






Leider haben sie gewonnen.
Du steckst tief im Alkohol.
Wann hat dieser Spaß begonnen.
Und seit wann fühlst du dich wohl.

Gören will ich gar nichts schenken,
denn sie machen dich kaputt.
Leider scheust du, so zu denken.
Meine Meinung: die sind Schutt.

Doch sie sind ein schwerer Brocken.
Denn auch sie bezwingt der Alk.
Sie sind völlig von den Socken.
Ohren auf: Es rieselt Kalk.

Ich war einst dein Freund gewesen.
Doch die Gören sind kein Heil.
Weder klug, noch auserlesen.
Zeige doch dein Hinterteil.




Vieles hast du überstanden.
Manches war riskant gemacht.
Doch du durftest immer landen.
Gott gibt immer auf uns acht.

Zweifel waren oft von Dauer,
hinterher hast du gelacht.
Denn man sieht es dann genauer.
Gott gibt immer auf uns acht.

Heute morgen Regentropfen.
Wolken kamen an die Macht.
Auf dem Regenschirm nur Tropfen.
Gott gibt immer auf uns acht.

Später folgte linder Regen.
Die Natur ist aufgewacht.
Das kam etwas ungelegen.
Gott gibt immer auf uns acht.

Wenn ich lese, reime, schreibe.
Kullern Tränen in die Nacht.
Und ich finde eine Kneipe.
Gott gibt immer auf uns acht.




Fügt euch stets in Gottes Hände.
Jedes kleine Tun gelingt.
Klatscht dabei: "Ihr kennt das Ende!"
Weil der Rhythmus mit euch singt.

Wartet nicht auf Ehrenzeichen.
Keiner der den Pfarrer fragt.
Rechnungen sind zu begleichen.
Dieses hat an uns genagt.

Lasst das bitten und das Beten.
Manche wollen einmal reden.
Hinterher folgt das Gebet.
Das kopfüber zu euch steht.

Lernt das Leben und das Leiden.
Schaut es an von allen Seiten.
Fleht zu Gott, der zu euch steht.
"Petrus hat der Hahn gekräht."




Steh dir treu zur Seite.
Götzen sind das Geld.
Manchen macht es pleite.
Geld regiert die Welt.

Keiner kann dir sagen,
wenn der Hammer fällt.
Doch in ein paar Tagen:
Arbeitslosengeld.

Dieses reicht zum Leben.
Kaufe Brot und Wein.
Danach sollst du streben.
Kneipe: muss nicht sein.

Denn dort lockt die Falle.
Euros kaufen Bier.
Und du trinkst auf alle
dieses Lebenselixier.




Was soll ich ohne dich nur machen.
Du weilst in Gran Canaria.
Mich langweilt selbst das Sonnenlachen.
Ich wünsche mir: du wärest da.

Dann könnten wir im Wald spazieren,
vielleicht auf einem Nebenpfad.
Und über alles diskutieren.
Und nachher - ein Erfrischungsbad.

Was soll ich ohne dich nur machen.
Heut' bin ich Frosch - noch ungeküsst.
Du packtest deine Siebensachen.
Und seitdem hab' ich dich vermisst.




Graue Schleier, die sich reihen.
Jeder Sonnenstrahl verstellt.
Kein verzücktes Kinderschreien,
welches sich zu mir gesellt.

Alles hockt verstimmt zuhause,
ödet kahle Wände an.
Selbst das Leben macht 'ne Pause,
löffelt finster Lebertran.

Tee und Rum will heut' nicht schmecken.
Abgestanden der Geruch.
Nichts kan unsre Neugier wecken:
weder Zeitung noch ein Buch.

Träge, faul wird rumgehangen.
Alles zeigt sich steif, verstockt.
Raben krächzen auf den Stangen,
wo sonst Bruder Frohsinn hockt.

Nur die Sonne könnt' es wenden,
bildet man sich gerne ein.
Warmes, weiches könnt' sie spenden.
Freude, Spaß und Sonnenschein.

Doch die Wolken formen Sperren,
trüben buntes Grau in Grau.
Weder Rütteln noch dran zerren,
führt zum Ziel von Himmelblau.

Eines hilft: Die Augen schließen.
Träume dich, wohin du willst.
Träume dass die Blumen sprießen
Träume dich auf grüne Wiesen,
bis du deine Träume stillst.




Alle Grenzen haben Grenzen.
Und die Grenze ist erreicht.
Niemand soll die Schule schwänzen,
doch ich tue es vielleicht.

Dienern, buckeln, süße Sahne
war ein faires Angebot.
Doch wenn ich mein Morgen plane,
sehe ich auf einmal rot.

Alle Worte, die ich schreibe
haben zwar ein Hausverbot.
An der Ecke eine Kneipe
und die Wirtin, die sieht rot.

Und mein Laptop ist begeistert.
Endlich bin ich wieder da.
Ziele habe ich gemeistert.
Und ein Bier ist greifbar nah.

Also auf zu neuen Noten.
Und das Gestern, wie mir scheint.
Ist in dem Lokal verboten.
Tränen werden nicht geweint.




Hast du etwas Zeit für mich.
Lautet meine Gretchenfrage.
Der Gefragte räuspert sich.
Guter Mann: wie ist die Lage.

Wollen sie ein Interview,
oder einfach ein paar Worte.
Heute bleibt die Schnauze zu.
Sie sind nicht von meiner Sorte.

Gretchenfrage hin und her.
Heute stelle ich die Fragen.
Haben Sie Geschlechtsverkehr?
Oder nur an Feiertagen?

Langsam schließt sich nun mein Mund.
Keine Antwort, sie sind leider.
Viel zu alt für den Befund.
Gehen Sie am besten weiter.

Hast du etwas Zeit für mich.
Lautet meine Gretchenfrage.
"Denn der Hänsel will heut' nicht.
Hat das Gretchen ihre Tage?"




Große Liebe zu verschenken.
Du hast sicher dafür Platz.
Nicht lang fackeln. Die Bedenken
sind ganz ehrlich für die Katz'.

große liebe klein geschrieben.
Lebt mit dir auf engstem Raum.
Sicher ist es untertrieben.
Sie begegnet dir im Traum.

Große Liebe kannst du mieten.
Futter fordert der Verstand.
Und sie kann dir alles bieten.
Sie ist höflich und charmant.

Große Liebe hält auf Dauer
und sie ist ein wahrer Schatz.
Ihr fehlt eines nämlich Trauer.
Sie ist winzig wie ein Spatz.

Große Liebe zu verschenken.
Was ihr fehlt, das ist Ersatz.
Das wird keine Kaufkraft senken,
denn sie ist ein süßer Fratz.




Hast du wieder große Pläne.
Fühlst du dich vom Glück verfolgt.
Zeigt das Schicksal dir die Zähne
oder ist das ungewollt.

Träumst du ohne aufzuwachen.
Hat dein Engel heute frei.
Trauerst du anstatt zu lachen.
Ist dein Esel schwindelfrei.

Findest du den Stein der Weisen.
Suchst du einen Pfad dorthin.
Willst du jedes Glück beweisen.
Ohne Aussicht auf Gewinn.

Glaube mir, ich will dir raten.
Pläne schmieden - nicht vor Wut.
Denn sonst gehst du damit baden.
Auch ein Tiefschlag tut dir gut.




Ich bin ein Großmaul bei den Frauen.
Jedoch sie haben es gecheckt.
Ich darf in ihre Augen schauen,
dann ist das Glück bei mir perfekt.

Die Frauen will ich auch nicht stehlen.
Die eine tickt im Funkuhrtakt.
Die andre darf mich sorglos quälen,
weil sie die rote Socke packt.

Doch eines muss ich dir berichten,
ich bin kein Mann, der nichts erzählt.
Ich kann gut reimen oder dichten.
Weil mich das Single-Dasein quält.




Lass dich einmal gut beraten,
denke bitte nichts dabei.
Denn das Denken, das bringt Schaden.
Sei trotz aller Vorsicht frei.

Lass dich einmal reich beschenken,
dennoch denkst du pi-pa-po
Doch du spürst in den Gelenken,
einen Touch von anderswo.

Lass dich voll und ganz verwöhnen.
Lass geschehen, was geschieht.
Und du wirst mit allen tönen.
Denn du spielst ein neues Lied.

Lass das wenn-und-aber draußen,
tanze durch den Mittelpunkt.
Manchmal spielst du auch Linksaußen,
bis der Bär vom Himmel funkt.




Wo ist jetzt vorn, und wo ist hinten?
Die rauhe Wirklichkeit verschwimmt.
Und GUT hoch ZWEI ist mein Befinden,
weil mich ein Traum gefangen nimmt.

Wo ist jetzt oben, wo ist unten?
Gedanken schwirren durch den Raum.
Die Freude macht jetzt Überstunden.
Das Herz schlägt einen Purzelbaum.

Wo ist jetzt außen, wo ist innen?
Ein Wunder hat mich schön verwirrt.
Und seitdem bin ich nicht bei Sinnen.
Ich habe mich in dich "verirrt".

Wo ist die Nähe, wo die Weite,
wenn jede Schranke offensteht?
Ich denke mich an deine Seite,
denn du hast mir den Kopf verdreht.




Gutes soll gelingen.
Gut ist dieser Tag.
Vögel hört man singen
und den Glockenschlag.

Schön sind die Gedanken
wie am Feiertag.
Schön sind auch die Schranken
und ein Geldbetrag.

Heiter ist das Wetter,
weiß ein Wolkenturm.
Und das ist ein Retter
für den Regenwurm.

Gut und schön und heiter
ist die heile Welt.
Und nur das bringt weiter,
wie es uns gefällt.




Wir haben uns so gut verstanden.
Und taumelten in unser Glück.
Das Ziel warst du, ich durfte handeln.
Das ganze ein Piratenstück.

Erst haben wir uns angelächelt.
Dann kam per du auf meinen Mund.
Mein Herz hat leider schon geschwächelt.
Nur du allein, du warst der Grund.

Wir folgten Höhen und den Tiefen.
Jedoch die meiste Zeit gelacht.
Und Geister, die wir gestern riefen,
die haben uns nur Streit gebracht.




Junge wünschen nur das Eine.
Freitags winkt die Diskothek.
Und dort tanzen dünne Beine.
Jung-sein das ist unser Weg.

Nein - ich will nicht mit euch grillen.
Meine Freundin wartet schon.
Lasst mir einmal meinen Willen.
Und dann schleicht er sich davon.

Raus aus diesem Elternnest,
denn ihr könnt mich nicht begreifen.
Ich bin flügge, das steht fest.
Gute Früchte müssen reifen.




Ich suche meine gute Laune.
Hat irgendeiner sie entdeckt.
Ich suche sie und ich bestaune
den Teufel, der dahintersteckt.

Denn ohne sie bin ich verloren.
Besonders wenn die Trübsal tagt.
Es klingelt laut in meinen Ohren.
Jedoch der Sound wird fortgejagt.

Die gute Laune fehlt noch immer.
Vielleicht ist sie auch eingeschnappt.
Vielleicht ist sie im Badezimmer.
Ich suche dort es hat geklappt.




Du hast dich aus dem Staub gemacht.
Ich wünsche Gute Reise.
Was hat dich nur dazu gebracht.
So frage ich mich leise.

Bist du mit Freunden abgereist.
Das kann ich gut verstehen.
Die Wege die der Herrgott weist,
sind nicht zu übersehen.

Gott-lob nun bist du schon zurück.
Ich will die Däumchen drehen.
Und das verheißt bekanntlich Glück,
auch wenn die Winde drehen.

Ich trinke g'rad ein Norma-Bier.
Das fühlt mein großer Zehen.
Er ist ein Teil, ein Teil von mir.
Im Muschelkalk erblühen Schlehen.



Blumen wachsen auf den Wiesen.
Sonnenflächen sind rasiert.
Nebenan die Blumen sprießen.
Gärtner haben applaudiert.

Endlich Platz für alle Fälle.
Sonnenhunger wird gestillt.
Und die weißen Volleybälle
werden auf den Sieg gedrillt.

Überall herrscht reges Treiben.
Keine Blume schaut geknickt.
Und man kann es kaum beschreiben:
Dieser Einfall ist geglückt.




Guter Mann ich muss berichten,
vieles war nicht wohl getan.
Deshalb will ich mich verpflichten.
Fangen wir von vorne an.

Was geschah, das war nicht richtig.
Das war unbedacht und dumm,
fadenscheinig, uneinsichtig,
und vor allem ziemlich krumm.

Finger weg von fremden Frauen,
Denn sie haben ihren Held.
Keiner kann ihr Wort durchschauen.
Vorsicht, wenn der Groschen fällt.

Lass mich dennoch weiterdichten.
Zeige stolz dein Sternenzelt.
Du allein, du kannst es richten.
Du allein, regierst die Welt.




Du kannst für mich an manchen Tagen,
die letzte Rettung für mich sein.
Ach bitte, fang nicht an zu fragen,
das stinkt mir selber ungemein.

Ich möchte mich nicht an dich klammern.
Das wäre schlimm und fürchterlich.
Und dir die Ohren vollzujammern.
Das geht mir gegen jeden Strich.

Was soll ich tun, was soll ich machen.
Zuweilen fehlt mir guter Rat.
Mir ist zum Weinen, und zum Lachen.
Entscheide du, der Mann der Tat.




Reicht euch bitte beide Hände.
Alles war erwünscht, erhofft.
Nächstes Ziel ist meine Rente.
Gestern haben wir gezofft.

Bitte tüchtig runterspülen,
dadurch wird kein Rohr verstopft.
Sonst muss man in Sch... wühlen.
Blumen werden umgetopft.

Macht euch nicht das Leben sauer.
Trinkt gemeinsam ein Glas Bier.
Hinterher sehtIch will dir nicht ins Handwerk pfuschen.
Berüchtigt - meine linke Hand.
Die Fehler musst du selbst vertuschen.
Und dein Geschick ist weltbekannt.

Ich will dir nicht ins Handwerk pfuschen.
Es schadet deinem Kunstverstand.
Ich werde lieber vor dir kuschen.
Du gibst mir freundlich deine Hand.

Ich will dir nicht ins Handwerk pfuschen.
Denn Unkraut habe ich gesät.
Das kannst du meisterhaft vertuschen.
Doch sage nicht, das ist zu spät.

Ich will dir nicht ins Handwerk pfuschen.
Denn du bist einfach sagenhaft.
Ich werde lieber vor dir kuschen.
Du hast Gefühl. Und du hast Kraft.




Alle Tage, jede Stunde
wird mit Arbeit eingedeckt.
Denn dann dreht sie ihre Runde.
Doch um vier wird ausgecheckt.

Übel sind Terminkalender,
denn sie hetzen mit der Zeit.
Wasser!!! schreit der Blumenständer.
Gott-zum-Gruß: ich weiß Bescheid.

Über allem Abendtreiben
herrscht der Fahrplan mit dem Bus.
Dieses lässt sich nicht beschreiben.
Und wir machen einfach Schluss.

Heute werden die Termine
mit dem Handy abgesagt.
Das erfreut die Arbeitsbiene.
Heute bist nur du gefragt.




Du kannst mich einen Hand-Dampf nennen.
Der Schuss schießt leider kanpp vorbei.
Du kannst auch in dein Unglück rennen.
Das ist mir leider Einerlei.

Du kannst dein Herz vor Viren impfen.
Und wer das tut, der fühlt sich high.
Du kannst dich fürchterlich beschimpfen,
doch was du tust, das steht dir frei.

Du kannst die Freiheit in dir testen.
Doch Freiheit heißt auch Gängelei.
Denn du ernährst dich an den Resten.
Die Schönheit geht an dir vorbei.

Du kannst ein Freund sein bei den Festen.
Und nehme auch vom Apfelbrei.
Er ist beliebt bei allen Gästen:
Ich sage nur, Manege frei.




Was ich jeden Tag verschiebe,
das sind Hausarbeiten.
Meine letzte große Liebe,
übte dann das Streiten.

Alle Kleidungsstücke liegen
auf dem Boden vor dem Schrank.
Chaos lässt sich nicht besiegen.
Meine "Liebste" wurde "krank".

Die gefüllte Waschmaschine
kam nicht oft dazu zu schleudern.
Doch sie machte gute Miene.
Gestern fing sie an zu meutern.

Ein Mädchen putzt nun meine Wohnung.
Ich zahle gutes Geld.
Sie nimmt sehr gerne die Belohnung.
Und das kostet nicht die Welt.




Es hat dir sicherlich geschadet.
Dein Herz ist nur ein halbes Herz.
In Träumen hat du schaumgebadet.
Du dachtest: es ist nur ein Scherz.

Es hat dich aber mitgenommen.
Gefühle tanzen auf dem Tisch.
Du bist mit ihnen weit gekommen.
Jedoch die Wunde ist noch frisch.

Was soll ich tun? Was soll ich machen?
Mein Herz ist nicht mehr schwindelfrei.
Ich könnte wüten, heulen, lachen.
Das Schicksal wird geteilt durch zwei.

Das Leben will ich wieder spüren.
Der Schmerz ist leider hausgemacht.
Wer kann mich in die Sonne führen?
Wo jedes Leben neu erwacht.




Jeder Gast, der ist willkommen.
Doch ein Streit bleibt vor der Tür.
Du hast dir viel vorgenommen.
Leider kann ich nichts dafür.

Gute Laune soll er bringen.
Und dazu noch Blattspinat.
Doch das wird niemals gelingen.
Denn nicht jeder ist auf Draht.

In der Küche darf man rauchen.
Aber bitte keinen Shit.
Denn sonst muss er untertauchen.
Nimm die ganze Chose mit.

Hast du großen Liebeskummer.
Komm zu mir, ich lad dich ein.
Doch bei mir fehlt stets der Hummer.
Wenn du Glück hast, ein Glas Wein.




Heilkraut wächst auf allen Wiesen,
das bestätigt jung und alt.
Bienen können das Genießen.
Rehe aus dem nahen Wald.

Glücklich ein Zitronenfalter,
der im Nektar fast ertrinkt.
Stolz ist jeder Rindviehhalter.
Weil es ihm Moneten bringt.

Gierig schlecken auch die Kühe.
Denn sie beißen in das Gras.
Morgens und bei Abendkühle,
denn sie haben ihren Spaß.

Alle träumen von den Kräutern.
Dieser Traum wird Wirklichkeit.
Näheres will ich erläutern.
Nach und nach - zur rechten Zeit.




Du hast ein Herz am rechten Fleck.
Denn niemand kann dir schaden.
Kein niemand nimmt dir etwas weg.
Am Samstag gehst du baden.

Gefühle hast im Gespür
und auch den roten Faden.
Und jeder möchte was von dir.
Doch dem ist abzuraten.

Du bist so klug, und weißt es nicht.
Mit volldampf durch die Pfütze.
Die Sonne lacht in dein Gesicht.
Die Sonne - deine Stütze.

Was du tust, das ist wohl getan.
Ein Grund um zu verschnaufen.
Du hast bestimmt schon einen Plan.
Das ist zum Haare raufen.




heute will ich eimal lachen.
Heute führt kein Weg vorbei.
Lasst die Böller lärmend krachen.
Denn dann grölt ein Freudenschrei.

Nehmt mich mit auf eure Reise.
Nehmt mich mit sofern ihr könnt.
Und im Garten meint die Meise,
das ist diesem "Sein" gegönnt.

Danke für die Lebenslänge.
Danke für den Sturmapplaus.
Danke für die Überlänge,
denn sie ist gerade aus.




Heute kann ich nicht mehr denken.
Dieser Tag hat mich geschafft.
Und mein Hirn erneut verschenken.
Das geht über meine Kraft.

Themen sind der Kassenschlager.
Das ist wirklich leicht gesagt.
Darin bin ich ein Versager
und ich werde fortgejagt.

Schreiben kann ich über Dinge,
die mein kleines Herz bewegt.
Und wenn ich mit Worten singe,
hat mein Traum sich hingelegt.

Also gut, ich denke morgen
bin ich wieder munter, frisch.
Heute öffne ich den Korken.
Und ein Wein kommt auf den Tisch.




Sei nicht tagelang empört.
Wenn die Sonne Schatten bringt.
Finde das nicht unerhört.
Wenn sie schallend dazu singt.

Sei vom Himmel ungestört.
Gehe mit dir selber baden.
Niemand, der dich dabei stört.
Lass dich lehren, lass dir raten.

Himmel kennen keine Grenzen.
Du bist da, und ich bin dort.
Jeder kennt das Schule-schwänzen.
Einmal hier und einmal fort.

Lass uns keine Mauern bauen.
Seelig baumelt: Sport ist Sport.
Himmel werden dir vertrauen.
Du, die Beste hier im Ort.




Alle Wogen sind geglättet.
Und am Teich kehrt Ruhe ein.
Darauf habe ich gewettet.
Nur im Stall grunzt noch ein Schwein.

Doch es wird bald schlafen gehen.
Es hat mit sich selber Schwein.
Dann sieht sie den Mond aufgehen.
Ganz für sich und ganz allein.

Sie versorgt die kleinen Schweine
und den Frischling plant sie mit.
Manchmal macht sie ihnen Beine.
Denn sie ist nicht immer fit.

Bald darauf hört man ein Grunzen.
Und die alte Sau schläft tief.
Dann fühlt sie die Zeit zum Brunzen.
Und sie weiß hier läuft nichts schief.




Hilf uns allen auf die Beine.
Liebe heißt ein Zauberwort.
Viel zu oft, sind wir alleine.
Und wir treiben wenig Sport.

Jeder hat so seine Schwächen.
Wirf uns bitte nicht von Bord.
Alles wird sich einmal rächen.
Bleib bei uns und geh nicht fort.

Du, der Richter und der Lenker,
stärke uns und gib uns Geist.
Denn die Dichter und die Denker
sind schon lange abgereist.

Steh uns bei in jeder Stunde.
Spiele bitte nicht Versteck.
Denn bei jeder Schrecksekunde.
Geht die Angst schnell unter Deck.




Der Tag hat wunderbar begonnen.
Um sechs Uhr früh: ein Himmelblau.
Es war zu kühl, um sich zu sonnen.
Und außerdem, es herrschte Tau.

So gegen zehn nur Wolkentürme.
Sie waren Gott-sei-Dank noch weiß.
Doch sie verhießen Regenstürme.
Mir wurde warm und kühl und heiß.

Zu Mittag kam der erste Regen.
Der Vatertag ging in die Bar.
Denn Regen, der kommt ungelegen.
Es wird geschnapst, das ist doch klar.

Der Regen war nur Gottes-Segen.
Man hat verschnauft mit Alkohol.
Die Frau daheim hat nichts dagegen.
Und isst dagegen Blumenkohl.




Lasst die Sterne hoch am Himmel.
Holt die Kohlen aus dem Keller.
Brötchen mit und ohne Kümmel,
wenn ich bitten darf, lauf schneller.

Und die Sonne wird uns scheinen.
Manchmal und ganz unverhofft.
Lasst den Regen einmal weinen.
Aber bitte nicht zu oft.

Tränkt die Rinder an der Quelle.
Bitte Vorsicht mit dem Stock!
Streichelt warme Rindviehfelle.
Darauf hat ein Rindvieh Bock.

Lass das Weltall und die Erde,
wie die Umlaufbahn es plant.
Richte bitte die Beschwerde
an ein Wickelkind das zahnt.




Hoch die Gläser lasst sie klingen.
Freude herrscht an diesem Tag.
Lasst uns nun ein Ständchen singen.
Weil ein Sing-song jeder mag.

Jede Sache ist von Dauer.
Aber nicht ein Ewig Lehen.
Dazu kann ein Weinanbauer,
locker in die Zukunft sehen.

Nehmt euch Zeit, beginnt zu leben.
Und um acht ist Ladenschluss.
Alles soll das Leben geben
reichlich und im Überfluss.

Steht euch immer treu zur Seite.
Jeder Tag entdeckt die Welt.
Geld wie Heu, führt in die Pleite.
Kürzt dann schnell das Taschengeld.




Die Bienen summen um die Weiden.
Am Nachmittag herrscht Hochbetrieb.
Allein die Sonne darf entscheiden.
Das ist ihr Recht. Das ist ihr lieb.

Wenn eine graue Wolkendecke,
dem Sonnenstrahl die Weitsicht nimmt,
Dann weiß die Weide an der Ecke.
Der Wettergott, der ist verstimmt.

Es regnet manchmal ein paar Tage.
Die Sonnen kommt nicht aus dem Bett.
Die Weiden stellen sich die Frage.
Wann ist die Sonne wieder nett.

Wann müssen alle Bienen schuften.
Die Wolkendecke hat geweint.
Nun muss Sie ungekrönt verduften.
Damit die Sonne wieder scheint.

Dann steigt die Stimmung - Hochbetrieb
ein Sonnenstrahl bescheint die Weiden.
Und jede Biene hat ihn lieb.
Er macht auf lässig und bescheiden.




Wenn die Elefanten weinen,
ist der Dschungelpfad vermatscht.
Denn sie möchten immer einen,
der mit ihnen Hochdeutsch quatscht.

Hochdeutsch spricht kein Dialekt.
Damit kannst du Menschen jagen.
Hochdeutsch, das klingt nur perfekt,
Wenn wir nach dem Duden fragen.

Jeder spricht nach seiner Schnauze.
Hochdeutsch spricht das Amtsgericht.
(untermalt vom Hundsgegauze)
das das die Landessprache spricht

Wenn die Elefanten weinen,
ist die sprache deutsch verpönt,
selbst die Kids und klitze-Kleinen,
haben sich daran gewöhnt.


Wenn die Elefanten weinen,
ist der Dschungelpfad vermatscht.
Denn sie möchten immer einen,
der mit ihnen Hochdeutsch quatscht.

Hochdeutsch spricht kein Dialekt.
Damit kannst du Menschen jagen.
Hochdeutsch, das klingt nur perfekt,
Wenn wir nach dem Duden fragen.

Jeder spricht nach seiner Schnauze.
Hochdeutsch spricht das Amtsgericht.
(untermalt vom Hundsgegauze)
das das die Landessprache spricht

Wenn die Elefanten weinen,
ist die sprache deutsch verpönt,
selbst die Kids und klitze-Kleinen,
haben sich daran gewöhnt.




Große Dinge wirst du meistern.
Ganz egal wohin du gehst.
Jedermann wird sich begeistern.
wenn du dein Geschick verstehst.

Tränen wird es keine geben.
verdammt, verflucht und zugenäht.
Ihr teilt gemeinsam euer Leben.
Wo jeder zu dem andern steht.

Beim Streiten kennt ihr alle Kniffe.
Und die Geduld ist stets gefragt.
Es sinken die Gitarrengriffe.
Ich bin dir treu hast du gesagt.
Leider wirst du bald verlassen.
Das ist mir die Sache wert.
Auf den Straßen in den Gassen
lebst du sicher und geehrt.

Was du denkst träumst du alleine
du ein Honigkuchenpferd.
Kleine Kinder werfen Steine.
Niemand hat es je geehrt.

Doch es wird nicht lang gefackelt.
Schnappe Mantel, Schirm und Hut.
Dann bist du davon gedackelt.
und das Feeling find ich gut.

Sorgenfrei so sollst du leben.
Du bist nur die Hälfte wert.
Alles würde ich dir geben.
Meide nur das Honigkuchenpferd.




Noch immer wackelt
der Hund mit dem Schwanz.
Und nicht umgekehrt.
Obwohl ein Versuch
wäre die Sache wert.





Auf deinen Fahnen steht geschrieben.
Du bist dafür und kämpfst dagegen.
Die Resonanz ist ausgeblieben.
Wovon du sprichst, kommt ungelegen.

Du wirst gefragt, was spricht dafür?
Die Menschen sterben wie die Fliegen.
Der Hunger setzt sie vor die Tür.
Und lässt sie dort verhungert liegen.

Du wirst gefragt: Was spricht dagegen?
Auf jeden Fall die Menschlichkeit.
Die Nächstenliebe sollst du pflegen.
Wer das nicht tut, der tut mir leid.

Ich bin für Freiheit der Gedanken.
Der Hunger wird bestimmt besiegt.
Die Lebensmittelpreise schwanken.
An allen Ecken wird ge-Krieg-t.

Ich bin dafür und auch dagegen.
Die Waage liegt im Gleichgewicht.
Im Wüstensand, auf Seitenwegen,
da zeigt der Hunger sein Gesicht.




Arbeitgeber haben Geld.
Um im Lorbeer auszuruh'n.
Er bereist die halbe Welt.
Meistens hat er nichts zu tun.

Arbeitnehmer müssen schuften.
Meist für einen Hungerlohn.
Wer das sagt, der muss verduften.
Manche wissen nichts davon.

Einen Batzen für die Miete.
Mutter wohnt im Pflegeheim.
lieber-herr-du-meine-güte
Wem gelingt darauf ein Reim.

Hoch die Lebensmittelpreise.
Leider ist das unser Pech.
Abgesagt: Mallorca-Reise
Und der Bund, der lächelt frech.




Das Schöne wird gemeistert
und auf den Kopf gestellt.
Wir lachen, sind begeistert,
weil diese Frechheit hält.

Wir fühlen mit den Tieren.
Der Kater frisst die Maus.
Wir zahlen die Gebühren
für unser Fachwerkhaus.

Getürmt sind die Soldaten.
Die Menschlichkeit erwacht.
Auf allen unsren Pfaden
hat Gott an uns gedacht.

Wir pfeifen auf Raketen
und sparen die Moneten
für eine Hungersnot
und für das täglich'Brot.





Ich bin schon alt, doch unerfahren.
Und ich misstraue jedem Sex.
Ich kippe lieber einen Klaren.
Ich rauchte früher ein Gewächs.

Das eine führte zu dem andern.
Doch das Gewächs war meine Welt.
Und ich begann darin zu wandern.
Auf Wolke sieben stand mein Zelt.

Verzaubert hat mich eine Hexe.
Sie hatte Charme, nahm meine Hand.
Am Anfang hatte ich Komplexe.
Das ganze war mir unbekannt.

Doch wenn ich in die Zukunft schaue.
Verkümmert, klanglos das Gewächs.
Ich blicke nichts, doch ich vertraue.
Du kümmerst dich um meinen Sex.




Ich danke Gott, er hat mich gern.
Und ihm kann ich vertrauen.
Mir weh zu tun, das liegt ihm fern.
Mein Ich kann auf ihn bauen.

Noch bin ich Ich. und auf der Welt.
Und du wirst mit mir trauern.
Und mich, so wie es dir gefällt,
verzeihen und bedauern.

Ich danke Gott, weil er mich mag.
Trotz meiner vielen Sünden.
Ich danke dir für jeden Tag
und kann dich nirgends finden.




Ich finde, was sich finden lässt.
Ich finde eine Hasenspur.
Ich finde, du wirkst ungestresst.
Im Frühling fasziniert Natur.

Ich finde, lieben ist gefährlich.
Ich finde eine Räuberbraut.
Ich finde, seien sie mal ehrlich.
Der Schnee von gestern ist getaut.

Ich finde immer nette Leute.
Ich finde ohne Rauch und Dunst.
Ich finde eine fette Beute.
Ich finde evelin macht Kunst.

Ich finde, ohne es zu wollen.
Ich finde, Frankenwein macht blau.
Ich finde, Tabak soll man nicht verzollen.
Ich finde, eine nette Frau.




Ich möchte in die Ferne fliegen.
Das Ungut lass ich hinter mir.
Ich möchte nicht die Pfunde wiegen.
Und bin ein faules Arbeitstier.

Ich möchte auf den Wellen schaukeln.
Dann bin ich ein gemachter Mann.
Ich möchte selber mit mir gaukeln.
Und ziehe mich in meinen Bann.

Ich möchte tausend Mädchen küssen.
Jedoch nicht einen Zungenkuss.
Das werde ich total vermissen.
Doch damit ist jetzt endlich Schluss.

Ich möchte auch mein Herz verlieren,
an eine, die mich gar nicht kennt.
Gedanklich will ich sie verführen.
Für mich ist das, ein neuer Trend.




Ich suche eine Frau zum Träumen,
sie muss nicht sehr begütert sein.
Vor Freude will ich überschäumen.
Dann hat sie mich für sich allein.

Das Alter spielt die kleinste Rolle.
Plus minus fünf - das ist okay.
Ich bin fünf-drei, das ist das Tolle,
du wärst dann meine Zauberfee.

Ein Sonntag muss spazierengehen
im Wald, am See, durch Wiesengrund.
Wir schweigen, reden und verstehen.
Was uns erfreut ist kunterbunt.

Ich habe keine Starallüren.
Und Sex der wird nur tiefgekühlt.
Bestimmt will ich dich nicht verführen.
Und wenn du willst, dann wird gespült.




Ich will in deine Augen schauen.
Selbst wenn der Himmel tückisch tränt.
Ich will dir außerdem vertrauen.
(Doch dieses sei nur hier erwähnt.)

Ich will mich aber nie verstecken,
wenn mich ein Brief von dir erreicht.
Ich kann mich nach der Decke strecken.
Bei meiner Größe ist es leicht.

Ich will mit meinen Fehlern glänzen,
auch wenn der erste Eindruck trügt.
Und meine Arbeit "geistig" schwänzen,
auch wenn der Tag sich selbst genügt.




Ich will dir meine Liebe schenken,
ich will tagtäglich an dich denken,
ich will dir schöne Dinge sagen
ich will mich jeden Tag vertragen
ich will für dich die Blumen pflücken
ich will dich jeden Tag beglücken
ich will dich jeden Tag beschenken
ich will tagtäglich an dich denken
ich will dir eine Stütze sein
ich will ich will mit dir allein
ich will kein Außenseiter sein
und jeden Tag ins Blaue leben
ich will mit dir - so ist das eben.




Ich wünsche dir die heile Welt.
Das Lachen über einen Clown.
Ein vollbesetztes Zirkuszelt.
Gemälde auf dem Gartenzaun.

Ich wünsche dir, du wirst geliebt.
Und steckst du auch in Schwierigkeiten,
dass es 'nen Funken Hoffnung gibt
in diesen harten EURO-Zeiten.

Ich wünsche dir, die Kunst zu weinen.
Den kunterbunten Blumenstrauß.
Sowie ein Haus aus Ziegelsteinen.
Und auf der Leber keine Laus.

Ich wünsche dir, du bleibst dir treu.
Doch lass dich nicht vom Reichtum blenden.
Und zeige bitte keine Scheu,
den dummen Streit auch zu beenden.




Traue keinem Idioten.
Seine Wege sind zum Teil.
Auserwählt, doch streng verboten.
Das zerstört dein Seelenheil.

Immer nimmt er sich sehr wichtig.
Und die Worte, die er spricht
sind nach seiner Ansicht richtig.
Widerspreche bitte nicht.

Er kann irren, das ist schade.
Dieses gibt er niemals zu.
Und Barmherzigkeit und Gnade,
die sind durchgeknallt tabu.

Wenn du fliehen kannst, dann flieh
Lass das Großmaul außer acht.
Denn sonst wird die Phantasie
durch die Worte umgebracht.

Idioten suchen Beute.
Erst am Morgen, dann bei Nacht.
Und sie finden ein paar Leute.
Keiner hätte das gedacht.




Ihr dürft wortgewaltig lästern.
Morgen ist es schon von gestern.
Übermorgen macht sich breit.
Es herrscht Flaute: Weihnachtszeit.

Jeder hat sich ausgesprochen.
Halbwertzeit: so zwei, drei Wochen.
Jeder eilt und jeder rennt.
Denn dann engelt der Advent.

Gott-sei-Dank kein großer Schaden.
Und ich musste darin baden.
Manche Wortwahl: sehr gewagt.
Doch ich wurde nicht gefragt.




Lasse dich von dir begeistern.
Denn du bist ja neunmal klug.
Jede Klippe sollst du meistern.
Hasse jeden Selbstbetrug.

Lampenfieber soll verschwinden.
Denn mit diesem Einmal eins.
Wirst du keine Wege finden.
Selbst am Ende des Lateins.

Lasse nur dein Können spüren.
Schiele nicht zum Logenplatz.
Denn dort wird man dich verführen.
Und du selbst verlierst den Schatz.

Heute bist du eine Nummer.
Morgen schon der Superstar.
Doch dein Schatz entgeht dem Kummer.
Denn ihr beide seit ein Paar.




Gesichter starren blicklos leer.
Das Bier im Glas wirkt schal.
Man kommt auf einen Sprung hierher.
Zum Bahnhof ins Lokal.

Vereinzelt sitzt der größte Teil.
Man schweigt mit jedem Wort.
Der Kater hängt bezecht im Seil.
Und jagt die Mäuse fort.

Kein Reisender hält hier die Rast.
Ein kurzer Blick genügt.
Der Fremde sieht den Sauf-Morast,
der kleine Durst verfliegt.

Vom Stammtisch duftet Schnapsgeruch.
Solang der Rubel rollt.
Dann schneuzt man schniefend in ein Tuch.
Dass sich der Kummer trollt.

Gesichter starren abgewrackt.
Kein Notfunk wird erhört.
Der Bahnhof führt nicht zum Kontakt.
Er wird im Grund zerstört.




Im Dschungel dienen die Lianen
dem Affenvolk im Nahverkehr.
Es schwangen sich schon ihre Ahnen
zum einen hin, zum andern her.

Die Affen wählen zu zwei Drittel
den flotten Baum-zu-Baum-Transport.
Und dieses Fortbewegungsmittel
ist auch beliebter Freizeitsport.

Wer häufig durch die Gegend baumelt,
läuft rein statistisch in Gefahr,
dass er einmal zu Boden taumelt.
Für Affen ist das absehbar.

Sie wünschen sich für diese Fälle,
wenn dem Gewächs der Faden reisst,
ein zweites Seil sei gleich zur Stelle,
das sich als Rettungshalm erweist.

Im Urwald reifen die Bananen.
Die Frucht ist affenweit begehrt.
Man sucht sie auf mit den Lianen,
weil dort die Eisenbahn nicht fährt.




Im Fasching, da misslingt die Stille.
Die Mainzer singen und sie lachen.
Bekanntlich steigt auch die Promille.
Man greift beschwingt zu scharfen Sachen.

Girlanden schmücken einen Tresen.
Der Kappenabend dauert Tage.
Es ist noch nie so schön gewesen.
Das artet aus zum Saufgelage.

Auf allen Straßen herrschen Narren.
Die Straßenbahn, die muss sich fügen.
Stattdessen fahren bunte Karren,
und wie man sieht, es macht Vergnügen.

Konfetti regnet auf das Pflaster.
Und Bonbons rieseln in die Menge.
Man liebt das Schunkeln und das Laster.
Helau, Gewimmel und Gedränge.

Dann wird der Karneval begraben.
Den Kater, den wir gestern hatten,
den werden wir auch morgen haben.
Und er stellt alles in den Schatten.




Noch müssen wir kein Unkraut jäten,
was grünt, das nennen wir perfekt.
Der Kirschbaum platzt aus allen Nähten.
Wer hat die Blüten aufgeweckt?

Kein Wecker hat sie wachgerasselt.
Sie kamen leise über Nacht.
Und keiner hat die Tour vermasselt,
das wäre auch nicht angebracht.

Nun stehen sie in voller Blüte.
Es summt und brummt um jeden Baum.
Ich denke, das war Gottes Güte.
Sie strahlen durch den ganzen "Raum".

Warum, weshalb so lauten Fragen.
Wie heißt der Künstler und erschuf
im Stundentakt, in ein paar Tagen.
Der Meister Lenz im Hauptberuf.




Du bist stets im Ich gefangen.
Und du denkst geradeaus.
Leider spürst du kein Verlangen.
Denn Gefühle fallen aus.

Du willst immer Obacht geben.
Eines klammerst du dann aus.
Denn die Vielfalt musst du leben.
Im umzäunten Gartenhaus.

Gerne würde ich dich lehren.
Vollgas mit dem Schneckenhaus.
Doch du würdest dich beschweren.
Und den Vorschlag schlägst du aus.

Für das Neue: uneinsichtig.
Und das Alte ist tabu.
Alles andere ich wichtig.
Und dann lachst du noch dazu.




Die Liebe macht benommen,
wir sehen nicht mehr klar,
wir sehen nur verschwommen
und alles wunderbar.

Die Liebe stimmt verträglich.
Die Katze schnurrt am Herd.
Und Freude wird "all"-täglich
zu unsrem Steckenpferd.

Die Liebe läßt uns leben.
Wir danken ihr dafür.
Verträumte Paare schweben
zur siebten Himmelstür.

Die Liebe klopft am Herzen.
Wir lassen sie herein.
Wir flüstern und wir scherzen
mit ihr im Mondenschein.

Die Liebe schenkt Vertrauen.
Und Schönes steht bereit.
Wir könnten sie verbauen.
Doch Liebe - verzeiht.




Im Morgentau, der Tag erwacht.
Das darfst du noch nicht wissen.
Dann gibt es eine Kissenschlacht.
Wer hat zuerst geschmissen.

Der wird verdammt zum Kaffee-kochen.
Und keine Widerrede.
Du kannst auf deine Rechte pochen.
Geburtstag hat die Tante Käthe.

Noch ist es mucks-und-mäuschenstill.
Nur Blätter flüstern leise.
Das Himmelblau, das sagt es will
nur kleine Lebensmittelpreise.




Zum siebten Himmel will ich tanzen.
um dort mein Unkraut anzupflanzen.
Das kommt im Jahr nur einmal vor.
Dann schließt von selbst das Himmeltor.
Das Himmelblau will ich verpflichen
denn es kann wundermäßig dichten.
Das ist mein Wunsch, mein Ideal.
Die andern sind mir ganz egal.
Der siebte Himmel weiß Bescheid.
Es tut ihm zwar im Herzen leid.
Mein größter Wunsch ist schon getan.
Es färbt sich gelb der Löwenzahn.




Friede, Freude, Herzgeflüster
und ein Badewannenlied.
In der Kirche steht der Küster.
Keiner weiß, was noch geschieht.

Sehnsucht, Freiheit, Spendendose
und ein Kindergartensong.
Geht zuweilen in die Hose.
Schwierig ein Chinesengong.

Herz und Schmerz, und Liebesleiden
und die Geige fiedelt Lieder.
Wird uns lebenslang begleiten.
Und was war, kommt immer wieder.




Bewahre mich in meiner Stille.
Kein Häc-mäc soll mein Leben sein.
Ich nutze meine Lesebrille
trotz Himmelblau und Sonnenschein.

Es werden meine Augen müde,
ob 3 ob 8 ich weiß es nicht.
"Das kommt bei mir nicht in die Tüte,
und raubt mein Seelengleichgewicht."

Zum Lesen brauche ich die Brille,
chinesisch kann ich leider nicht.
Bevorzugt wird mein letzter Wille,
der allem Dummem widerspricht.

Ich will nicht kämpfen wie ein Tiger.
Ich bin nur ich - im Sonnenschein.
Ich bin Verlierer und ein Sieger
und leider manchmal hundsgemein.




Der Osterhase hat gekündigt.
Die Eier nehmen Obdachlose.
Der Vater hat den Sohn entmündigt.
Sonst geht die Sache in die Hose.

Er hat sich redlich abgerackert.
Und seine Muskeln sind gezerrt.
Damit er nicht noch weiter ackert,
wird er in einen Stall gesperrt.

Dort gönnt er sich die erste Pause.
Sein lieber Sohn, kann auch nicht mehr.
Er sitzt im Heu bei sich zuhause.
Sein Huckelkörbchen, das ist leer.

Der Osterhase will nicht mehr,
mit seinen Ostereiern handeln.
Er lahmt und hinkt, hüpft kreuz und quer.
Die Gegend wird er noch verschandeln.




Wir werden uns bestimmt nicht streiten.
Ich bin die Ebbe, du die Flut.
Ich möchte mich für dich entscheiden.
Und alles wäre wieder gut.

Der Alkohol ist unser Feind.
Wir beide müssen ihn besiegen.
Ein Schoppen hat es gut gemeint.
Jedoch ich lasse ihn links liegen.

Wir beide werden davon krank.
Das Schnurgerade neigt zur Schiefe.
Noch ist es Zeit, dem Himmel Dank.
Sonst reißt es uns noch in die Tiefe.




In guten und in schlechten Zeiten.
Bei Regen, Schnee im Sonnenschein.
Da möchte ich dich gern begleiten.
Und du sollst nie mehr einsam sein.

Am Sonntag und an Feiertagen.
Beim Fünf-Uhr-Tee um Mitternacht.
Da will ich dich auf Händen tragen.
Behutsam zärtlich und ganz sacht.

Und drücken dich die Alltagssorgen.
Dann denke bitte gleich zurück.
Natürlich auch an übermorgen.
Du warst und bist mein großes Glück.

Du hast mir einst dein Wort gegeben.
Sogar vor einem Traualtar.
Und dass wir nun zusammenleben.
Das finde ich ganz wunderbar.




Du bist der Glanz in meiner Hütte,
mit dir will ich verbandelt sein.
Ich habe eine kleine Bitte.
Ich bin dein Ich und du bist mein.

Darüber will ich mit dir reden.
Sei unbesorgt, das tut nicht weh.
Wir meditieren und wir beten.
Denn es entspannt von Kopf bis Zeh.

Wenn du es willst, wir können schweigen.
Mein Wunsch du fühlst dich endlos frei.
Ich kann dir meine Liebe zeigen.
Und das ist mehr als einwandfrei.




Bitte keine dummen Sprüche.
Was erlaubt ist, ist erlaubt.
Nicht bei mir in meiner Küche,
denn dort bin ich Oberhaupt.

Lasst auch die versauten Witze.
Fummelt nur, wenn sie es mag.
Wenn sie sagt: "Du bist echt Spitze!"
Wünsche ich euch: Guten Tag.

Wer bei mir den Schoppen trinkt,
der ist immer eingeladen.
Frankenwein belebt, beschwingt.
Nicht zuviel! das will ich raten.

Jeder ist bei mir willkommen.
In der Küche wird geraucht.
Doch ein Shit der macht benommen.
Denn das wird hier nicht gebraucht.

Komme bitte niemals wieder.
Sage ich, das ist mein Ernst.
In dieser Hinsicht bin ich bieder.
Ich hoffe, dass du es verlernst.




Du hast mir oft die Freude
vertraulich eingeflößt.
Du hast mich aber heute
in Tränen aufgelöst.

Was hat dich denn gestochen,
daß du den Schnabel wetzt?
Ich habe nichts verbrochen
und werde nur verletzt.

Mir zittern schon die Beine.
Und 'Wer' kann was dazu?
Der Grund, warum ich weine,
bist ausgerechnet DU.

Du magst und machst mich leiden.
(Ein Gegenlicht des Lichts.)
Lass uns nicht länger streiten,
um nichts und wieder nichts.




Ich will dir nicht ins Handwerk pfuschen.
Das wäre nämlich hirnverbrannt.
Die Fehler müsstest du vertuschen.
Mit Herz und Hirn, mit Sachverstand.
Und deshalb möchte ich mich hüten.
Dein Ich zu sein, was ich nicht bin.
Was mein war, soll man dir vergüten.
Ich wünsche mir, das haut auch hin.





Überreicht mir eine Bitte,
aber nicht im Wechselschritt.
Wenn es geht dann durch die Mitte.
Und im Irokesenschnitt.

Worte, die aus Schimpf und Schande.
Hier bei mir gelandet sind.
Zeige ich fortan die Kante.
Bis der Morgen neu beginnt.

Niemand werde ich blamieren.
Denn ich bin nicht stets im Recht.
Falsches will ich korrigieren.
Doch den andern geht es schlecht.

über allen Dingen schweben,
das ist mein erwünschtes Ziel.
Sprachlos stehe ich daneben.
Leider will ich viel zu viel.




Viel an Tränen sind geflossen.
Viel an Hoffnung ist enteilt.
Deshalb habe ich beschlossen.
Unser Kummer wird geteilt.

Einen achtel Liter Tränen,
dieses Maß geteilt durch zwei.
Doch die Hoffnung, unser Sehnen,
maßlos und berechnungsfrei.

Keiner könnte Hoffnung messen.
Dieser Ansatz mengenleer.
Denn nach menschlichem Ermessen
gibt es keine Hoffnung mehr.

Kam die Hoffnung euch abhanden.
Ja und Nein - und je nachdem.
Habt ihr euch nicht gut verstanden.
Ja und Nein, heißt das Problem.




Jede Liebe lässt mich leben.
Keine Stege sind verbaut.
Und ich kann mein bestes geben.
Denn du bist mir so vertraut.

Jede Liebe bringt auch Leiden.
Taschentücher sind gefragt.
Doch das möchte ich vermeiden.
So ein Tag wird schnell vertagt.

Liebeslieder will ich schreiben.
Jeder bleibt in sich gekehrt.
Deine Zeit will ich vertreiben.
Und das Nichts sagt: grundverkehrt.

Was ich denke, was ich sage,
hat so manches umgekehrt.
Deshalb stelle ich die Frage:
Wird der Abfall noch geleert.




Ich möchte dich an jedem Tag:
bezaubern und begleiten.
Das kommt daher, weil ich dich mag,
in guten und in schlechten Zeiten.

für dich bin ich dein Augenstern.
Und du die Zuckerschnecke.
Ich habe dich unendlich gern.
Du schleimst um eine Ecke.

Wir wohnen nicht am gleichen Ort.
Die Namen sind verschieden.
Und dennoch gebe ich mein Wort.
Mit dir bin ich zufrieden.

Die Muse küsst mich auf die Stirn,
da bin ich gut beraten.
Denn sie entfesselt mein Gehirn,
das führt zu keinem Schaden.




Jeder denkt, er ist im Recht.
Und es juckt ihn nicht die Bohne,
geht es andern dadurch schlecht.
Wenn ich nur mich selbst belohne.

Jeder nimmt ein Recht zur Hand.
Und dann fängt er an zu richten.
Leider holpert sein Verstand.
Streitereien will er schlichten.

Und er denkt mein Herz ist Trumpf.
Niemand kann dagegen halten.
Und er badet im Triumph,
doch die Sache bleibt beim alten.

Ohne Zweifel er hat Recht.
Doch man kann kein Spiel gewinnen,
wenn man in der Kneipe zecht.
Um von vorne zu beginnen.




Jeder Mensch ein wahres Wunder,
mit Gefühlen, hoch und tief.
Nur die Liebe macht ihn munter.
Manchmal geht es gründlich schief.

Unglück lässt ihn tierisch leiden.
Tränen sind zum Weinen da.
Könnte er sie nur vermeiden.
Er fragt Freunde: bla-bla-bla

Glücklich sein ist eine Sache.
Siebte Himmel hat er gern.
und er liebt, bestaunt und lächelt.
Dieses Feeling ist modern.

Jeder Mensch hat tausend Seiten.
Und er schießt ein Eigentor.
Eine Schmach wird ihn begleiten.
Er bleibt cool und zeigt Humor.




Jeder hat sein Kreuz zu tragen.
Jeder Anfang - furchtbar schwer.
Manche spüren es im Magen.
Manche leider - hinterher.

Jeder hat so seine Macken.
Jeder fühlt sich mal allein.
Manche schimpfen bei Attacken.
Manche brechen sich ein Bein.

Jeder sehnt sich nach der Ehe.
Jeder braucht Geborgenheit.
Manche Deppen, die ich sehe,
bürgen nicht für Zärtlichkeit.

Jeder kennt den Liebskummer.
Jeder träumt sein Liebesleid.
Mancher fällt in tiefen Schlummer.
...
Alles zur gewohnten Zeit.




Jeder Streit beginnt im Kleinen.
Worte sind ein Missgeschick.
Engel-Schutz fängt an zu weinen
dieses spürt der Augenblick.

Jeder Streit hat seine Gründe.
Und die Wahrheit hat geklagt.
Gott betrachtet das als Sünde.
Worte hat er untersagt.

Denn der Streit von dem ich spreche
ist ein Haar in meiner Suppe.
Nur der dumme zahlt die Zeche.
Hausfrau oder Modepuppe.

Jede Zunge wird gespalten.
Doch die Wahrheit kommt ans Licht.
Hättest du den Mund gehalten.
Warum tatest du es nicht?




Jeder Tag soll dir gelingen.
Auf der Arbeit, im Büro.
Frohsinn, Freude soll er bringen.
Hier und Jetzt und Anderswo.

Zähle nur die schönen Stunden
und ein Überraschungsei.
Bist du frei und ungebunden.
Sei beglückt und bleib dir Treu.

Leider sehen viele Leute
nur den schwarzen Hintergrund.
Lerne Leben und ab heute.
Schaue auf den Vordergrund.

Lass dich nicht ins Bockshorn jagen.
Bleibe bitte wie du bist.
Danke möchte ich dir sagen.
Weil mein Magen es vergisst.




Jedes Schiff kann einmal kentern.
Flüchtet euch ins Rettungsboot.
Einen Sturm kann man nicht ändern
SOS hilft in der Not.

Helft den Alten und den Kleinen.
Rettungswesten gibt's genug.
Bald wird auch die Sonne scheinen.
Seid besonnen aber klug.

Alle kennen schlechte Tage,
bitte seid auch hilfsbereit.
Denn es stellt sich bald die Frage.
Wer ist klug und wer gescheit.

Jeder Sturm, der hat sein Ende.
Regenbögen sind kein Feind.
Neubeginn und neue Wende.
Das ist alles gut gemeint.




Ich jogge eine Runde,
die Schleiereule lacht.
Sie ist in aller Munde
aus ihrem Schlaf erwacht.

Dann putzt sie ihr Gefieder.
Und dann wird alles still.
Die Sonne neigt sich nieder.
Weil sie bald schlafen will.

Der Tag geht langsam unter.
Die Schleiereule wacht.
Und wird allmählich munter.
Wann wird es endlich Nacht.

Der Tag ist schon in Eile.
Ein fernes Abendrot.
Es herrscht die Langeweile.
Die Schleiereule droht.

Nun kommt die Zeit zu jagen.
Ein dreifach Waidmannsheil.
Sie schnappt die Maus am Kragen.
Das war der erste Teil.




Der Wettermelder spricht von Regen,
der wird uns nachmittags beschert.
Wir sind dafür und teils dagegen.
Kein Mensch, der sich dagegen wehrt.

Wir sichten eine Wolkendecke.
Den Westen färbt der Himmel grau.
Es bläst und windet aus der Ecke.
Das wusste schon die Tagesschau.

Es strömt ein Frühlingswind aus Westen.
Den milden Regen bringt er mit.
Auf blätterlosen, kahlen Ästen,
da tropft es langsam: Schritt für Schritt.

Der strenge Winter ist vergessen.
Nun wird es Frühling, Gott-sei-Dank.
Die Rinder grasen und sie fressen,
und dennoch wird kein "Rindvieh" krank.




Der Hecht beginnt im Karpfenteich
mit kranken Tieren aufzuräumen.
Und das Geschrei, das ist ihm gleich.
Und wachend, wird er davon träumen.

Ich bin der Chef, das weiß ein jeder.
Ich bin der Chef im Karpfenteich.
Den lahmen Karpfen namens Peter,
den fresse ich wahrscheinlich gleich.

Das wird ein erstes Kräfteringen.
Doch die Natur beäugt den Test.
Denn Peter hört den Teichgott singen.
Zurück bleibt nur ein Grätenrest.

Der Aufschrei ging durch alle Gräten.
So sagt es die Erinnerung.
Wir dürfen nicht mehr Algen jäten.
Der Hecht bejagt nun alt und jung.




Wir suchen eine heile Welt,
jedoch wir finden leiter keine.
Ein Hund, der sich zu uns gesellt.
Der zerrt an seiner Lederleine.

Die Leine los, wir sind im Park.
Er darf hier immer Gassi-gehen.
Das findet er besonders stark.
Sogar ein "Blinder" kann das sehen.

Es zieht ihn zu den andren Hunden.
Erst schnuppern, dann wird laut gebellt.
Der Hund hat einen Freund gefunden.
Das ist das Schönste auf der Welt.


Die Arbeit ruft, wir müssen weiter.
Ein guter Hund, er hört auf's Wort.
Es wartet die Karriereleiter,
die ist für mich der Morgensport.




Kannst du auf mich warten,
ich brauche etwas Zeit.
Gezinkt sind alle Karten,
die Spieler spielbereit.

Der Häuptling mischt die Karten.
Und seine Squaw bringt Bier.
Wir können schließlich starten.
An wem es liegt? - An dir.

Es geht um hohe Summen.
Versteinert - das Gesicht.
Ein Bienchen hört man Summen.
Der Weiße Häuptling spricht.

Das Spiel ist unentschieden.
Das Geld kommt in den Topf.
Das losen wird vermieden.
Und auch ein dicker Kopf.

Wir spielen um Moneten.
Das Geld ist ein Signal.
Und wir beachten jeden.
In unsrem Stammlokal.




Schon wieder diese Regentropfen,
natürlich aus dem nahen Westen.
Denn wenn sie an die Scheiben klopfen.
Dann haben sie zum Ziel zu testen.

Der Wind ist böig - ein Orkan
ist Gott-sei-Dank nicht zu erwarten.
Die Nachricht hat uns gut getan.
Am Stammtisch mischen sie die Karten.

Wer will, der kann mit ihnen spielen.
Da bin ich lieber abstinent.
Wer spielt, der kann sein Geld verlieren.
Das weiß ein jeder, der mich kennt.

Die Euros kreisen mit den Karten.
Das Spiel ist aus. Ein Spiel beginnt.
Der Einsatz lässt nicht auf sich warten.
Die Frage lautet: Wer gewinnt?




Gutes will mein-Herr mir schenken
und er tut es in der Tat.
Die Gedanken will er lenken.
Und er gibt mir einen Rat.

Lass dich nicht ins Bockshorn jagen.
Bleibe stets ein freier Mann.
Manchmal wirst du wohl versagen.
Fange dann von vorne an.

Die Kastanien eine Wonne
und sie wachsen nebenan.
Doch sie brauchen wenig Sonne,
steht auf ihrem Stundenplan.

Jedes Jahr bin ich von Sinnen.
Eine Pracht für jedermann.
Und der Anfang, das Beginnen
fängt im Wonnemonat an.




Ach und Weh und Liebesleid
sind die Gründe um zu weinen.
Doch das Glück steht griffbereit.
Lass die Sonne wieder scheinen.

Vieles geht im Leben krumm.
auf und ab: und hüh und hott.
Manchmal fragt man sich warum.
Und beschimpft den lieben Gott.

Meistens ist die Katastrophe
lange schon vorhergeplant.
Selbst der Kluge, selbst der Doofe
haben es schon lang geahnt.

Ach und Weh kann man nicht impfen.
Dafür ist der Mensch zu schwach.
Liebesleid kann man beschimpfen.
Doch der Zweite spielt nur Schach.

Ach und Weh und Liebesleid.
Und das meinen Viele.
Machen sich im Herzen breit.
Und verhindern neue Ziele.




Wer hat das Kopfweh eingeschleppt.
Es war ein Tier mit Namen Kater.
Er hat sich gestern aufgepeppt.
Doch heute spielt mein Kopf Theater.

Ein Schnaps, ein Bier sind artverwandt.
Den Alkohol den beide lieben -
in Deutsch- und einem fremden Land.
Den überlassen wir nicht Dieben.

Im Gestern habe ich gelumpt.
Mein Kopf der brummt bei Kirchturmglocken.
Der Kater ist noch nicht verstummt.
Doch heute gilt: ich bleibe trocken.




Ich habe dir nicht wehgetan.
so quakt ein Frosch am Weiher.
Es stand auf meinem Stundenplan,
und auf dem bunten Flyer.

Ich weiß genau, was nie geschieht.
Das ist die alte Leier.
Ich bin der Chef auf dem Gebiet.
Dann ist die Hochzeitsfeier.

Wer gibt der Katze einen Spatz.
Das ist doch unerträglich.
Die Katze spielt mit ihrem Schatz.
Tagein, tagaus, tagtäglich.

Noch weiß ich nicht wie jener heißt.
Er soll es unterlassen.
Gedanken werden "eingekreist".
Ich kann es echt nicht fassen.




Bin kein großer Meister,
möchte-gern-poet
Der Tapetenkleister
hält von früh bis spät.

Vieles gilt zu lernen,
denke im Quadrat.
Schaue zu den Sternen.
Bin ein Mann der Tat.

Manches muss ich ändern.
Einer steht mir bei.
Denn in fernen Ländern
hungern sicher "drei".

Danke den Gedanken,
denn die dritte Welt.
Wird daran erkranken.
Was mir nicht gefällt.




Ich sagte Ihnen: es sei eilig.
Und sie versprachen: hoch und heilig.
Die Sache nimmt ein Happy-End.
So wie man es aus Filmen kennt.

Das war natürlich glatt gelogen.
Man kann auch sagen ungezogen.
Denn Jener, der das solche spricht,
hält seine Worte leider nicht.

Das macht uns sauer und betroffen,
obwohl wir innerlich noch hoffen:
Wir üben uns in der Geduld.
Vielleicht trifft Jenen keine Schuld.

Was eilig schien, ist unterdessen,
fast zu zwei Dritteln schon vergessen.
Es kommt gewaltig, doch nicht oft:
Das Etwas, was man sich erhofft.




Lass dir bitte gar nichts bieten.
Wenn ein Fremder sich empört.
Denn die Menschen sind verschieden.
Einer, der den andern stört.

In der Ferne ein Gewitter.
erste Tropfen fallen schon.
Und kein Schirm, ja das ist bitter.
Und kein niemand kommt davon.

Doch der Himmel mag dich leiden.
Durch den Wind kommst du davon.
Und dein Gott wird dich begleiten.
Und er ruft: Ich komme schon.




Heute ist der Seemann krank,
denn er hat zuviel gebechert.
Keiner zollt ihr dafür Dank.
Er ist durch und durch gelöchert.

Alkohol das war der Fehler.
Ein paar Bier und roten Wein.
Denn ein Bruch hat einen Zähler.
Und der Nenner ist ganz klein.

Wir sonnten mittags in der Sonne.
Ein Tag mit dem zu reden ist.
Es störte keine Regentonne.
Es wird beflaggt und auch gehisst.

Am nächsten Morgen wusste keiner.
Was eigentlich geschehen war.
Ich blieb mein ich, sachlich ihr einer.
Und dieses Wissen wunderbar.




Bitte keine dummen Sprüche.
Was erlaubt ist, ist erlaubt.
Nicht bei mir in meiner Küche,
denn dort bin ich Oberhaupt.

Lasst auch die versauten Witze.
Fummelt nur, wenn sie es mag.
Wenn sie sagt: "Du bist echt Spitze!"
Wünsche ich euch: Guten Tag.

Wer bei mir den Schoppen trinkt,
der ist immer eingeladen.
Frankenwein belebt, beschwingt.
Nicht zuviel! das will ich raten.

Jeder ist bei mir willkommen.
In der Küche wird geraucht.
Doch ein Shit der macht benommen.
Denn das wird hier nicht gebraucht.

Komme bitte niemals wieder.
Sage ich, das ist mein Ernst.
In dieser Hinsicht bin ich bieder.
Ich hoffe, dass du es verlernst.




Wir können es nicht fassen.
Der Dauerregen fällt.
Auf Dächer, auf Terassen
Das nennt sich heile Welt?

Wir denken glatt, wir träumen.
Die Regenjacke hält.
Wir werden nichts versäumen,
und wollen Sonne anstatt Geld.

Der Frühling hat seit Wochen.
Uns ab und zu begrüßt.
Das geht auch auf die Knochen.
Nun haben wir gebüßt.

Von nun an keine Gnade.
Der Regenstaub verheißt.
- und das ist wirklich schade.
Er geht uns nämlich auf den Geist.




Bitte keine krummen Taten.
Irgendwann wirst du erwischt.
Und das wird dir sicher schaden.
Denn dein Glücksstern - er erlischt.

Gauner haben keine Lobby.
Wie sie handeln ist gemein.
Doch sie pochen auf ihr Hobby.
Bitte, bitte lass es sein.

Ja ich weiß, es gibt Ganoven.
Du stehst Schmiere, wirst geimpft.
Pfoten weg von diesen Doofen.
Werde lieber ausgeschimpft.

Denn das Leben hinter Gittern,
ist kein Schicksal, das dich schmückt.
Keine Freiheit kannst du wittern.
Glaube mir, du wirst verrückt.




Keine Lust um anzubandeln.
Keine Lust meint das Klavier.
Doch ich lasse mit mir handeln,
jeder Hit ein Fläschchen Bier.

Keine Lust um zu spazieren.
Keine Lust - das ödet an.
Willst du mich dazu verführen,
zieh ich meinen Anzug an.

Keine Lust auf eine Wiese.
Keine Lust, was ich nicht will.
Und der Grill kriegt eine Krise.
Langsam wird der Abend still.

Keine Lust mit dir zu träumen.
Keine Lust für dies und das.
Vieles werde ich versäumen,
Doch das macht mir tierisch Spaß.




Keine Sau wird mir was schenken.
Hände hoch, und Hand aufs Herz.
Alle haben sie Bedenken,
und betrachten das als Scherz.

Jeder präsentiert mir Gründe.
Doch sie häufen Cent auf Cent.
Denn Kredit ist eine Sünde,
die man leidvoll anerkennt.

Eigentlich will ich nur testen.
Keiner boxt mit mir im Ring.
Und ich will mein Sparschwein mästen.
Das ist einfach nicht mein Ding.

Jedem möchte ich gern glauben.
Allenthalben Lug und Trug.
Argumente "abzustauben".
Gibt es ganz bestimmt genug.




Lasst den Sorgen ihre Sorgen.
Heute will ich fröhlich sein.
Und ich denke nicht an morgen.
Fräulein einen Schoppen Wein.

Sorglos will ich diesen Tag genießen.
Von der Tanke dreimal Bier.
Und die satten grünen Wiesen.
Blühen auf in dem Revier.

Nichts soll mir den Tag vermiesen.
Nicht einmal der Flaschenpfand.
Doch die Pflanzen muss ich gießen.
Es geht gut, mit leichter Hand.

Niemand soll die Ruhe stören.
Engel-Schutz an meiner Wand.
Niemand wird sich daran stören.
Vielen ist sie unbekannt.




keine Zwietracht will ich säen.
Zwischen Zukunft und Vernunft.
Rasen kann die Freundin mähen.
Und sie stellt die Unterkunft.

Keinen Heller. Keinen Batzen
wird im Handwerk garantiert.
Und ich höre dich laut schmatzen.
Und ein Winter der gefriert.

Nobel, nobel wirst du denken.
Das ist wirklich ein Gewinn.
Und du wirst die Blicke senken:
Morgen ist ein Neubeginn.

Dann musst du die Zeche zahlen.
Und das kostet bares Geld.
Deine müden Zellen mahlen.
Weil kein Schein vom Himmel fällt.




Will keinem auf den Wecker fallen.
Das finde ich zu primitiv.
Doch Katzen zeigen ihre Krallen.
Die eine schickte diesen Brief.

Du darfst uns lebenslang begleiten.
Die Partnerschaft hängt leider schief.
Wir suchen Plätze zu entscheiden.
Das Stimmungshoch - ein Stimmungstief.

Sie dreschen leider dumme Phrasen.
Ein Ja-Wort für die Ewigkeit.
Und so entstanden viele Phasen.
Im Jetzt und für die Ewigkeit.

Komm doch vorbei, mach gute Miene.
Und pfeife auf den alten Mist.
Die Eisenbahn hat eine Schiene,
was leider nicht zu ändern ist.





Keiner hat nach mir gefragt,
das sind allererste Zeichen.
Doch die Reime sind gewagt
und wir sind doch unter gleichen.

Keiner, der was wissen will.
Keiner fragt nach den Kollegen.
Denn das Telefon steht still.
Und wir wissen nicht weswegen.

Jeder hat genug zu tun.
Hunde setzen ihre Marken.
Und im Hühnerstall das Huhn.
zählt sich selber zu den Starken.

Jede wählt ihr Abendkleid
für die super-neue Disco
Bald ist jeder "kampf"-bereit
selbst in San Francisco.




So gerne lerne ich dich kennen.
Du siehst gut aus, verführerisch.
Und ich will deinen Namen nennen,
im Restaurant, am Küchentisch.

Du wirst umgarnt von allen Seiten.
Und jeder Mann, der träumt von dir.
Ich will dich jeden Tag begleiten.
Du hast bestimmt ein Kuscheltier.

So gerne lerne ich dich kennen.
Bei einem Schoppen Frankenwein.
Wo viele Leuchtreklamen brennen.
Ich lade dich ganz herzlich ein.




Auf der hohen Kirchturmspitze
zieht ein grauer Wetterhahn
in der Kälte, in der Hitze
einsam seine enge Bahn.

Immer steht er auf dem Posten.
Wenn ein Schauer ihn ergreift,
schaut sein Schnabel meist nach Osten,
weil vom Meer ein Westwind pfeift.

Einem Sturm die Stirn zu bieten,
fiele ihm im Traum nicht ein.
Daher hat er seinen Frieden.
Das ist gut. So soll es sein.

Keine Wahl hat er getroffen,
seit er auf dem Kirchturm steht.
Doch für jede Richtung offen,
falls der Wind ihn dorthin dreht.




Die Uhr am Kirchturm schlägt die Stunde.
Und jeden Tag dreht sie die Runde.
Sie lässt sich aber dabei Zeit.
und läutet bei Gelegenheit.

Dann gongt sie stetig jede Stunde.
Und übergibt die Neue Kunde.
Ab neun Uhr abends wird gestreikt.
Dann wird die Zeit nur angezeigt.




Der Meister Lenz kennt keine Eile.
Der Himmel weint, der Himmel lacht.
Und er vergnügt sich eine Weile.
Bis er mit einem Donner kracht.

Und dennoch müssen wir ihn lieben.
Denn alles was sich Kirschbaum nennt.
Wird aufgefordert nun zu üben.
Das ist der Stand, den jeder kennt.

Insekten tanzen in den Bäumen,
bewirtet wird ein jeder Gast.
Die Bienen fangen an zu träumen.
Sie tanken Nektar: Ast für Ast.

Und dennoch sind wir nicht zufrieden.
Es regnet auf die Blütenpracht.
Der Lenz, der will uns etwas bieten.
Doch soweit hat kein Mensch gedacht.




Ich will dir gern zur Seite stehen.
Ich wünsche, dass dir dieses passt.
Auch kleine Schritte für dich gehen.
Sofern du nichts dagegen hast.

Mit dir will ich die Kirschen pflücken,
dazu gehört auch eine Rast.
Das wäre wirklich ein Entzücken,
ein Stundenplan, der zu dir passt.

Mit dir will ich die Stunden zählen.
Du bist noch jung, kennst keine Last.
Mein Einsatz wird mich ständig quälen.
Den Anschluss habe ich verpasst.




Lasst die kleinen Gauner leben,
denn sie halten sich bedeckt.
Ihnen sollte man vergeben.
Sie sind bissig und verdreckt.

Bitte auf dem Boden bleiben.
Sie erfüllen ihren Zweck.
Niemand kann den Mist vertreiben.
Und sie suhlen sich im Dreck.

Gauner lassen sich nicht hetzen.
Und sie üben die Geduld.
Manchmal können sie verletzen.
Du bist leider selber Schuld.

Große Worte, kleine Taten
werden täglich aufgetischt.
Gänseklein und Schweinebraten,
wird im Bottich gut vermischt.

Kleine Gauner lernt man kennen.
Und sie haben sich vermehrt.
Wenn sie miteinander "pennen".
Alles Gute wird entehrt.

Keiner hat den Spaß verboten,
tretet in die Sch... ein.
Wo man hinschaut nur Idioten
hinterhältig und gemein.




Die kleine Schmusekatze,
verzaubert meine Welt.
Die alte Luftmatratze,
die ist für sie die Welt.

Dort schleift sie ihre Krallen.
Die Ratte nimmt reißaus.
Das wird ihr nicht gefallen.
die "passen" in mein Haus.

Doch alles nur zur Pflege,
das habe ich betont.
Die Ratte ist schon träge.
Sie hat bei mir gewohnt.

Ich kenne sie schon länger.
Sie war schon oft mein Gast.
Zu klein ist meine Wohnung.
Doch niemand fällt zur Last.

Bald heißt es Abschied nehmen.
Die Ratte ist bald frei.
Die Katze soll sich schämen.
Denn es klappt einwandfrei




Ich weiß ein kleiner Elefant,
wird nicht die Treppen ramponieren.
Denn er hat Hirn und Sachverstand.
Ich will es gerne ausprobieren.

Sein Rüssel nimmt die rechte Hand.
Komm rein! Du passt durch alle Türen.
Und er erwidert sehr charmant.
Will deine Hand den Rüssel führen.

Natürlich ist das kein Problem.
Ich zeige dir das Badezimmer.
Und das ist ihm echt angenehm.
Denn Wasserspiele mag er immer.

Er kuschelt in der Badewanne.
Das Wasser fließt, er kennt sich aus.
Das führt auch nicht zu einer Panne.
Er fühlt sich förmlich wie zuhaus'.

Ich danke dir, der Straßenstaub,
der bringt mich irgendwann zur Strecke.




Liebe ist ein kleines Laster,
das ihr manchmal fehlt.
Doch sie schielt nicht nach dem Zaster.
Jeder der sie damit quält.

Liebe kann man schnell verlieren.
Geiz und Habgier, kleines Glück.
Kann den Alten imponieren.
Doch sie schaut nach ihrem Glück.

Bauernsöhne gibt es viele.
Doch sie träumt von ihrem Knecht.
Das sind ihre wahren Ziele.
Manchmal ist er auch bezecht.

Alle schiebt er in den Schatten.
Und sie weint die Augen wund.
Denn die Liebe, die sie hatten.
rückt nun in den Hntergrund.




Alles wirst du richtig machen.
Nur ein klitze-kleiner Fehler.
Doch du wirst darüber lachen.
Die Verwechslung: Nenner - Zähler.

Eine eins, mit einem Minus.
Denn du bist ein kluger Kopf.
Kennst du auch schon einen Sinus.
Dein Gewinn: ein Blumentopf.

Geht den Dingen, die geschehen,
wenn ihr Zeit habt auf den Grund.
Denn ihr werdet dabei sehen.
Wichtig ist der Hintergrund.

Wisst ihr ob die Fische schlafen?
Diese Frage ist gemein.
Vater, Mutter das sind Sklaven.
Und sie stellen euch kein Bein.




Am Abend gammelt er durch Kneipen.
Und füllt sich ab mit Alkohol.
Er möchte nicht zu hause bleiben.
Er fühlt sich rundum pudelwohl.

Den Vollmond kann er nicht entdecken.
Der Himmel baut ein Wolkenschild.
Der Mond spielt mit ihm nur Verstecken.
Natürlich ist er nicht im Bild.

Er trinkt mit falschen Saufkumpanen.
Das Thema ist die Politik.
Er will sich einfach nur verplanen.
Erst kommt es dünn, dann kommt es dick.

Noch steht er nicht auf scharfe Sachen.
Ein Wodka aber darf es sein.
Das ist zum Weinen und zum Lachen.
Er trinkt erst Bier, dann Frankenwein.

Am Abend gammelt er durch Kneipen.
Erst tankt er hier, dann tankt er dort.
Er möchte nicht zu hause bleiben:
"Denn keiner spricht mit mir ein Wort."




Niemand hat mich eingeladen.
Also ran an die Kartoffeln.
Meine Kochkunst kann nicht schaden.
Also raus aus den Pantoffeln.

Großen Topf mit Wasser füllen.
Eine Prise Salz hinein.
Und ich frage mich im Stillen.
Soll es das gewesen sein?

Langsam brodeln Salz und Wasser.
Und mein Werk vollendet sich.
"Kartoffeln" denkt sich der Verfasser.
Aber bitte ohne mich.

Heute gibt es kalte Küche.
Schinken auf gekörntes Brot.
Leider fehlen Wohlgerüche.
Doch bei mir herrscht keine Not.




Die Liebe kommt, die Liebe geht.
Du kannst sie nirgends kaufen.
So schön - wenn jemand zu dir steht.
Und sonntags wird gelaufen.

Der Alltag bremst sie manchmal aus.
Das liegt am Arbeitgeber.
Gemütlich ist es nur zu Haus.
Und nichts rennt auf der Leber.

Sie küsst dich zärtlich auf den Mund.
Bei ihr bist du geborgen.
Und alles tut sie ohne Grund.
Und sie vertreibt die Sorgen.

Das dauert keine Ewigkeit.
Ich möchte höflich bitten:
Da eskaliert ein kleiner Streit.
Ganz schnell seid ihr zerstritten.

Die Liebe geht, sie kann nicht mehr.
Sie will sich umgestalten.
Die Wohnung ist bald menschenleer.
Es wachsen Sorgenfalten.




Nimm dir Zeit, um zu verstehen.
Denn die Herrscher jeder Welt
Werden bald zu grunde gehen.
Und statt Schlösser, Reis im Zelt.

Alle kaetzchen in den Zelten
haben Wachen aufgestellt.
Alle Feinde sind zu melden.
Und den Rest der ganzen Welt.

Dichter sind sie leider keine.
Doch sie zeptern mit Bravour.
Alle liegen an der Leine.
Das ist Kommunismus pur.




Lieben und dann untertauchen,
so was tut kein Gentleman.
Er wird eine Kippe rauchen.
Und du bist sein engster Fan.

Liebt euch immer mit Kondomen.
Niemand kann es unterbinden.
Nicht einmal der Papst in Rom,
denn ihr wollt erst zu euch finden.

Lacht und liebt, der Sex braucht Zeit.
Gönnt euch nette Zärtlichkeiten.
Eine Nähe, weit und breit.
Wenn es geht, nur selten streiten.

Kondome für das Wahre, Schöne.
Die Männlichkeit ist schwarz gestreift.
Je t'aime so lustvoll klingen Töne,
wenn keine/r jetzt die Flucht ergreift.




Mein Streit der heißt: Kopf oder Bauch,
dann muss ich mich entscheiden.
Doch ohne Streiten geht das auch.
Denn Streit will ich vermeiden.

Doch manchmal denke ich oh-Gott,
war die Entscheidung richtig?
Was wird aus meinem Alltagstrott,
wird er gebührenpflichtig?

Dein Schicksal hast du in der Hand.
Du musst es täglich zügeln.
Sonst wirst du nämlich hirnverbrannt.
Und nichts wird dich beflügeln.




Glück im Spiel und in der Liebe.
Das verheißt totales Glück.
Aus den Büschen wachsen Triebe,
und die wachsen Stück für Stück.

Alles kannst du von mir haben.
Aber lasse mir das Glück.
Denn das Geld und Gottes-gaben,
kehren gern zu mir zurück.

Manchmal picken schwarze Krähen
nach der Saat das ganze Feld.
Dann gilt es erneut zusäen.
Und man hofft die Saat bringt Geld.

Keine Krähe kann sich halten.
Jeder zweite Samen Gift.
Krähen müssen umgestalten,
was ihr leben anbetrifft.

Doch das Gift wirkt für Minuten,
doch die Krähe ist gewarnt.
Bauernschläue führt zum Guten.
Sie ist immer gut getarnt.




Lass dich in die Pfanne hauen,
tue so als ob nichts Wär.
Und den Senf kannst du verdauen.
Denn du isst ihn hinterher.

Spiele nicht mit den Moneten.
Sei behutsam und bedacht.
Lass die Miesepeter reden.
Und gib bitte auf dich acht.

Freunde werden Feinde werden.
Gibst du keinen Cent Kredit.
Doch es schimpfen die Verkehrten.
Und zum Abschied einen Tritt.

Lass sie heucheln, lass sie reden.
Du erkennst den falschen Ton.
Und du musst nicht für sie beten.
Und sie schleichen sich davon.




Auf zu neuen kühnen Taten.
Dazu kann ich dir nur raten.
Jeder Alltag schnurrt vorbei.
wie die Katze um den Brei.

Lasst euch täglich überraschen.
Mit der Freundin darfst du naschen.
Setzt euch an die Cocktail-Bar.
Und dann wird euch alles klar.

Lasst die Puppen nur nicht tanzen.
nicht im halben - nicht im ganzen.
Nehmt die Masken vom Gesicht.
Und hört zu wenn einer spricht.

Rhetorik eine Kunst zu reden.
Achtet aber immer jeden.
Reden schwingen, das ist fein,
doch er soll auch zärtlich sein.




Kühe brauchen ihre Ruhe,
auf der Alm und auch im Stall.
Denn sie hassen das Getue.
Lärm herrscht nämlich überall.

Doch die neuen Kirchenglocken
stören sie im Denken nicht.
Es ist eher ein Frohlocken.
Jede liebt ihr Leibgericht.

Kühe brauchen ihre Pause.
Und sie "flaggen" sich ins Stroh.
Denn sie sind bei sich zuhause.
Oft benutzt das Damenklo.

Doch sie drängeln und sie schubbsen.
Und die Kuh mit höchstem Rang.
darf es stets als erste nutzen.
Ordnung herrscht im Sturm und Drang.




Du hast dich wohl im Ton vergriffen.
Mir scheint, du bist schon wieder blau.
Ein Wodka hat dich angegriffen.
Und was du vorhast, ist nicht schlau.

Du sprühst an eine Hausfassade.
Ich liebe dich. Du bist verrückt.
Der Meister-Haus kennt keine Gnade.
Hingegen du, du bist entzückt.

Die Polizei erfährt die Fakten.
In drei Minuten ist sie da.
Und was du lallst kommt zu den Akten.
Die "Freunde" sind nicht immer da.

Nun stehst du da mit den drei Worten.
Die Aktenlage ist verhunzt.
Der Himmel öffnet seine Pforten.
Und du behauptest: Das ist Kunst.




Das Gute soll man nicht verbessern.
Denn so entsteht ein Hohn-Geschrei.
Jedoch das Gute zu verwässern,
das wäre auch nicht einwandfrei.

Was gut ist, soll man stehenlassen.
Ein Sehr gut, das ist ein Geschenk.
Das können wir ja gar nicht fassen.
Das passt nicht um das Handgelenk.

Das Ganze ist ein Künstlerpech.
Wir brauchen immer einen Dritten.
Ob wohlgesinnt ob rotzig frech.
Und jede Meinung ist umstritten.

Wir fragen uns, ist es gewagt.
Die Worte so und so zu wiegen.
Jedoch wir werden nie gefragt.
Wir könnten sie auch anders biegen.




Wir sind mit dem Latein am Ende.
Wir wissen nicht mehr ein noch aus.
Und hoffen auf die Zeitenwende.
Jedoch vor allem auf Applaus.

Wir sichten alle Möglichkeiten.
Wir wollen endlich wieder Spaß.
Doch wer kann unser Tun entscheiden.
Ein Rindvieh schnappt das frische Gras.

Wir fragen uns, was wir wohl wollen.
Wie heißt denn eigentlich das Ziel.
Wir haben nichts mehr zu verzollen.
Es fehlt uns leider das Gefühl.

Wir kämpfen hart und sind dagegen.
Die Kullertränen machen blind.
Auf allen Straßen, allen Wegen,
beginnt ein neues Labyrinth.




Lache, denn der Tag wird heiter.
Lache, denn du hast Humor.
Lache mit dem armen Schneider.
Lache auch beim Eigentor.

Lache Tränen, lache heute.
Lache einsam und im Chor.
Lache stolz bei einer Freude.
Lache mit dem Gartentor.

Lache dass sich Balken biegen.
Lache mit der Baumallee.
Lache will man dich betrügen.
Lache auch bei Eis und Schnee.

Lache mit den Jahreszeiten.
Lache sommers mit dem Klee.
Lache wenn Verliebte streiten -
dort am Erlabrunner See.




Nimm dich an die lange Leine.
Heute ist noch nicht zu spät.
Du hast spindeldürre Beine.
Tadellos mit Qualität.

Morgen musst du Rhythmus zeigen
Keiner hat ein Privileg.
Und zum Abschluss musst du geigen.
Bitte finde deinen Weg.




Liebe muss nicht lange suchen.
Kurz darauf ein Freudenschrei.
Liebe kannst du nirgends buchen.
Sommerwärts herrscht Hitzefrei.

Liebe kannst du leicht bezahlen,
Denn sie kostet dir kein Geld.
Mit der Liebsten kannst du prahlen.
Hier und jetzt und in der Welt.

Liebe darfst du nicht vergleichen:
Winnetou und Shatterhand
Steter Tropfen wird erweichen.
Doch das ist der neue Trend.

Liebe hat ein Ich-gebaren.
Und sie kostet dich dein Geld.
Mallorca und die Balearen.
Sind ganz allein auf sich gestellt.

Lieber, liebe deine Alte.
Du wirst sehen, das macht Spaß.
Liebe ihre Schönheitsfalten.
Diese Liebe gibt dir was.




Leider gähnt die Langeweile.
Denn ein Lied hat sich verdoppelt.
Und ich lösche diese Zeile,
denn es war daran gekoppelt.

Also Zwick-Zwack mit den Zeilen.
Keine Dame, meine Ex
Und ich werde daran feilen,
denn vorüber ist der Sex.

Eng befreundet sind wir beide.
Keiner der dem widerspricht,
doch ich fluche nicht und leide.
Weil die Lanze leicht zerbricht.

Dennoch kann ich sie gut leiden.
Ihre Absicht ist mir klar.
Und ich gebe mich bescheiden,
was du hoffst, wird nicht mehr wahr




Der Kirchturm schlägt in zehn Minuten.
Noch ist es weit bis Mitternacht.
Den Laptop sollte ich auch booten.
Das wird am besten Jetzt gemacht.

Denn manchmal flattern seine Nerven.
Was er nicht mag, will ich entschärfen.
Weil er sich in den Haaren liegt.
wenn er die bits and bytes besiegt.

Er weint bei allen Herzgeschichten.
Und ein Black-out ist programmiert.
Die Maus kann näheres berichten.
Denn gestern hat er sich blamiert.

Vielleicht muss ich den Händler fragen?
Er weiß was mit den bytes passiert.
Der Laptop kann den Frust ertragen.
Er hat mich nämlich nie blamiert.




Lass dich manchmal unterkriegen.
Lass den Sieg der andren zu.
Lass dich von der Dummheit biegen.
Warum lachst du denn dazu?

Lass dir deine Felle stehlen,
schwimm nicht gierig hinterher.
Lass die Frechheit an dir fehlen.
Was, das fällt dir furchtbar schwer?

Brauchst nicht immer Recht zu haben,
selbst, wenn dir ein Nachteil droht.
Stör das Krächzen alter Raben.
Wie, du bist kein Idiot?

Lass dich wissentlich belügen.
Lass den Schwachsinn, wenn er weht.
Lass dich, wenn-es-sein-muss, auch betrügen.
Warum fragst du ob das geht?

Lass den Kleingeist zänkisch fliegen.
Leiste keine Gegenwehr.
Achte nicht, genau zu wiegen.
Warum zuckst du immer mehr?

Lass dich nie von dir bescheißen.
Hasse jeden Selbstbetrug.
Täglich musst du das beweisen.
Sicher bist du klug genug.




Nun geht ihr beide Hand in Hand
vereint durchs Alltagsleben.
Und auch ein Stück durchs Märchenland.
Lasst uns die Gläser heben.

Ihr seid zu zweit, nicht mehr allein,
und teilt Gemeinsamkeiten.
Ihr sollt nie wieder einsam sein.
Jetzt und zu allen Zeiten.

Ihr habt euch lieb und seid verlobt.
So soll es immer bleiben.
Die Jugend hat sich ausgetobt.
Das Glück läßt sich beschreiben.

Nun heißt es: du. Man spricht von wir.
Die Bäume an der Mühle
erzählen jeden Tag von dir.
Und bunt sind die Gefühle.




Folgt dem Lauf der Sterne,
das ist ungewohnt.
Sehnsucht heißt die Ferne.
Und du wirst belohnt.

Lass das All bedenken,
was ihm Sorgen macht.
Geben, nehmen, schenken
bis ein Lied erwacht.

Manchmal fehlt der Rhythmus.
Märchenvolles lenkt.
Doch wo jeder mit muss
das wird eingerenkt.

Sei mit dem zufrieden,
was das Leben bringt.
Lass dir nichts verbieten,
auch wenn es misslingt.

Stehe dir zur Seite.
Nichts bleibt unerhört.
Suche in der Weite,
wo es niemand stört.





Leben das bedeutet leiden.
Keiner kriegt etwas geschenkt.
Und das lernen wir beizeiten.
Dumm ist der, der anders denkt.

Leben spielt mit uns Theater.
Einer der die Fäden lenkt.
Kinder schreien nach dem Vater.
Jede List wird eingeengt.

Leben bringt uns nasse Füße.
Doch das sind wir längst gewohnt.
Aus der Ferne: Freundschaftsgrüße.
Und die Freundschaft wird betont.

Leben spielt mit uns verstecken.
Leben das heißt Leidenschaft.
Leben kann kein Mensch entdecken.
Und das Leben gibt ihm Kraft.




Leben wie ein Vogel.
Flüge meilenweit.
Eine Packung-Mogel.
Zwitschern durch die Zeit.

Putzen das Gefieder.
Kreuzen längs und quer.
Stimmig: Vogellieder.
Nur das Nest bleibt leer.

Leben wie die Schwalben.
Frei und unentdeckt.
Wo die Kühe kalben,
frisst man ein Insekt.




Leicht und flockig ist das Leben.
Kummervoll und sorgenfrei.
Alles Sinnen alles Streben.
Geht uns nicht am A... vorbei.

Schon in aller Herrgottsfrühe
singt ein Vogel auf dem Ast.
Und er gibt sich wirklich Mühe,
täglich so, wie es ihm passt.

Die Natur braucht keine Uhren.
Sonnenauf- und -untergang.
Alle hinterlassen Spuren.
Es geht immer ohne Zwang.

Die Natur kann uns belehren.
Ohne Schimpf und Tatendrang.
Nur der Mensch wird sich beschweren.
Kurz und bündig, lebenslang.




Packt dich eine Langeweile.
Quält dich deine Einsamkeit.
Sei besonnen und verweile.
Selten hast du soviel Zeit.

Nörgelt dich dein schwarzer Peter.
Schimpft mit dir die Unvernunft.
Dann bedenke, das kennt jeder
mit und ohne Unterkunft.

Hörst du andere frohlocken.
Werden kleine Hügel steil.
Und du kaust am dicken Brocken.
Mache dann das Gegenteil.

Lass dich in die Sonne locken.
Nimm die Wärme in dir auf.
Und dann bist du von den Socken.
es gelingt dein Lebenslauf.




Seid geduldig mit den Plänen.
Nur wer wagt, hat sich blamiert.
Am Rande kann man dies erwähnen.
Von vielen wird es ignoriert.

Hetzt euch nicht und seid zufrieden.
Jeder der die Schlammschlacht hasst.
Gründe, die sind sehr verschieden.
Hoffen wir, dass alles passt.

Gipfelstürmer: von uns keiner.
Selbstbewusst, nicht arrogant.
Unser Maßstab: ein Designer.
Manchmal geht er uns zur Hand.

Laute Worte, wenig Taten.
Angepasst ist unser Ziel.
Zahlt zurück in kleinen Raten.
Achtet auf den Lebensstil.




Denn das Baby in der Wiege
schläft und träumt, so soll es sein.
Mutter liegt auf ihrer Liege.
Und sie schläft bestimmt gleich ein.

Habt Erbarmen mit dem Kleinen.
Denn der Kleine braucht den Schlaf.
Später wird er wieder weinen.
Vielen Dank, ihr seid so brav.

Lange habt ihr durchgehalten.
Das ist wirklich bärenstark.
Nun könnt ihr euch voll entfalten.
Dafür gibt es süßen Quark.

Sagt auch Danke zu der Mutter.
Denn sie steht im Dauerstress.
Sie verwöhnt euch mit dem Futter.
Sie ist Boden-Stewardess.




Blumen grüßen aus den Wiesen.
Gräser zeigen ihre Kraft.
Hecken können sich genießen,
denn das Blättchengrün - geschafft.

Vögel zwitschern in die Stille.
Sträucher zeigen ihren Saft.
Und das war mein letzter Wille,
überall herrscht Leidenschaft.

Unerreicht sind die Etüden,
heute wird ein Nest gebaut.
Das die Meisen endlich brüten.
Jeder hat ja seine Braut.

Und die Vögel sie frohlocken.
Jede zwitschert, wie sie will.
Und auf vielen Bäumen hocken
Liebespaare laut und still.




Keiner steht mir treu zur Seite.
Die Gedanken gehen Pleite.
Dennoch fühle ich noch Kraft.
Vollgepfropft mit Leidenschaft.

Wunderschöne Worte blenden.
Gerne will ich ein paar senden.
Denn es wartet keine Haft.
Und mein Treibstoff: Leidenschaft.

Niemand wird die Worte lesen.
Denn was war, das ist gewesen.
Da hilft nur Drei-Wetter-Taft
aufgetankt mit Leidenschaft.




Leider folgen wieder Tage,
wo ein Tag den andern quält.
Und ich stelle mir die Frage:
Wird gepunktet - wird gezählt.

Manchmal fische ich im Trüben.
Tue das, was keiner sieht.
Doch ich muss gewaltig üben.
Weiß der Kuckuck was geschieht.

Gerne schätze ich die Pause.
Knapp nach elf ist es soweit.
Denn dann zieht es mich nach Hause.
Und ich atme Einsamkeit.

Doch dann muss ich wieder gehen.
Stunden schinden, das tut gut.
Und ich kann mich gut verstehen
manchmal aber fehlt der Mut.

Morgen wird es anders werden.
Und sechs Stunden ist ein Tag.
Deshalb schimpfen die Gelehrten.
Jeder so, wie er es mag.




Viele können sich nichts leisten,
viele das sind schon die meisten.
Viele hadern mit den Steuern,
weil sie jedes Ding verteuern.
Manche haben ihre Rente.
Sie wird knapp am Monatsende.
Dinge nehmen ihren Lauf.
Keiner regt sich künstlich auf.
Schwein gehabt, wer Arbeit findet.
Und die Armut überwindet.
Da sie uns im Endeffekt
fordert, was noch in uns steckt.




Immer wenn die Tage glücken.
Und sich mit den Rosen schmücken.
Fordert jeder Firlefanz.
Seine Freundin auf zum Tanz.

Jeder der bei Vollmond leidet,
das ist leider weit verbreitet.
Liegt im Bett verhält sich brav,
wie im Gras das junge Schaf.

Jeder Tag ist eine Leiter.
Schwül die Luft, man kommt nicht weiter.
Folglich legt man sich ins Gras.
Und man denkt erst dies dann das.

Augen zu, so sind die meisten.
Luxus pur, man kann sich's leisten.
Schnarcher sind am besten dran.
Doch sie stören irgendwann.




Hast du nicht verstanden.
Leihe mir ein Ohr.
Ein Reim aus deutschen Landen,
geht durch mein Gartentor.

Hast du mich vergessen.
Das kommt nie wieder vor.
Der Käse ist gegessen.
Am Schluss ein Eigentor.

Hast du mich verloren,
im Trubel in der Stadt,
Das ist ungeschworen,
ein Nachspiel findet statt.




Lerne lieben ohne leiden.
Keinem ist der Spaß erlaubt.
Das geschieht auch mit uns beiden,
und viel schneller als man glaubt.

Lerne leiden und zu lachen.
Wir sind alle eingeklemmt.
Sinnvoll ist das Unsinn machen,
doch wir sind zu oft verklemmt.

Lerne Lachen und zu schimpfen.
Leider ist das Weinfass leer.
Lerne deinen Freund zu impfen,
doch das wird bekanntlich schwer.




Jeder Anfang hat ein Ende.
Jedes Ja erzeugt ein Nein.
Ganz egal wie ich es wende.
Es wird nie wie früher sein.

Jede Stunde zählt Minuten.
Und ein Irrsinn irrt sich nicht.
Zweimal Prost auf die Sekunden,
denn sie tuen ihre Pflicht.

Jede Sanduhr rieselt leise.
Doch die Glocke läutet Sturm.
Und die Töne ziehen Kreise.
Das entsetzt den Regenwurm.

Alles glockt und klingt nach Noten
Und das Paradies am Main.
Froscht und quakt, das ist verboten.
Doch Libellen stimmen ein.




Liebe ist mein Hauptgericht.
Und sie schmeckt wie süße Sahne.
Denn sie schreibt mir ein Gedicht,
doch ganz anders als ich plane.

Liebe zahlt kein Schmerzensgeld.
Ganz besonders wenn sie rostet.
Jedem ist es freigestellt.
Ob der Anstand etwas kostet.

Meistens: oft bei Missetaten.
Wird die Liebe hundsgemein.
Du verlierst den roten Faden.
Lieber bleibst du dann allein.

Liebe kann dein Leben ändern.
Alles trabt im neuen Trott.
Nur die Segelboote kentern.
Hilfreich ist der liebe-Gott.




Liebe kann ich dir nicht schenken.
Denn ich bin verliebt hoch zwei.
Doch ich werde an dich denken.
Vieles ist mir einerlei.

Liebe, das sind große Worte.
Wer die erste Geige spielt,
teils piano oder forte.
Wenn der Taktstock auf dich zielt.

Liebe, die kennt keine Schranken.
Und sie wartet Stück für Stück.
Dafür will ich mich bedanken,
denn sie bringt und häuft das Glück.

Liebe ist ein Feuerwerk.
Liebe findet keine Grenzen.
Liebe wird zum Gartenzwerg.
Und er darf die Schule schwänzen.




Eine Liebe kam abhanden,
doch wir fanden sie im Schnee.
Manches hat sie nicht verstanden.
Doch der Schmerz tut nicht mehr weh.

Ausgekühlt wird sie erwachen.
Unscheinbar der erste Blick.
Doch sie wird vor Freude lachen.
Denn das ist kein Zaubertrick.

Danke Gott für diese Gaben.
Unfug bricht uns das Genick.
Doch die Freude, die wir haben,
zeigt, wir haben einfach Glück.




Liebe tut den Menschen gut
auf dem Sofa, und im Bett.
Denn du fühlst dich ausgeruht.
Dann ist es besonders nett.

Liebe bringt den Tag in Schwung.
Vorher tobt die Bettenschlacht.
Liebe hält bekanntlich jung.
Deshalb Liebe an die Macht.

Liebe bringt dir gute Laune.
Liebe ohne Schlafanzug.
Hebt die Stimmung und ich staune.
Lieben kann man nie genug.

Liebe kann den Stress vermeiden.
Liebe kommt nicht in Verzug.
Liebe fordert: nicht zu streiten.
Denn zu lieben, das ist klug.




Liebe kann man nicht begreifen.
Liebe das ist Illusion.
Liebe lässt die Früchte reifen.
Jeder hat etwas davon.

Liebe lässt sich nicht erzwingen.
Liebe ist wie ein Magnet.
Liebe wird in allen Dingen,
Menschenglück das nie vergeht.

Liebe kann die Feindschaft schlichten.
Liebe hat kein Hausverbot.
Liebe kann sich selbst gewichten.
ohne Liebe herrscht der Tod.

Liebe darf die Liebe leben.
Liebe bricht auch kein Tabu.
Liebe kann dir alles Geben.
Liebe ist mit mir per Du.




Liebe kannst du nicht verräumen,
denn sie trifft dich wie ein Blitz.

Liebe kann kein Mensch versäumen.
Der Versuch, der ist ein Witz.

Liebe will stets zu dir halten.
Und sie ist nicht farbenblind.

Lass die Liebe einfach walten.
Schön, dass wir zusammen sind.

Liebe kannst du nicht verjagen,
denn sie saugt sich an dir fest.

Liebe lässt sich nicht vertagen.
Und sie sitzt mit dir im "Nest"




Liebe macht dich leicht und locker
Weil sich alles um dich dreht.
Falle aber nicht vom Hocker.
Diese Bitte kam zu spät.

Gott-sei-Dank kein schwerer Schaden.
Morgen ist er schon verheilt.
Und dein rot getönter Faden
blieb beim Umsturz ungeteilt.

Liebe macht die Stimmung heiter.
Und dein Freund der grinst dazu.
Ständig kaufst du neue Kleider.
Das ist keinesfalls tabu.

Denn du möchtest ihm gefallen.
Glaube mir, er hat dich gern.
Vorsicht mit den scharfen Krallen.
Das ist heute unmodern.




Jede Liebe soll mich lehren,
tanzt ein Schmetterling ums Haus.
Werde ich mich nicht beschweren,
denn sonst ist die Liebe aus.

Jede Liebe will ich achten.
Herz an Herz, und Hand in Hand.
Denn bei näherem Betrachten,
ist sie außer Rand und Band.

Jede Liebe wird sich lohnen,
denn ein großes Stück vom Glück
wird mich liebevoll verschonen.
Und der Himmel kehrt zurück.

Eine Liebe lässt mich leiden
und das Pech rennt hinterher.
Und es lässt sich nicht vermeiden.
Auch die Liebe hat es schwer.




Die Liebe möchte ich erfahren
mit Sex-Appeal und Zweisamkeit.
Da hilft es nichts, sein Geld zu sparen.
Der Weg zum Ziel ist meilenweit.

Vergessen sind die alten Pläne,
sie haben ohne Zwang geschwätzt.
Vortrefflich ist die Liebesszene.
Sie haben sich ein Ziel gesetzt.

Zu lieben, das heißt streng genommen.
Ein Vogel der den Schnabel wetzt.
Das ist ihm sichtlich wohl bekommen.
Er liebt die Liebe, die er schätzt.

Er hat die Liebe nun erfahren.
Und wechselt schließlich das Gefieder.
Sein Schwarm jedoch darf nichts erfahren.
Er probt die neuen Vogellieder.




Liebe lenkt dich aus der Bahn.
Wird sie auch von ihr erwidert.
Fängt ein neues Leben an.
Schlechtes wird dann ausgegliedert.

Schmetterlinge tanzen Fox.
Sie ist deine Wellenlänge.
Pferde müssen in die Box,
ein Geschubse, ein Gedränge.

Liebe fordert Toleranz.
Und ihr werdet euch auch streiten.
Selten sei der Firle-fanz.
Denn das lässt sich nicht vermeiden.

Wie ich sehe, du blühst auf.
Rundgehobelt werden Kanten.
Gerne nimmst du das in Kauf.
Denn du konntest bei ihr landen.

Liebe heißt dein Lieblingshit.
Alles wird sich umgestalten.
Und ihr ändert jeden Schritt
beim beliebten Händchen-halten.




Eine Liebe wird dich schmücken.
Weil sie nicht vorübergeht.
Und sie lässt sich bei dir blicken.
Wenn der Wind sich dorthin dreht.

Liebesschwüre kennt sie keine.
Jeder Satz wird umgedreht.
Jedes Wort zieht einfach Leine,
weil es zu sich selber steht.

Liebe kann kein Mensch ersinnen.
Liebe kennt auch keinen Hass.
Doch sie wird ein Lied beginnen.
Und die Quinte spielt der Bass.




Liebe kann man nicht erzwingen.
Liebe ist für alle da.
Liebe kann nur dort gelingen,
wenn dein Herz klopft sage ja

Liebe kann man auch nicht kaufen.
Liebe ist ein Blatt Papier.
Liebe hilft dir zu verschnaufen.
Liebe ist ein Teil von dir.

Liebe pocht an deine Seele.
Liebe ist auch ein Prinzip.
Liebe ordnet die Befehle,
und die Liebe hat dich lieb.




Liebe lebt nur im Geheimen.
Liebe ist ein Stacheldraht.
Liebe lässt sich treffend reimen,
doch dann hat man den Salat.

Liebe herrscht, wo Menschen wohnen.
Liebe schenkt uns die Natur.
Liebe darf sich selbst belohnen,
hinter der Gardinenschnur.

Manchmal kommt sie uns abhanden.
Herrscht nun Ebbe oder Flut?
Liebe, manchmal abgestanden,
ganz egal, mir geht es gut.

Liebe dringt in die Gedanken.
Und sie zieht vor dir den Hut.
Liebe kennt auch keine Schranken.
Heute ist sie auseruht.




Liebe kannst du nirgends kaufen.
Liebe gibt es nie genug.
Liebe dich beim Haareraufen.
Liebe führt zu Selbstbetrug.

Liebe wohnt an jeder Ecke.
Liebe steht vor deiner Tür.
Liebe schenkt dir eine Decke.
Liebe kann oft nichts dafür.

Liebe kennt kein Rätselraten.
Liebe ist im Kern dafür.
Liebe kocht den Schweinebraten.
Liebe öffnet jede Tür.

Liebe wird dich nie besch...den.
Liebe hat nur dich im Kopf.
Liebe lächelt sehr bescheiden.
Liebe ist ein armer Tropf.

Liebe kann sich nur verschenken.
Käuflich ist die Liebe nicht.
Darum danke den Geschenken.
Schau dem Liebling ins Gesicht.




Weine bitte, liebe Kleine
mir nicht eine Träne nach.
In mir steckt das Hundsgemeine.
Alles andere liegt brach.

Manchmal bin ich Virtuose,
applaudiere wenn du kannst.
Du bist eine Herbstzeitlose,
die auf allen Wiesen tanzt.

Nimm bitte, nicht so wichtig.
Was du brauchst, ist dein Verstand.
Denn du siehst die Sache richtig.
Und dann geht es Hand in Hand.

Sei mir treu, und seie ehrlich,
wenn das Sofa kuschelrockt.
Sonst ist dieser Spaß gefährlich.
Nur dein "Alter", der frohlockt.




Liebe Leute leben länger
das steht wirklich felsenfest.
Schnallt den Gürtel nicht mehr enger.
Kaffee-Party, Freudenfest.

Achtet auf die Lebensfreude.
Grenzen zeigt die Zeit.
Liebt das hier und liebt das Heute
Und die traute Zweisamkeit.

Auch das Zweisein sucht noch Leute,
denn sonst wird man völlig blind.
Schön ist auch die Menschenmeute.
Jeder bleibt ein Wickelkind.

Frohsein und noch viel Gelingen.
Denn mein Ziel ist jetzt erreicht.
Und mein Kehlkopf übt das Singen.
(Einer der von dannen schleicht.)




Die Liebe macht die Herzen weit.
Das regelt die Natur.
Sie hilft dir gern - zu jeder Zeit.
Und das ist Liebe pur.

Du hast sie einmal unterschätzt.
Das kommt nie wieder vor.
Du hast sie unverschämt verletzt.
Wie man so sagt: Ein Eigentor.

Jedoch in diesem Augenblick,
da küsst sie dich und lacht.
Es ist Bestimmung und ein Glück,
wer hätte das gedacht.

Sie herzt dich und sie hat dich gern.
Was immer auch geschieht.
Am Abendhimmel funkt ein Stern.
Es funkt ein Liebeslied.




Liebe kann sich jeder leisten.
Liebe kostet einen Kuss.
Liebe ist doch für die meisten
nach dem irren Anfang Schluss.

Liebe kann den Berg versetzen.
Liebe fragt nicht wer du bist.
Liebe kann dich schnell verletzen
und sie fragt was Liebe ist.

Liebe sitzt auf heißen Kohlen.
Heute du und morgen ich.
Liebe soll der Teufel holen.
Liebe ist ein Messerstich.

Liebe kann nicht jeder schenken.
Liebe ist ein Hochgenuss.
Dieses solltest du bedenken.
Liebe bringt den Abschiedskuss.




Lass die Liebe leben,
bis der Morgen tagt.
Alles kann sie geben,
wenn ein Dritter fragt.

Liebe soll nicht leiden,
sie ist ein Versuch.
Nichts kann sie vermeiden.
steht im Tagebuch.

Nichts kann sie vertreiben.
Oft ist nicht genug.
Du wirst bei ihr bleiben.
Nun bist du am Zug.

Lass die Freundschaft leben.
Sei ein Rettungsseil.
Dir kann ich vergeben.
(sind auch alle Wege steil.)




Liebe tut bekanntlich gut
Liebe öffnet alle Schranken
Liebe ist stets ausgeruht
Liebe fühlst du in Gedanken

Liebe ist ein Zuckerbrot
Liebe kostet keinen Cent
Liebe macht die Wangen rot
Liebe heißt der neue Trend

Liebe läßt sich nicht vergleichen
Liebe ist ein Wirbelwind
Liebe kann nicht mehr entweichen
Liebe ist ein Labyrinth

Liebe kannst du manchmal ahnen
Liebe ist ein Himmelbett
Liebe kann man auch nicht planen
Liebe hat den Stein im Brett

Liebe kann die Wohnung streichen
Liebe hat mit mir Geduld
Liebe kann auch von dir weichen.
Und die Liebe trifft die Schuld.




Liebe wirst du niemals finden,
wenn du nach den Sternchen jagst.
Denn die lassen sich nicht binden.
Ganz egal wie du dich plagst.

Liebe schielt auf die Moneten.
Und ein Dummer steht bereit.
Anfangs schauen sie betreten.
Doch kurz darauf: ein Hochzeitskleid.

Liebe kannst du nicht erringen,
Und wer liebt, der weiß genau.
Liebe kannst du nicht bezwingen.
Denn dein Liebling steckt im Stau.




Liebe kannst du nirgends kaufen.
Liebe das ist nur ein Wort.
Liebe hilft um durchzuschnaufen.
"Liebe" ist für manche Sport.

Liebe kannst du nirgends pachten
und die Liebe hat dich gern.
Liebe sollst du nie verachten.
Und sie leuchtet wie ein Stern.

Liebe darf dir alles sagen.
Liebe ist ein Zauberwort.
Liebe schweigt bei vielen Fragen.
Liebe ist dein Lieblingsort.

Liebe wird dir Spaß bereiten.
Liebe tut dem nächsten gut.
Liebe ist so wie Gezeiten:
Manchmal Ebbe - manchmal Flut.




Liebe lässt sich nicht beweisen
Liebe schaut erstaunt zurück
Und die Liebe geht auf Reisen
Liebe hat verdammt viel Glück
Liebe ist kein Fußabstreifer
Liebe zählt ihr Taschengeld
und das tut sie voller Eifer
Liebe kennt die ganze Welt
Liebe kannst du nicht beenden
Liebe baut auf deine Gunst
Liebe kannst du nicht versenden
ohne Liebe keine Kunst
Liebe kennt die Einbahnstraßen
Liebe kennt das Loch im Zaun
Liebe stolpert über Vasen
Und die Liebe ist ein Clown




Wenn die Liebelei nicht wär',
wäre alles halb so schwer.
Jede würd' mit jedem wandeln
und diskret mit ihm verhandeln.

Doch die Eifersucht bedingt,
was die Liebe mit sich bringt.
Keine traut dem Weibernamen.
Dieses gilt für alle Damen.

Herren im Versteck sind Jäger.
Damen sind dagegen Kläger,
vollgespickt mit Eifersucht,
dass er eine andre sucht.




Lieber Frühling, ich will danken
für dein Sonderangebot.
Ungern will ich mit dir zanken.
Doch dir fehlt die Phase rot.

Lange lagst du in den Kissen.
Selten hast du Licht gemacht.
Doch das eine sollst du wissen.
Ich hab' nur an dich gedacht.

Leider hast du kein Verlangen.
Und dir fehlt die Leidenschaft:
mitzufiebern, mitzubangen.
Das ging über deine Kraft.




Gott ist immer für mich da.
Und bei ihm bin ich geborgen.
Er ist immer greifbar nah.
Und er hilft bei meinen Sorgen.

Menschen sagen, keine Zeit.
Gott vertröstet nicht auf morgen.
Er ist immer hilfsbereit.
Und er pfeift auf meine Sorgen.

Gott wird helfen, denn er kann.
Auch die Uhren rückwärts drehen.
Er ist ein gefragter Mann.
Suche nicht ihn zu verstehen.

Gott gibt auch dem Zweifler Kraft.
Mutter ist bei ihm geborgen.
Und er wird mit Leidenschaft
für mich streiten, für mich sorgen.




Keine Angst es wuchern Fragen,
die ein irgendjemand stellt.
Darauf kann ich gar nichts sagen.
Bin allein auf mich gestellt.

Gott ist Meister aller Klassen.
Jeden Tag hält er zu mir.
Und ich kann es gar nicht fassen.
Er steht mitten im Revier.

Keine Angst er wird nicht strafen.
Keine Angst er hat dich lieb.
Segelboote sind im Hafen.
Und auch das ist sein Revier.

Lieber Gott du bist die Fülle.
Und du schenkst das täglich Brot.
Und wenn ich vor Schmerzen brülle.
Linderst du in mir die Not.




Lieber Gott, dein Sorgenkind,
geht auf eine lange Reise.
Ihn begleitet nur der Wind.
Und er flüstert still und leise.

Betrachten will ich: Mann im Mond.
Doch keiner hat ihn je gesehen.
Jedoch ich bin es so gewohnt.
Bis dorthin will ich einmal gehen.

Ich bin kein Spinner, mehr ein Träumer.
Und was auf dieser Welt geschieht.
Da bin ich nur ein Schuttabräumer,
der mit den beiden Ohren sieht.

Dein Sorgenkind hat gut geschlafen.
Die Nacht ging viel zu schnell vorbei.
Dann zählt er zu den Arbeitssklaven.
Ich fühle mich dann wohl dabei.




Lieber liege ich daneben.
Meine Hand liegt neben mir.
Und ich kann nicht anders leben.
Denn auch du hast ein Revier.

Bin bestimmt kein Casanova
mit den geilen Herzgeschichten.
Lieber schlafe ich im Sofa.
Morgen kannst du es berichten.

Bin kein Mann, der Liebe heuchelt.
Denn ich halte nichts davon.
Keine hat mich je verteufelt.
Deshalb spreche ich mein Sohn.

Jeden Zank kann ich ertragen.
Doch du gehst mir auf den Geist.
Sei bereit zum Danke sagen:
Wie es in der Bibel heißt.




Lieber Mitmensch sei mal ehrlich.
Hast du dich zu früh gefreut.
Bist du wirklich unentbehrlich.
Hast du es bereits bereut?

Alle wollen dich verpflichten,
denn du selbst bist vogelfrei.
Kannst du einwandfrei berichten:
dieses Hemd ist schwer wie Blei.

Lieber Mitmensch sei mal ehrlich.
Pflegst du deine Umlaufbahn.
Wird es häufig sehr gefährlich.
Oder eilst du gut voran.

Wird ein Superstar gewichtet.
Kennst du schon die ganze Welt.
Wirst du täglich aufgerichtet.
Streicht man dir das Taschengeld.




Viele Liebesworte tanzen,
ganz geschmeidig in dein Ohr.
Und du träumst bei all dem Ganzen.
Denn das kommt nicht täglich vor.

Liebesworte zu verschenken.
Aber keiner meldet sich.
Dennoch musst du an sie denken.
Denn er ist verliebt in dich.

Liebesworte für die Sinne,
gibt dem Herzen einen Stich.
Und egal was ich beginne.
Täglich denke ich an dich.

Viele Liebesworte wollen,
mit dir flirten Tag für Tag.
Und ein Stein der kommt ins Rollen.
Jeder so wie er es mag.




Weisen, Lieder und Gesänge,
auf der Straße im Duett.
Und es drängelt sich die Menge.
Denn es klingt unheimlich nett.
Wo sie spielen ist es steinig.
Doch die beiden sind sich einig.
Der Erlös: der Hungersnot.
Denn sie haben selber Brot.




Ich bin ein Typ vom "nahen" Osten.
Ihr kentert wie die Loreley.
Ihr kommt gemeinsam auf die Kosten.
Ich überlebe einwandfrei.

Die Poesie kam euch abhanden.
Jedoch es fehlt die Qualität.
Ihr werdet an der Ostsee stranden.
Ihr kommt wie jedesmal zu spät.

So vieles wäre zu beraten.
Die Seilschaft ist nicht einwandfrei.
Und deshalb fehlt der rote Faden.
Ihr fühlt euch wie der "letzte Schrei".

Kommt bitte wieder auf den Boden.
Ihr zementiert den Alltagsbrei.
Das ist in jeder Kunst verboten.
Und viel Genuss beim Müsli-Brei.




Nah und weit verbreitet
ist der Löwenzahn.
Nur der Wind entscheidet,
und der Gottesplan.

Er hat sich verkleidet.
Gelb ist nicht mehr in.
Er wird stets beneidet
für die Disziplin.

Seine Samen landen
hier und da und dort.
Häufig bei Bekannten
und auch hier vor Ort.




Löwen haben viele Zähne,
seht euch in der Landschaft um.
Zottelig ist seine Mähne,
er ist zahm, jedoch auch dumm.

Ständig frisst er Schokolade.
Das nimmt er sich selber krumm.
Karies kennt keine Gnade,
wenn es schmerzt, weiß er warum.

Onkel Doktor gibt ihm Spritzen.
Dann setzt er den Bohrer an.
Und der Löwe bleibt brav sitzen.
Denn es hat nicht weh getan.

Bitte täglich zweimal putzen.
Mahnt der Doktor frank und frei.
Sonst wird alles nicht viel nutzen.
Und der gelbe Löwenzahn -
geht wie alles schnell vorbei.




Mach es gut am Abend und am Morgen
... zu jeder Tageszeit
... und mach dir keine Sorgen
... auch wenn ein Baby schreit
... bei Mond- und Sonnenschein
... bei Kälte und bei Hitze
... bist du auch mal allein
... denn du bist einfach Spitze
... und sei mit dir zufriedden
... auch wenn ein Habicht kreist
... und lass dir nur nichts bieten
... ich mag dich sehr, was du längst weißt




Die Frage, die sich manchmal stellt.
Was macht die große, weite Welt.
Ist damit Jemand unzufrieden?
Was kann sie armen Leuten bieten?

Die Frage wird schnell abgetan.
Wir kreisen mit der Umlaufbahn.
Wir kennen keine armen Leute.
Wir sind des Wahnsinns fette Beute.

Den Armen zollt man keinen Dank.
Der Kuchen auf dem Küchenschrank,
gehört natürlich nur den Reichen
und denen, die den Reichen gleichen.

Die Armen schuften Stück für Stück.
Das Geld dafür, heißt für sie Glück.
Wenn sie die Rechnungen begleichen.
Dann danken Ihnen nur die Reichen.




Wir sitzen voll entspannt am Tresen
und trinken ganz gemütlich Bier.
Das war auch früher so gewesen.
Kein Zweifel: Es gefällt uns hier.

Der eine liest, ein andrer gackert
was heute in der Main-Pest steht.
Die Kerze auf dem Tresen flackert,
bis sie entflammt zu Ende geht.

Wir wissen nicht, wie lang wir bleiben.
Das steht in irgendeinem Stern,
der wird uns auch die Rechnung schreiben
per Satelit. Das ist modern.

Wir schweben wie auf Wolke sieben.
Und Bier trägt seinen Teil dazu.
Das ist ein Stoff, den alle lieben.
Mein Nachbar heißt ganz einfach DU.




Manchmal bin ich stock-und-sauer.
Keine Angst ich beiße nicht.
Meine Wut - von kurzer Dauer.
Nicht ein einer widerspricht.

Manchmal bin ich süße Sahne.
Doch die Sahne macht nicht dick.
Und ich hisse eine Fahne.
Jetzt und jeden Augenblick.

Manchmal bin ich unzufrieden,
doch dann lächelt holdes Glück.
Und ich kann dir alles bieten.
Lächelst du mit Zorn zurück.

Manchmal lege ich die Karten.
Ich bewerte und verschiebe.
Doch ein Weilchen muss ich warten,
dann begegnet mir die Liebe.




Manchmal möchte ich verweilen.
Doch ich finde einen Reim
und dann muss ich mich beeilen,
er entfleucht, ich bin daheim.

Ein Ersatz ist nicht zu finden.
Meine Suche: überall.
Manches kann ich überwinden.
Doch es wird ein klarer Fall.

Dann entsteht in mir die Freude.
Und mein Herz, das lacht dazu.
Das geschieht gerade heute.
Ich bin eine dumme "Kuh"




Manchmal bin ich müde.
Gott gibt auf mich acht.
Und in seiner Güte
wünscht er gute Nacht.

Wenn ich schlafen gehe.
Träume ich allein.
Gott ist in der Nähe
und wird bei mir sein.

Gott ist nie am Ende
und mit seiner Kraft.
Reicht er mir die Hände.
Er zeigt "Leiden"schaft.

Gut sind seine Taten.
Und da staunt die Welt.
Er wird mich beraten.
Wenn der Würfel fällt.




Juchze laut und sei zufrieden.
Denn dein Herz schlägt einwandfrei.
Männer sollte man verbieten,
das macht Spaß, wir sind dabei.

Manchmal zahlen sie die Zeche,
Doch wir haben Geld wie Heu.
Und sie sind die Angriffsfläche.
Manche Männer sind auch treu.

Deshalb gilt es zu sortieren.
Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Eines müssen sie kapieren.
Sie sind höchstens zweite Wahl.

Männeraugen dürfen gaffen,
haben sie genügend Geld.
Spielen sie für uns den Affen,
heißt es, dass er uns gefällt.




Märchenhaftes Wetter
Kühl ist angesagt.
Grün sind alle Blätter,
wenn mich einer fragt.

Am Himmel ziehen Wolken.
Und keiner weiß wohin.
Ich werde morgen folgen.
Das kostet mich Benzin.

Schlangen will ich häuten
für den guten Zweck.
Das kann nur bedeuten.
Die Schlange wirft sie weg.

Endlich: Licht und Sonne.
Und das wird be-jaht.
Selbst die Regentonne
hat nicht nein gesagt.




Kannst du meine Träume zählen.
Mitternacht ist längst vorbei.
Bald muss ich den Alltag wählen,
doch das ist mir einerlei.

Jeder sitzt vor dem Computer.
Eine Maus hält ihn auf Trab.
Was sie tut erzählt mein Bruder.
Die Ressourcen werden knapp.

Einmal schnell ins Internette,
doch die Maus schaut irritiert.
Leg sie bitte an die Kette,
dass sie nicht ihm Wahn regiert.

Mäuse können selten raten.
Das System ist gut verpackt.
Google-Pool und darin baden.
Knackig und am liebsten nackt.




Hörst du nicht das Meeresrauschen,
Augen zu und Ohren auf.
Mit dem Sandstrand will ich tauschen.
Und die Flut nimmt ihren Lauf.

Möwen krächzen um die Beute,
Fischerboote sind beliebt.
Weil sie geben dieser Meute.
Fischabfall, den es dort gibt.

Auf den Deichen grasen Schafe.
Es sieht ganz idyllisch aus.
Jede ist ein Arbeitssklave.
Und die Lämmer büchsen aus.

Salzig wird es auf den Lippen.
wenn der Wind aus Norden weht.
Und ich möchte darauf tippen.
Dass der Wind sich wieder dreht.




Die Frage stellt sich jeden Tag,
wo liegt mein bunter Hund begraben.
Der stets an meiner Seite lag.
Ich sagte oft: Du kannst ihn haben.

Wir beide waren stubenrein.
Du warst mein Herz, ich deine Seele.
Ich war für dich ein Sonnenschein.
Du warst bereit für die Befehle.

Und morgens früh und spät bei Nacht,
erfreute uns das Gassi-gehen.
Das hat mich um den Schlaf gebracht.
Jedoch ich konnte mich verstehen.

Die Leine los im nahen Park.
Du hast dich tierisch rumgetrieben.
Und fühltest dich besonders stark.
Doch nur die Leine ist geblieben.

Ich suchte und ich fand dich nicht.
Und fing fast an zu toben.
Erschüttert war mein Gleichgewicht.
Die Frage stellt sich: Siehe oben.




Mein Glück


Du weißt: ich bin auf deiner Seite.
Egal was kommt, und was geschieht.
Jedoch, ich bitte dich, vermeide,
ein Schicksal, das dich runterzieht.

Ich will dein Freund sein, wenn du magst.
Verspreche keine leeren Worte.
Und was du im Vertrauen fragst,
das öffnet Türen und die Pforte.

Sei wie du bist, und bleibe du
mit allen Alltagssorgen.
Doch bitte pflege dein Tabu,
zumindest bis zum nächsten Morgen.




Ich würde gerne Briefe schreiben.
Der Postempfänger wärest Du.
Und mit Dir meine Zeit vertreiben
bei einem netten Rendez-vous.

Natürlich will ich mit Dir schweigen
und reden wie ein Wasserfall,
und Dir die Lichterketten zeigen,
den Sternenhimmel und das All.

Ich denke mir an manchen Tagen.
Wir könnten gute Freunde sein,
und uns ergänzen und vertragen
bei einem Schoppen Frankenwein.

Mir ist so wohl in Deiner Nähe.
Ein Anlass, der zu denken gibt.
Und mir wird klar und ich verstehe:
Ich habe mich in Dich verliebt.




'Das Blumenbeet' dort auf der Mauer,
das hat sich selber angepflanzt.
Kein Mensch betrachtet es genauer.
Auch wenn die Sonne mit ihm tanzt.

Der Humus reicht für eine Weile.
Den Regen bringt der Monat mit.
Doch ein Orkan schafft Einzelteile.
Die Blumen kommen aus dem Tritt.

Noch halten ihre Klettverschlüsse.
Jedoch die Nerven liegen blank.
Gedankt wird für die Regengüsse.
Das hält sie rank und gertenschlank.

Doch irgendwann - in ein paar Wochen -
Da endet, was der Regen sät.
Sie sind verwelkt bis auf die Knochen.
Und jede Hilfe kommt zu spät.




Du bist das liebste was ich habe.
Und ohne dich wär's halb so nett.
Und du hast einfach eine Gabe,
das spürt sogar das Wasserbett.

Du bist die Liebste wie ich meine
kein Baum, kein Strauch gefällt mir mehr.
Du machst den Einsamkeiten Beine.
Du weißt genau, ich mag dich sehr.

Du bist ein Wort und ein Gedanke
An manchen Tagen bist du da.
Und vor dir gibt es keine Schranke.
Du heißt ganz harmlos Monika





Das Mauerblümchen an der Ecke
sucht ständig einen festen Freund.
Ihr gegenüber: eine Hecke,
die mithört, wenn sie abends weint.

Es muss doch einen Jemand geben,
der mit mir seine Freude teilt.
Der Wunsch geht allerdings daneben,
weil keiner gern bei ihr verweilt.

Das Mauerblümchen: das ist schade,
geht welk vor Traurigkeiten ein.
Das Leben kennt halt keine Gnade,
das welke Blümchen stirbt allein.





Das Tal der Tränen ist durchschritten.
Der Bruder Leichtfuß fragt galant:
"Mein liebes Fräulein, darf ich bitten?"
dann nimmt er meine rechte Hand.

Wir tanzen, dass die Fetzen fliegen.
Es stört uns nicht, das Holzparkett.
Wir beide lassen es links liegen.
Dann stoppt der Song, das ist nicht nett.

Wir singen selbst und tanzen weiter.
Der Rhythmus zwingt zum Wechselschritt.
Schafft Frohsinn, selbst mein Tanzbegleiter,
der ist begeistert und macht mit.

Das Tal der Tränen ist durchschritten.
Der Bruder Leichtfuß meint zum Schluss.
"Mein liebes Fräulein, darf ich bitten.
Ich möchte einen Abschiedskuss."




Nur du hast mir den Kopf verdreht,
das sagt mir mein Gefühl.
Woher der Wind auch immer weht.
Zuweilen bläst er kühl.

Nur du hast mir mein Herz geraubt.
Das weißt du ganz genau.
Das hätte ich dir nie erlaubt.
Vom Himmel lacht das Himmelblau.

In dir bin ich gefangen.
Wie hast du das gemacht.
Nach dir hab ich Verlangen.
Von morgens früh bis in die Nacht.




Du hast Dich über alle Sorgen
mit einem 'Sprung' hinweggesetzt.
Und seitdem bleibt für Dich verborgen
der zähe Kampf im Hier und Jetzt.

Das Schicksal hattest Du gewogen.
Sehr lange reifte Dein Entschluss.
Du bist von ihm nicht abgebogen.
Und schließlich kam, was kommen muss.

Dein Platz ist leer. Nur in Gedanken
bist Du für Augenblicke da.
Und es verlieren sich die Schranken:
"Wie geht es Dir, Angelika?"

Es geht Dir gut, so darf ich hoffen.
Nichts Nervendes, das an Dir zerrt.
Der ganze Himmel steht Dir offen,
denn keine Tür ist dort versperrt.




Der Abend ist im Gange.
Am Himmel thront der Mond.
Die Hühner sind schon lange
auf ihrer Hühnerstange.
Sie sind es so gewohnt.

Am Himmel funkeln Sterne.
Der Große Wagen steht.
Er parkt in weiter Ferne
weitab von der Laterne,
an der ein Falter seine Runden dreht.

Nun wird es still und leise.
Es zieht der Abendwind
die altbewährten Kreise.
Und Eulen glotzen weise ...
wenn sie nicht gestorben sind.




Ich liebe dich seit vielen Stunden,
der Alltag fließt an mir vorbei.
Und dennoch habe ich gefunden,
in meinen Augen bin ich HIGH.

Ich liebe dich schon viele Tage.
Gefühle haben uns verbunden.
Nun stelle ich die Gretchenfrage.
Wie hast du mein Gefühl empfunden.

Ich liebe dich seit ein paar Jahren.
In guten wie in schlechten Zeiten.
Hast du auch manchmal Glück erfahren?
Wenn nein, dann will ich von dir scheiden.




Hat der Frühling ausgedient?
Triumphiert schon der April?
Heuer ist er schlecht gemient.
Stürmt und sonnt sich, wie er will.

Einmal regnerisch, dann heiter.
Einmal Hüh und einmal Hott.
Nur der dünne Blitzableiter.
Denkt an sich, und nicht an Gott.

Alles wird er umgestalten.
Alles so, wie er es will.
Feen tragen Sorgenfalten.
Denn im März herrscht der April.




Lass die Tränen einfach fließen.
Lass den Tränen ihren Lauf.
Nutze sie zum Blumengießen.
Doch dann höre damit auf.

Tränen können dich verdrießen.
Plane keinen Neubeginn,
denn der Typ liegt dir zu Füßen
und er will den Hauptgewinn.

Weise ihn in seine Schranken,
denn er gönnt dir nicht den Spaß.
Und er will mit dir nur zanken.
Denn das macht ihm Heidenspaß.

Lass die Tränen einfach fließen.
Wer dich kennt, der streichelt dich.
Achte auf das Blumengießen.
Denn der Egoist, denkt nur an sich.




Der Gletscher schmilzt.
Ein Eisberg taut.
Jetzt will ich dir gestehen.
Ich habe mich in dich verschaut
und muss dich wiedersehen.

Gedanklich bin ich quietsch-vergnügt.
Es trällert, singt und schmettert.
Ich weiß genau, woran das liegt:
Mein Herz hat sich verheddert.

Es denkt mich flockig, federleicht.
Die Schwerkraft: aufgehoben.
Das hat allein dein Charme erreicht.
Die Post geht ab - nach oben.

Du wirfst mich fast aus meiner Bahn,
mein Herzschlag kommt ins Stocken.
Ich bin von dir echt angetan
und völlig von den Socken.




Der Himmel hat seit ein paar Tagen,
die Sonnenstrahlen unterschlagen.
Mein lieber Freund, das geht zu weit.
Ab heute gilt die Frühlingszeit.

Darüber lässt sich nicht verhandeln.
Wir würden gern im Freien wandeln.
Was dir missfällt, gefällt uns gut.
Der alte Bauer zieht den Hut.

Lass uns mit diesem Frühling schmusen.
Die kleinen Mädchen zeigen Busen.
Ein Teil davon ist angebracht.
Noch herrscht die Kälte - Tag und Nacht.

Wir alle wünschen Blau von oben.
Die Wolke hat es unterschoben.
Die Nacht hat sich in dieser Nacht.
Nicht einen Stern hervorgebracht.





Heute lacht der Himmel heiter.
Das war nicht vorhergesagt.
Wettergötter handeln leider
anders, wenn der Vollmond tagt.

Wolkenstapel stehen oben,
weißgefärbt auf blauem Grund.
Diesen Tag, den will ich loben,
sagt mein "ärztlicher" Befund.

Dieser Tag mit Zuckerwatte,
ist verführerisch und toll.
Und den Einfall den ich hatte
finde ich ganz wundervoll.

Heute lacht der Himmel heiter.
Heute steht im Tagebuch.
Liebe Sonne mach so weiter.
Ungeschneuzt mein Taschentuch.




Noch sucht der Tag den roten Faden.
Er findet eine Tasse Tee.
Dann geht er eine Runde baden.
Er wäscht sein Haar. Das ist okay.

Zum Frühstück wünscht er Marmelade
und auch ein drei-Minuten-Ei.
Es wird geköpft und das ist schade.
Zum Abschluss gibt es Müsli-Brei.

Gestärkt verrinnen die Minuten.
Der Fahrplan mahnt den Tag zur Eile.
Jetzt aber los, du musst dich sputen.
Es trödelt noch die Lange-Weile.

Der Bus fuhr heute pünktlich ab.
Ergattert wird der schönste Platz.
Das war mal wieder richtig knapp.
Gut sei dein Tag, geliebter Schatz!



Wir joggen durch die Parkanlagen.
Ein Tag beginnt mit Dauerlauf.
Mit Müsli füllen wir den Magen.
Das Wetter nehmen wir in Kauf.

In riesigen Montagehallen,
genießen wir das Pausenbrot.
Wir tun uns selber den Gefallen.
Doch überall herrscht Rauchverbot.

Dann werkt man weiter, Hände zeigen,
wo man die Fertigware parkt.
Maschinenlärm, die Münder schweigen.
Zum Nachtisch wird mit Frucht gequarkt.

Der Nachmittag hat Langeweile.
Man wartet auf den Hochgenuss.
Und plötzlich kommt der Tag in Eile.
Sirenenton - und nun ist Schluss.




Wenn sich Menschen näher kommen,
wird die Einsamkeit verbannt.
Manche kommen auch geschwommen,
doch ich stehe gern auf Land.

Schwimmen ist nicht meine Stärke.
Denn das Wasser ist zu nass.
Lieber Bach, und seine Werke
übe ich am Kontrabass.

Menschen die sich näher kommen,
sind ein Segen für die Welt.
Schönes habe ich vernommen.
Es geschah - im Zirkuszelt.

Stimmig sein, muss die Chemie.
Und ein Wort zur rechten Zeit.
Außerdem zählt Sympathie.
Und ein Quentchen Freundlichkeit.




Die Gänseblümchen auf der Wiese
behaupten Meister Lenz ist da.
Ich schaue hin und ich genieße
den Zauber, das ist wunderbar.

Sie lachen in die milde Sonne.
Doch nachts, da ist es bitterkalt.
Jedoch am Tag sind sie die Wonne.
Und jeder Sonnenstrahl macht halt.

Sie leben dort, wo Wiesen wohnen.
Sie keimen auch im nahen Wald.
Sie kümmern sich nicht um die Bohnen.
Sie hassen eines: den Asphalt.

Die Gänseblümchen gehen unter,
wenn sich die Nacht im Tag verzweigt.
Dann sind sie höchstens halb so munter.
Jedoch im Winter wird gestreikt.




Die Glocke bimmelt traurig,
begossen bellt mein Hund.
Der Tag so dumpf und schaurig.
Geknebelt stöhnt mein Mund.

Es wimmern meine Klagen,
bekümmert schlägt mein Herz.
Ein Stein beschwert den Magen,
das zieht mich erdenwärts.

Nun nagen schon die Ratten
an meiner Eingangstür.
Es drohen düstre Schatten.
Der Teufel schickt sie mir.

Wer könnte mich bewahren
vor dieser Seelenpein?
- In allen Gefahren
bin ich allein.




Die große Liebe ist verraucht.
Das Schicksal schimpft den Übeltäter.
Jedoch bevor sie untertaucht.
Da nanntest du sie Staatsverräter.

Du hast mich jeden Tag vernascht,
bei Wind und Wetter, Morgennebel.
Natürlich bin ich abgelascht.
Der Herrgott sitzt am längsten Hebel.

Die Suppe hast du eingebrockt.
Nun mach dich auf die Socken.
Denn du hast mich nur abgezockt.
Bei Regen, Tau und weißen Flocken.

Von großer Liebe - keine Spur.
"Du musst nach meiner Pfeife tanzen!"
Dein Vorbild ist dir die Natur.
Du wolltest jeden Baum verpflanzen.

Ich will dich nicht mehr sehen, geh!
Das Übel will ich schnell vergessen.
Für dich ist alles nur okay.
Im Grunde willst du mich erpressen.




Die guten Tage zählen.
Jedoch man ist erpicht.
Das Beste auszuwählen
Und tun es leider nicht.

Die schönen Stunden drehen
uns ihren Rücken zu.
Was wir nicht ganz verstehen,
dann drückt der Sorgenschuh.

Die kostbaren Minuten,
verticken ungenutzt.
Ich sage dir im Guten,
So wird dein Nest beschmutzt.





Kühe brauchen ihre Ruhe,
auf der Alm und auch im Stall.
Denn sie hassen das Getue.
Lärm herrscht nämlich überall.

Doch die neuen Kirchenglocken
stören sie im Denken nicht.
Es ist eher ein Frohlocken.
Jede liebt ihr Leibgericht.

Kühe brauchen ihre Pause.
Und sie 'flaggen' sich ins Stroh.
Denn sie sind bei sich zuhause.
Oft benutzt das Damenklo.

Doch sie drängeln und sie schubbsen.
Und die Kuh mit höchstem Rang.
darf es stets als erste nutzen.
Ordnung herrscht im Sturm und Drang.




Die letzte Sprosse ist erreicht.
Der Aufwand, der war angemessen.
Dein Ziel, das hast du nur vielleicht
in deinem Inneren vergessen.

Du wolltest immer hoch hinaus.
Das Schicksal weist dich in die Schranken.
Ein Jeder schaut. Es fehlt Applaus.
Du kannst dich nicht einmal bedanken.

Was willst du jetzt, war das dein Ziel.
Bist du im Endeffekt zufrieden.
Du fragst dich selbst, bin ich am Ziel.
Die Freunde sind noch unentschieden.




Die Liebe kann man nicht beweisen.
Sie wohnt an jedem Fleck der Welt.
Sie möchte jeden Tag verreisen.
Und braucht dafür kein Taschengeld.

Die Liebe schreibt dir sehr ausführlich.
Und teilt mit dir ihr Abendbrot.
Sie ist nie künstlich - stets natürlich.
Und weiß, wo dir ein Unheil droht.

Die Liebe kennt oft keine Grenzen.
Sie hat dich gern, das spüre ich.
Was ich nicht weiß, kann sie ergänzen.
Das überzeugt, beflügelt mich.

Die Liebe ist auf alle Fälle:
ein Freund von einem fernen Stern.
Wenn du sie brauchst, ist sie zur Stelle.
Sie küsst dich und sie hat dich gern.




Die Liebe macht die Herzen weit.
Das regelt die Natur.
Sie hilft dir gern - zu jeder Zeit.
Und das ist Liebe pur.

Du hast sie einmal unterschätzt.
Das kommt nie wieder vor.
Du hast sie unverschämt verletzt.
Wie man so sagt: Ein Eigentor.

Jedoch in diesem Augenblick,
da küsst sie dich und lacht.
Es ist Bestimmung und ein Glück,
wer hätte das gedacht.

Sie herzt dich und sie hat dich gern.
Was immer auch geschieht.
Am Abendhimmel funkt ein Stern.
Er funkt ein Liebeslied.




Die Liebe hat ein großes Herz,
du kannst darin versinken.
Sie schenkt dir Liebesleid und Schmerz,
und eine Bitte: Nicht Ertrinken.

Sie kann auch alle Namen nennen,
von denen, die dir wichtig sind.
Sie lernte, neue Namen kennen.
Sie kennt sich aus im Labyrinth.

Sie wird dich lebenslang begleiten.
Sie kennt den Saldo und Spagat.
Sie wird dich lieben, lenken, leiten
und isst am liebsten Fleischsalat.

Sie wird dich schonen und beschützen.
Sie ist dir lebenslänglich treu.
Sie wird dir alle Tage nützen.
Sei es im Stroh, sei es im Heu.

Sie will dich wieder kennenlernen.
Sie ist mit dir schon längst per du.
Den Kummer wird sie dir entfernen.
Sie hat mit dir ein Rendezvous.




Die Liebe ist ein Kinderspiel.
Doch wir sind schon erwachsen.
Wir wollen, wünschen, hoffen viel.
In Bayern und in Sachsen.

Die Liebe lässt sich meistens Zeit.
Es fliegen zwar die Fetzen.
Doch manchmal ist sie blitzgescheit
und zwar beim Schnabel-wetzen.

Die Liebe ist stets hilfsbereit.
Und darauf darfst du hoffen.
Und jeder fragt: Ist sie bereit.
Der Himmel, der steht offen.

Die Liebe liegt stets neben dir.
Doch du kannst das nicht fühlen.
Sie wandert gern von dir zu mir,
um sich dort abzukühlen.




Eine elegante Ratte
habe ich bis jetzt betreut.
Sie stand niemals zur Debatte
und ich habe nichts bereut.

Meine Fenster: Richtung Süden.
Viel zu hell war ihr Revier.
Und sie konnte nicht ermüden.
Ich saß da und trank ein Bier.

Holzspan und ein bisschen Zeitung,
brauchte sie für ihr Quartier.
Denn sie übernahm die Leitung.
ich stand sprachlos neben ihr.

Doch ihr Werk ist gut gelungen.
Eine eins für Phantasie.
Wenn ich kam, kam sie gesprungen.
Zwischen uns, da herrscht Chemie.

Sie durfte auf dem Sofa rennen.
Das war das absolute Muss.
Wir lernten uns ganz langsam kennen.
Doch damit ist auf einmal Schluss.




Du bist der Tüpfel auf dem i.
Die Schokoladenseite.
Du zeigst mir Deine Sympathie.
Wofür ich mich beneide.

Du hältst zu mir und meine Hand.
Das bringt mich echt in Stimmung.
Das bringt mich noch um den Verstand.
Mein Herz gerät in Schwingung.

Und du verschweigst kein liebes Wort.
Das lässt Gefühle ranken.
Bist du mal eine Weile fort:
- Bei Dir sind die Gedanken -




Ich hänge noch in meinen Seilen.
Und bin halb munter und halb wach.
Ich habe Zeit mich zu 'beeilen'.
Ich bin halb kräftig und halb schwach.

Noch bin ich unrasiert und träume
mich in den lieben, langen Tag.
Und alles was ich nun versäume.
Das nehme ich als Brotbelag.

Die Schwalben, diese Akrobaten,
die treiben fliegend Morgensport.
Sie pflegen sich im Main zu baden,
an einem ganz bestimmten Ort.




Die Tage sind manchmal düster gemalt,
durch Nebel verschleiert, mit Kleinsicht verstellt.
Die Rechnungen offen, unbezahlt.
Kein Funke der flackernd den Tag erhellt.

Man tappt durch den Morgen im Schlafanzug,
ganz ausgelaugt, zerknittert, schachmatt.
Der Tag fängt erst an, man hat schon genug.
Er steht bis zum Hals, man hat alles satt.

Es bleibt heute dunkel, die Seele wiegt schwer.
Man sucht einen Fluchtweg und weiß nicht wohin,
die Ziele sind unscharf, nur ungefähr,
das Denken befragt dich: Hat Flucht einen Sinn?

Man gibt keine Antwort, der Tag ist zu grau,
zu neblig verhangen, zu trist, zu verdeckt.
Der Tag ist gelaufen, das fühlt man genau.
Es klingelt im Kopf, man ist erst erschreckt.
Der Nebel reißt auf:
Und dann hat man sich selbst entdeckt.




Alles was ich jetzt verpasse,
regt mich überhaupt nicht auf.
Denn das Bier schmeckt Extra-Klasse.
Vieles nehme ich in Kauf.

An der Tanke ist es teuer.
Doch ich tanke nicht Benzin.
Denn der Preis - ein Ungeheuer.
Selbst in Flensburg und Berlin.

Und der Preis, der wird noch steigen.
Arme sind noch ärmer dran.
Doch sie wollen es nicht zeigen.
Und der Staat hat schuld daran.

Preise wie in Apotheken.
Manche machen sich was vor.
Vielen kommt es ungelegen.
Viele schimpfen laut im Chor.




Lebt wie Ochsen oder Grafen.
Keinem wird ein Leid gescheh'n.
Das behaupten Paragraphen,
lasst das Schlechte untergeh'n.

Nehmt die Venus in die Hand.
Seid dabei kein Übeltäter.
Schenkt ihr Freiheit und Verstand,
werdet bitte kein Verräter.

Zeigt euch von der besten Seite.
Zeigt wonach ihr immer strebt.
Denn sonst sucht sie nur das Weite.
Und sie hat umsonst gelebt.

Lasst euch von Gedanken leiten
und der liebe Mann im Mond,
wird euch nächtelang begleiten.
So, dass sich zu leben lohnt.




Ein wildes Schwein pirscht durch den Wald.
Und sucht des Ebers Aufenthalt.
Es möchte nämlich kleine Keiler.
Der Weg zum Ziel wird immer steiler.

Die fette Wuz erzählt so viel.
Der Eber hört ihr Herzgefühl.
Dann will er sie von hinten nehmen.
"Du Lustmolch kannst du dich nicht zähmen?"

Ich möchte schließlich nur den Samen.
Beliebt bist du bei deinen Damen.

Ein Samen reicht und er genügt.
Du hast dich nicht mit mir vergnügt.
Die Laus die rennt auf seiner Leber.
Du bist für mich der Samengeber.




Die Winterzeit geht zum Frisör.
Und will sich dort die Zeit beschneiden.
Der Meister ist voll Kirschlikör.
Der gute Mann ist zu beneiden.

Sie kommen aber wirklich spät.
Es ist fast zwei nach Mitternacht.
Da hat sich das Frisiergerät,
schon lange aus dem Staub gemacht.

Sie müssen morgen wiederkommen.
Um elf bin ich für sie bereit.
Die Winterzeit hat es vernommen.
Jedoch sie hat dann keine Zeit.

Dort hinten liegt doch eine Schere.
Die Zeit wird für mich langsam knapp.
Ach geben Sie mir doch die Ehre
und scheren Sie 'ne Stunde ab.




In Gärten und in Parkanlagen,
im Weinberg und an jedem Weg.
Da stellen sich die gleichen Fragen:
Wo ist die nächste Diskothek.

Wir pfeifen auf die Wanderwege,
in dieser Hinsicht sind wir dumm.
Wir lachen gerne an der Theke.
Wir fragen nicht nach dem Warum?

Denn die Musik dröhnt in den Ohren.
Im Alter sind wir sicher taub.
Was noch nicht lebt, das wird geboren.
Wir machen uns dann aus dem Staub.

Wir sehen manchmal Osterglocken.
Wir hören nichts, die Diskothek
in der wir jeden Freitag 'hocken'.
Die ist das schönste Privileg.




Du kannst mir deine Liebe schenken.
Das wäre himmlisch wunderbar.
Und täglich kannst du an mich denken.
Und fragen wie es früher war.

Ich möchte meinen Traum erfüllen.
Doch er ist heute schlecht gelaunt.
Du könntest meine Sehnsucht stillen,
sodass sogar ein Fachmann staunt.

Du darfst mich jeden Tag entdecken,
wenn dir danach zu Mute ist.
Und beide Beine von dir strecken.
Selbst wenn du unzufrieden bist.

Ich will mit dir die Liebe leben.
Das gibt dem Leben einen Sinn.
Auf dich will ich mein Glas erheben.
Und dir erzählen: wer ich bin.




Du bist so lieb und zuckersüß,
so goldig und so niedlich.
Ich mache keinen Wirbelwind.
Das finde ich gemütlich.

Die lahme, gelbe Post geht ab.
Und ich bin der Empfänger.
Du hältst mich ständig - und auf Trab.
Ach halte mich noch länger.

Ich schleime wie die Asphalt-Schnecke.
Die Lebensmittel werden knapp.
Im Supermarkt dort an der Ecke...
Der Kaufmann schaufelt sich sein Grab.




Du darfst auf meiner Nase tanzen,
wenn dir danach zu mute ist.
Und Unkraut jäten, Blumenpflanzen,
auch wenn du nicht mein Gärtner bist.

Du musst die Pflanzen nicht begießen
sie gehen sicher wieder ein.
Doch kurze Zeit kannst du genießen.
Die Sonne und den Sonnenschein.

Ein Schimpfwort kannst du dir erdenken.
Und sei es wirklich ganz gemein.
Ich werde es im Teich ertränken.
Und du darfst meine Sonne sein.

Du darfst auf meiner Nase tanzen.
Die Zwietracht finde ich gemein.
Du darfst im großen und im ganzen
das größte Schimpfwort für mich sein.




Du hast Haare auf den Zähnen.
Mit dir spaßen will ich nicht.
Denn sonst kommen mir die Tränen.
Ich bin nur ein Bleichgesicht.

Du hast Haare auf dem Rücken.
Doch das stört mein Gleichgewicht.
Und das ist auch kein Entzücken.
Selbst wenn man darüber spricht.

Du hast Haare auf der Zunge.
Und sie wachsen im Akkord.
Und den Rauch verzehrt die Lunge.
Sowas nenne ich Rekord.

Du hast Haare auf den Zehen.
Und du treibst damit noch Sport.
Doch das kann ich gut verstehen.
Denn für Haare ist das Mord.




Es dämmert schon im Osten.
Die Sonne kriecht hervor.
Die Nacht verlässt den Posten
und schleicht durchs Gartentor.

Heut darf der Alltag gammeln.
Es blüht ein Feiertag.
Die Ruhe kann sich sammeln
mit jedem Glockenschlag.

Es schmeckt der Frühstückskuchen
im daunenweichen Bett.
Dann folgt das Krümelsuchen
der Fund kommt aufs Tablett.

Die Sonne geht auf Reisen.
Sie streift durch ihr Revier.
Wir werden mit ihr kreisen
- als blinder Passagier.




Es war einmal ein bunter Hund,
der wurde überall verspottet.
Er tat zwar seine Meinung kund,
doch diese wurde ausgerottet.

"Was soll ich tun?", so seufzte er,
"Ich renne nur auf Seitenwegen.
Und meide den Berufsverkehr.
Und stehe stundenlang im Regen."

Ich schenkte ihm den Kirschlikör.
Die Sonne hat dazu gesonnt.
Und sprach: "Geh bitte zum Frisör,
und färbe deine Haare blond."

Gesagt, getan: der bunte Hund
mit seinen weizen-blonden Haaren.
Bellt laut und wieder kerngesund.
Doch niemand darf den Grund erfahren.




Die Kinder werden mit dir lachen.
Obwohl dir nun zum Weinen ist.
Sie werden dich zum Hans-Dampf machen.
Nun sei ein Clown, zeig wer du bist.

Die Kinder ahnen deine Schwächen.
Ein alter Hase, der schaut zu.
Die Kinder werden sich nicht rächen.
Der Alte macht die Augen zu.

Er kennt das Spiel schon viel zu lange
und mitzuwirken ist tabu.
Die Kinder haben keine Bange.
Sie schließen beide Augen zu.

Die Kinder werden mit dir lachen.
Sie sind mit dir schon längst verwandt.
Ein Clown der lebt und lernt das Lachen.
Kein Unglück ist ihm unbekannt.




Ein Hoch auf den, dem alles passt.
Die Hast und auch die Langeweile.
Die Trockenwege, den Morast,
und alle kleinen Einzelteile.

Er ist bekannt, mit seinem Hemd.
Sein Dasein auf der Kneipenmeile.
Ich weiß, wo er am Abend pennt.
Er bettelt nie, kennt keine Eile.

Er mag kein Obdachlosquartier,
anscheinend hat er stets Moneten.
Am liebsten trinkt er kühles Bier.
Er hört gern zu, wenn and're reden.

Die Altstadt liegt in seiner Hand.
Er nennt sich gerne Wohlstandspenner.
Er pflegt sich sehr und hat Verstand.
Und bringt die Themen auf den Nenner.




Ein Loblied auf die kleinen Leute.
Sie halten durch und harren aus.
Wie ist die Lage, heißt es heute:
Kein Grund für einen Sturm-Applaus.

Dann ist es also, so wie gestern.
Wie hoch ist heut' der Pegelstand?
Das wissen alle Krankenschwestern.
Der Fluss ist voll, bis an den Rand.

Die Schwester fragt, was macht ihr Zehen.
Die Wunde ist noch nicht verheilt.
Den Krückstock brauche ich zum Gehen.
Die Schmerzen sind noch nicht enteilt.

Den Zehen will ich neu verbinden.
Der kleine Zehen ist intakt.
Wir werden eine Lösung finden.
Der kranke Zeh wird ausgepackt ...




Es wäre einfach auszurasten.
Ein Grund liegt immer auf der Hand.
Es gibt genügend schwarze Tasten,
und die berauben den Verstand.

Es wäre einfach, laut zu murren.
Der Löwe lauert im Gesträuch',
und seine schwachen Nerven knurren.
Seid auf der Hut, sonst frisst er euch!

Es wäre einfach aufzugeben.
Die ersten Weichen sind gestellt.
Die Knie zittern und sie beben.
Der allerletzte Vorhang fällt.

Es wäre einfach auszurasten.
Es fehlt dazu nicht viel.
Das Hirn hat nichs mehr auf dem Kasten,
nur noch das Sicherungsventil.




Ein Unmensch kämpft gerissen,
gemein und abgebrüht.
Es fehlt ihm ein Gewissen,
das nach dem Rechten sieht.

Er nutzt die faulen Schliche,
und hetzt im Untergrund.
Dann gehen seine Sprüche
treppauf, treppab und rund.

Aus Angst entsteht ein Schweigen.
Nun spielt er wilder Mann.
Er kann den Thron besteigen
als Herrscher und Tyrann.

Jetzt wird nicht mehr gefackelt.
Weil das kein Mensch erträgt.
Das erste Stuhlbein wackelt,
es ist schon angesägt




Die Vögel ziehen in den Süden.
Denn die Insekten werden knapp.
Dort werden sie wie immer brüten.
Und manche Flügel machen schlapp.

Der Vogelzug kennt kein Erbarmen.
Der Erste teilt den Gegenwind
mit seinen weit gespreizten "Armen".
Das hilft dem jungen Vogelkind.

Das Paradies kann man schon ahnen.
Die Luft ist mild, insektenwarm.
Ein Teil des Zuges scheint zu planen,
wir folgen nicht dem Vogelschwarm.

Das wird begrüßt von allen Seiten.
Die "Weiter"flieger stört das nicht.
Darüber lässt sich auch nicht streiten.
Man achtet eine fremde Sicht.




Früher habe ich verstanden.
Was ein Zweiter von mir will.
Dieses Feeling kam abhanden.
Jeder bleibt deswegen still.

Früher gab es lange Briefe.
Heute ist ein Wort zuviel.
Und sie bohrten in die Tiefe.
Anders jetzt der Lebensstil.

Täglich übe ich: Vergessen
Das ist leider leicht gesagt.
Doch das menschliche Ermessen,
hat mich nie danach gefragt.

Sonntags kann ich Reime schreiben.
Alles ist mucksmäuschenstill.
Das wird bis zum Montag bleiben.
Machen kann ich, was ich will.




Auf einer Blumenwiese
im hellen Tageslicht,
doch auch bei einer Krise,
blüht meine Zuversicht.

Bei Matsch und in der Pfütze,
selbst wenn ein Abgrund gähnt,
da tröstet eine Stütze,
sobald mein Auge tränt.

Wenn sich die Gläser leeren,
wenn es zur Neige geht,
dann wird es sich bewähren,
ob jemand zu mir steht.

So weit die Füsse tragen,
so lang die Stunde schlägt,
will ich mich nicht beklagen,
weil mich die Hoffnung trägt.




Es zählen nicht die schwarzen Tage.
Ich lasse sie gern hinter mir.
Es stellt sich dennoch eine Frage.
Was machst du heute, jetzt und hier?

Das Himmelblau will ich begrüßen,
die Wärme und den Sonnenschein,
die Tausendschönchen auf den Wiesen,
am Fluss entlang: Sein Name Main.

Vorbei an Büschen und an Bäumen.
Ein Vogellied dringt in mein Ohr.
Der Meister Lenz darf heute träumen.
Das kommt mir richtig spanisch vor.

Es zählen nicht die schwarzen Stunden.
Ich habe sie nicht archiviert.
Und bin dem Dasein froh verbunden.
Weil sich der Frühling präsentiert.




Nur das Gute bleibt bestehen.
Und dem Schlechten geht es schlecht.
Jeder soll die Wege gehen.
Denn dazu hat jeder Recht.

Wechselt öfter eure Schritte.
Lasst die Sorgen weit zurück.
Wandert immer durch die Mitte.
Und ihr findet dort das Glück.

Manches kommt euch ungelegen.
Meistert alles mit Bravour.
Geht zum Ziel auf Seitenwegen.
Hinterlasst dort eure Spur.




Gib deinem Herzen einen Stoß.
Und lass den Streit von gestern schleichen.
Halt ihn nicht fest und lass ihn los.
Mein lieber Schatz, lass ihn entweichen.

Du bist doch sonst so liebenswert.
So höflich, liebevoll, bescheiden.
Ich bitte dich, mach nichts verkehrt.
Lass uns am Feiertag nicht streiten.

Ich weiß nicht mehr, um was es ging.
Das habe ich total vergessen.
Du weißt ich bin ein Sonderling.
Wir wollen keine Kräfte messen.

Sei lieb zu mir, ich bin dein Mann.
Umarme mich mit deinen Händen.
Sei nicht so stur, denn irgendwann.
Wird dieser Zirkus einfach enden.




Ich habe dir kein Haar gekrümmt.
Nur meinen Kopf verteidigt.
Und dennoch schaust du missgestimmt.
Mir scheint, du bist beleidigt.

Dein Draht zu mir ist abgezwickt.
Dein Lächeln eingefroren.
Und das Gespräch ist eingenickt,
kein Wort wird mehr verloren.

Ich sei dir auf den Schlips getappt!
Und das gibt dir zu denken.
"Ach, sei doch nicht mehr eingeschnappt!
Ich wollte dich nicht kränken!"




Einmal in der Sonne baden,
führt bei mir zum Sonnenbrand.
Daher kann ich mir nur raten,
lege dich ins Schattenland.

Viele sehnen sich nach Bräune.
Dunkle Haut ist angesagt.
Ich verschwinde hinter Zäune,
weil die Sonne mich verjagt.

Gerne wäre ich geblieben.
Doch die Angst vor Sonnenbrand.
Kann ich leider nicht verschieben.
Vielen ist das unbekannt.

Manche suchen nur die Sonne.
Freudevoll wenn sie beginnt.
Es ist wahrhaft eine Wonne.
Wie unterschiedlich Menschen sind.




Wer grüßt dich durch den Äther
und hält Maulaffen feil.
Wie heißt der Übeltäter.
Es ist ein Stück E-mail(le).

Wer wuselt durch die Leitung
und denkt sich seinen Teil.
Wer ist nie in Begleitung
ein Schriftstück aus Emaille.

Wer kann dir alles sagen,
sind auch die Wege steil.
Wer stellt nie "dumme" Fragen:
ein Wort aus dem Emaille.

Wer flimmert statt zu glänzen.
Ist schneller als ein Pfeil?
Und wer kennt keine Grenzen?
Natürlich ein Emaille.





Du hast gelernt, dich zu entfalten.
Und dir wird klar, das schafft Verdruss.
Du willst die Dinge neu gestalten.
Und deshalb eine Rede halten.
Die Quintessenz bejaht den Schluss.

Wieviele Worte musst du hören.
Wir leben fett im Überfluss.
Kein Niemand wird sich daran stören.
Karnickel knabbern an den MÖhren.
Doch wer knackt diese Haselnuss.

Wer kann schon seinem Nerv enteilen.
Die Mehrheit fährt im Linienbus.
Dort wird man sich die Plätze teilen.
Um zu entspannen, zu verweilen.
Dort steigt die Stimmung, der Genuss.






Hinterlasst uns nur das Beste.
Stolz und Ehre, Leidenschaft.
Auf dem Friedhof eure Reste.
Hinterlasst mir auch die Kraft.

Alles habt ihr uns gegeben.
Trost und die Geborgenheit.
Dennoch will ich weiterleben.
Treffpunkt: in der Ewigkeit.

Freunde kamen uns abhanden.
Ohne Euch: wir wären nicht.
Denn wir sind durch euch entstanden.
Liebe, Seelengleichgewicht.




Wir lieben uns seit ein paar Jahren.
Die Zweisamkeit hat uns betört.
Wir haben beide viel erfahren.
Was uns am Herzen liegt und stört.
Ein jeder hat ein Frusterlebnis.
Auch Menschen haben ihre Scheu.
Das schönste ist das Endergebnis.
Wir sind uns gegenseitig treu.




Es schneit. Wir haben Ende März.
Die Dächer sind geweist.
Der Winter treibt mit uns 'nen Scherz.
Das geht uns langsam auf den Geist.

Wir wollen Blumen auf den Wiesen.
Und blättchengrün auf allen Hecken.
Den Winter müssen wir 'genießen'.
Der Frühling spielt mit uns verstecken.

Im Winter hofften alt und jung.
Bald sind die Bäume weiß.
Doch was spricht die Erinnerung.
Die Sonne schien, so meint ein Greis.

Es schneit. Wahrscheinlich im April,
da wärmen warme Sonnenstrahlen.
Dann kann der Sommer, wenn er will.
Mit seinen Reizen prahlen.





Du kannst mich, wenn du willst vergessen.
Du musst nicht die Vertraute sein.
Du störst mich nicht beim Mittagessen.
Ich sagte niemals, du bist mein.

Du kannst mir deine Meinung geigen.
Wenn dir danach zu Mute ist.
Du kannst natürlich täglich schweigen.
Bleib bitte so, wie du mal bist.

Ich wünsche, du kannst zu dir finden.
mit allem Pi und allem Po.
Vielleicht kannst du dich überwinden.
Und sei nicht närrisch, sondern froh.

Vielleicht hab ich dir weh getan.
Mit einem Wort mit einem Satz.
Ein Tag vergeht mit einem Plan.
Mein Schreiben, das ist fehl am Platz.




Gestern Abend hat sich einer
meiner Freunde umgebracht.
Was er konnte, konnte keiner.
Jedem ist das schleierhaft.

Stets war er ein Außenseiter.
Furchtbar witzig konnt' er sein.
Doch er dachte immer weiter.
Wir hingegen tranken Wein.

Heute muss ich früher gehen:
Also Tschüss, good bye, Ade.
Ich muss nach dem Rechten sehen.
Und mein Schwager kommt zum Tee.

Lallend sagten wir: Mach's gut!
Und noch eine schöne Nacht.
Heute lesen wir: Macht's gut!
Denn er hat sich umgebracht.




Was ich in der Freizeit mache,
geht dich einen Kehricht an.
Ob ich weine oder lache,
das bestimmt mein Wochenplan.

Früher, als ich jung an Jahren,
hörte ich den harten Rock.
Heute habe ich erfahren.
Darauf hat nicht jeder Bock.

Nun erhöre ich Balladen,
die es leider selten gibt.
Und sie können mir nicht schaden.
Denn ich bin in sie verliebt.

Doch kein Mensch kann mir verbieten:
Rockmusik ist auch mein Ding.
Jeder Mensch ist halt verschieden.
Denn ich liebe auch den Swing.




Du weißt nicht, was mein Herz bewegt.
Du kannst es auch nicht wissen.
Das hast du einfühlsam gepflegt.
Das werde ich vermissen.

Mein Herz entzieht sich deiner Kur.
Und deiner milden Pflege.
Es 'fliegt' auf eine andre Spur.
Und geht nun fremde Wege.

Das tut mir wirklich schrecklich leid.
War nicht vorauszusehen.
Und Neues macht sich in ihm breit.
Das kannst Du schwer verstehen,

Die Liebe auf den ersten Blick.
Die hat es nicht gegeben.
Mein Herz klopft laut für dieses Glück
Nun musst du damit leben.

Jedoch ich kappe nun das Band.
Und möchte Dir nicht mehr gehören.
Mein Herz ist nun in femder Hand.
Ich wünsche mir - das wirst du nicht zerstören.




Mit dem Wind will ich erleben,
wer die wahren Freunde sind.
Meistens tappe ich daneben.
Für das Schöne bin ich blind.

Viel zu oft hat mein Begehren,
einen falschen Untergrund.
Nur der Wind kann mich belehren,
langsam wird mir das zu bunt.

Freunde will ich nicht verjagen.
Freunde sind mein zweites Ich.
Und mit ihnen will ich tagen.
Diesen Satz verstehe ich.

Freunde kann ich nirgends kaufen.
Denn sie sind das wahre Glück.
Freunde sind kein Scherbenhaufen.
Denn sie kehren stets zurück.

Freunde können untertauchen.
Doch ein Freund hält an dir fest.
Freunde kann ein jeder brauchen.
Freunde sind ein Osternest.




Lasst die Trübsal nicht gewinnen.
Heute ist ein Freudentag.
Lasst die Spinnen Netze spinnen.
Jede so, wie sie es mag.

Hole Wein aus deinem Keller.
Heute ist für jedermann.
Eine Torte auf dem Teller.
Jeder soviel wie er kann.

Heute darf 'die Küche' rauchen.
Keiner muss auf den Balkon.
Keiner muss dort untertauchen.
Weder Vater, Mutter, Sohn.

Ihr seid alle eingeladen.
Heute ist ein 'Feier'-Tag.
Und es riecht nach Bier und Braten.
Jedem so wie er es mag.




Eine Freundschaft zu verschenken.
Frisch gepflückt im Gartenbeet.
doch du solltest stets bedenken,
dass die Welt sich weiterdreht.

Garantien gibt es keine.
Hast du Takt und Tatendrang.
fühlst du dich auch oft alleine.
Lauschst du Liedern mit Gesang.

Achtest du die Frauenehre.
Bist du häufig tränenblind.
Oder denkst du an Karriere.
Weht bei dir ein frischer Wind.

Lange muss ich es bedenken.
Du hast Phantasie und Mut.
Diese 'Freundschaft' zu verschenken,
tut mir nämlich gar nicht gut.




Tränen über Weh und Leid,
zeigen deine Schmerzen.
Jeder weiß sofort Bescheid.
Und er wird dich herzen.

Freundschaftsschwüre haben sich
selbst ein Loch gegraben.
Das ist sicher ärgerlich.
Doch wir sind erhaben.

Aus den Augen, aus dem Sinn.
Er will nichts mehr wissen.
Keiner kriegt den Hauptgewinn
ein besticktes Kissen.

Tränen über Weh und Ach.
Schuld: der schwarze Peter.
Häufig ein Beziehungskrach.
Und das wusste jeder.




Sonnentage, heiße Nächte,
was uns fehlt das ist Kultur.
Wir befürchten nicht das Schlechte,
denn es herrscht der Frühling pur.

Sonnenbrand fühlt unser Rücken.
Und wir finden seine Spur.
Und es juckt, wenn wir uns bücken.
Denn es herrscht der Frühling pur.

Schon am Morgen wird geradelt
in die nähere Natur.
Doch ein Sonnenstrahl der tadelt,
denn es herrscht der Frühling pur.

Dieser Tipp wird wahrgenommen,
doch dann schalten wir auf stur.
Und die Sonnenstrahlen kommen,
denn es herrscht der Frühling pur.




Frühlingsblumen sind zerschlissen.
Bäume zeigen Leidenschaft.
Die Natur kennt kein Gewissen.
Denn sie hat es abgeschafft.

Tage kann man schon genießen.
Ein Pullover wird zum Feind.
Langsam wird es Zeit zu gießen.
Das ist einfach gut gemeint.

Töpfe wandern zur Terrasse.
Doch die Nächte sind noch kühl.
Was ich leider noch nicht fasse.
Frühlingshaft ist mein Gefühl.

Auf zu unbekannten Taten.
Sonnenspiele sind tabu.
Du kannst wissen, du kannst raten.
Auf der Alm, da grast die Kuh.




Pflanzen in den Parkanlagen
sind dem Regen zugewandt.
Denn sie freuen sich seit Tagen,
über jede Regenwand.

Mir ist das nicht ganz geheuer.
Aber ihr habt sicher recht.
Und sogar das Steingemäuer
fühlt sich wohl und gar nicht schlecht.

Sicher brauchen wir den Regen.
Denn sonst gehen Pflanzen ein.
Keiner hat etwas dagegen.
Denn was sein muss, das muss sein.

Meister Lenz soll euch beraten.
Und er hält die Zügel fest.
Manchmal geht er mit euch baden.
Ihr genießt das Frühlingsfest.




Frühlingsgrüße allerorten.
Und der Frühling nimmt sich Zeit.
Das Gefühl, das soll man horten.
Denn es frühlingt weit und breit.

Alles hat er uns gegeben.
Löwenzähne, Wonneflieder.
Ohne sie will ich nicht leben.
Das begeistert immer wieder.

Sonnenstrahlen küssen Bäume.
Und dadurch entsteht ein Blatt.
Frühlingsrausch und Frühlingsträume.
Und den Winter hab ich satt.

Traumhaft winken Blumenwiesen.
Und sie stehen Grün im Saft.
Jeder kann die Kunst genießen.
Keiner Blume fehlt die Kraft.




Der Frühling hat sich eingenistet.
Die Vögel lärmen, lustig, laut.
Es wird getanzt, es wird getwistet.
Den Weckruf hat das Sein gebaut.

Ich weiß nicht wer als erster singt.
Die Schule hat uns nicht belehrt.
Ich weiß nur, dass es Freude bringt.
Kein Mensch hat sich an ihm gestört.

Die Vögel zwitschern in die Stille.
Und pfeifen laut ihr Vogellied.
Das gilt für den mit Lesebrille.
Er ist ein Fachmann, der nichts sieht.

Er lauscht und hört die Vögel piepen.
Der graue Nebel lichtet sich.
Das ist ein Grund sich zu verlieben.
Doch wie du weißt: Er liebt nur dich.




Der Garten freut sich jedesmal,
wenn ihm der Frühling Regen bringt.
Denn Dürre wäre ein Skandal.
Und eine 'Blumenschau' misslingt.

Die Wurzeln müssen Wasser trinken.
Damit sie sich vermehren können.
Die Regentropfen sie versinken.
Dem Garten will ich dieses gönnen.

Der Mensch hofft auf den Sonnenstrahl.
So vieles hat er nicht bedacht.
Der Regen ist ihm eine Qual.
Es sei denn: Regen in der Nacht.

Wir können wünschen, was wir wollen.
Kann irgendwer den Wunsch erfüllen.
Die Wolken fangen an zu grollen.
Der Wettergott, der lacht im stillen.




Du kannst es so und anders sehen.
Der Frühlingszauber ist vorbei.
Denn alles wird vorübergehen
sogar der Wonnemonat Mai.

Noch fehlen Bäumen Schattenblätter.
Jedoch das Gröbste ist getan.
Nun wünschen wir ein warmes Wetter.
So sieht es auch der Frühlingsplan.

Bald wird die Wärme uns umfluten.
Die Tropenluft stürmt in das Land.
Und alles fügt sich dann zum Guten.
Der Wintersturm, der wird verbannt.

Ein Hoch auf diese Frühlingszeichen.
Denn ohne sie da würden wir,
ihm nicht zum Dank die Hände reichen.
Doch dafür haben wir Gespür.




Die Zeit wird bald die Flucht ergreifen.
Zwar ist sie allseits sehr begehrt.
Die ersten roten Kirschen reifen.
Und das ist einen 'Diebstahl' wert.

Ich möchte loben und auch danken.
Mein Alltag hat bis mittwoch Zeit.
Und wünsche allen psychisch Kranken.
Habt viel Geduld. Ihr tut mir leid.

Denn ohne Euch ist nichts zu machen.
Seid deshalb immer stets bereit.
Und denkt an eure eignen Sachen.
Und zwischen Euch sei auch kein Streit.

Ich wünsche euch die Ostergnade.
Und dass ihr sie auch zelebriert.
Wenn nein - dann finde ich das schade.
Weil dieses Fest euch inspiriert.




Sonnenschein und Frühstückspause.
Heute lade ich dich ein.
Fühle dich bei mir zuhause.
Du sagst danke, das ist fein.

Frikadellen, Schinkenbraten
habe ich für uns gekauft.
Und ein Bier kann auch nicht schaden.
Lauft ihr Beine, lauft und lauft.

Bitte gleich, ich renne schon.
Auf zu Brötchen, Frikadellen.
Plötzlich schrillt das Telefon
Ja-gesagt und Nein-gedacht.
Unser Chef kommt gleich vorbei.
Sch.... so habe ich gedacht.
Unser Frühstück das schlägt Wellen.

Etwas später klinge-ling
Lieber Meister darf ich bitten.
Schinken oder Schweinebraten.
Er will beides - raue Sitten.
Innerlich sind wir geladen.




Der schlaue Fuchs hat sich verkrochen.
Weil es aus jeder Richtung knallt.
Im Hühnerhaus holt er die Knochen
und das ist höhere Gewalt.

Die Hunde bellen losgelassen.
Doch diesen Krach hält er nicht aus.
Man sucht ihn, das ist nicht zu fassen,
in seinem Bau, bei sich zuhaus'.

Nun muss er neue Gänge graben.
Doch dieses ist ein echter Flopp.
Er will nur seine Ruhe haben.
Mit einem Schild, darauf steht: STOPP

Dem Fuchs, dem fehlen Argumente.
Die Fuchsjagd wird nicht abgesagt.
Er weiß, es naht für ihn das Ende.
Ein Glück - er ist schon hoch-betagt.




Euer Weg sei ohne Steine.
Geht zusammen - Hand in Hand -
und ihr findet von alleine
in ein Traum- und Märchenland.

Wenn es dick kommt, kämpft dagegen.
Manchmal hängt die Liebe schief.
Doch die Sonne folgt nach Regen,
und ein Hoch ersetzt ein Tief.

Lasst die fremden Frösche quaken.
Und misstraut dem Pessimist.
Hängt die "Sprüche" an den Haken
(ohne eine Galgenfrist).

Alles Gute hält auf Dauer.
Pflegt den ausgewählten Schatz.
Nur die Milch bleibt ewig sauer.
Doch das wäre für die Katz'.

Streit-um-Nichts kann man verschieben.
Denkt nur an das Gegenstück.
denn die Kunst besteht im Lieben.
Vor allem dazu: Viel, viel Glück !!!




Lange Nächte, kurze Tage.
Und die Zeit jagt hinterher.
Und ich stelle mir die Frage.
Ist ein Anfang immer schwer.

Kann ein Kunststück noch gelingen?
Wie wir uns begegnet sind.
Wird es uns die Zukunft bringen.
Waren wir gemeinsam blind.

Dumme Fragen stellen Fragen.
Bist du noch mein bestes Stück.
Können wir uns noch ertragen.
fühlen wir noch unser Glück.

Oder ist es abgestanden,
Führt der weite Weg zurück.
Könnte ich bei dir noch landen.
Hast du Zeit
für einen Augenblick.




Über allem wacht das Leben.
Manchmal ist es sonderbar.
Alles will das Leben geben.
Alles - unverwechselbar.

Mit dir selber kannst du lachen.
Und ein Glück, wohnt nicht sehr weit.
Deine Sehnsucht wird erwachen.
Dauer: eine Ewigkeit.

Alle Kinder wollen spielen.
Auf dem neuen Fußballplatz.
Lerne erst einmal das Zielen.
Du eroberst einen Schatz.

Lasst euch lenken, lasst euch leiten.
Euer Trainer hat euch gern.
Und ihr sollt ihn stets begleiten.
Seid wenn's sein soll - unmodern.




Gestern auf der Haupttribüne.
saßen, Vater, Mutter, Sohn.
Und sie zeigten frohe Miene.
Doch das Vorspiel monoton.

"Abseits!" schrie die blonde Mutter.
Regeln gleiten ihr davon.
Und dann suchte sie das Futter.
"Aber nein!" so klagt ihr Sohn.

Auf dem Spielfeld: ein Theater.
Gelbe Karte: das ist recht.
Der Applaus, der stammt vom Vater.
Die Entscheidung ist nicht schlecht.

Dieses Spiel wollt' ihr verlieren.
Kontert frech der Sohnemann.
Und mein Herz wird sich blamieren.
Ich gehe nun nach nebenan.




Wenn Du es ehrlich mit mir meinst,
kann ich die Traurigkeit bezwingen.
Dann wird es wieder so wie einst.
Und alles Gute wird gelingen.

Dann zeigt das Glücksrad uns're Zahlen.
Der Schnee von gestern ist getaut.
Dann werden wir die Zukunft malen
und Du wirst meine Gangsterbraut.

Der Regen trommelt an die Scheiben.
Und dennoch ist es sonnenklar.
Ich werde immer bei Dir bleiben.
Was einst geschah, ist nicht mehr wahr.

Lass uns das Schöne neu gestalten.
Das Leben wird dann lebenswert.
Verdrängen wir den Spuk, den alten.
Uns wird das Wunder neu beschert.




Gänseblümchen auf der Wiese
halten streng den gelben Mund.
Und das hat, was ich genieße
immer einen Hintergrund.
Sie verschönern unsre Landschaft.
Jedes Leid ist halb so wild.
Höflich pflegen wir Bekanntschaft.
Dann sind alle gut im Bild.
Manche Fragen: Ja und Nein,
abgezählt sind manche Blüten.
das kann nicht die Antwort sein.
Davor soll sich jeder hüten.




Fühle dich bei mir geborgen.
Ich will immer zärtlich sein.
Nenne alle deine Sorgen.
Du bist ich, und ich bin dein.

Nur den Faden nicht verlieren.
Er ist rot, verheißt dir Glück.
Täglich musst du ihn studieren
Und du taumelst nicht zurück.

Spüre keine Herzbeschwerden.
Sei zu jeder Tat bereit.
Größer können sie nicht werden.
Lass dir einfach etwas Zeit.

Kämpfe nicht mit deinen Waffen,
solches wäre grundverkehrt.
Keiner macht sich gern zum Affen.
Bliebe er auch unversehrt.

Fühle dich bei mir geborgen.
Tappse um den heißen Brei.
Wenn du willst, dann bist du morgen,
schon für einen andern frei.




Sei mein Gast, mit dir zu tanzen,
wird mir ein Vergnügen sein.
Auf dem Sims die großen Pflanzen.
Tanzen mit bei Sonnenschein.

Dieser Tag ist echt gelungen.
Weder Regen noch ein Schnee.
Happy Birthday wird gesungen.
Dieser Tag ist echt o.k.

Morgen kommen ein paar Gäste.
Ein Herr Doktor und sein Weib.
Und sie feiern gerne Feste.
Hoch die Tassen: Zeitvertreib.

Leider liegt mein lieber Vater
noch in einem Krankenhaus.
Und es gäbe ein Theater.
Führe er zu mir nach Haus.

Morgen ist der Tag gewonnen.
Und wer klingelt, kommt herein.
Und ich wünsche tausend Sonnen,
sollen mit mir fröhlich sein.




Sicher tritt in meinem Leben
ein Geburts-Tag nie mehr ein.
Könnte alles dafür geben,
nie mehr würde Anfang sein.

Manche wohlgesinnten Leute
fragen ganz naiv im März:
"Hast du nicht Geburts-Tag heute?"
Und mir klingt das wie ein Scherz.

Habt ihr mich als Geist gesehen?
Bin ich noch nicht auf der Welt?
Leb' ich, wo die Sternlein stehen,
oben dort am Himmelszelt?

Dieses kann ich gar nicht glauben!
Spür' ich nicht den Übermut,
und vom Leben süße Trauben?
Schmeckt nicht manche herz-haft gut?

Wandle ich im Paradiese?
Gibt es keine Erdenpflicht?
Lieg' ich auf 'ner Wolkenwiese?
Rauche ich vielleicht noch nicht?

Auf die großen Lebens-Fragen:
wie das mit mir wirklich sei,
kann ich nur die Wahrheit sagen:
Mein Geburts-Tag ist vorbei.




Vor Freude will ich heute singen.
Ein falscher Ton ist mir egal.
Das wird mich nicht ins Zuchthaus bringen.
Wer schimpft, der ist doch a-normal.

Die Bernsteingläser sollen klingen.
Halb Sekt - und halb Orangensaft.
Das Fest soll jederzeit gelingen.
Das wäre wirklich zauberhaft.

Die Kinder schenken Blumensträuße.
Ein Osternest wird präsentiert.
Da staunen arme Kirchenmäuse.
Die ganze Sippschaft gratuliert.

Du hast Geburtstag, lieber Vater.
Und die Verwandtschaft gratuliert.
Du bist der Grund für das Theater.
Du bist erfreut, doch unrasiert.




Manchmal suche ich Gedanken.
Wo habe ich sie abgelegt.
Sicherlich in Unterfranken.
Und ich suche unentwegt.

Jedem stelle ich die Frage,
hast du damals mitgedacht?
Doch kein Einer kennt die Lage.
Manche haben laut gelacht.

Ich bin da, mir fehlen Worte.
Das ist furcht- und sonderbar.
Es gab wenig von der Sorte.
Dieses wird mir heute klar.

Manchmal suche ich Gedanken
und dann wird mir offenbar.
Niemals unterschätze Schranken.
Denn es lauert dort Gefahr.




Gestern war ich sehr gehässig.
Heute bin ich anders drauf.
Deshalb sage ich ganz lässig:
Lass den Dingen ihren Lauf.

Gestern war ich falsch verbunden
mit dem Typ, den ich nicht mag.
Doch der Stress ist überwunden.
Und ich wünsche: "Guten Tag".

Gestern war ich selbst ein Schleimer,
heute bin ich tolerant.
Nur der große Abfalleimer
ist nun außer Rand und Band.

Gestern gab es nichts zu lachen.
Heute lächle ich charmant.
Leider kann ich gar nichts machen.
Heute winkt der Palmenstrand.




Eines möchte ich dir sagen.
Eines was sehr wichtig ist.
Geh dem Geizhals an den Kragen,
dass er weiß, was Sache ist.

Lass ihn nörgeln, kritisieren.
Sage glatt das Gegenteil.
Sicher wird er viel riskieren.
Suche anderswo dein Heil.

Lass die Eintracht einfach stecken.
Sage was dir wichtig ist.
Spiele bitte nicht verstecken.
Sage ernst, was du vermisst.

Anfangs wird er heftig lügen.
Bitte glaube ihm kein Wort.
Lüge, dass sich Balken biegen.
Lass den Geiz, und seinen Sport.




Lass dir nicht ins Handwerk pfuschen.
Was du tust ist gut getan.
Hinterher musst du dich duschen,
das gehört zu deinem Plan.

Sei kein übler Attentäter.
Nimm das Blatt nicht vor den Mund.
Was dir blüht ist ein Verräter.
Er zeigt List im Untergrund.

Bitte langsam - ohne Eile.
Überlege dir genau.
Langsam läuft die Langeweile.
Und du denkst, sie steckt im Stau.

Lass den Frohsinn lieber stecken,
denn dein Feind ist abgebrüht.
Und das wird den Feinden schmecken.
Denn es schlingert dein Gemüt.





Wenn die Stunden schweigen,
und der Tag sich legt.
Hört man Grillen geigen:
taktvoll und bewegt.

Wenn der Tag die Stille
hortet für die Nacht,
wird dein letzter Wille
gründlich überdacht.

Wenn die Gaslaterne,
keinen Kummer macht.
Winken uns die Sterne
und es herrscht die Nacht.

Doch die Nacht wird müde.
Und ein Tag erwacht.
Nur durch Gottes Güte:
Er gibt auf dich acht.




Die Sonne hat mich mitgenommen.
Auf ihrer Fahrt ins Abendrot.
Doch morgens äugte sie verschwommen.
Und Wolken haben ihr gedroht.

Sie lachte dennoch froh und heiter.
Der Wind zerstörte Grau-in-Grau.
Dann ging sie ihre Wege weiter.
Jedoch wir kamen in den Stau.

Sie suchte, fand auch eine Kneipe.
Und sie bestellte ein Gin Tonic.
Das wird nun vorerst meine Bleibe.
Denn später strahle ich ganz sonnig.

Bedienung, ich muss leider zahlen.
Beim Trinkgeld war sie sehr spendit.
Dann fing sie an erneut zu strahlen.
Das Himmelhoch, das nahm uns mit.

Die Sonne hat mich mitgenommen.
Noch nie bin ich so weit gereist.
Das Ganze ist mir gut bekommen.
Ein Loblied, das den Schöpfer preist.




Versteckspiel

Du kannst dich hinter Mauern legen
und keine Wimper mehr bewegen.
Du kannst die schlecht gelaunte Miene
verbergen hinter der Gardine.
Selbst unter breiten Kirchenbänken
kannst du die Blicke von dir lenken.
Im Garten bleibst du ungesehen,
wenn Sträucher dicht zusammenstehen.
In ferne Länder kannst du fliegen,
um unerkannt dich zu vergnügen.
Doch überall wirst du entdecken:
vor dir selbst gibt's kein Verstecken


Dem-Himmel-Dank

Dem-Himmel-Dank für alle Freudentage,
für jede Stunde, die uns fröhlich stimmt,
für jeden Trost in Elend, Not und Plage,
und wenn das Ach und Weh ein Ende nimmt.

Dem-Himmel-Dank, wenn Sorgenvolles schwindet,
wenn nicht die Schwermut unser Herz erdrückt,
wenn jede Frage eine Antwort findet,
und für die Zeit, die sich mit Rosen schmückt.

Dem-Himmel-Dank für alle guten Gaben,
für jede Güte, die uns staunen macht,
für die Geduld, die wir empfangen haben,
und wenn uns allen eine Sonne lacht.

Dem-Himmel-Dank, wenn uns die Sterne leiten,
wenn unser weiter Weg ans Ziel gelangt,
wenn wir dem Nächsten keinen Schmerz bereiten.
Dem Himmel sei gedankt.

Kalter Kaffee

Manche Liebe ist verflossen.
Heiße Blicke - tiefgekühlt.
Liebesschwüre - einst geschlossen,
hat die Zeit ins Meer gespült.

Ausgetauschte Zärtlichkeiten
sind verstaubt, gering geschätzt.
Und der Traum aus jenen Zeiten
ist verblasst und abgewetzt.

Nirgends brennt das heiße Feuer.
Es ertrank im Liebesrausch.
Doch verfloss'ne Abenteuer
liefern Stoff für Kaffee-Plausch.


Es strahlt ...

Vom Himmel strahlt das Licht der Sterne.
Es strahlt so warm der Kerzen Schein.
Es strahlt vertraut die Hoflaterne.
Die Wäsche strahlt so frisch, so rein.

Es strahlt ein Glanz aus Kinderaugen.
Bezaubernd strahlt der Weichnachtsbaum.
Es strahlt der Teppich nach dem Saugen.
Die Ehefrau strahlt durch den Raum.

Es strahlt die Sonne nach dem Regen.
Es strahlt der Sieger nach dem Spiel.
Nicht jeder Strahl kommt uns gelegen.
Man denke nur an Tschernobyl.


Ganz gleich

Ganz gleich, wohin ich gehe.
Ganz gleich, wo ich jetzt bin.
Du bist in meiner Nähe
und weißt wohin.

Ganz gleich, worauf ich schaue.
Ganz gleich, wie blind ich bin.
Dass ich dir voll vertraue,
nur das - hat Sinn.

Ganz gleich, warum ich weine,
ob Freude oder Leid.
Du lässt mich nicht alleine
zu keiner Zeit.

Ganz gleich, was ich noch wage.
Ganz gleich, ob mich der Mut verlässt.
Du schenkst mir meine Tage -
du hältst mich fest.


Der Anschlusszug

Wir warten auf den Anschlusszug,
so lautet es im Leben.
Vom Warten haben wir genug.
Wir sind ihm stumm ergeben.

Am Bahnsteig weht kein Frühlingshauch.
Wir stehen uns die Beine
vor Langeweile in den Bauch.
Wir stehen meist alleine.

Der Zeiger unsrer Lebensuhr
bewegt sich rasch im Kreise.
Es rinnt die Zeit. Wir warten nur
auf unsre Weiterreise.

Dann richten wir uns häuslich ein.
Es riecht nach Bier und Braten.
Am Abend schmeckt ein schwerer Wein.
Der Anschluss ist missraten.

SIE WARTEN AUF DEM ABSTELLGLEIS!
so hören wir verschwommen.
Doch unsre Hoffnung flüstert leis':
Der Anschluss wird noch kommen.


Wenn du reich wärst, ...

Zum Bahnhof fährt dich ein Chauffeur.
Dein Hintern drückt die erste Klasse.
Fast täglich rennst du zum Friseur,
denn du bist immer gut bei Kasse.

Zum Frühstück isst du Kaviar
und schlürfst den Sekt in großen Zügen.
Du läutest nach der Dienerschar
und schikanierst sie mit Vergnügen.

Wenn einer meckert, fliegt er raus.
Du duldest keine Widersprüche.
Den Dackel führt dein Butler aus
und deine Köchin schrubbt die Küche.

Für Liebe hast du keine Zeit.
Du lästerst über Hungerleider.
In jeder Oper prunkt dein Kleid,
gefertigt von dem besten Schneider.

Wer reich wird, ist ein armer Hund.
Sein Hirn besteht aus blauen Scheinen.
Sein Geld rückt in den Vordergrund.
Sein Glück - wird weinen.

Alle Tage dreht der Wind

Heute traurig, morgen froh,
übermorgen weltverdrossen,
gestern mutig, nun k.o.,
zugeknöpft und aufgeschlossen.

Je nach Laune, je nach Plan,
ohne festgelegte Richtung,
schneckenlahm und voll Elan,
frei bestimmt und mit Verpflichtung.

Einmal Hüh und einmal Hott,
rückwärts, vorwärts, quer zur Seite,
mit dem Teufel und mit Gott,
langgestreckt und in die Breite.

Wohl behütet, zügellos,
krumm, gebeugt - vom Auf und Nieder,
boshaft, tückisch, gernegroß,
fortgeschritten, träg' und bieder.

Heute alt und gestern Kind,
übermorgen weiße Haare,
alle Tage dreht der Wind,
von der Wiege bis zur Bahre.


Ein Streit

Ein Streit kommt listig angeschlichen
und frozzelt uns mit Nadelstichen.
Erst ziept es harmlos, doch es juckt.
Und falls er in die Suppe spuckt.
Dann geht man ihm an seinen Kragen.
Ein Streit, der kann das nicht vertragen.
Er wehrt sich heftig und versprüht
uns Gift und Galle ins Gemüt.
Nun will man keinen Ausweg suchen.
Man schimpft erbost und pflegt das Fluchen.
So bleibt man in den Streit verstrickt.
Der Satan hat uns das geschickt.
Statt sich an Schönem zu erfreuen,
beginnt man mit dem Wiederkäuen
der lang verjährten Bitterkeit.
Ein Eigentor, so mancher Streit.


Die Antwort steht noch aus

Seit gestern bin ich wie gelähmt
und die Gedanken schweigen.
Es scheint, ich habe sie vergrämt,
weshalb sie mich bestreiken.

"Ich bin mir keiner Schuld bewusst"
beteuert mein Gewissen.
Es klopft mir dreimal an die Brust
und bettet sich auf Kissen.

Wer zieht im Hirn die Bremse an?
Wer sandet das Getriebe?
Bin ich gefesselt durch den Bann
der neu-entflammten Liebe?

Die Antwort steht zur Zeit noch aus.
Mein Hirn hält sich in Schranken.
Doch fliegt die Liebe in mein Haus,
- so will ich mich bedanken.


Weder Kaiser, noch Baron

Er klärt uns auf und spricht geziert.
Er wähnt sich stets im Recht.
Er lächelt kühl und distanziert
bei einem Wortgefecht.

Er ist nie leidlich oder krank.
Alljährlich nimmt er zu.
Er staubt dahin im Aktenschrank.
Er bleibt für uns tabu.

Er gibt beim Viehkauf seine Hand.
Er regelt den Prozess.
Er macht Diät im Staatsgewand
und steht im Dauerstress.

Er liebt nur sich und seine Form.
Er hat ein Leib-Gericht.
Er kontrolliert verfasste Norm.
- Bekömmlich ist das nicht.

Er ist kein Kaiser, kein Baron.
Er ist kein schwarzes Schaf.
Er lebt seit vielen Jahren schon
und nennt sich para-Graf.


Versiebt

Der siebte Himmel wölkt versiebt.
Es krokodilen Tränen.
Die große Liebe schaut betrübt.
Es strauchelt unser Sehnen.

Das Mundwerk flucht. Der Herzschlag schmollt.
Wir flegeln ungezogen.
Es blitzt. Es kracht. Ein Donner grollt.
Das Glück hat uns betrogen.

Bald endet unsre Seelenpein.
Das Herz wird umgewandelt.
Denn Altes will vergessen sein.
Ein schönes Neues stellt sich ein,
dann wird be-"herzt" gehandelt.


So ein Tag ...

Es dämmert schon im Osten.
Die Sonne kriecht hervor.
Die Nacht verlässt den Posten
und schleicht durchs Gartentor.

Heut' darf der Alltag gammeln.
Es blüht ein Feiertag.
Die Ruhe kann sich sammeln
mit jedem Glockenschlag.

Es schmeckt der Frühstückskuchen
im daunenweichen Bett.
Dann folgt das Krümelsuchen.
Der Fund kommt aufs Tablett.

Die Sonne geht auf Reisen.
Sie streift durch ihr Revier.
Wir werden mit ihr kreisen
- als blinder Passagier.


Der erste Schnee

Es weißen sich die Felder.
Vom Himmel schlittert Schnee.
Es krönen sich die Wälder
Es flockt auf die Allee.

Die Schulgemäuer tragen
das Dach samt Zuckerhut.
Die Pausenglocken schlagen.
Es tollt der Übermut.

Es fliegen die Kometen.
Die erste Scheibe klirrt.
Der Werfer schaut betreten.
Sein Schuss hat sich verirrt.



Treffpunkt

In Hannover an der Leine
macht sich die Erwartung breit.
Und er freut sich schon auf seine
Herzensangelegenheit.

Warten fördert schlaffe Beine.
Auch das Herz zeigt Müdigkeit.
Und er fragt sich: "Wo bleibt meine
Herzensangelegenheit?"

Und er denkt, das ist doch keine
feine Art der Zweisamkeit.
Schimpfend, murrend nervt ihn seine
Herzensangelegenheit.

Als sie kam, kam es zur Krise.
"Sicher führt das noch soweit,
und ich pfeife laut auf diese
Herzensangelegenheit."

"Wenn du weitersprichst, so weine
ich bis in die Ewigkeit.
Denn ich bin am liebsten deine
Herzensangelegenheit!"





Die Siebensachen

Ihr packt nun eure Siebensachen.
Schon fehlen Bilder an der Wand.
Ihr müsst euch an die Arbeit machen,
denn ihr zieht um, und zwar aufs Land.

Es füllen sich die Umzugskisten.
Und dabei leistet ihr den Schwur,
jetzt einmal gründlich auszumisten.
(Das wandert dann zur Müllabfuhr.)

Trotz Großeinsatz und Händereiben
verläuft nicht alles reibungslos.
Das soll euch nicht zum Wahnsinn treiben.
Der Aufwand ist halt riesengroß.

Das Chaos wird sich aber lohnen.
Drum haltet durch und haltet aus.
Bald werdet ihr im Grünen wohnen
in eurem Einfamilienhaus.



 
Zur Weihnachtszeit

Der Weihnachtsmann schnürt die Pakete,
denn auf der Erde herrscht Advent.
Die Wünsche und die Stoßgebete
entziffert er dem Pergament.

Er hat zu tun und ist in Eile.
Nun heißt es handeln: Zug-um-Zug.
Elf Monate der Langeweile
vergingen wieder mal im Flug.

Unglaublich lang ist seine Liste.
Die Wünsche werden immer mehr.
Was ich als Weihnachtsmann gern wüsste:
Wo nehme ich die Mittel her.

Es fehlt mir selbst an Wohl und Frieden.
Und darauf käme es doch an.
"Ich kann es längst nicht jedem bieten!"
Das wurmt den lieben Weihnachtsmann.




Immer mit der Ruhe

Der Bummelzug kennt keine Eile.
Er hasst die Hochgeschwindigkeit.
Man braucht mit ihm für eine Meile
sehr viel Geduld und recht viel Zeit.

"Fahr schneller!" lautet oft die Bitte.
Der Zug schlägt diesen Antrag aus.
Er hält an jeder Hundehütte
mit angebautem Fachwerkhaus.



Der Krokus

Der Krokus spitzt aus seiner Zwiebel,
denn innen wird es ihm zu heiß.
Er schaut vom Garten hin zum Giebel,
dort hängen Zapfen voller Eis.

"Bin ich etwa zu früh gekommen?
Wir schreiben doch schon Mitte März.
Der Schnee hat noch nicht abgenommen.
Das ist ein dummer, übler Scherz.

Wo bleiben warme Sonnenstrahlen.
Die Kälte ist mein schlimmster Feind.
Mit meinen Reizen will ich prahlen.
Was aber aussichtslos erscheint."

Der Krokus friert bis in die Zehen.
Er fiebert und hat Schüttelfrost,
und das ist nicht zu übersehen.
Die Zwiebel reicht ihm Krankenkost.

Bald muss die Kälte Leine ziehen.
Das steht im Jahreszeit-Vertrag.
Das bringt den Krokus dann zum Blühen
an einem milden Frühlingstag.





Wir warten voller Ungeduld
auf eine Frühjahrsmüdigkeit.
Wer darauf hofft ist selber schuld,
weil es stattdessen stürmt und schneit.

Die Bäume nehmen noch kein Blatt
vor ihren kahl gefegten Ast.
Und jeder Weg ist spiegelglatt.
Da heißt es: Vorsicht! Aufgepasst!

Wir murren laut und fluchen fest.
Im Grunde aber sind wir brav.
Und gönnen uns im Osternest
noch einen tiefen Winterschlaf.



Wiegenlied

Nun ist es höchste Zeit zu schlafen.
Es schnarcht bereits das Känguru.
Das Segelboot liegt längst im Hafen.
So schließe beide Augen zu.

Die Sterne schenken dir Geschichten
vielleicht von einem Schmetterling.
Und morgen kannst du mir berichten,
was in den Träumen vor sich ging.

Dein Kuscheltier gähnt auf dem Kissen,
und wünscht dir eine "Gute Nacht".
Vom Mann im Mond, das sollst du wissen,
wirst du bis morgen früh bewacht.



Jahr für Jahr ein neues Wunder.
Kahle Bäume werden grün.
Und die Welt wird wieder bunter,
weil die ersten Veilchen blüh'n.

Unser Wünschen, unser Hoffen,
wurden, wie es so schön heißt.
Noch bei weitem übertroffen.
Was das Glücksgefühl beweist.

Hell und heiter sind die Tage.
Große, Kleine, Alt und Jung
nutzen nun die Parkanlage
gern und mit Begeisterung.




Im Kiefernhain

Im Kiefernhain wächst eine Buche.
Tagtäglich wird sie ausgefragt:
Was sie denn eigentlich hier suche?
Doch was sie denkt, bleibt ungesagt.

Sie hüllt sich würdevoll in Schweigen.
Sogar die Blätter rascheln "stumm".
Sie will auch keinen Missmut zeigen,
bei diesen Fragen: Nach Warum?

Ein Vogel hat sie einst begraben.
Sie war gedacht als Winter-Fraß.
Dann konnte sie die Freiheit haben,
weil er den Futterplatz vergaß.

Erst wurzelte sie etwas tiefer,
und dann zum Licht und schon sehr bald
sah sie die allererste Kiefer.
Nun steht sie mittendrin im Wald.

Und eines Tages sprach die Buche:
Ich schätze, ihr begreift es kaum,
was ich im Endeffekt hier suche:
ist Heimat und 'nen Lebensraum.



Kein Wind rauscht in den Bäumen.
Die Blätter schlafen fest.
In ihren Kronen träumen
die Kids vom Vogelnest.

Der Anzug hängt am Bügel.
Das Tagwerk ist vollbracht.
Und alles streckt die Flügel.
Und wartet auf die Nacht.

Nur Neonlichtlaternen
sind munter nächtelang,
und zwinkern zu den Sternen
nach Sonnenuntergang.



Die Gitarre

Sie quasselt keine großen Worte.
Der Grund: Sie hält nicht viel davon.
Sie spielt Piano oder Forte
und sie vergreift sich nicht im Ton.

Ich kann sie daher sehr gut leiden,
und lausche ihrem Sound und Klang.
Mit Takt soll sie mich stets begleiten
bei Hausmusik und bei Gesang.

Sie kennt nur die erlaubten Griffe,
die Stimmungslagen Dur und Moll.
Und hangelt sich durch Notenriffe.
Bei Pausen schweigt sie würdevoll.

Und weil ich mich an ihr erfreue
mit wachsender Begeisterung,
so halte ich ihr gern die Treue:
Doch sie macht einen Saitensprung.



Der Flieder

Im Nachbargarten blüht ein Flieder.
Er leuchtet dunkelviolett.
Und ich betrachte hin und wieder
die Farbenpracht vorm Fensterbrett.

Sein süßer Duft lockt Arbeitsbienen
und viel Getier aus nah und fern.
Den Nektar, den sie sich verdienen,
den haben sie besonders gern.

Nach ein paar violetten Wochen
und in der schänsten Frühlingszeit
hat er sein Schauspiel abgebrochen.
Und trägt ein schlichtes, grünes Kleid.



Eine besondere Art von Motten

Klamotten hängen Stück an Stück
im Schrank an Kleiderbügeln.
Es gibt kein vorwärts und zurück.
Und nichts kann sie beflügeln.

Das Jahr hindurch ist Paarungszeit.
Sie sind nicht auszurotten.
Selbst wenn es draußen stürmt und schneit,
vermehren sich Klamotten.

Zum Großteil sind sie gut in Schuss.
Doch manche sind verwaschen.
Und manche tragen Reißverschluss
statt Knöpfen an den Taschen.

Klamotten mit und ohne Fleck,
verschenkt man schließlich weiter.
Für einen gut gemeinten Zweck
zur Sammlung alter Kleider.





Der Tag hat endlich seine Ruhe.
Er zieht bereits das Nachthemd an.
Im Hausflur dösen Straßenschuhe:
Die haben ihre Pflicht getan.

Nun legt der Tag sich ein paar Stunden
in sein gesterntes Himmelbett.
Bald hat er einen Traum gefunden.
Der Mond scheint auf das Fensterbrett.

Um sechs Uhr früh schrillt laut der Wecker.
Der Tag steht widerwillig auf,
macht Katzenwäsche, eilt zum Bäcker.
Und nimmt dann den gewohnten Lauf.

Viel Lärm um Nichts - dann Mittagessen -
Der Koch ist wieder mal zu loben.
Den Rest kann man getrost vergessen.
Dann naht der Zeitpunkt: Siehe oben.


Du hast Dich aus dem Staub gemacht.
Ganz heimlich, still und leise.
Die Zeit ist reif, hast Du gedacht.
Dann gingst Du auf die Reise.

Wir wünschen einen guten Flug.
Wir werden Dich vermissen.
Und spüren schmerzlich den Entzug.
Das wirst Du sicher wissen.

Nun ruh' Dich aus und danke Gott.
Er hat Dich gern begleitet.
Vergessen ist der Alltagstrott.
Dein Bett ist vorbereitet.

Beschütze uns in unsrem Schmerz.
Und bleib mit uns verbunden.
Du wohnst von nun an himmelwärts.
Dort heilen Deine Wunden.



Jeder Döskopf hat nun mal
einen Hang zum Kapital
"Geld bläst alle Sorgen fort!"
lautet das beliebte Wort.
Sicher hat in diesem Satz
ein Stück Wahrheit seinen Platz.
Keiner kann sein Schicksal tragen
ohne Brot und Wurst im Magen.
Doch zuviel ist ungesund
und sehr oft der wahre Grund,
dass man röchelnd sich erbricht
und dann aus verzweiflung spricht.
"Geld ist schuld an meiner Lebensweise,
und zu viel davon ist einfach Sch...



Es wächst auf allen Wegen.
Bekümmernis und Leid.
Man fragt entsetzt weswegen.
Die Antwort lässt sich Zeit.

Man frisst gekränkten Kummer.
Und spült mit Kleingeist nach.
Es naht ein dicker Brummer.
Und hält den Kummer wach.

Man wandert leicht verdrossen.
Man denkt enttäuscht zurück.
Ein Pudel bellt begossen.
Begleitet uns ein Stück.

Die Augen nehmen Bäume.
Schon lange nicht mehr wahr.
Und bunte Blütenträume.
Die übersieht man gar.

Es wächst auf allen Wegen.
Ein Augenblick vom Glück.
Man trottet ihm entgegen
- und schaut erst sehr viel später -
mit klarem Blick erstaunt zurück



Ausgebrannt - vom Tag zerschlissen.
Kraftlos wie ein nasser Sack.
Saure Äpfel - angebissen.
Überhaupt nicht mein Geschmack.

Füße wund vom vielen Gehen
Jeder Schritt ist jetzt zuviel.
Bleiern wirkt der kleine Zehen.
Und man steckt sich nur ein Ziel.

Eine lange Ruhepause
Mit Musik im Hintergrund.
Beine hoch - man ist zuhause
traumverlor'ne Abendstund'.

Ausgebrannt und ohne Feuer,
doch zum Glück nur körperlich.
Man bezahlt die "Körper"-Steuer
legt sich hin und bettet sich.



Die Blumen brauchen Wasser.
Das Auto braucht Benzin.
Ein Märchenbuchverfasser
braucht Kinderphantasien.

Ein Kind braucht Elternliebe.
Der Seemann braucht das Meer.
Den Sand im Weltgetriebe,
den brauchen wir so sehr.

Ein Pferd braucht einen Zügel.
Das Fußballfeld ein Tor.
Der Dirigent am Flügel
braucht einen Knabenchor.

Das Zimmer braucht Tapeten.
Ein Ferkel braucht den Matsch.
Der Staat braucht stets Moneten.
Für Unfug und für Quatsch.



Das Jahr liegt in den letzten Zügen.
Das neue wartet schon.
Das alte muss sich neuem fügen.
Das Jahr dankt ab und schleicht davon.

Das Gute, das es uns für Stunden
auf einem Teller aufgetischt,
das wird verloren und gefunden.
Auf neu friesiert und aufgefrischt.

Die kleinste Trauer, die wir hatten
verflüchtigt sich durch neues Glück.
Es stellt sich selber in den Schatten.
- Und kehrt zurück.

Mein Wunsch: ich möchte wenig leiden
im funkelnagelneuen Jahr.
Und meine Liebeslosigkeiten,
so weit es irgend geht vermeiden,
was mir im alten,
leider nicht immer - gegeben war.



Es fehlt uns meist in dieser Zeit
ein echter Grund zur Fröhlichkeit.
Der Mensch wird bald im Müll ersticken
und Gift bewirkt, dass Blumen knicken.

Die Axt erschlägt den Regenwald.
Der Dschungelpfad wird zu Asphalt.
Der Regen wird darüber sauer.
und das wahrscheinlich auf die Dauer.

Wir spielen Poker mit Raketen.
Der Unsinn kostet uns moneten.
Obwohl der Hunger Menschen quält,
doch was bekanntlich gar nicht zählt.

Die Erde blutet hart geschunden.
Wir baden noch in ihren Wunden.
Und tönen frech in einer Tour:
Wir sind die Krönung der Natur.

Die Städte opfern wir den Blechlawinen
weil es die Menschen nicht verdienen.
Und über allem bunten Treiben wacht.
Die Obrigkeit und Ordnungsmacht.



Die Last der Trübsal wiegt so schwer.
Du kriechst am Boden, kannst nicht mehr.
Sogar daheim in deiner Kammer
belästigt dich der Katzenjammer.
Sie Sonne fehlt dir schon so lang.
Du sprichst mit dir von Untergang.
Die Hoffnung lässt du talwärts fahren.
Die Bürden kannst du dir bewahren.
Du schimpfst und fluchst in einer Tour:
"Was soll die ganze Scheiße nur?"
Doch lamentiert wird in der Stube.
Dein Herz wird so zur Mördergrube.
Nach außen zeigst du ein Gesicht,
dass deinem Innern widerspricht.
Dein Äußeres wird zur Fassade.
Du schlitterst langsam - ohne Gnade,
mit einem Bein ins Rattennest.
Dort steckst du fest.
Und dennoch glaube ich
du bist wie neugeboren.
Dein erstes Spiel:
Das hast du allerdings verloren.



Das Leben treibt gekonnt sein Spiel.
Es will uns stets belehren.
Wir dienen als bewegtes Ziel.
Es wirft mit einem Besenstiel.
Wir können uns nicht wehren.

Das Leben pflückt die harte Nuss.
Wir können sie nicht knacken.
Das bringt den Redeschwall in Fluss.
Das weckt den Lebensüberdruss
mit seinen scharfen Zacken.

Das Leben fragt: "Was darf's denn sein"
Ich kann dir alles geben:
den Frühlingstag mit Sonnenschein,
ein schmerzgeplagtes Herz aus Stein,
und einen Augen-Blick für's Leben.



Nehmen wir das Schlimmste an,
dass dich keiner leiden mag,
dass dich niemand grüßt bei Tag,
dass sogar der Nachbarshund
knurrt und winselt ohne Grund,
dass die Katze ängstlich flieht,
wenn sie dich von weitem sieht.

Nehmen wir noch weiter an:
dass dein Liebchen Hochzeit hält,
weil ein andrer ihr gefällt,
dass dein Chef meschugge ist,
und du seinen Humbug frisst,
dass dein Schatz dich hintergeht,
wenn sie dir den Rücken dreht.

Nehmen wir als letztes an:
dass du doof bist von Natur,
unausstehlich, hässlich, stur,
dass du dir nie selbst vertraust
und dich in die Pfanne haust,
dass nur Sorgen auf dich regnen
und dir täglich neu begegnen.

Sind die Hypothesen wahr,
bist du, das ist mir wohl klar,
eine arme Sau. - Aber sonst!



Das Unglück kommt in Raten
da hilft kein Schreckensschrei
Es kommt auf krummen Pfaden
und kommt bei dir vorbei.

Es steht dir treu zur Seite.
Es hält sich an dir fest.
Das Glück geht langsam pleite
Das Unglück baut ein Nest.

Es spuckt dir auf den Braten.
in Suppen wird es eingebrockt.
Das Unglück kommt in Raten.
Und notfalls wird es aufgestockt.



Bin ziellos und leer,
kann nicht mehr.
Bin einsam und krank
in allen Gassen
verlassen.
Bin glücklich und froh
- nirgendwo.
Bin hilflos, befangen
auf allen Wegen.
Könnte mich glatt
auf die Schienen legen.
Und wüsste keinen Grund
weswegen.



Es treibt ein Kahn durch Tücken und Gezeiten.
Er findet seinen Weg im Schlaf - im Traum
Im Dunkel sind es Sterne die ihn leiten.
Der Mann im Boot, der glaubt es kaum.

Die weichen Wogen und die kleinen Wellen.
Bedeuten keine SOS-Gefahr.
Kein Notsignal ist anzustellen.
Am Bug hockt lärmend eine Möwenschar.

Der Schiffer traut dem Glück, das ihm beschieden.
Die Fahne flattert leicht im lauen Wind.
Am Horizont glüht roter Abendfrieden.
Umrahmt vom schwarzgefärbtem Labyrinth.

Die Abendröte trügt vom frohen Morgen,
doch lautlos naht ein Wasserfall.
Der Kahn stürzt tief, der Mann in tausend Sorgen.
Das Schicksal reicht ihm gnädig seine Hand.
Und treibt ihn sanft auf festes Land.



Manchmal findet sich ein Weg.
Schmal der Pfad zum Brückensteg.
Eng der Durchgang durch die Schlucht.
Den man oft vergeblich sucht.

Manchmal such' ich jahrelang.
Voller Gier und Tatendrang.
Voller Unruh, voller Hast.
Etwas, das mir gar nicht passt.

Manchmal zeigt sich eine Spur.
Und ich denk was will die nur.
Geh ihr nach ein kleines Stück.
Siehe da, ein Teil vom Glück.

Manchmal schau ich haargenau.
Ziel bewusst ins himmelblau.
Doch der Treffer wird zum Schluss.
Weder Spaß, noch Hochgenuss.

Manchmal gibt die Zeit mir Zeit.
Schönes macht sich in mir breit.
Findet suchend unverhofft.
Was ich heimlich mir erhofft - doch nicht oft.



Es plätschert eine Quelle.
Ein Weg verzweigt ins Tal.
Es lebt an dieser Stelle:
Das Glück von Anno-dazumal.

Der Herbst zerzaust die Bäume.
Entblättert jeden Ast.
Fegt durch die Sonnenträume,
wo noch ein Rindvieh grast.

Die Felder sind verlassen.
Die Fluren liegen brach.
Und in den stummen Gassen,
da weint ein Kind
dem letzten Sommer nach.



Dünen, Deiche, Meer und Strand
weiter Himmel, Fischgeruch
Feines Liebchen an der Hand.
Wellen, Wind und Segeltuch.

Möwenschreie über'm Watt.
Muscheln, Krebse, Krabbenbrut.
Feines Liebchen macht mich matt.
Sonnenträume, Ebbe, Flut.

Schilf und Schiffe, Schlick und Priel.
Leiser Pferdehufgesang.
Reisen bis zum fernsten Siel.
und ein Eisbärglück
nach unbewölktem Sonnenuntergang.



Ich finde deinen Stein im Brett,
das Huhn ein Osterei,
die meisten denken, oh wie nett.
die andren finden nichts dabei.

Der Freier findet eine Frau.
Wer findet, sucht nicht mehr.
Der Säufer findet: Blau ist Blau
und lallt daher.

Ein Schwätzer findet oft Gehör.
Dann kriegt er Finderlohn.
ich finde das ist ein Malheure.
Denn nur der Finder, hat etwas davon.

Ein Fahrrad findet einen Dieb.
Ich finde das gemein.
denn dem's gehört, der hat es lieb.
Das Fahrrad ist ein Schwein.




Frühlingsboten locken.
Mich aus dem Haus.
Und das Stubenhocken.
Fällt für heute aus.

Osterblumen blinken
gelb im Gartenbeet.
Wo sie jedem winken,
der vorübergeht.

Bienen suchen Kätzchen,
summen durch den Tag.
Und man strömt zu Plätzen,
die die Sonne mag.

Frühlingsboten locken
mich ins Tageslicht.
Es läuten Osterglocken.
Der Frühling lacht
- in mein Gesicht.



Dichte Nebelschwaden
ziehen durch die Flur,
weißen alle Felder
legen ihre Spur.

Bäume sind Gespenster.
Blüten schon erschlafft.
Kauzenrufte gellen
schrill und schauderhaft.

Eingehüllt in Laken
stapft der Herbst ins Land,
drückt uns weiße Schleier
aus Nebelschwaden
in die Hand



Es drückt zur Zeit kein Sorgenschuh,
kein Schmerz, kein Unbehagen.
Kein Scheißdreck einer blöden Kuh.
Kein Unwohlsein den Magen.

Kein Fliegendreck auf meinem Tisch.
Kein Muskelkampf beim Baden.
Kein ölverseuchter Meeresfisch.
Kein Liebeskummerschaden.

Kein aufgewärmtes Frikassee
kein platter Fahrradreifen.
Kein ungefülltes Portemonnaie.
Kein schwarzer Zebrastreifen.

Kein Schmierfink, keine Tagesschau.
Kein Trommeln und kein Brausen.
Kein Esel namens Meister Grau.
Und auch kein Ohrensausen.

Kann sein: es geht mir viel zu gut.
Das unglück ist in Eile.
Dagegen hat vom Glück die Flut
erstaunlich große lange-Weile.



Keiner kann das Schicksal zwingen.
Keinem wird das je gelingen.
Keiner trägt des andern Last.
Keiner lacht sich einen Ast.

Keiner spuckt dir in die Hände.
Keiner tüncht dir deine Wände.
Keiner kratzt dich unterm Fell.
Höchstens einer mit Skalpell.

Keiner löffelt dir die Suppe.
Keiner kauft dir eine Puppe.
Keiner juchzt und jubelt laut,
wenn ihn einer mal verhaut.



Wer kennt sie nicht - die grauen Tage.
Den Abgrund einer Einsamkeit.
Den schrägen Hang so mancher Lebenslage.
Die tiefen Wunden der Vergangenheit.
Und dennoch steht wohl außer Frage.
Wir werden irgendwann an einem Tage.
- Von allem Leid - befreit.



Kennst du das Land der wohlgenährten Schweine,
wo nebenan das nackte Elend schreit.
Wo mieser Dünkel herrscht, so wie ich meine,
und wo die Dummheit sagenhaft gedeiht.

Kennst du das Land wo braune Ochsen grasen,
wo linker Hand die Sonne untergeht.
Wo nebenan die Nachbarn Trübsal blasen,
und wo die Macht des Geldes heftig weht.

Kennst du das Land wo fette Gänse schnattern,
wo man die Gänseküken frech belügt,
wo Obergänse sich ihr Recht ergattern,
und wo die Heuchelei sich frech vergnügt.

Kennst du das Land der Esel und Kamele,
wo die Gerechtigkeit im Schmutz versinkt,
Wo Dummheit Schule macht durch Staatsbefehle
wo alles Christliche zum Himmel stinkt.



Missachte nicht die Mauerblume
den Wurm auf einer Ackerkrume
den Säufer, der sich Schnaps einschenkt
den Krüppel, der den Rollstuhl lenkt

Missachte nicht die Querulanten
samt ihren nahen Anverwandten
Ein schniekes Fräulein Naseweis
den Hund vom alten Tattergreis

Missachte nicht das Ungeziefer
auf einer krummgelatschten Kiefer
den Penner ohne Nachtquartier
mit einer vollen Flasche Bier

Missachte nicht die Übeltäter
und sogenannte Staatsverräter
die Narren ohne viel Helau
und eine Reinemachefrau

Missachte nicht die Lebensmüden
die trauernd jeden Tag verbrüten
denn alles Wesen, alles Sein
ist achtenswert
und lädt dich dazu ein



Der Weg nach Nirgendwo ist weit.
Das Ziel ist hoch gesteckt.
Am meisten fehlt die freie Zeit.
Der Himmel ist bedeckt.

Kein Schild zeigt jene Richtung an.
Kein Polizist weiß Rat.
Man sucht umsonst auf einem Plan.
Es liegt in keinem Staat.

Denn immer ist man irgendwo.
Man kann nicht nirgends sein.
Und hast du mehr im Kopf als Stroh,
dann leuchtet dir das ein.

Der Weg nach Nirgendwo ist dort,
wo du für dich beschließt.
Ich gehe von mir selber fort
und miete mich an jenen Ort
wo meine Einfalt sprießt.



Wir sind für viele: namenlos.
Wir haben kein Gewicht.
Wir treiben auf dem Rettungsfloß
- Man sieht uns nicht.

Wir schweigen bis zum Untergang.
Wir heucheln: "Uns geht's gut."
Wir schluchzen nur sekundenlang.
Und schlucken unsre Wut.

Wir beugen uns der Staatsgewalt.
Wir wissen: "Sie ist schlecht!".
Das lässt uns aber trotzdem kalt.
Der Bundestag hat Recht.

Zum Hofknicks werden wir dressiert.
Wir dienern tief gebückt.
Wir wissen, dass ein Nachbar friert.
Das Geld macht uns verrückt.

Wir bleiben ewig namenlos.
Wir üben die Geduld.
Wir treiben auf dem Rettungsfloß.
Und glauben dummen Sprüchen
"Ihr seid doch selber Schuld."



verbogen und verbaut
verteufelt, geizig krumm
verbiestert, furchtbar laut
und unnachahmlich dumm
verschroben schonungslos,
vergesslich hundsgemein
vermessen riesengroß
versaut und zwergenklein
Das möchte ich -
nicht alle Tage sein.



Wir wetzen unsern Schnabel.
Wir sind so furchtbar klug.
Die Dummheit rollt vom Stapel.
Das Schiff heißt "Selbstbetrug".

Wir spucken große Töne.
Wir sind unheimlich schlau.
Das Wunderbare, Schöne.
Zerquatscht die "Tagesschau".

Wir wussten es schon lange.
Wenn einer etwas meint.
Die Lüge ist zugange.
Worauf die Wahrheit weint.

Wir plappern wie die Kinder.
Wir sind darauf noch stolz.
Die Herren mit Zylinder
sind aus demgleichen Holz.

Wir glauben unsren Reden.
Und warten auf Applaus.
Dann schauen wir betreten.
Denn: er bleibt aus.



Reiche gab's zu allen Zeiten.
Arme Schlucker sicher auch.
Reiche haben Möglichkeiten.
Arm bleibt arm, so ist es Brauch.

Wer das Geld hat, macht Gesetze.
Arme nicken brav dazu.
Und verharren, wie ich schätze,
fügsam still in ewger Ruh.

Reiche kennen alle Lücken.
Und sie kommen gut davon.
Arme will man nie beglücken.
Armut ist genug an Lohn.

Somit bleiben Reiche - Reiche.
Armen geht es immer schlecht.
Das Prinzip ist stets das gleiche.
Reiche haben mehr vom Recht.



Kannst getrost mich Arschloch nennen.
Warte nicht auf Gegenwehr.
Denn du wirst dich selber kennen.
Dadurch wiegt dein Urteil schwer.

Kannst mir freche Namen geben.
Dadurch geht's mir nicht mehr schlecht.
Triffst bestimmt nicht weit daneben.
Weil du zielst so selbstgerecht.

Schimpf mich einfach Einfaltspinsel.
Streich mir das aufs Butterbrot.
Denn ich höre nie gewinsel.
Manchmal aber seh ich rot.

Sag: ich sei ein dummer Affe.
Wenn's dir dadurch bessergeht.
Werfe diese spitze Waffe.
mit dem Mundwerk-wurfgerät.

Aber warte nur ein Weilchen.
Flüche kommen gern zurück.
Sind vom Bumerang ein Teilchen.
Wenn nicht gar das ganze Stück.



Es schwanken die Gedanken.
Der Säufer schwankt aufs Klo.
Die Kurse bei den Banken.
Die schwanken sowieso.

Es schwanken die Gefühle.
Der Seeman schwankt von Bord.
Die Flügel einer Mühle.
Die schwanken immerfort.

Es schwanken ganze Brücken.
Es schwankt bei Wind ein Baum
Der Rucksack auf dem Rücken,
der schwankt - man merkt es kaum.

Es schwankt vom Chef die Laune.
Vom Fluss der Pegelstand.
Es schwankt sogar - ich staune
Ein Fuß im weichen Sand.

Es schwankt an allen Ecken.
Beim Bäcker schwankt der Preis.
Doch der schwankt nur nach oben
- soviel ich weiß.



Vergiss die alten Sorgen
vergiss vertagtes Leid
denn schöne Stunden winken
allmählich - mit der Zeit.

Vergiss vergang'nes Übel
vergiss den Stumpfsinn - hohl und leer.
Die Erde dreht sich weiter.
Mein Freund was willst du mehr.

Vergiss vor allen Dingen,
was dich mit Schmerz bedrängt
und hoffe auf das Schöne,
das alle Fesseln sprengt.



Von morgens früh bis abends spät.
Von Sonnenauf- bis -untergang
Vom Tag an dem ein Bauer sät
Vom Samen bis zum Fruchtbehang.

Von hier bis dort, von jetzt bis dann.
Von Ostern bis zur Weihnachtszeit.
von heute bis zu irgendwann.
Von gestern bis zur Ewigkeit.

Von London bis nach Tokio.
Vom Bahnsteig bis zum nächsten Klo.
Von mir zu dir, vom Most zum Wein.
Vom kleinen Ferkel bis zum Schwein.

Von dem er alles sein regiert.
Bis hin zum Bettler, der nur friert.
Da braucht es immer viel Geduld.
Wer keine hat - ist selber schuld.



Ich möchte durch den Frühling laufen
mit einem unbeschwerten Gang.
Ich will mir nicht die Haare raufen.
Beim lauten, frohen Vogelsang.

Die Sehnsucht soll mich nicht begleiten
Ich komme weiter - ohne sie.
Ich will die Dümmlichkeit vermeiden
und meine freche Idiotie.

Die Sonne soll ihr Lächeln zeigen.
Das muss nicht unaufhörlich sein.
Der Regen darf sich zu mir neigen
nach wochenlangem Sonnenschein.



Ein Spaziergang zwischen Bäumen,
bunte Blumen, hohes Gras.
Dinge, die wir uns erträumen.
Ein Gespräch gewürzt mit Spaß.

Zeit um in die Luft zu gucken.
Blauer Himmel, Sonnenschein.
Rote Beeren zum Verschlucken.
Quellenwasser - kühl und rein.

Vögelrufe in der Stille.
Wasser auf dem Mühlenrad.
Zirpenlaute einer Grille,
die uns was zu sagen hat.



Was jedermann am Körper trägt
wird eines Tages abgelegt.
Es wandert mit verspeckter Miene
zur startbereiten Waschmaschine.

Geblümtes gibt dem Rot die Hand.
Sie gründen einen Zweckverband.
Jedoch auf unbestimmte Dauer.
Genauer - weiß es nur
der Waschmaschinenbauer.

Ein Unterhemd verschwitzt und weiß,
das liebt die Waschmaschine heiß.
Genauso wie die Ringelsocken.
mit eingeschweißten Käsebrocken.

Die Waschmaschine ist auf Draht
und spült mit einem
superflauschig weichem Konzentrat.
Die Wäsche duftet dann nach Rosen
- sogar die langen Unterhosen.

Nach einer Wäscheprozedur
befestigt man an einer Schnur
die Wäscheteile
Doch bist du schnurlos - fehlt dir eine
Dann kaufe eine Wäscheleine.



Wenn ich das Leben nicht mehr spür'
Wenn jedes Wort im Wind verweht.
Wenn Raben krächzen vor der Tür
und Geier kreisen - über mir,
dann weiß ich nicht wie's weitergeht.

Wenn selbst der Teufel mich verkauft.
Wenn meine Augen - tränenblind.
Und rötlich angeschwollen sind.
Wenn jeder mir die Haare rauft.
dann weiß ich nie, was dann beginnt.

Wenn eine Katze keifend faucht.
Statt friedlich vor sich hinzudösen.
Wenn sie die Krallen noch gebraucht,
wenn es erst funkt und letztlich raucht.
Dann kann ich mich nur selbst erlösen.
Und meinen Ängsten - Angst einflößen.



Wenn es tobt, wenn es kracht.
Wenn der Himmel Tränen lacht.
Wenn die Sphinx mich falsch berät.
Wenn der Wind, Stürme sät.
Wenn ein Wolf heulend jault.
Wenn mich eine Hexe grault.
Wenn die Traurigkeit beginnt.
Und die Nacht das Spiel gewinnt.
bleibt der Stuhl an meiner Seite leer,
denn einen Freund - den gibt's nicht mehr.



Wieviel Wirklichkeit muss enden.
bis ein Traum beginnen kann.
Wieviel Falsches muss dich blenden.
Auf dem Flug zur Landebahn.
Wieviel Kummer musst du trinken.
Bis dein Schmerz sich übergibt.
Wieviel Hoffnung muss versinken.
Bis dich alles nur betrübt.
Wieviel Traurigkeit muss reifen.
Bis sie faul vom Baume fällt.
Wieviel muss ein Mensch begreifen.
Ohne dass er Fragen stellt.
Wieviel Schwachsinn musst du schmecken.
Bis er dir zuwider ist.
Wieviel musst du noch entdecken.
Dass du stets du selber bist.



Wir schuften für ein Telefon
wir schuften für den Wagen
wir schuften für geringen Lohn
wir halten meistens nichts davon
wir spüren es im Magen.

wir schuften für ein Reihenhaus
wir schuften hart im Garten
und irgendwann ist alles aus
wir ernten einen Blumenstrauss
und schwarze Trauerkarten.

wir schuften für den Modeschmck
wir schuften viele Jahre
wir setzen uns noch unter Druck
auf einmal geht es rucki-zuck
wir landen auf der Bahre.



Man klatscht begeistert in die Hände,
denn heute winkt das Wochenende.
Die Arbeit ruht für ein paar Tage.
Man freut sich seiner Lebenslage.
Die Hetze und die Emsigkeit,
die hat bis nächsten Montag Zeit.

Die Woche ist im Flug vergangen.
So denkt man vorschnell und befangen.
Man hat den Frust längst überwunden
samt stressgeplagten Arbeitsstunden
und auch den zähen Alltagsbrei,
denn das ist Gott-sei-Dank vorbei.

Der Zeiger rückt gewohnterweise
zum lang ersehnten Ziel der Reise.
Man kann den Gongschlag kaum erwarten.
erwarten, warten, warten.
Dann schließt das Wochenende uns mit Charme
ganz liebevoll uns in den Arm.



Wünsche schlummern meist verborgen
zwischen Wirklichkeit und Traum
Wir vertrösten sie auf Morgen
Kümmern uns um unsre Sorgen
lassen ihnen wenig Raum

Wünsche wachsen auf der Wiese
unsrer bunten Phantasie
und wenn ich den Wunsch erschließe
fühl ich mich im Paradiese.
Doch das klappt auf Anhieb nie.

Ist ein Wunschtraum so beschaffen,
dass er ewig offen bleibt,
dass die Kräfte uns erschlaffen
uns erniedrigen zum Affen.
Weil er nur sein Spielchen treibt.

Wenn ein Wunsch als Ungeheuer
gierig unser Bestes raubt
wird die Endabrechnung teuer.
Das erhoffte Abenteuer
schlimmer als man vorschnell glaubt.

Ist ein Wunsch im Kern bescheiden.
Gibt sein Dasein neue Kraft
sollten wir ihn herzlich leiden.
Je nach unsren Möglichkeiten
sorgsam und mit Leidenschaft.

 

weihnachtsgänse

Gemästet sind die Weihnachtsgänse.
Und der Advent hält uns auf Trab.
Am Friedhof welken Blumenkränze,
sie bilden einen Krisenstab.

Es wird uns oft an Stille mangeln.
Wir stürzen uns in den Konsum.
Man greift nach Schnäppchen, wird sie angeln.
Und predigt das Philistertum.

Dann sagt man: Danke! Mit Geschenken.
Obwohl ein nettes Wort genügt.
Denn eines sollte man bedenken,
das eines sich ins andre fügt.

Doch darauf sind wir vorbereitet.
Wir haben einen Schlacht-und-Plan.
Und wer alleine mit sich streitet,
fährt ständig mit der Achterbahn.

Was kommen wird, lässt sich nicht sagen.
Doch Hoffnung, Freude, Zuversicht,
die blühen an den Weihnachtstagen,
wenn Jesus mit den Tieren spricht.

 


Ein Stammbaum

Ein Stammbaum führt zu einer Glatze,
und manchmal zum gelockten Haar.
Im Herbst parkt man die Luftmatratze.
Man lässt die Luft raus, das ist klar.

Die Bäume wechseln ihr Gefieder.
Im Winter zeigen sie sich kahl.
Ihr 'Hut-ab' für die Weihnachtslieder,
ist alle Jahre stinknormal.

Dann werden andre Regeln gelten.
Man kachelt sich vor dem Kamin.
Wer unruhig ist, hat nichts zu melden.
Im schlimmsten Fall: Droht ein Ruin.

Man punktet mit den HÖflichkeiten.
Bald schreit ein Kind in einem Stall.
Das wird uns durch das Jahr begleiten,
bis hin zum nächsten Blätterfall.

 

Es dämmert der Advent

Die ganze Welt hüllt sich in Schweigen.
Es dämmert langsam der Advent.
Was daraus wird, das wird sich zeigen.
Kein Nichts, das auf den Nägeln brennt.

Wir haben teil an Gottes Güte.
Das schärft, und macht uns vogelfrei.
Das Leben wird nicht lebensmüde.
Man denkt nicht viel, und viel dabei.

Ob Tränen, oder Rosen regnen.
Bei Arbeit, Spannung, Sport und Spiel,
wird man dem Rest der Welt begegnen.
Man stuft es ein: Als Lebensziel.

Der Himmel soll dich glücklich machen.
Vermeide Hass, und Selbstbetrug.
Dann hast du sicher, sehr gut lachen,
und alles Liebe ist am Zug.

 

Zur Ruhe setzen

Ich will mich nicht zur Ruhe setzen.
Ich möchte lieber stehen.
Und meinen frechen Schnabel wetzen,
und zwar im Hand-umdrehen.

Solange noch ein Funken Leben,
in meinem Herzen glüht.
Will ich mein allerbestes geben.
Damit die Rose in mir blüht.

Du hoffst, was ich gern weiterreiche,
an unsren Schöpfer aller Dinge.
(Geh niemals über eine Leiche.)
und züchte bunte Schmetterlinge.

 


Ein Vergnügen

Bei dir zu sein ist ein Vergnügen.
Bezaubernd ist dein Repertoire.
Wenn wir uns in den Armen liegen,
dann werden bunte Träume wahr.

Die Liebe wandert durch den Magen.
Das Auge isst bekanntlich mit.
Der Köchin will ich Danke sagen,
sie wünscht mir guten Appetit.

Schnell rasen unsre Liebes-Stunden.
Die Zeit enteilt und hält nicht still.
Jedoch wir haben tief empfunden,
was ich von ganzem Herzen will.

Wir werden uns bald wiedersehen.
Bis dahin bleibt die Küche kalt.
Du fragst: Seit wann wir uns verstehen?
Die Liebe ist sechs Jahre alt.

 

Auf der Insel

Nun seid ihr fort auf Insel Rügen.
Die Möwen haben euch vermisst.
Sie stürzen sich in das Vergnügen.
Und zeigen euch, was Sache ist.

Dort könnt ihr aus dem Vollen schöpfen.
Genießt die Tage ohne Pflicht.
Ihr sollt auch einen Rotwein köpfen,
damit die Sonne zu euch spricht.

Erwartet nichts, lasst euch beschenken,
begrüßt das Meer und jeden Baum.
Verhökert bitte die Bedenken.
Und lebt vor allem euren Traum.

Verzichtet darauf, Recht zu haben.
Das macht bekanntlich wenig Sinn.
Die wahren Werte sind vergraben.
Sie führen euch durch dick und dünn.

Ich wünsche euch bei jedem Wetter.
Dass jeder Herzenswunsch gedeiht.
Seid zu einander Seelenretter,
und das nicht nur zur Urlaubszeit.

 


Das Vogelhaus

Das Vogelhaus in der Allee
sucht einen neuen Pächter.
Die alte Crew ging auf Tournee
und auch der Sittenwächter.

Ein guter Zustand wird verbrieft.
Und Schmutz ist Mangelware.
Und wer sich gern in sich vertieft,
dem winkt das Wunderbare.

Du fragst vielleicht, was führt euch fort.
Wir müssen Geld verdienen.
Das Ziel ist ein Touristenort
mit braun gebrannten Mienen.

Sobald demnächst der Vorhang fällt.
Dann lautet die Devise.
Wir finden eine heile Welt
und keine Seelenkrise.

Gering bemessen ist die Pacht.
Es purzeln alle Preise.
Ein Handschlag: Es ist abgemacht.
Bald gehen wir auf Reise.

 


Du bist jung

Ich möchte mich mit dir vergnügen.
Doch ich bin alt, und du bist jung.
Wenn wir uns in den Haaren liegen,
dann stößt das auf Begeisterung.

Du sollst dich nicht an mich verschwenden.
Erlebe deine Leidenschaft.
Denn die Gefühle werden enden.
Das setzt die Liebe außer Kraft.

Denk bitte ein paar Jahre weiter.
Ich werde schnell ein alter Mann.
Dann brauchst du neue Wegbegleiter,
was ich sehr gut begreifen kann.

Du solltest dich nicht an mich binden.
Ein alter Baum wird schnell gebeugt.
Dein Herz wird eine Heimat finden,
und davon bin ich überzeugt.

Ich will dein Freund sein, keine Frage.
Ich liebe dich, du bist ein Glück.
Doch leicht verworren ist die Lage.
Man lebt nicht nur vom Augen-Blick.

Es ehrt mich, deine Haut zu riechen.
Das bleibt mir in Erinnerung.
Ich kann mich nicht in dich verkriechen.
Denn ich bin alt, und du bist jung.

 


Das Wetter

Der Himmel ist nicht immer heiter.
Es stürmt. Es blitzt. Ein Donner grollt.
Der Regenschirm wird zum Begleiter.
Dem Wetter wird Tribut gezollt.

Verhangen ist die Wolkendecke.
Versteckt bleibt jeder Sonnenstrahl.
Gewässert wird die Dornenhecke,
ein Landstrich, sowie Berg und Tal.

Wir flüchten in bedachte Räume.
Getränke werden aufgetischt.
Die Kinder schlagen Purzelbäume.
Und die Gefühle sind gemischt.

Der Regen hat uns aufgelauert.
Und eine Wolke hat ein Leck.
Das Himmelhohe regenschauert.
Und keiner sieht darüber weg.

Die Nässe platzt aus allen Nähten.
Das ufert aus. Es überschwemmt.
Ins Staunen kommen selbst die Gräten,
denn ihnen sind die Pflanzen fremd.

 


Nichts zu lachen

Die Armen haben nichts zu lachen.
Benötigt die Regierung Geld,
bedient sie sich bei Kranken, Schwachen,
und niemals in der reichen Welt.

Der Staat tanzt flott auf deren Nase.
Der Arme schluckt und wehrt sich nicht.
Er geht bestimmt nicht auf die Straße.
Er fürchtet sich im Rampenlicht.

Im Bundestag fehlt seine Lobby.
Kein Mensch, der nach dem Rechten schaut.
Sich zu verkriechen wird zum Hobby.
Die Flasche Wein wird seine Braut.

So vieles kann ich nicht verstehen.
Der Staat raubt uns das letzte Hemd.
Ganz langsam und im Handumdrehen.
Die Prozedur ist keinem fremd.

Bewährt hat sich die alte Masche.
Man setzt sie durch mit Staatsgewalt.
Dem Armen greift man in die Tasche,
und kürzt den Lebensunterhalt.

 


Guter Dinge

Du bist erstaunlich guter Dinge.
Dein Herz und deine Seele lacht.
Verkauft hast du die Schmetterlinge,
sie haben dir kein Glück gebracht.

Nun wandelst du auf Freiers-Füßen.
Du liebst den süßen Zeitvertreib.
Nimm dich in acht, sonst wirst du büßen.
Denn zänkisch ist so manches Weib.

Ein bisschen Vorsicht ist geboten.
Die Liebe ist kein Heidenspaß.
Sie klopft dir heftig auf die Pfoten,
liegst du beglückt mit ihr im Gras.

Nichts schöneres, als anzubandeln.
Und manchmal kommt das Glück frei Haus.
Du bist erfreut, und du wirst handeln.
Und packst die Bauchgefühle aus.

 


Die Liebe

Die Liebe hat mir viel gebracht.
Doch gestern ging sie baden.
Sie hat sich aus dem Staub gemacht.
Es riss der rote Faden.

Sie hat mich jahrelang entzückt.
Mein Herz war traumverloren.
Doch die Gefühle sind geknickt.
Die Träume: tiefgefroren.

Nun rettet jeder seine Haut.
Vom Wir ist nichts geblieben.
Wir sind nicht länger eng vertraut.
Uns fehlt die Kunst zu lieben.

Die Hoffnung bangt im Burgverlies.
Sie wird nicht mehr gefüttert.
Versperrt liegt unser Paradies.
Die Herzen sind verbittert.

 


Der kranke Frosch

Man stellt den Himmel oft in Frage.
Dasselbe macht ein kranker Frosch.
Er ist bekümmert alle Tage,
weil jede Flamme jäh erlosch.

Umsonst ruft er nach Gottes Güte.
Und oft verliert er sein Gesicht.
Er ist enttäuscht und lebensmüde.
Und an ein Wunder glaubt er nicht.

Die schnöde Welt hat ihn betrogen.
Er kennt und kannte nur das Pech.
Dem Mitleid hat er sich entzogen.
Bei jeder Weisheit lacht er frech.

Gepeinigt von dem Schicksalsfaden,
gebeutelt von dem Vakuum,
beginnt er nun, sich selbst zu schaden.
Sein letzter Schritt: Er bringt sich um.

 


"Es ist was es ist"

Lupenrein sind die Gefühle.
Was mich lähmt ist mein Verstand.
Er beargwöhnt meine Ziele.
Und hält sie für hirnverbrannt.

Denn es fehlt ihm an Erfahrung.
Und er scheut das Risiko.
Jeder Zweifel findet Nahrung.
Und er drischt das hohle Stroh.

Manchmal lässt er mit sich scherzen.
Und er lehnt sich weit zurück.
Was ich spreche, kommt von Herzen.
Und erzählt vom neuen Glück.

Hart gesotten sind Gedanken.
Doch im Innern: watteweich.
Und sie schmücken sich und ranken
in ein fernes Himmelreich.

Der Verstand ist noch dagegen.
Ich entziehe ihm das Wort.
Und mein Herz gibt mir den Segen.
Was mich stört, fliegt über Bord.

 


Zu dir fliegen

Gerne will ich zu dir fliegen.
Doch mein Helikopter streikt.
So entgeht mir ein Vergnügen,
denn ich bin dir zugeneigt.

Doch ich habe linke Hände.
Deshalb bin ich stark frustriert.
Doch ich hoffe ohne Ende,
dass ein Fachmann repariert.

Und er taucht ins Reich der Drähte.
Kabel werden frei gelegt.
Das Verflixt und Zugenähte
hat zum Austausch angeregt.

Die Probleme sind gemeistert.
Und ich gebe offen zu.
Alle Sinne sind begeistert.
Lob und Dank der Rettungs-Crew.

Endlich Zeit um aufzubrechen.
Denn mein Ziel ist dein Revier.
Und dann höre ich dich sprechen,
denn du liegst ja neben mir.

 


Schön

Es ist so schön, an dich zu denken.
Und die Gefühle machen Mut.
Mein Herz will sich an dich verschenken.
Es träumt von dir, und fühlt sich gut.

Ich hatte Angst mich zu verfühlen.
Doch in Gedanken bin ich Dein.
In deinen Haaren will ich wühlen.
Dann stellt sich alles Gute ein.

Verzeihe bitte mein Verhalten.
Ich war dein Freund und will es sein.
Mich lähmten viele Sorgenfalten.
Du kannst mir glauben, ich bin Dein.

Die Sehnsucht träumt, dich lieb zu haben.
Und jeder Zweifel wird verbannt.
Ich will mich ganz in dich vergraben.
Doch ein Kondom sei stets zur Hand.

 


Du und Ich

Dumme Sprüche werden weichen,
wenn die Sehnsucht zärtlich schnurrt.
Und es ist zum Stein-erweichen.
Niemand lästert, niemand murrt.

Endlos tönten Schnulzenlieder.
Gestern waren sie verpönt.
Denn ich dachte mir: Nie wieder,
wird mein Zustand ausgesöhnt.

Folglich wuchsen Barrikaden.
Für die Liebe war ich taub.
Doch sie blieb und ging nicht baden.
Sie verlor sich nicht im Staub.

Heute bin ich dir gewogen,
ohne Absicht und Kalkül.
Meine Zweifel: ausgezogen.
Nun beglückt mich ein Gefühl.

Hoffentlich wird es gedeihen.
Du und Ich: Ein neues Wir.
Schenken wir uns das Verzeihen.
Jeder Tag erzählt von dir.

 


Die Seele

Die Seele will sich baumeln lassen.
Nun spüre ich, du bist mein Glück.
Das lässt sich nicht in Worte fassen.
Du bist mein schönster Augen-Blick.

Ich muss mir in den Hintern kneifen.
Ich habe dich hautnah gefühlt.
Und brauchte Zeit, um zu begreifen,
die Sehnsucht hast du aufgewühlt.

Es gäbe vieles zu bedenken.
Mein Herz ist völlig durch den Wind.
Du wolltest dich an mich verschenken.
Für diese Geste war ich blind.

Ich will dich durch die Nacht begleiten.
Wir hinterlassen eine Spur.
Das lässt sich leider nicht vermeiden,
das sind die Launen der Natur.

 


Liebes-Angebot

Nimm bitte Platz in meinem Leben.
Ich lade dich ganz herzlich ein.
Nun möchte ich mein Glas erheben.
Und möchte mit dir glücklich sein.

Die alte Liebe ist erkaltet.
Sie steht nicht länger ihren Mann.
Sie wurde von mir abgeschaltet.
Und zieht mich nicht mehr in den Bann.

Nun bin ich frei und guter Dinge.
Vielleicht wirst du mein bestes Stück.
Ich denke nicht an Hochzeitsringe.
Denn oft verdirbt dabei das Glück.

Behutsam will ich dich umwerben.
Wir binden uns, und sind doch frei.
Ich hoffe, es gibt wenig Scherben,
sonst fühlt sich keiner wohl dabei.

Wie immer mangelt es an Worten.
Doch die Gefühle sind geschützt.
Ich suche südwärts und im Norden.
Mein Traum, dass du mich unterstützt.

 

 

Auf einer Wiese

Ein Esel und ein junges Fohlen
vergnügen sich auf einer Wiese.
Sie rechnen hoch. Und unverhohlen
beäugt sie lächelnd Adam Riese.

Am Abend zählen sie die Sterne.
Und es vergehen traute Stunden.
Es flackert keine Hoflaterne.
Und dennoch wird ein Traum gefunden.

Am Morgen sind sie ausgemüdet.
Sie kommen langsam in die Gänge.
Ein neuer Tag wird ausgebrütet.
Sie sind auf gleicher Wellenlänge.

Sie lieben es, sich zu vertragen.
Und sind sich einig ohne Ende.
Und keiner darf das hinterfragen.
Doch wie sie leben, das spricht Bände.

Den Partner will man nicht mehr missen.
Sie grasen auf der Blumenweide.
Und schnappen sich die Leckerbissen.
Man zeigt die Schokoladenseite.

 


Die Schlange

Die Schlange giftet ohne Gnade.
Sie schnappt sich eine Wiesenmaus.
Die denkt: "Das ist doch jammerschade,
nun ist der Ofen leider aus."

Sie schlängelt weiter durch die Wiesen.
Und manchmal fährt sie aus der Haut.
Aus ihrem Outfit lässt sich schließen,
die Mode ist ihr voll vertraut.

Sie fühlt sich wohl. Die Schlangenbisse
sind Wegbegleiter in der Nacht.
Sie hasst die faulen Kompromisse.
Und Mitleid ist nicht angebracht.

Im Dunkel findet sie die Beute.
Ihr Wärmesensor garantiert:
'Durch mich erfährst du Lebensfreude.'
Das hat die Schlange längst kapiert.

 


Am Abend

Die Vögel kuscheln sich im Nest.
Der Wind spielt mit den Bäumen.
Es dunkelt und die Nacht stellt fest:
Jetzt wird es Zeit zu träumen.

Dann wünscht man allseits 'Gute Nacht!'
Der Tag taucht langsam unter.
Es wird nicht länger nachgedacht.
Die Sterne werden munter.

Die Blume greift zum Schlafanzug
und schließt die Blütenblätter.
Sie schützt sich, das ist lebensklug,
vor einem Donnerwetter.

Doch die Befürchtung: Fehl am Platz.
Selbst wenn die Kröten unken.
Mein Blickfang gilt dem lieben Schatz
und nicht den Bierspelunken.

 


Neue Liebe

Die Sehnsucht hat mein Herz geraubt.
Und die Gedanken kreisen.
Das geht oft schneller als man glaubt.
Das könnte ich beweisen.

Mein Herz setzt an zum Höhenflug.
Und wühlt in deinen Haaren.
Genug ist wirklich nicht genug.
Das habe ich erfahren.

Bis gestern war die Seele krank.
Du bist die neue Mitte.
Ich sage meinem Schöpfer Dank.
Denn das verlangt die Sitte.

Du schenkst mir die Geborgenheit.
Von dir bin ich begeistert.
Und dadurch wird die Zärtlichkeit
mit jedem Kuss gemeistert.

Ich war schon lange nicht mehr jung.
Du machst mich frei und offen.
Ein alter Esel kommt in Schwung.
Von dir ist er besoffen.

 


Am Badestrand

Die Hennen zieht es in den Süden.
Der Hahn bewacht den Hühnerstall.
Er will nicht in der Hitze brüten.
Das Mittelmeer ist nicht sein Fall.

Und während sich die Hennen bräunen
am weltbekannten Sonnengrill,
pflegt er durch seinen Hof zu streunen.
Er kräht nicht und bleibt schnabelstill.

Sein Hühnervolk kann ihn nicht hören.
Und zwecklos wäre der Radau.
Er würde nur die Ruhe stören.
Da macht er lieber Nabelschau.

Die Hennen schreiben Ansichtskarten.
So ist der Gockel gut im Bild.
Doch langsam fängt er an zu warten,
weil niemand seine Sehnsucht stillt.

Bepackt mit ihren Siebensachen
verlässt das Volk den Badestrand,
um sich auf ihren Weg zu machen.
Die Hühnerhaut ist braun gebrannt.

 

 

Guten Appetit

Gewürfelt wird der Sellerie
und eine Vielfalt an Gemüse.
Die Zwiebeln legt man übers Knie,
das drückt auf jede Tränendrüse.

Es wird geschnippelt und geputzt.
Ein Danke gilt dem Biobauer.
Die Umwelt wird nicht ausgenutzt.
Und auch der Regen ist nicht sauer.

Jedoch zurück zu Heim und Herd.
Das Bio köchelt in der Küche.
Am Anfang hat es sich gewehrt.
Doch später duften Wohlgerüche.

Die Teller liegen griffbereit.
Am Nagel hängt die Küchenschürze.
Ein letzter Schliff, nun ist es Zeit,
für hausgemachte Suppenwürze.

Der Wohlgeschmack wird nun serviert.
Dann wird es still, die Löffel kleckern.
Und man langt zu, ganz ungeniert.
Denn es gibt wirklich nichts zu meckern.

 

Ein alter Esel

Ein alter Esel ist verliebt
in eine junge Eseldame.
Die Zweifel die er von sich schiebt,
versagt nicht die Kontaktaufnahme.

Er fällt nicht mit der Tür ins Haus,
doch er erliegt schnell ihren Reizen.
Und hofft mit einem Blumenstrauß
Die gute Stimmung anzuheizen.

Die Eseldame ist entzückt.
Sie kann nicht länger an sich halten.
Und sie erklärt ihn für verrückt.
Ein Schmetterling kann sich entfalten.

Und dadurch kommen sie sich nah.
Es wächst allmählich das Vertrauen.
Was in der letzten Nacht geschah,
lädt lächelnd ein zum Brückenbauen.

Der alte Esel wird nicht jung.
Doch süßes Glück hat er erfahren.
Nun schwelgt er in Erinnerung,
wie einst in pubertären Jahren.

 


Pro und Contra

Ein Denkansatz steht zur Debatte.
Das Pro und Contra diskutiert.
Zum Rednerpult eilt die Krawatte,
sie schimpft und lästert ungeniert.

Sie erntet Beifall und Gelächter.
Und sie vergreift sich auch im Ton.
So wird aus einem Sittenwächter
ein Hinterfotz und Hurensohn.

Die Gegenrede wird gestartet.
Sie zielt und trifft. Der Beifall rauscht.
Das hatte jeder so erwartet.
Ein Argument wird aufgebauscht.

Das Streitgespräch entzündet Funken.
Nun wird die Wahrheit durchgedreht.
Der Bundestag ist angetrunken,
und schickt dem Volk ein Sparpaket.

 


Dich genießen

Ich liebe es, dich zu genießen.
Du bist so herzerfrischend jung.
Ich möchte deine Träume gießen.
Du bist für mich kein Seitensprung.

Die Liebe hast du angezettelt.
Und die Gefühle wurden weich.
Ich habe nicht danach gebettelt.
Doch was ich fand: Ein Himmelreich.

Du hast mich lächelnd eingefangen.
Ich sage laut: Du bist mein Glück.
Die Liebe will zu dir gelangen.
Ich weiß, es führt kein Weg zurück.

Nun tauche ich in deine Nähe.
Denn du schenkst meinen Träumen Halt.
Doch wenn ich denkend in mich gehe.
Vielleicht, bin ich für dich zu alt.

 


Gedanken

Du musst dich um dich selbst bemühen.
Die Phantasie schenkt dir die Kraft.
Dann wird sogar die Wüste blühen.
Gefragt ist deine Leidenschaft.

Bekanntlich gibt es keine Grenzen.
Ein Traum wird schnell Realität.
Dann ziehst du sicher Konsequenzen.
Und freust dich, wenn man nach dir kräht.

Sei stark und plane neue Ziele.
Das führt dich nicht zum Untergang.
Und du erlebst die Glücksgefühle,
die parken in dir lebenslang.

Du musst nicht durch die Jahre hetzen.
Auch Innehalten führt zum Ziel.
Doch lausche den Naturgesetzen.
Und meide bitte das Kalkül.

Lass dich auf keinen Fall missraten.
Zu denken ist ein Privileg.
Gib auf dich acht, das kann nicht schaden.
Du findest sicher deinen Weg.

 

Die Raben

Die Weisheit ist ein Steckenpferd
bei allen flüggen Raben.
Die Kinder werden nur belehrt,
wenn sie Probleme haben.

Ihr Schulsystem ist ausgereift.
Es zwingt zu kleinen Klassen.
Und wenn ein Schüler nicht begreift,
gibt es kein 'hängen lassen'.

Bestätigt wird die Theorie
sogar beim Schulanfänger.
Die wenigsten sind ein Genie,
die meisten brauchen länger.

In Schulen herrscht ein guter Geist.
Und bald sind alle flügge.
Geschlossen wird, was jeder preist,
selbst die Gedächtnislücke.

Ein 'Sonderschüler' feiert krank.
Er wird kein Musterknabe.
Denn seine Nerven liegen blank.
Er dient als Unglücksrabe.

 


Ein Zitronenfalter

Eine Blume wohnt versteckt.
Keiner kennt ihr Alter.
Schließlich wurde sie entdeckt
vom Zitronenfalter.

Sätze stellt man in den Raum.
Jeder will berichten.
Und man spricht von seinem Traum
und von Herzgeschichten.

Es ist wie im Treppenhaus,
wo Bewohner tratschen.
Man hat Zeit und tauscht sich aus,
selbst in Badelatschen.

Beide sprudeln angeregt.
Wortreich jedes Thema.
Das Vertrauen wird gepflegt,
nach bewährtem Schema.

Dann verebbt der Redefluss.
Das wirkt wie ein Schalter.
Und die Blume dankt zum Schluss
dem Zitronenfalter.

 


Ein Ochse

Ein Ochse denkt nicht, sondern handelt.
Er setzt den Fuß auf dünnes Eis.
Und ist auf einmal wie verwandelt.
Nun frönt er einem Teufelskreis.

Kein Ratschlag kann ihn davor retten.
Kein Wink mit einem Gartenzaun.
Der ganze Stall wird darauf wetten:
Er wird sich in die Pfanne hau'n.

Nun knackst das Eis, schon geht er baden.
Es brechen die Gefühle ein.
Es bleibt nicht aus, er erntet Schaden.
Dann stellt das Schicksal ihm ein Bein.

Ein Flachmann lädt ihn ein zum Trinken.
So wird die Stimmung aufgepeppt.
Doch dadurch wird er tiefer sinken,
denn Alk ist kein Patentrezept.

 


Abstinenz

Ein Esel torkelt in den Morgen.
Der Alkohol hat ihn besiegt.
Am Küchentisch ein Rotweinkorken,
der hat ihn in den Schlaf gewiegt.

Das war natürlich nicht der Renner.
Denn Saufgelage lullen ein.
Der Zweisamkeit fehlt schnell ein Nenner.
Man sucht und sucht, und lässt es sein.

Verkorkst wird schnell das Wunderschöne.
Denn die Promillen machen platt.
Es kam zu keinem Lustgestöhne,
weil er zu viel gebechert hat.

Gedanken werden neu geboren.
Dann gehen sie auf große Fahrt.
Er schreibt sie hinter seine Ohren.
Sie werden sicher aufbewahrt.

Der Esel nimmt es sich zu Herzen.
Er fiebert auf den nächsten Treff.
Die Liebe will er nicht verscherzen.
Die Abstinenz kürt er zum Chef.

 


Die Bürger

Die Bürger gehen auf die Straße.
Sie sind nicht länger Stimmenvieh.
Noch tanzt der Staat auf deren Nase
und faselt von Demokratie.

Den Herrschern ist der Geist entglitten.
Sie outen sich als Landesfürst.
Und pfeifen auf die guten Sitten.
Was du in deinem Innern spürst.

Probleme schminkt dezent ein Sprecher.
Er ist gewieft und eloquent.
Er schützt geschickt die 'Staatsverbrecher'
mit einem 'klugen' Argument.

Die Tagesschau wird es verbreiten.
Man greift zur nächsten Flasche Bier.
Die Widersprüche sind bescheiden.
Man ist gefangen im Hartz vier.

Das kommt der Politik gelegen.
Zum Teufel mit dem Demonstrant.
Doch manch ein Bürger hält dagegen.
Man stempelt ihn zum Querulant.

 


Im Dschungel

Im Dschungel stapft ein Elefant
auf wohlvertrauten Pfaden.
Bald tritt er in den Ruhestand.
Das hat man ihm geraten.

Er ist noch rüstig, doch der Brauch,
zählt seine Wanderjahre.
Sein bestes Stück, das findet auch,
genieße nun das Wahre.

Kein Wecker scheucht dich morgens auf.
Es drohen keine Pflichten.
Man war zwar früher scharf darauf,
Du kannst auf sie verzichten.

Du denkst an Wasserbad und Strauch.
Und du verwöhnst den Gaumen.
Die Schmetterlinge tief im Bauch,
die drücken dir die Daumen.

Geh deinen Weg und schätze nur,
die schöne Wetterlage.
Sei eins mit dir und der Natur
auf deine alten Tage.

 


Hochgefühle

Die Hochgefühle, einst empfunden,
sind nun verblasst und inhaltsleer.
Es trauern täglich ein paar Stunden.
Sie nehmen zu und werden mehr.

Bald ist das Thema ausgestanden.
Versickert ist das Tränenleid.
Die große Liebe kam abhanden,
verwelkt ist die Vergangenheit.

Nun lausche ich den neuen Lehren.
Ich tauche auf aus meinem Sumpf.
Und jedermann wird mir erklären:
"Du hast ein Herz. Und das ist Trumpf.

Nun löse dich von alten Zöpfen.
Das Porzellan hat einen Sprung.
Nimm dir ein Herz, um Mut zu schöpfen.
Entfliehe der Erinnerung."

 


Däumchen drehen

Wir drehen Däumchen ohne Ende.
Gefühle legen wir auf Eis.
Und jeder Augen-Blick spricht Bände.
Man gibt beherzt Gefühle preis.

Es blühen keine roten Rosen.
Die Disteln wuchern ungehemmt.
Vereinzelt sprießen Cola-Dosen.
Die Zeit hat sie hierher geschwemmt.

Das Fleckchen Erde liegt verlassen.
Das ist kein Traum. Das ist ein Fluch.
Kein Mensch will sich damit befassen.
Man greift nicht gern zum roten Tuch.

Man sieht, und will es übersehen.
Es ist zumeist das alte Lied.
Das Übel bleibt noch lang bestehen.
Was schwere Folgen nach sich zieht.

 


Linke Socke

Du bist nur eine linke Socke,
die stur auf íhren Vorteil pocht.
Du hängst es an die große Glocke,
du fühlst dich schlau und ausgekocht.

Die Wahrheit pflasterst du mit Lügen,
denn jedes Mittel ist dir recht.
Du willst nur eines, nämlich siegen.
Wer sich empört, dem geht es schlecht.

Wagt einer eine Widerrede,
dann prangerst du den Sprecher an.
Du hörst nicht auf die Stoßgebete,
und spielst dabei den wilden Mann.

Wer klug ist, sieht dich gern von hinten.
Wer nachdenkt, meidet deinen Blick.
Und niemand will sich an dich binden.
Verschone mich mit deinem 'Glück'.

 


Eine Krise

Ein Fohlen stürzt in eine Krise.
Es klagt, es sei verfolgt vom Pech.
Auf seinem Konto, nur noch Miese.
Und seine Sorge meckert frech.

Es kann sich nicht davon befreien,
und hadert mit dem Missgeschick.
Das führt bestimmt zu Scherereien,
das sieht man auf den ersten Blick.

Es meint, die Würfel sind gefallen.
Bald nage ich am Hungertuch.
Wenn Ängste aufeinanderprallen,
dann kommen Tränen zu Besuch.

Den Luxus muss es vorerst meiden.
Vermasselt wird die Kneipen-Tour.
Ein erster Schritt vor Haushalts-Pleiten.
Sei klug! Und folge dieser Spur.

Darüber ärgert sich das Fohlen.
Es ist geknickt und leidet sehr.
Gefüttert wird es mit Parolen.
Dann wiegt ein Zweifel doppelt schwer.

 


Deutsche Einheit?

Ob Ost, ob West, es sprudeln Phrasen.
Man düngt bewusst ein Vorurteil.
Und aufgehetzt rümpft man die Nasen.
Das wirkt auf mich, wie Sieg und Heil.

Die Dummheit lässt sich nicht besiegen.
Sie wächst mit Volldampf zum Quadrat.
Die Wahrheit lässt sie gern links liegen.
Und schließlich hat man den Salat.

Kein Mensch ist glücklich und zufrieden.
Es könnte sicher besser sein.
Ein Redner schürt: Lass dir nichts bieten,
und überrumpelt stimmst du ein.

Es blendet dich die Meinungsmache.
Dann zählt allein der Futterneid.
Ein Argument tut nichts zur Sache,
von nun an bis in Ewigkeit.

Im Leben zählen Kleinigkeiten.
Zum Beispiel: Gute Nachbarschaft.
Verpönt ist das Prinzipien-reiten.
Denn das setzt alles außer Kraft.

Ein Weg führt dich durch jede Krise.
Ich gebe zu, er ist recht steinig.
Doch Kopf-hoch! lautet die Devise.
Und darin sind sich alle einig.

 


Ein alter Esel

Ein alter Esel führt sich auf.
Die Weisheit hat er nicht gepachtet.
Verworren ist sein Lebenslauf.
Und manchmal ist er hirnumnachtet.

Er handelt wie die Axt im Wald.
Mit seiner Dummheit geht er baden.
Was er am Anfang gar nicht schnallt.
Die Sturheit führt zu einem Schaden.

Den 'Schiffbruch' stellt er später fest.
Dann trollt er sich entsetzt von dannen.
Und sucht im Wiesengrün ein 'Nest'.
Um dort gemütlich zu entspannen.

Er fürchtet keine Widersacher.
Und fühlt sich wohl in der Natur.
Er blökt: Iah beim Muntermacher.
Und dann verliert sich seine Spur.

Das Doping macht dem Esel Beine.
Doch in der Fremde zeigt sich bald.
Ein Zaumzeug legt ihn an die Leine.
Als Lasttier ist er viel zu alt.

 


Überstunden

Die Nacht macht wieder Überstunden.
Und länger schläft der Hühnerstall.
Die Tage sind kurz angebunden.
Im Nebel steckt der Sonnenball.

Die Vögel sitzen auf der Leitung.
Sie sammeln sich zu einem Schwarm.
Bald fällt ihr 'König' die Entscheidung,
dann geht die Post ab, Arm in Arm.

Verlassen liegen Vogelnester.
Doch wer erkrankt ist, bleibt zurück.
Es sorgt sich eine Krankenschwester
um jede Art von Missgeschick.

Der Sommer wandert in den Süden.
Ein Danke ist nicht angebracht.
Er konnte uns nur wenig bieten,
er hat sich aus dem Staub gemacht.

Die ersten Nebelschwaden steigen.
Am Morgen gibt man sich bedeckt.
Die Grillen auf den Wiesen schweigen.
Nun zeigt der Herbst, was in ihm steckt.

 


Die Pflanze

Die Pflanze wird gedüngt mit Liebe.
Doch ohne Wasser geht sie ein.
Sie schätzt an sich die neuen Triebe.
Und streckt sich in den Sonnenschein.

Wer klug ist, wird sie täglich gießen.
Nur so entfaltet sich die Pracht.
Dann liegt die Welt zu ihren Füßen,
und ausgeblendet wird die Nacht.

Du musst mit deiner Pflanze reden.
Denn jede Schwingung nimmt sie wahr.
Du kannst ein 'Vater unser' beten.
(Sie schätzt ein großes Repertoire.)

Sie möchte gern im Regen stehen.
Wer es verbietet, ist ein Schuft.
Ich setze sie im Handumdrehen,
ganz schwungvoll an die frische Luft.

 


Ein Laubfrosch

Ein Laubfrosch stürzt sich in den Weiher,
und schenkelt in den Untergrund.
Denn dort steigt eine Hochzeitsfeier.
Ein Priester weiht den Ehebund.

Die Braut ist eine fette Kröte.
Ein kleiner Frosch, ihr Bräutigam.
Sie ist für ihn die Morgenröte,
und er, aus einem andren Stamm.

Sie kennen sich seit Kindertagen.
Zusammen haben sie gespielt.
Und die Erinnerung wird sagen:
Wir haben uns stets wohl gefühlt.

Die gute Stimmung ist geblieben.
So haltet dankbar daran fest.
Nun erntet ihr, die Kunst zu lieben.
Worauf das Glück sich sehen lässt.

Noch immer zählt das Händchen halten.
Ihr tretet vor den Traualtar.
Die Zweisamkeit darf sich entfalten.
Und alle Wunder werden wahr.

 


Ein Päckchen

Jeder muss sein Päckchen tragen.
Doch das ist gebührenfrei.
Du magst jammern oder klagen.
Keiner kommt daran vorbei.

Häufig führen wir Debatten.
Und man denkt: 'Ich kann nicht mehr!'
Doch die Wünsche die wir hatten,
trotten trotzig hinterher.

Nimm dir Zeit für die Pakete,
denn sie fallen ins Gewicht.
Bitte, keine Widerrede.
Die Beförderung ist Pflicht.

Jeder Tag bringt neue Lasten.
Keiner bleibt davon verschont.
Und wir rennen und wir hasten.
Selten werden wir belohnt.

Und das geht uns auf den Senkel.
Niemand ändert was daran.
Das Gesetz gilt auch für Enkel.
Jede Pflicht wird zum Tyrann.

 


Pilze

Im lichten Wald, auf feuchten Wiesen,
ergreift mich eine Sammelwut.
Denn Pilze möchte ich genießen,
die schmecken nämlich himmlisch gut.

Die Augen richten sich zur Erde,
Gefahndet wird nach einer Spur.
Und das empfiehlt auch ein Gelehrte.
Er kennt sich aus in der Natur.

Die Pilze spielen gern verstecken.
Die Zeit vergeht, mein Korb bleibt leer.
Denn nirgends kann ich sie entdecken.
Verzweifelt irre ich umher.

Nun wird die Suche abgebrochen.
Ich bin enttäuscht, und der Elan
ein frisches Pilzgericht zu kochen,
das steht nicht länger auf dem Plan.

Am nächsten Morgen schreibt die Zeitung:
'Ein Giftpilz raffte ihn dahin.
Es war wohl eine Fehlentscheidung.'
(Wie gut, dass ich ein Glückspilz bin.)

 


Mein Hund

Mein Hund gibt bellend zu verstehen.
Er müsse dringend vor die Tür.
Er fordert auf zum Gassi-gehen.
Es ruft die Pflicht. Ich folge ihr.

Nun werfe ich mich schnell in Schale.
Mein bester Freund wird angeleint.
Er deutet richtig die Signale.
Bald wird im nächsten Park gestreunt.

Ich nehme eine Plastiktüte
und einen Handschuh für den Kot.
Ich bin der Diskussionen müde,
und eine Ordnungsstrafe droht.

Gerüstet starten wir ins Freie.
Er schnuppert an der Häuserwand.
Dann wird er, was ich ihm verzeihe,
von Hundedüften übermannt.

Ich zerre heftig an der Leine.
Schnell gibt er seinen Senf dazu.
Der Hausbesitzer macht uns Beine.
Wir stören seine Seelenruh.

Ich kann den guten Mann begreifen.
Sein Fluch fährt uns durch Bein und Mark.
Noch liegt vor uns ein Zebrastreifen,
der führt uns sicher in den Park.

 

 

Ein Zuhause

Ein Pinguin sucht ein Zuhause.
Er packt die Koffer, leert den Spind.
"Du bist doch ein Kulturbanause
und offensichtlich durch den Wind.

Du wirst bestimmt kein Obdach finden.
Bleib lieber in der Kolonie.
Die Flausen musst du überwinden.
Und was du denkst, ist Theorie.

Die Praxis ist gespickt mit Tränen.
Und in der Fremde winkt kein Glück.
Dort scheiterst du mit deinen Plänen.
Dann wünschst du dich zu uns zurück.

Hier wohnen deine Blutsverwandten.
Du wirst sie nie mehr wiederseh'n.
An steilen Klippen wirst du stranden,
und qualvoll vor die Hunde geh'n."

"Ich will nicht länger bei euch bleiben.
Mich lockt und reizt die weite Welt.
Dort will ich mir die Zeit vertreiben,
bis irgendwann der Hammer fällt."

 


Geburtstag

Die Stimmung: heiter, ausgelassen.
Und Schwindsucht hat ein Kasten Bier.
Mit Händen wird man nach ihm fassen.
Und jeder wird zum Säugetier.

Geschwelgt wird in Vergangenheiten.
Es plätschert laut der Redefluss.
Das wird uns durch die Nacht begleiten.
Man frönt dabei dem Biergenuss.

Die Neugier taucht in Bleichgesichter.
Die Augen: offen, ungehemmt.
Wir brauchen keinen Sittenrichter.
Wir sind uns nah, und maßlos fremd.

Es kommt die Zeit: Ade zu sagen.
Ein Abschied fällt wie immer schwer.
Ich würde gerne länger tagen,
und gebe zu, ich kann nicht mehr.

 


In die Hosentasche

Steig mir in die Hosentasche.
Glaube mir: Du kannst mich mal.
Denn ich kenne deine Masche.
Und die stinkt mir kolossal.

Früher bin ich dein gewesen.
Doch es hat nicht sollen sein.
Nun bin ich von dir genesen.
Und ich bin nicht länger dein.

Rutsch mir doch den Buckel runter.
In mir wird nichts aufgewühlt.
Die Gefühle gingen unter.
Vorsicht, ich bin unterkühlt.

Sollten wir uns wiedersehen.
Suche ich sofort das Weite.
Oder bin im Handumdrehen
auf der andren Straßenseite.

 


Ein Ferkel

Ein Ferkel sitzt auf heißen Kohlen.
Es kokelt schon sein Ringelschwanz.
Es schaut sich um, und lacht verstohlen.
Doch ihm misslingt ein Freudentanz.

Es fragt sich, wohin mag das führen.
Auf seiner Stirn perlt längst der Schweiß.
Doch man beginnt ihm einzuschüren.
Ein Koch macht ihm die Hölle heiß.

Allmählich schwinden seine Sinne.
Die Hitze setzt ihm heftig zu.
Und wenn ich jetzt kein Land gewinne,
dann bin ich mit dem Tod per Du.

Das führt zum Ende meiner Tage.
Es dient vor Ort dem Sportverein
als Picknick für ein Saufgelage.
Die Leckermäuler wollten: Schwein.

Der Geist des Ferkels flieht mit Bangen.
Zum Himmel hat er sich bewegt.
Der Leichenschmauß hat angefangen.
Und es wird kunstgerecht zerlegt.

 


Die Osterglocke

Wie sich die Osterglocke sonnt
im kleinen Garten an der Straße,
das ist erfreulich und gekonnt.
Da staunt sogar der Osterhase.

Die strahlend gelbe Blütenpracht
ist jedem allerliebst willkommen.
Es sei denn, es herrscht tiefste Nacht,
dann wird sie gar nicht wahrgenommen.

Die Osterglocke läutet nur,
sehr leise und auch das nur selten,
um sich für eine Frühjahrskur
bei einer Biene anzumelden.

 


Moderne Sklaven

Wir alle sind moderne Sklaven.
Wir sind gefesselt vom Konsum.
Vor Diebstahl schützen Paragraphen
und gut bewachtes Eigentum.

Geträumt wird nicht von schönen Frauen.
Ein Euro ist die Hälfte wert.
Wir werden uns bestimmt nicht trauen.
Und wer es tut, macht was verkehrt.

Die Augen starren in Vitrinen.
Es blendet uns ein Hauch von Gold.
Wir rechnen hoch, was wir verdienen.
Vielleicht ist uns das Schicksal hold.

Im Notfall zahlen wir mit Raten.
Die Zinsen werden abgecheckt.
Doch manchmal geht die Kaufwut baden.
Ein Ausweg wird dann nicht entdeckt.

Wir sind nicht mehr als Arbeitssklaven.
Und größtenteils auf uns gestellt.
Und will die Liebste mit uns schlafen,
dann zahlt der Staat das Kindergeld.

 


Bösewichte

Nimm dich in acht vor Bösewichten.
Sie legen deine Kräfte lahm.
Und sie erzählen dir Geschichten,
als wären sie dein Bräutigam.

Vor allem wollen sie das eine:
Sie wollen dich, um jeden Preis.
Die Hinterlist stellt dir dann Beine.
Wie jeder aus Erfahrung weiß.

Sie heucheln frech und ungezogen.
Ihr Mundwerk zieht dich durch den Dreck.
Am besten: Du machst einen Bogen
und rührst dich nachher nicht vom Fleck.

Sie neiden dir die Höhenflüge.
Ihr Ziel: Du fällst im freien Fall.
Und was sie äußern, dient der Lüge.
Die Bosheit lauert überall.

Es gibt zum Glück auch Zeitgenossen,
die teilen mit dir Brot und Wein.
Und manche haben sich entschlossen,
für eine Zeit, mit dir zu sein.

 


Im Urlaub

Im Urlaub steigt die Lebensfreude.
Die Seele baumelt mit dem Wind.
Und man genießt das Hier und Heute.
Man fühlt sich fröhlich wie ein Kind.

Man hadert nicht mit Regentagen.
Dem Schönen kommt man auf die Spur.
Man lässt das Jammern und das Klagen.
Und wird ein Teil von der Natur.

So vieles lässt sich nicht beschreiben.
Doch aufgetankt wird das Gefühl.
Das möge uns erhalten bleiben.
Man kennt den Weg und auch das Ziel.

Bewahrt die Kraft aus Meer und Wellen.
Und dankt dem Glück, dann wird euch klar.
Ihr könnt euch nun dem Leben stellen,
bis irgendwann im nächsten Jahr.

 


Europa

Europa trifft sich auf der Straße.
Man schimpft. Es wütet der Protest.
Die Bürger rümpfen ihre Nase.
Sie stecken tief im Wespennest.

Ihr Fluch zielt auf die Staatsregierung.
Sie fühlen sich total gelinkt.
Den Herrschern fehlt die Orientierung,
weil Unrecht bis zum Himmel stinkt.

Die Kleinen werden ausgebeutet.
Man spricht zwar von Gesetzreform.
Ihr Untergang wird eingeläutet,
im Namen der Verfassungsnorm.

Die Wohlfahrt- und Sozialverbände,
die rütteln an der Politik.
Jedoch das Drama nimmt kein Ende.
Es bricht den Armen das Genick.

Europa greift zu Trillerpfeifen.
Die Bürger sind nicht länger feig.
Wenn Arbeiter das Wort ergreifen,
dann fordern sie den Bummelstreik.

 


Ein Grizzley

Ein Grizzley möchte Honig schlecken.
Gedanklich ist er schon so weit.
Er übt bereits das Tatzen lecken.
Und träumt von gelber Süßigkeit.

Er macht sich auf, den 'Traum' zu finden.
Und hofft sein Schicksal ist ihm hold.
Nun muss er Berge überwinden,
weshalb er durch die Gegend trollt.

Er sucht nach Spuren und nach Zeichen.
Belauscht wird jedes Blütenblatt.
Doch damit lässt sich nichts erreichen,
das hat er langsam gründlich satt.

Da trifft er einen Artgenossen.
Man fragt nach Absicht und nach Ziel.
Doch beide haben fest entschlossen,
hier ist mir jedes Wort zu viel.

Die Beiden suchen Bienenwaben.
Man grüßt und heuchelt: Guten Tag.
Man teilt nicht gern die süßen Gaben,
mit Bären, die man gar nicht mag.

 


Der Urlaub

Der Urlaub ist nun aufgezehrt.
Es rufen laut die Pflichten.
Zum Arbeitsplatz wird 'heimgekehrt'.
Und man erzählt Geschichten.

Der erste Tag vergeht im Flug.
Gesprächig sind die Stunden.
Man lacht bei jedem Atemzug,
und hat zurück gefunden.

Dann taucht man in den Schreibtisch ein.
Und sichtet die Papiere.
Ein kurzer Blick, man lässt es sein.
Denn das geht an die Niere.

Am Abend sind wir stock und steif.
Das war kein Zucker-schlecken.
Der Körper fühlt sich urlaubsreif,
Das lässt sich nicht verstecken.

 


Dich selber retten

Wir wissen weder aus noch ein.
Und keiner kann uns raten.
Und viel zu oft sind wir allein,
wenn wir in Sorgen baden.

Die guten 'Freunde': Dünn gesät.
Die meisten werden fliehen.
Es mangelt meist an Qualität,
weil sie den Kopf einziehen.

Dann stehst du da, und klagst dein Leid.
Das musst du von dir schieben.
Sonst flattert nur dein Nervenkleid.
Und wird das Wasser trüben.

Doch sei mit dir nicht ungerecht.
Du kannst dich selber retten.
Und hinterher, mein lieber Specht,
kannst du die Wogen glätten.

 


Delphine

Delphine lassen Kinder lachen.
Und das ist kein Geheimrezept.
Sie wollen rundum glücklich machen.
Es stört sie kein 'gehandicapt'.

Sie flippern freudig durch die Wellen.
Und kein Delphin schaut auf die Uhr.
Sie wollen auch kein Urteil fällen
bei Kindern 'neben der Natur'.

Ob kerngesund, ob stark behindert.
Darüber lächelt ein Delphin.
Er bringt die Freude und er lindert.
Das ist die beste Medizin.

Er fragt nicht nach den Konsequenzen.
Für ihn ist jeder erste Wahl.
Er liebt ganz einfach ohne Grenzen.
Das hält er stets für stinknormal.

Ein Krüppel greift nach seiner Flosse.
Er bringt ihn sicher durch das Meer.
Und bei Gefahr hilft ein Genosse.
Delphine sind unendlich fair.

 


Mein Vaterland

Mein Vaterland steckt in der Klemme,
im Gegensatz zum Vater Staat.
Bei Steuern brechen alle Dämme.
Und sie sind Spitze zum Quadrat.

Sie werden uns das Fürchten lehren.
Und wenn du keine Ängste kennst,
wird man dich federn oder teeren.
Dann wird aus dir ein Schreckgespenst.

Doch jedem wird der Zahn gezogen.
Kein Lachgas lindert deinen Schmerz.
Man zielt geschickt mit Pfeil und Bogen.
Und trifft dich mitten in dein Herz.

Ich weiß, wir müssen Ruhe geben.
Denn das ist erste Bürgerpflicht.
Wir stehen fassungslos daneben.
Und kreidebleich ist das Gesicht.

Mein Vaterland sieht Dauerschäden.
Es ist entsetzt und doch gelähmt.
Und demnächst steigen die Diäten.
Das ist weit mehr als unverschämt.

 


Ein Fernsehfilm

Ein Fernsehfilm hat mich berührt.
Und rückwärts zogen die Gedanken.
Die Jugend habe ich gespürt,
ihr zartes Wachsen, ohne Schranken.

Schnell wurden die Gefühle wach.
Sie waren rein und unverdorben.
Man traf sich nicht im Schlafgemach.
Da wäre jedes Herz gestorben.

Das Glück bestand in einem Kuss,
und stundenlangem Händchen-halten.
Das führte mich zum Hochgenuss.
Der Himmel konnte sich entfalten.

Ich war auf beiden Augen blind.
Und überzeugt, dass das so bliebe.
Denn schließlich war ich noch ein Kind,
gefangen in der ersten Liebe.

 


Die Rose

Die Rose schließt die Blütenblätter,
und macht sich ding- und wetterfest.
Ins gleiche Horn bläst auch ihr Vetter.
Ein Abschied, der sich sehen lässt.

Die Wurzeln hören auf zu trinken.
Sogar bei einem Whiskey pur,
beginnen sie schnell abzuwinken,
und gehen auf Entziehungskur.

Sie träumen nicht vom Rosendünger,
und nachgeahmt wird ein Asket.
Ein Zaunpfahl winkt, ein Zeigefinger.
Es strahlt nicht mehr das Blumenbeet.

Das Wetter wird die Blättchen plündern.
Der Herbstwind stürmt sein altes Lied.
Die Rosen werden überwintern.
Du weißt genau, was dir dann blüht.

 


Neue Liebe

Du kuschelst noch mit deinen Träumen.
Die Wirklichkeit liegt meilenfern.
Die Vögel zwitschern in den Bäumen.
Und mir wird klar: Ich hab dich gern.

Du schläfst und kannst nicht widersprechen.
In Sachen Liebe, bin ich Boss.
Du hast mich gern, trotz meiner Schwächen.
Ich tauche in dein Märchenschloss.

Die Sinne wollen dort verweilen.
Und mein Gefühl setzt sich ins Bild.
Dann können wir das Schöne teilen.
Was uns bedrückt, ist halb so wild.

Bald liege ich an deinen Lippen.
Ich spüre dich und den Genuss.
Nun wäre Zeit, um auszuflippen.
Der Grund dafür, dein Zungenkuss.

 


Flotte Biene

Das Walroß scherzt zur flotten Biene:
Ich gehe gern mit dir auf Tour.
Wir chartern eine Sportmaschine
und sind den Blüten auf der Spur.

Am Nordkap treffen wir auf Wiesen.
Uns fröstelt keine Gänsehaut.
Auch Orchideen lassen grüßen.
Denn jede Scholle ist getaut.

Das hat sich noch nicht rumgesprochen.
Wen kümmert schon gepacktes Eis.
Das hat noch nie ein Herz gebrochen.
Beschwört ein Baby und ein Greis.

Die Biene möchte sich nicht outen,
obwohl sie auf das Walroß fliegt.
Sie scheut die Sprüche, die versauten.
Weil ihr daran nur wenig liegt.

Dem Walroß gibt sie zu verstehen.
Das Blütenmeer ist mein Revier.
Dort will ich ein paar Runden drehen,
und nachher gehen wir zu dir.

 


Ein alter Baum

Ein alter Baum will Urlaub machen
im hochgelobten Regenwald.
Im Winter hat er nichts zu lachen,
denn alle Äste: bitterkalt.

Da helfen keine warmen Socken,
und auch kein selbstgestrickter Schal.
Sein Kreislauf fängt dann an zu bocken.
Und jeder Schneefall: Ein Skandal.

Er möchte in die warme Zone.
Und möchte einfach fort von hier.
'Mein Wanderstock und die Melone
sind unbestritten eine Zier.'

Er packt die Wurzeln und die Rinde,
macht sich in einem Flugzeug breit,
kippt sich den Schnaps hinter die Binde,
und freut sich auf die Urlaubszeit.

 


Herbst

Der Morgen klamm und nebelweiß.
Es nieselt auf den Wegen.
Am Mittag brennt die Sonne heiß,
der Schatten hält dagegen.

Man überlegt: Was zieh ich an?
Und imitiert die Zwiebel.
Der Anorak steht seinen Mann,
das ist das kleinste Übel.

Die Blätter zeigen sich getupft.
Ein Teil liegt auf den Wiesen.
Und ein Kollege niest verschnupft.
Bakterien lassen grüßen.

Der Sommer zieht den Fingerhut
vor jeder Herbstzeitlose.
Er kränkelt leicht. Sein Übermut
macht langsam in die Hose.

Ein Künstler malt die Blätter bunt.
Er pinselt Aquarelle.
Ein Baum wirft auf den Untergrund
gefärbte Laubabfälle.

 


Ins Unglück

Wir müssen nicht ins Unglück rennen.
Kein Mensch hat das von uns verlangt.
Gedanken sollten wir auch trennen,
wie jeden Müll, vor dem uns bangt.

Oft scheinen Dinge 'unerträglich'.
Die Angst wird groß, und scheut davor.
Wir stellen fest, und das tagtäglich,
die Monster sind aus Styropor.

Vom Anblick lassen wir uns blenden.
Und schwimmt in Pfützen das Benzin,
wird unser Auge Beifall spenden,
es schillert himmlisch vor sich hin.

Der Müll muss raus aus unsren Köpfen.
Sonst wird er noch zum Risiko.
Was uns bedrückt, ist abzuschöpfen.
Und fährt zum Sondermülldepot.

 


Hoffnung

Es ist sicher falsch zu klagen.
Warte ab, es renkt sich ein.
Unmut herrscht an Regentagen,
bald schwitzt du im Sonnenschein.

Sitzt du einmal in der Tinte,
mach dir nicht die Hölle heiß.
Nimm dir Zeit und überwinde
den verflixten Teufelskreis.

Man versucht, dich weich zu kochen,
Glaube mir, die Tat misslingt.
Und du fühlst, das ist versprochen,
dass ein siebter Himmel winkt.

Lass die lieben Leute lästern,
denn sie reden dumm daher.
Wie du weißt: Sie sind von gestern.
Ihre Sprüche, inhaltsleer.

Fällt dir jemand in den Rücken,
voller Fehl- und Vorurteil.
Wird es dich erst unterdrücken.
Später trifft dich Amor's Pfeil.

 


Sommer

Der Job hängt unbefleckt am Nagel.
Die wilde Arbeitswut entfällt.
Geschuftet wird bei Schnee und Hagel.
Du kennst den Grund: Schlechtwettergeld.

Im Sommer zählt allein die Sonne.
Wir kümmern uns um unsren Quark.
Und eine Militärkolonne
erobert sicher nicht den Park.

Wir fahnden nach den Plastikflaschen.
Und wir verfolgen jede Spur.
Dann können wir ein Bier vernaschen,
nach einer kleinen Einkaufs-Tour.

Doch manches lässt sich nicht erklären.
Denn vieles lebt im 'Untergrund'.
Es sind die ausgewaschnen Bären.
Sie handeln wie ein Vagabund.

Nun plant der Sommer eine Reise.
Doch vorher schließt er einen Pakt.
Der Herbst zieht seine ersten Kreise,
wir sind nicht länger pudelnackt.

Es bleibt nicht aus, wir müssen weichen,
zum Bahnhof in die Innenstadt.
Der Park belohnt mit einem Zeichen:
ein bunt getupftes Feigenblatt.

 


Ein Esel

Ein Esel sichtet eine Göre,
und träumt von einem Seitensprung.
Denn ich bin Single, doch ich schwöre:
Der süße Fratz ist viel zu jung.

Ich will in keinen Fettnapf treten.
Am Ende kommt es zum Duell.
Ein Vater-unser will ich beten,
denn dadurch rette ich mein Fell.

Doch meine Augen, nicht zu fassen,
sind unwahrscheinlich angetan.
Die Göre kann sich sehen lassen.
Wie man so sagt: Ein scharfer Zahn.

Nun muss ich mich zur Ordnung rufen.
Es geht nicht um Geschlechtsverkehr.
Erklimme bitte Freundschaftsstufen,
der Beischlaf folgt erst hinterher.

Ich bin ein Esel, lass mich schweigen.
Vielleicht bin ich auch impotent.
Ich wünsche mir, das wird sich zeigen,
mir fehlt es nicht an Temp'rament.

 


Die Schnauze voll

Ein Hamster hat die Schnauze voll.
Er will nicht lächelnd Fahrrad-fahren.
Denn seine Stimmung ist im moll.
Und deshalb kippt er einen Klaren.

Bedenkt mein Hirn sein Kampfgewicht,
dann hat ein Gläschen schwere Folgen.
Man rät ihm deshalb zum Verzicht,
sonst fällt er bald aus allen Wolken.

Schnell werden ein paar Stimmen laut.
Wer klug ist, wird sie überdenken.
Man schwört auf eine Hamsterbraut,
sie wird ihm reinen Wein einschenken.

 

 

Ein Pfeffersteak

Mir liegt ein Pfeffersteak im Magen.
Kroketten und ein Zwiebelring.
Der Koch will dazu gar nichts sagen.
Man weiß, er ist ein Sonderling.

Der Kellner hat sich schnell gefangen.
Er klopft an seine Brust und schwört.
Das Fleisch war trefflich abgehangen.
Bis jetzt hat niemand sich empört.

Am nächsten Tag knurrt die Verdauung:
Mir scheint du bist ein Pfeffersack
mit einer fremden Weltanschauung,
und weit entfernt vom Zeitgeschmack.

 


Die Schlange

Wenn man mich im Dickicht trifft,
oder auf verträumten Wiesen,
Finger weg: Mein Zahn trägt Gift.
Und die Neugier wird es büßen.

Anfangs ist es nur ein Stich.
Bald fällt man aus allen Wolken.
Herz und Kreislauf lähmen dich,
denn mein Biss hat schwere Folgen.

Gegenmittel sind bekannt.
Doch man ist nicht vorbereitet.
Selten hat man sie zur Hand,
und der ganze Körper leidet.

Nun sind alle aufgewühlt.
Und die Panik findet Nahrung,
weil man mit dem Opfer fühlt.
Doch im Grunde fehlt Erfahrung.

Einer wahrt den kühlen Kopf.
Blitzschnell trifft er die Entscheidung.
Rettung für den armen Tropf
brachte seine Handyleitung.

 


Das Leben

Das Leben: Eine Einbahnstraße.
Wir fahren mit dem Strom der Zeit.
Geradeaus, und nach der Nase.
Gestresst wird unser Nervenkleid.

Das meiste lassen wir links liegen.
Die Spur verengt sich und wird schmal.
Doch keiner lässt sich unterkriegen,
es rutscht der Fuß vom Gaspedal.

Wir sind umringt von Blechkarossen.
Und jeder strebt nach seinem Glück.
Wir finden es, und wild entschlossen,
genießen wir den Augenblick.

Wer lange fährt, braucht eine Pause.
Auf einer Holzbank hält er Rast.
Der Proviant stammt von zuhause,
und weiße Tauben sind zu Gast.

Es war sehr schön, wir ziehen weiter.
Zurück bleibt die Vergangenheit.
Das Leben macht uns nicht gescheiter,
von nun an bis in Ewigkeit.

 


Ein Esel

Ein sturer Esel, reich an Jahren,
beißt täglich stundenlang ins Gras.
Und wer ihm zuschaut, wird erfahren:
Das macht ihm einen Heidenspaß.

Kein Nichts und Niemand kann ihn stressen.
Er richtet seinen Blick ins Grün.
Und weidet völlig selbstvergessen
auf seiner Weide vor sich hin.

'Salat' hat wenig Kalorien.
Das Dressing ist bei ihm nicht Brauch.
Er hätte sich zwar viel verziehen,
doch niemals einen Hängebauch.

Natürlich ist er nicht mehr knackig.
Die straffen Muskeln sind passée.
Doch wenn er grüßt, dann klingt es zackig.
Und nachher taucht er in den Klee.

Man staunt ihn an und ist verwundert.
Er führt sein Leben konsequent.
Im nächsten Monat wird er hundert.
Er plant ein Date mit Happy-End.

 


Kaffee und Kuchen

Man trinkt Kaffee, und gabelt Kuchen.
Der Gaumen prüft die Qualität.
Ein Einwand hat hier nichts zu suchen.
Man pfeift auf eine Nulldiät.

Man schweigt, weil Backenzähne kauen.
Denn keiner spricht mit vollem Mund.
Er pflegt erst später aufzutauen,
dann tut er seine Meinung kund.

Das Lob steht nun an erster Stelle.
Es wird getoppt und aufgepeppt.
Dem Spender rückt man auf die Pelle,
denn jeder will das Backrezept.

Man muss den 'Täter' nicht lang bitten.
Er gibt sein Staats-Geheimnis preis.
Es leiden nicht die guten Sitten,
kein Mensch macht ihm die Hölle heiß.

P.S.
Doch etwas später wird gemeckert.
Ein Schimpfwort macht sich lauthals Luft:
"Wer hat die Akte vollgekleckert?
Wie heißt der gottverdammte Schuft?"

 

 

Ein Trauerspiel

Ein Trauerspiel zieht Konsequenzen.
Doch die Geduld ist aufgebraucht.
Und jede Liebe stößt auf Grenzen.
Bevor sie klagend untertaucht.

Ein Dritter kann es gar nicht fassen.
Er sah in uns die heile Welt.
Geworfen wird mit Untertassen.
Und jeder ist auf sich gestellt.

Man schaut sich um nach allen Seiten.
Die Liebe kentert und ertrinkt.
Das ließ sich leider nicht vermeiden,
weil selbst der letzte Strohhalm sinkt.

Dann ist es Zeit, sich zu bedauern.
Und während man die Segel streicht,
wird eine Träne auf uns lauern,
die leider nicht von dannen schleicht.

 


Idylle

Dort wo die Kühe muhend kalben,
wo jeder Hund in Freiheit lebt.
Und wo ein Nistplatz für die Schwalben
in jedem Stall am Putzwerk klebt.

Wo Schafe auf der Wiese blöken,
wo eine Ziege zickig bockt.
Und wo vor holzgefassten Trögen
die ganze Schweinerei frohlockt.

Wo Hengste mit den Stuten koppeln,
wo man die Esel toleriert.
Und wo die Fohlen sich verdoppeln,
weil keiner einen Hengst kastriert.

Dort lebt entzückt die Dorf-Idylle,
ein Lesebuch hat mich berührt.
Und seine Rosa-rote-Brille
hat meine Träume aufgespürt.

 


In Asien

Sie ackern mit dem Wasserbüffel.
Und ernten Säcke voll mit Reis.
Pasteten, Cognac oder Trüffel
sind unbekannt, in ihrem Kreis.

Geflochten werden Bambushütten.
Der Rohstoff wächst vor ihrer Tür.
Mit Alkohol sich zuzuschütten,
ist gang und gäbe, doch nicht hier.

Sie töpfern Krüge, modellieren.
Ein Meister lehrt, und geht zur Hand.
Verteufelt werden Starallüren,
im Gegensatz zum Abendland.

Ein Kunstwerk findet Wohlgefallen.
Der Absatz führt nach Übersee.
Die Spenden gelten Klosterhallen,
und dienen keiner Schnapsidee.

Es ist ein Paradies auf Erden.
Die Jugend hat die Faxen satt.
Sie hoffen auf ein Glücklich-werden,
fernab, in der Millionenstadt.

 


Bunt bemalt

Es kommt mir vor, als hätte sich
der Ahorn bunt bemalt.
Sein meisterhafter Pinselstrich
wird sonnig angestrahlt.

Zum Farbenklecks wird jedes Blatt.
Die Vielfalt unerreicht.
Anscheinend hat der Ahorn satt,
dass eins dem andren gleicht.

Wo nimmt er die Ideen her?
Er hat sie nicht geklaut.
Sein Aquarell beeindruckt sehr,
und jeder Hansdampf schaut.

Die Sonne lädt zum Maskenball.
Dem Ahorn juckt das Fell.
Doch jeder Ast hat 'Haarausfall',
und das ist kriminell.

 


Dornen

Ein Esel grast in Dornenhecken.
"Das schmeckt mir!" und er lächelt scheu.
"Ich werde nicht die Lippen lecken,
bei einem großen Ballen Heu.

Ich liebe dorniges Gelände.
Und ich vergleiche es mit Fisch.
Die Gabel stochert, ohne Ende.
Denn Gräten kommen auf den Tisch.

Vielleicht ist der Vergleich verwegen.
Er ist auch nur ein Denkmodell.
Bestimmt spricht einiges dagegen.
Ein Einwand ist nicht kriminell.

Doch störst du dich an der Erklärung.
Pardon, das ist mir piepegal.
Ich lege Wert auf die Ernährung,
und fresse Dornenbüsche kahl."

 


Das Dromedar

Es trottet auf der Wüstenstraße
ein altgedientes Dromedar.
Am Hinterbein schmerzt eine Blase,
doch es hält durch, wie jedes Jahr.

Es kennt die Wege und die Tücken,
die überall verborgen sind.
Jedoch es würde sich gern drücken
vor Sturm und einem Wüstenwind.

Dann klebt die Zunge hart am Gaumen,
die Nasenflügel, zugeklappt.
Kein Dromedar drückt dann die Daumen,
weil jeder Sauerstoffe schnappt.

Ein schlimmes Übel findet Grenzen.
Die Karawane stolpert fort.
Man möchte keinen Hufschritt schwänzen.
Und man trabt vorwärts im Akkord.

Du weißt, es stählt uns alles Schwere.
Das gilt für jedes Dromedar.
Man hält auf sich und seine Ehre.
Und man vergisst, was gestern war.

 


Von gestern

Du denkst vielleicht, ich bin von gestern.
Ich sage dir, du liegst nicht schief.
Denn ich mag Country und auch Western.
Und Enzian im Bergmassiv.

Ich werde ihn bestimmt nicht pflücken.
Das liegt nicht an der Polizei.
Und will ein Hut sich damit schmücken,
verwirrt ihn eine Loreley.

Ein schwarzer Blues raubt meine Seele.
Ich tauche in ein Baumwollfeld.
Die Peitschen knallen und Befehle.
Ein Sklave grüßt den Rest der Welt.

Auch Pop und Rock sind mir willkommen.
Die Jugend grüßt mit Schall und Rauch.
Die Sicht nach gestern liegt verschwommen,
doch manchmal kribbelt es im Bauch.

Ein Trost sind deutsche Herzballaden.
Es trieft der Schmalz, so muss es sein.
Gefühle nehmen Barrikaden,
mein Herzschlag lässt sich darauf ein.

 


Zukunft

Eines Tages sitz ich hier,
wie die alten Deppen.
Nur mein Hund kläfft neben mir.
Keine steigt die Treppen.

Dann sind wir für uns allein.
Und ich werde fluchen.
Nur mein Hund wird bei mir sein
und sein Hundekuchen.

Gassi gehen wir zu zweit.
Ich bin an der Leine.
Und die holde Weiblichkeit
kommt nicht auf die Beine.

Du und ich, ein schönes Paar.
Einsam jede Runde.
Ich bin fertig, das ist klar,
schon nach einer Stunde.

Vorher machst du dein Geschäft.
Dann will ich nach Hause.
Und ich schreibe in ein Heft.
Du genießt die Pause.

Du bestimmst mein glücklichsein.
Nichts ist zu beklagen.
Und du lässt mich nie allein,
selbst in alten Tagen.

 


Mein Hamster

Mein Hamster hat die Flucht ergriffen
bei einer Käfigreinigung.
Ich lockte und ich hab gepfiffen.
Das stieß nicht auf Begeisterung.

Dann hat er sich geschickt verkrochen.
Er nutzte einen kleinen Spalt.
Die Freiheit hat sein Herz gerochen.
Das ließ ihn weder los noch kalt.

Am Abend höre ich ihn nagen.
Zu 'Kleinholz' wird mein Wandregal.
Das Knabbern dauert an seit Tagen.
Das Kratzgeräusch ist schon normal.

Ich habe ihn mit List gefangen,
mit Hackfleisch und mit Blattspinat.
Nun sitzt er hinter Käfigstangen
in einem engen Maschendraht.

P.S.
Die Freiheit brennt uns auf der Leber,
und sie erzeugt ein Hochgefühl.
Doch ohne einen Brötchengeber
verfehlen wir das hohe Ziel.

 


Seltsames

"Ich will nicht, dass die Ängste tagen."
so zwitschert es am Gartenzaun.
"Denn das liegt jedem schwer im Magen.
Und jeder hat daran zu kau'n."

Die Neugier lässt mich näher treten.
Und ich erkenne einen Spatz.
Schon morgens schwingt er kühne Reden.
Er meint: "Die sind nicht fehl am Platz.

Sie dienen als Gehirn-Gymnastik.
So wichtig wie der Morgensport.
Und wenn du übst, dann niemals hastig.
Es geht nicht um den Weltrekord."

Der kleine Spatz gab mir zu denken.
Ich griff zu meinem Proviant.
Mir war nach Teilen und nach Schenken.
Er fraß die Krümel aus der Hand.

 


Das beste Stück

Es zwitschern zarte Lobgesänge.
Und jeder schwört auf seine Braut.
Man preist die gleiche Wellenlänge,
und dass ihr Liebreiz nach uns schaut.

Wir schwelgen in den höchsten Tönen.
Der Wirt bringt Hopfen, Gott erhalt's.
Und während sie gedanklich stöhnen,
tropft auf den Tresen Bier und Schmalz.

Selbst ein paar feuchte Stunden später
hat sich das Thema nicht erschöpft.
Dann wird der Schnaps zum Übeltäter,
den man mit seinen Freunden köpft.

Wir sind beschwingt, die Straßen schwanken.
Auf unsre Frauen sind wir stolz.
Und während wir dem Schöpfer danken,
schwingt unser Glück das Nudelholz.

 


Späte Rache

Ein Mensch liegt auf der faulen Haut.
Die Mücken zeigen Güte.
Ihr Summen wird jetzt nicht mehr laut,
sie sind der Taten müde.

Es lockt kein aufgedecktes Bein
und keine rosa Wange.
Man hat genug von Stecherei'n.
Und das erstaunlich lange.

Im Sommer haben sie genascht,
um ihren Durst zu stillen.
Und hat man eine überrascht,
dann wollte man sie killen.

Die 'böse' Absicht schlug meist fehl.
Man stellte sie zur Rede.
Die Mücke steuerte fidel
zur nächsten Stofftapete.

Nun sitzt sie brav und ausgeruht,
doch letztlich in der Patsche.
Die späte Rache schlägt aus Wut
mit einer Fliegenklatsche.

 


Meine Freiheit

Mit meiner Freiheit geh ich baden
und hoffe, das sie schwimmen kann.
Es wäre ihr auch anzuraten,
sonst spielen wir bald: Toter Mann.

Ich kann nur tief und tiefer schwimmen.
Das Wasser hat mich voll im Griff.
Doch manchmal mehren sich die Stimmen:
Sie tauchen zum Korallenriff.

Bedeutsam ist für mich die Ebbe.
Ich schwimme tief und bin fast platt.
Dann wird sie meine Wendeltreppe
und meine Nase liegt im Watt.

Ich sollte mir mehr Mühe geben.
Doch mein Verstand erwidert schroff:
Du kannst nicht ohne Ebbe leben.
Denn jeder Mensch braucht Sauerstoff.

Mit meiner Freiheit geh ich baden
und beuge mich dem schweren Joch.
Die Ebbe schützt mich vor dem Schaden.
Mein Schwein pfeift aus dem letzten Loch.

 


Der Eber

Im Sumpfgebiet suhlt sich ein Eber.
Und führt sich auf wie eine Sau.
Das spürt die Laus auf seiner Leber.
Sie denkt nicht nach und schreit: Helau.

Du hast dich wohl im Wort vergriffen?
Was ihr der Eber gern verzeiht.
Er hat sie nur zurück gepfiffen.
Die Laus meint kleinlaut: Tut mir Leid.

Das Zwischenspiel ist längst vergessen.
Denn das Gedächtnis ist ein Sieb.
Nur ein Gedanke macht besessen,
wenn jemand sagt: Ich hab dich lieb.

Das prägt sich ein und ist von Dauer.
Man kennt die Stunde und den Tag.
Sogar bei einem Regenschauer
strahlt eine Sonne, die dich mag.

Der Eber kennt die Glücksgefühle.
Er weiß genau, wer zu ihm hält.
Und dämmert bald die Abendkühle,
zerfurcht er ein Kartoffelfeld.

 


Neue Nachrichten

Eine parkbekannte Esche
wird von Hunden aufgesucht.
Ihr Gehirn nimmt eine Wäsche,
keiner der darüber flucht.

Jeder schnuppert an der Rinde.
Und erfährt, wo drückt der Schuh.
Sitzt ein Köter in der Tinte,
gibt man seinen Senf dazu.

Kostenlos die Schnupper-Zeitung.
Immer auf dem neusten Stand.
Kein Impressum, keine Leitung.
Alles streng aus erster Hand.

Aktuell die Herzgeschichten,
sie verzapfen keinen Mist.
Jeder Leser darf berichten.
So wird er zum Journalist.

Man ist online, ohne Kabel.
Schneller als das Internet.
Und kein Hund hält seinen 'Schnabel'.
Und das Kraut ist meistens fett.

 


Im Grunde

Im Grunde sind wir schlecht beraten,
wenn wir den hohen Herren trauen.
Sie werden uns, mit 'Gottes Gnaden',
scheißfreundlich in die Pfanne hauen.

Es ist bestimmt nicht zu erwarten,
dass sie uns hegen oder pflegen.
Sie schauen gern in unsre Karten.
(Nun höre auf, dich aufzuregen.)

Wir sind für sie nur Hungerleider.
Und stehen nicht auf ihrer Stufe.
Pass auf! Denn sie sind Halsabschneider,
so tönen leise Unkenrufe.

Sie werden dir den Spaß verderben,
und auch dein Hinterteil versohlen.
Als Diener kannst du dich bewerben,
sie setzen dich auf heiße Kohlen.

Doch es gibt freudige Momente,
wovon wir sicher lange zehren.
Die Kuscherei hat dann ein Ende,
weil wir uns über sie beschweren.

 


Das Espenlaub

Das Espenlaub hört auf zu zittern.
Und jeder Schnabel hält den Mund.
Bald wird der Mond die Träume füttern.
Der Tag rückt in den Hintergrund.

Dann sieht die Eule nach dem Rechten.
Der Wind legt eine Pause ein.
Man widmet sich nicht mehr dem Schlechten.
Und jeder möchte friedlich sein.

Die Kleinen lauschen Bett-Geschichten.
Schnell fallen ihre Augen zu.
Dann wird man auf den Spaß verzichten.
Und taucht in seine Seelenruh'.

Ein Liebespaar liegt eng umschlungen
vor einem Fernsehapparat.
Ein Gute-Nacht-Lied wird gesungen.
Was dann geschieht ist streng privat.

 


Die Quitte

Man qualmt, und meine Bude stinkt.
Denn alle Köpfe rauchen.
Und wenn ein herber Rotwein winkt,
will keiner untertauchen.

Verschüttet wird, das ist normal,
der ausgesuchte Tropfen.
Dann riecht es wie im Weinlokal.
(Es folgt kein Schulter-klopfen.)

Dann hilft nur eines, wie du weißt.
Man nimmt sie in die Mitte.
Und jede Säufer-Nase preist,
die duftend reife Quitte.

 

Aus dem Ruder

"Es läuft mir alles aus dem Ruder."
Erklärte mir entnervt ein Hecht.
"Mein liebes Weib, das dumme Luder,
war tag- und nächtelang bezecht.

Ihr ganzes Sinnen und Ihr Trachten
galt unverblümt dem Alkohol.
Ich ahnte, er wird sie umnachten,
Ich war ihr Halt und Rettungspol.

Mit Ärzten habe ich gesprochen.
Sie ging nicht mit, hat sich gescheut.
'Es wäre Zeit sie einzulochen,'
beteuerte ein Therapeut.

Es kam, wie alles kommen musste.
Sie hatte einen Bombenrausch
und rutschte in das Unbewusste
beim nachbarlichen Kaffeeplausch.

Schnell riefen sie die Sanitäter.
Jetzt sitzt sie in der Klinik fest.
Man kommt schnell unter ein paar Räder,
wenn man sich maßlos gehen lässt."

 


So ist es

Ich danke dir für deine Treue.
Doch wenn du fremd gehst, gib Bescheid.
Denn Perlen sind doch nichts für Säue,
besonders in der Paarungszeit.

Ich werde dich bestimmt nicht halten.
Und wünsche dir, verdammt viel Glück.
Dein Leben musst du selbst gestalten.
Ich rate dir, komm nicht zurück.

Und hältst du mich bewusst zum Narren.
Und führt dein Plan zum Wespenstich.
Ich werde einfach still verharren,
denn du bist wirklich nichts für mich.

 


Ein Nashorn

Ein Nashorn saust durch die Savanne.
Der Boden bebt. Das Sandkorn staubt.
Wenn es galoppt, dann volle Kanne.
Doch polizeilich nicht erlaubt.

Sein Pech ist die Radarkontrolle.
Man fühlt es auf den Weisheitszahn.
Es fällt zum Glück nicht aus der Rolle,
und spielt den braven Untertan.

Es wäre falsch, sich aufzuführen.
Ein Photo hielt den Vorfall fest.
Das führt zu Strafen und Gebühren.
In Sachen Alk erfolgt ein Test.

Man geht ihm an die Garderobe.
Und zapft ein Röhrchen voll mit Blut.
Doch es besteht die Venenprobe.
Es fühlt sich wohl und blendend gut.

Die Strafe zahlt sein Arbeitgeber,
denn es war dienstlich unterwegs.
Sein Frachtgut waren Hähnchenleber
und marinierte Schweinesteaks.

 


Du

Von deiner Art bin ich begeistert.
Denn du stellst keine Federn quer.
Wenn keiner von uns scheibenkleistert,
sind alle Tage träumeschwer.

Du kennst die Höhen und die Tiefen,
und beides ist auch mir nicht fremd.
Die Liebesgeister, die wir riefen,
die wachsen stetig, ungehemmt.

Ich möchte deine Seele achten.
Das ist mein Maßstab, mein Prinzip.
Wenn wir zusammen übernachten,
jedoch auch sonst: Ich hab dich lieb.

 


Der Löwe

Der Löwen hungert, er will fressen.
Doch keine Sau deckt ihm den Tisch.
Er träumt von einem Mittagessen:
Gegrillte Hähnchen, rösch und frisch.

Das wird ihm niemand 'näher'bringen.
Denn seine Pranke birgt Gefahr.
Ein Jung-Gnu könnte davon singen,
doch es ist nicht mehr, was es war.

Das wissen auch die Antilopen.
Sie fürchten einen Löwenbiss.
Und der Kontakt wird gern verschoben.
Denn faul ist jeder Kompromiss.

Der Löwe möchte eine Beute
auf einem silbernen Tablett.
Kein Dschungeltier macht ihm die Freude.
Auch wenn er das sehr gerne hätt'.

Nun muss er selbst nach Futter jagen.
Die Antilopenherde flieht.
Sein Hungertuch fängt an zu nagen,
dann kreuzt ein Fremder sein Gebiet.

Er stürzt sich auf das große Fressen.
Der Löwe füttert seinen Bauch.
Strapazen werden schnell vergessen.
Er steht nicht länger auf dem Schlauch.

 

Urlaub mit dem Flieger

Ein Zebra lockt den kleinen Sohn:
"Nimm deinen Teddy, lass uns starten.
Ein großes Flugzeug wartet schon.
Du bist befreit vom 'Kinder'garten."

Sie traben auf dem Dschungelpfad
zu einer kleinen Flugzeugpiste.
Dort fühlt ein Hilfsmonteur am Rad
der startbereiten Klapper-Kiste.

Doch vorher geht es durch den Zoll.
Der Ton ist rauh, und mehr als schroffer.
Man checkt den Teddy voller Groll,
und wühlt wie wild im Reisekoffer.

Sie überstehen die Tortur.
Denn Zebras sind gewohnt zu schweigen.
Und dann verliert sich ihre Spur,
weil beide in den Flieger steigen.

 


Auf der Kippe

Steht eine Liebe auf der Kippe,
dann wird es uns im Magen flau.
Das Schicksal nimmt uns auf die Schippe,
und alles Schöne steckt im Stau.

Es fällt uns schwer, schnell zu vergessen.
Genau das Gegenteil geschieht.
Gedanklich wird man Kräfte messen,
in moll erklingt ein Liebeslied.

Bis gestern war man tief verwurzelt,
und träumte von der Ewigkeit.
Doch die Gefühle sind gepurzelt.
Man findet sich im Tränenleid.

Es kribbeln nicht mehr Schmetterlinge.
Die Liebe fordert ihren Preis.
Zum Altgold bringt man Freundschaftsringe.
Und zwischen uns, ein Berg aus Eis.

 


Für ...

Dem Liebreiz kann ich nicht entfliehen.
Ich werde davon eingewickelt.
Ich sollte schleunigst Leine ziehen,
weil es in meinen Hüften prickelt.

Doch der Zenith ist überschritten.
Dein Blick, dein Mund nimmt mich gefangen.
Gefragt sind nicht die guten Sitten,
denn angeheizt wird das Verlangen.

Ich kann mich nicht dagegen wehren.
Und jeder Vorhang ist gefallen.
Ich halte dich bestimmt in Ehren,
am Straßenstrich,
und auch in Klosterhallen.

 


Meine Lieblings-Bank

Im Park steht meine Lieblings-Bank.
Der Name soll nichts heißen.
Kein Mensch wird mir, und sei ich blank,
Moneten überweisen.

Dort spuckt kein Automat das Geld.
Es fehlt auch eine Kasse.
Dort finde ich die heile Welt,
weil ich kein Geld verprasse.

Die Bank ist offen, Tag und Nacht.
Jedoch ich muss gestehen,
sobald der Mond am Himmel lacht,
will ich nach Hause gehen.

Aus Münzen wird sie selten schlau.
Sie wird zum Dauerbrenner
für den sozialen Wohnungsbau.
Ein Paradies für Penner.

Im Sommer ist sie überfüllt.
Dann trumpft sie auf mit Schatten.
Dann wird sie achtlos zugemüllt,
das lockt die Wanderratten.

 


Vor dem Stall

Das Rindvieh steht vor seinem Stall
und wackelt mit den Ohren.
Das wird nun ein verzwickter Fall,
es hat den Chip verloren.

Es wird zum Ochsen vor dem Berg.
Doch niemand spielt den Retter.
Dann geht es selbstbewusst ans Werk.
Sein Horn klopft auf die Bretter.

Man hört ihn, keiner riegelt auf.
Weil die Gefahren lauern.
Das Klopfgeräusch nimmt man in Kauf.
Man muht dann sein Bedauern.

Das Rindvieh schnäubt und tobt wie wild,
und pocht auf alte Bräuche.
"Es hat bestimmt als Krankheitsbild
die Maul- und Klauenseuche."

Man schiebt den zweiten Riegel vor.
Die Angst macht sie betroffen.
Das Rindvieh geht zum Scheunentor,
denn das ist immer offen.

 


Rückenschmerzen

Die Liebe führt zu Rückenschmerzen.
Man reicht mir deshalb Krankenkost,
entzündet ein paar Wunderkerzen.
Doch das liegt nur am Lattenrost.

Es fällt mir schwer, mich zu bewegen.
Der Rücken ist und bleibt gekrümmt.
Ich muss mich auf die Seite legen,
damit der Schmerz ein Ende nimmt.

Ich bin halt doch ein alter Knabe.
Am besten wäre ein Verzicht.
Die Liebe, diese Himmelsgabe,
die treibt mein Jahrgang lieber nicht.

Man liebt doch heute telefonisch.
Von Nebenwirkung - keine Spur.
Doch besser wäre wohl platonisch,
das strafft den Geist, nicht die Statur.

 


Ein Fuchs und ein Gänseküken

Ein Fuchs beschwört ein Gänseküken:
"Komm mit, und du wirst nichts bereuen.
Wir werden Gras und Blumen pflücken.
Und uns, so gut es geht, zerstreuen.

Dann lernst du meine Kinder kennen.
Sie lieben es, mit dir zu spielen.
Dort könnt ihr durch die Gegend rennen.
Und euch an einer Quelle kühlen.

Im Bau versteckt sind Süßigkeiten,
die kann sich eine Gans nicht leisten.
Das wird dir sicher Spaß bereiten.
So schnatterten die allermeisten.

Danach müsst ihr die Zähne putzen,
und du natürlich deinen Schnabel.
Das wird euch in der Zukunft nutzen,
dann braucht ihr weder Dolch noch Gabel."

"Ich muss erst meine Mama fragen.
Ich weiß, du meinst es gut und ehrlich.
Doch meine Mama würde sagen:
Die Welt ist schön, doch sehr gefährlich."

 


Die Dämmerung

Es räkelt sich die Dämmerung.
Die Vögel suchen ihre Nester.
Die Dunkelheit steht auf dem Sprung.
Nach Hause geht die Krankenschwester.

Von Sonnenstrahlen keine Spur.
Sie wanderten in weite Ferne.
Zum Schlafen legt sich die Natur.
Und hoch am Himmel blinzeln Sterne.

Verliebte treffen sich im Park.
Gleich werden Kulleraugen funkeln.
Für Pärchen ist das einfach starK:
Ein Kuss bleibt allezeit im Dunkeln.

 


Wunder-Gene

Der Hase knabbert Kraut und Rüben.
Bald ist die Gegend abgegrast.
Das kann ihn aber nicht betrüben,
weil noch der Mais am Weg oast.

Ihn irritieren nur die Schilder.
Er greift zur Brille und er liest:
Der Mais zeigt fulminante Bilder,
weil hier ein Gen zum Himmel sprießt.

Das ist dem Hasen nicht geheuer.
Er fürchtet sich vor der Chemie.
Mein Leben ist mir lieb und teuer.
Verzichtet auf die Idiotie.

Verschont mich mit den Wunder-Genen,
sonst wird mein Leben ruiniert.
Und macht den Bauern endlich Szenen,
vielleicht sind sie dann bald kuriert.

 


Nach dem Urlaub

Dem Urlaub folgt der Arbeitsstress,
weil Vorgesetzte bohren.
Man ruft nach einer Stewardess,
und stößt auf taube Ohren.

Auf einem Schreibtisch aufgetürmt
sind ungezählte Akten.
Am Telefon wird man bestürmt,
was man nicht kennt, sind Fakten.

Vertröstet werden Hinz und Kunz.
Man muss sich Luft verschaffen.
(Das bleibt natürlich unter uns.)
Man flucht auf diese 'Affen'.

Nach ein paar Wochen sieht man Land.
Man wäre fast ertrunken.
Gerettet hat nur der Verstand,
ein letzter Hoffnungsfunken.

Nun hat man das Problem im Griff.
Das könnte man beweisen.
Doch lieber chartert man ein Schiff,
um wieder zu verreisen.

 


Zuviel gebechert

Der Affe hat zuviel gebechert.
Die Zunge torkelt und sie lallt.
Es bleibt nicht aus, dass er 'versprechert'.
Das hat er aber nicht geschnallt.

Die hübsche Dame, links am Tresen,
ist zwar vergeben, wie er weiß.
Verzaubert wird er von dem Wesen,
sein Herz pocht schnell, und ihm wird heiß.

Dann ruft er in die Kneipenrunde:
"Ich wäre gern dein Kavalier.
Bald zählt die Polizei die Stunde.
Im Anschluss gehen wir zu mir."

Ihr Partner schimpft und ist entrüstet.
Und seine Sinne, wutentbrannt.
Man sieht ihm an, dass er gelüstet,
auf Diskussionen mit der Hand.

Die Dame meint: "Mach dich nicht schmutzig!"
Der Affe ist doch hacke-dicht,
und außerdem, der Nichts-und-nutzig,
weiß überhaupt nicht, was er spricht."

 


Im wilden Westen

Vor langer Zeit, im wilden Westen,
hat man geschürft, nach Gold gegraben.
Es gab noch nichts, zum Luft verpesten,
man musste einen Esel haben.

Das Lasttier kletterte auf Hügel,
die waren Busch und Moos bewachsen.
Doch jeder Dorn verlieh ihm Flügel.
Er brach sich selten seine Haxen.

Er schleppte Pfannen, Spaten, Siebe,
und Lebensmittel in das Lager.
Wer Gold grub, fürchtete die Diebe,
den Neid und menschliche Versager.

Nur eines war, pardon, beschissen.
Er bockte, trotzte, sturte häufig.
Man redete ihm ins Gewissen.
Ein Stockhieb half, und war geläufig.

P.S.
Die Esel haben heutzutage
noch Stellenwert und hohen Nutzen.
Jedoch es lästert eine Klage:
Dass Esel unsre Welt verschmutzen.

 


Vor der Stalltür

Die Kuh muss vor der Stalltür kehren.
Doch plötzlich steht sie auf dem Schlauch.
Sie kann sich nämlich nicht erklären,
wie kam das Flattern in den Bauch.

Es kribbelte, begann zu tanzen.
Ein Bulle stierte sie frech an.
Es war sein Ziel, sich fortzupflanzen.
Er zog sie förmlich in den Bann.

Nun rückte er ihr auf die Pelle.
Sein Schmetterling hat nachgedacht.
Er wich nicht mehr von ihrer Stelle.
Das hat sie tierisch angemacht.

Er schmuste, himmlisch die Gefühle.
Bedenken ruderten zurück.
Und sie verfolgten ihre Ziele.
Und tauchten ein in tiefes Glück.

 


Genießbar

Wir sind am liebsten auf der Höhe.
Das denkt sogar ein Schäferhund.
In seinem Fell, da nisten Flöhe.
Und täglich treiben sie es bunt.

Sie konnten frech zum Ziel gelangen.
Und parkten unter einem Strauch.
Ein Hundeduft nahm ihn gefangen,
sie sprangen flink auf seinen Bauch.

Dann haben sie das Fell erkundet.
Es tagte ernst die Konferenz.
Doch allen hatte es gemundet.
Man zog daraus die Konsequenz.

Es wäre dumm, sich abzuseilen.
Der Schäferhund dient unsrem Zweck.
Wir sollten uns auf ihm verteilen,
genießbar ist ja jeder Fleck.

 


Im Weidegrund

Der Hengst bewacht die scheue Herde.
Und wenn ihn seine Sehnsucht packt.
Dient eine Stute als Gefährte,
doch nur platonisch und abstrakt.

Vermieden wird das Muskeln spielen.
Er weiß, das wäre kriminell.
Die Sehnsucht möchte er nicht kühlen,
denn er ist homosexuell.

Das tut natürlich nichts zur Sache.
Er wiehert, wie es ihm gefällt.
Verpönt wird jede Meinungsmache,
die Welt wird auf den Kopf gestellt.

Die Herde liebt es, laut zu wiehern.
Sie nimmt kein Blatt vor ihren Mund.
Im strengen Winter wird sie skiern,
denn Glatteis herrscht im Weidegrund.

 


Du trauerst

Du trauerst, und du bist betrübt.
Und musst mit deinen Tränen ringen.
Dein Schicksal macht sich unbeliebt.
Ein Lächeln musst du dir erzwingen.

Die ganze Welt ist dir zuwider.
Die Seelenruhe kehrt nicht heim.
Du pfeifst auf Schmalz- und Schnulzenlieder,
und gehst dir selber auf den Leim.

Du sprichst nicht über deine Wunden.
Und fühlst dich ausgepumpt und leer.
Du zeigst dich nur, kurz angebunden.
Und flüsterst leis': Ich kann nicht mehr.

Mein lieber Freund, sei unbekümmert.
Ein Ausweg aus dem Leid gelingt.
Das Eingebrockte wird zertrümmert.
Und die gekränkte Seele singt.

 


Im Beduinenland

Die Wüste lässt nicht mit sich spaßen.
Umsonst sucht man nach Asphaltstraßen.
Geröll, Gestein und feiner Sand,
sind Fakt im Beduinenland.

Das Wasser achten alle Frommen.
Es nutzen keine Ölvorkommen.
Ein Wüstenschiff braucht keinen Sprit.
Man schreitet vorwärts, Schritt für Schritt.

Sie überwinden weite Strecken.
Doch wenn sie streiken, winken Stecken.
Ganz selten folgt ein Steckenhieb,
denn Dromedare hat man lieb.

Geparkt wird gern in der Oase.
Man gönnt sich eine Ruhephase.
Sogar der Karawanen-Boss,
ist angetan vom 'Märchenschloss'.

Dann sitzt man unter Dattelpalmen.
Die Socken rauchen, Münder qualmen.
Vor jedem dampft ein heißer Tee.
(Man fühlt sich wie am Baggersee.)

Es räkeln sich die müden Glieder.
Man schlürft vom Glück, doch hin und wider,
wird ein Erlebnis ausgetauscht.
Das ist willkommen, jeder lauscht.

 


Verfehlung

Ein Vogel hat sein Nest verfehlt.
Nun hängt er in den Hecken.
Obwohl er sich verzweifelt quält,
kein Land ist zu entdecken.

Den Flügel hat er sich verstaucht.
Jedoch sein Schmerz will schweigen.
Er fühlt sich unwohl und geschlaucht.
Und schämt sich, Angst zu zeigen.

Doch das ist Humbug, wie mir scheint.
Gerät man unter Räder,
dann ist es sinnvoll, dass man weint,
es retten Sanitäter.

Im Notfall hilft die Feuerwehr.
Sie hat ein Herz für Tiere.
Und fragt nicht lange, kreuz und quer,
nach Passport und Papiere.

 


Ungebetene Annäherung

Du gehst mir ständig an die Wäsche.
Die Finger weg, ich mag das nicht.
Pass auf, dass ich dich nicht verdresche,
dann schaust du dumm aus dem Gesicht.

Ich bin kein Freiwild, keine Hure.
Es lockt mich weder Gut noch Geld.
Es regt sich in mir alles Sture.
Gefragt ist der, der mir gefällt.

Es kribbelt dir in deinen Pfoten.
Du siehst in mir ein Lustobjekt.
Das Fummeln ist bei mir verboten.
Gefühle wurden nicht geweckt.

Im Grunde willst du nur das eine.
Becirce eine andre Frau.
Ich wünsche, du ziehst endlich Leine.
Aus dir wird sicher keine schlau.

Ein Urteil möchte ich nicht fällen.
Verschwinde aus der Wohnungstür.
Dein Wunsch erfüllt sich in Bordellen.
Ich hoffe, du hast Geld dafür.

 


Ein Treffen auf der Weide

Ein Bulle trifft auf eine Kuh.
Sie muht, und widmet sich der Nahrung.
Das ist kein Date, kein Rendezvous.
Halt dich zurück, mahnt die Erfahrung.

Der Bulle bläht sich auf, und prahlt
von seinen Herz- und Kuhgeschichten.
Die Stories hat er ausgemalt,
die Kuh will gern darauf verzichten.

Er lässt nicht locker, süßt sie an,
und schwärmt von ihren Kulleraugen.
Sie hört schnell weg, und stürzt sich dann
zu Kälbern, die im Gras rabauken.

Der Bulle stiefelt unberührt
zum Kälber-Standort auf der Weide.
Und küsst die Kuh ganz ungeniert
auf ihre Schokoladenseite.

Die Kuh weist ihn erbost zu recht.
Sie rollt die Augen bei der 'Mahnung'.
Da staunt der Bulle gar nicht schlecht.
(Doch er denkt an Geburtenplanung.)

 


Auf dem Hühnerhof

Wenn Hühner miteinander lästern,
dann ist die Wahrheit nicht gefragt.
Ins Zwielicht stellen sie die 'Schwestern'.
Und Übles wird frech nachgesagt.

Das Gute wäre zu verschweigen.
Das Interesse ist begrenzt.
Man möchte mit dem Finger zeigen,
auf alles was verwerflich glänzt.

Bewusst pfeift man auf fremde Ehre.
Sie wird besudelt und befleckt.
Und wortreich macht der Tratsch Karriere.
Die Wirklichkeit wird abgespeckt.

Wer klug ist, zeigt sich auf den Straßen,
und dann wird schamlos mitgemischt.
Mit Hühnern sollte man nicht spaßen,
ein faules Ei wird aufgetischt.

 


Kneipen

Ein Kater streunt im Kneipenviertel.
Die Füße sind vom Laufen platt.
Und eng geschnallt sind Leder-Gürtel.
Das Leben findet trotzdem statt.

Der Kneipenflair zieht auf die Straße.
Dort kann man rauchen, ungestört.
Kein Staat tanzt frech auf unsrer Nase.
Kein Mitmensch, der sich laut empört.

Tagtäglich zuckelt eine Streife
mit Anteilnahme durchs Revier.
Das artet aus zur Endlosschleife.
Man sieht sie gern, jedoch nicht hier.

Am Freitag sind die Schranken offen.
Es steigt der Alkoholkonsum.
Die Kneipenstraßen sind besoffen.
Wer Alk verkauft, erlebt den Boom.

Der Kater runzelt seine Brauen.
Die Sauferei ist nicht sein Ding.
Am liebsten schmust er mit den Frauen,
und füttert seinen Schmetterling.

 


Ein verrücktes Huhn

"Ich bin nur ein verrücktes Huhn!"
so gackert eine alte Henne.
"Ich liebe es, mich auszuruh'n.
Und bin begeistert, wenn ich penne.

Denn dabei spart man Energie.
Ich weiß, die müden Knochen rosten.
Ein Traum erweist mir Sympathie.
So komme ich auf meine 'Kosten'.

Der bunte Hahn ist nicht mein Fall.
Er spielt den Chef mit seinem Krähen.
Kein Huhn schläft aus im Hühnerstall.
Dem Weckruf kann man schwer entgehen.

Nun kommt er her, und macht mich an.
Und sein Gesülze spricht von Liebe.
Ich höre zu, und sage dann,
dass ich am liebsten Single bliebe.

Natürlich war er irritiert.
Fast jedes Huhn stillt sein Verlangen.
Ich habe ihn schnell abserviert.
Und tief gekränkt ist er gegangen."

 


Im Schrebergarten

Ein Vogel pfeift im Schrebergarten,
der Fruchtbehang sei wunderbar.
Die Zahl ist groß bei allen Arten,
vergleicht man sie mit letztes Jahr.

Die Schwindsucht haben Haselnüsse.
Man fragt Warum, und wird nicht klug.
Es gab genügend Regengüsse.
Es herrschte Wind beim Pollenflug.

Vortrefflich zeigt sich das Gemüse.
Der Vogel ist davon entzückt.
Es prickeln seine kleinen Füße,
wenn er auf einen Kohlkopf blickt.

Bald wird er in den Süden steuern.
Und er verlässt sein Brutrevier.
Er denkt kurz nach, um zu beteuern:
"Ich bleibe diesen Winter hier.

Der Schrebergarten wird mich nähren
mit Obst, Gemüse. Und ein Strauch
verleitet zu Johannisbeeren,
der Gaumen freut sich und mein Bauch.

Die Freunde werden Augen machen.
Doch mein Entschluss steht felsenfest.
Ich packe nicht die Sieben Sachen,
und suche Dämmstoff für mein Nest."

 


Schwarz malen

"Die Freude währt bestimmt nicht lang."
So unkt schwarz malend die Gazelle.
"Das Leben führt zum Untergang.
Ob mit, ob ohne Wasserstelle.

Gazellen sind dem Tod geweiht.
Und einmal reißt der Lebensfaden.
Ein Raubtier kommt heran 'geschneit',
ein schwaches Tier dient ihm als Braten.

Du freust dich, wenn die Flucht gelingt.
Dein Spiegel spricht: Du altes Eisen!
Du cremst die Falten, bist geschminkt.
Die Geier kannst du nicht bescheißen.

Ihr wisst genau, es ist mein Ziel:
Nicht Kummer-Dinge schön zu reden.
Das Leben ist kein Kinderspiel.
Es ist ein alter Fisch mit Gräten."

Und endlos tönt die Litanei.
Und die Gazelle warnt und predigt.
Ein junger Löwe kommt vorbei.
Er fackelt nicht, sie ist erledigt.

 


Erste Liebe

Ein zarter Frischling ist verknallt.
Er flötet statt zu quieken.
Sein Herz klopft laut im Tannenwald,
er lässt Gedanken fliegen.

Er hält den Rüssel, schweigt sich aus.
Denn keiner darf es wissen.
Gefragt sind weder Gaumenschmauß
noch süße Leckerbissen.

Sein Herz vertraut sich keinem an.
(Was sind die Hintergründe?)
Sein ganzer Körper reift zum Mann.
Er meint, das wäre Sünde.

Er denkt so viel. Es ist verzwickt,
für ihn nicht zu durchschauen.
Nach einer Frau ist er verrückt.
Nur ihr will er vertrauen.

Und trifft man sich, dann seufzt er schwer.
Sie tauschen tiefe Blicke.
Der Frischling: jung und pubertär.
(Und sie ist eine Zicke.)

 


Schweinerei

Ich will mit dir das Strohbett teilen.
An deinem feuchten Rüssel hängen.
Mit dir am Futtertrog verweilen.
Und jeden Zweifel schnell verdrängen.

Ich will dir tausend Ferkel schenken.
Und alles, was uns trennt, vermeiden.
Ich bin bereit, lieb einzulenken,
wenn sich die Geister einmal scheiden.

Ich will dich rundum glücklich machen.
Und ich versuche nicht zu zicken.
An deiner Seite will ich wachen.
Und täglich neue Träume pflücken.

Ich will dir grenzenlos vertrauen.
Du weißt, dass wir zusammen passen.
Doch treibst du es mit andren Frauen,
wirst du sofort von mir verlassen.

 


Im Herbst

Die Nebelkrähe passt ins Bild.
Ihr Sitzplatz ist entblättert.
Doch Böses führt sie nicht im Schild.
Es nieselt und es wettert.

Sie schaut auf ihre Armbanduhr.
Das war vorher zu ahnen.
Von Krähenfreunden keine Spur.
So sind halt die Kumpanen.

Wie immer kommen sie zu spät.
Sie sind längst überfällig.
Ich nehme alle ins Gebet,
und nicht nur unterschwellig.

Die ersten flügeln auf sie zu.
"Ihr treulosen Tomaten!
Wo bleibt der Rest von unsrer Crew?
In Unschuld wird man baden."

Sie nimmt kein Blatt vor ihren 'Mund'.
Und krächzt zur Krähen-Masse.
"Wer sich verspätet ohne Grund,
zahlt in die Kegelkasse."

 


Abflug

Ein bunter Specht ist ausgezogen.
Zurück lässt er sein Luxusnest.
Sein hohes Ziel: Der Regenbogen.
Er hält an seinen Plänen fest.

Der Tand ist ihm gehörig schnuppe.
Selbst ein Pokal wird eingestaubt.
Da wundert sich die Vogelgruppe,
denn sie ist dümmer als erlaubt.

Bei Spechten zählt allein die Kohle.
Und was nichts kostet, ist nichts wert.
Und wenn ich euch den Arsch versohle,
das wäre sicher nicht verkehrt.

Nun bin ich fort, schöpft aus dem Vollen.
Macht mit dem Plunder, was ihr wollt.
Doch Vorsicht bei den Zollkontrollen.
Versilbert Blech und Katzengold.

 


Verzicht

Die Antilope hat verzichtet,
auf Wodka, Koks und schwarzem Shit.
Das hat sie früher gern vernichtet.
Die Zeit gab ihr den Pferdetritt.

Sie suchte nach den wahren Werten.
Doch der Versuch schlug häufig fehl.
Jetzt zählt sie sich zu den Bekehrten.
Und seitdem fühlt sie sich fidel.

Zu fernen Ufern will sie streben.
Das ist nicht Antilopenart.
Ihr Früher will sie nicht mehr leben.
Es zählt allein die Gegenwart.

Es fällt mir leicht, sie zu verstehen.
Weil sie mit neuen Maßen misst.
Man soll nicht vor die Hunde gehen.
Denn jedem bleibt die Galgenfrist.

Das Gestern ziert die Garderobe.
Und was geschah, ist abgehakt.
Darüber lacht die Antilope.
Und weiter hat sie nichts gesagt.

 

 

Falsch oder Richtig

Die Mücke sucht nach neuen Wegen.
Sie will nicht länger Blut absaugen.
Und möchte keine Nerven sägen.
Denn das ist falsch, in ihren Augen.

Vom Blutrausch will sie Abstand nehmen.
Denn dieses Handeln führt auf Dauer
zu einer Sucht und zu Problemen.
Und Angezapfte werden sauer.

"Mein Platz ist nicht die Wandtapete.
Ich träume von den fernen Zonen.
Vermeidet bitte das Gerede.
Ein dummer Spruch wird sich nicht lohnen."

Statt Ferne winkt die Hängematte
mit liebevollen Kuschel-heiten.
Es schnarchte schon ihr Göttergatte.
So kam es nicht zu Zärtlichkeiten.

Im Grunde liebt sie ihren Alten.
"Er ist das Salz in meiner Suppe.
Ich hoffe, er wird zu mir halten.
Er nennt mich: Seine Lieblingspuppe."

 


Am Sonntag

Am Sonntag trinken wir Kaffee,
und bohren dünne Bretter.
Wir fahren nicht zum Baggersee
bei diesem Nieselwetter.

Die Arbeit ruht. Die Stechuhr pennt.
Die Faulheit darf sich sammeln.
Und nichts, was auf den Nägeln brennt.
Wir lieben es zu gammeln.

Die Glocke ruft uns zum Gebet.
Was wir gern überhören.
Selbst Gott, der immer zu uns steht,
soll nicht die Ruhe stören.

Wir trinken, leider schon verfrüht.
Die Dummheit nicht zu toppen.
Dann werden Witz und Charme versprüht
bis hin zum Dämmerschoppen.

 


Katzenliebe

Durch die Wohnung jagen Katzen.
Doch wenn sie am Holzschrank kratzen,
wird die Hausfrau aufgehetzt,
und sie gilft und schreit entsetzt.

Katzenpfoten sind erschrocken.
Doch die eine lächelt trocken:
'Keine Panik, renk dich ein,
denn das wird kein Beinbruch sein.'

Doch ihr Schimpfwort kann erreichen,
dass sie sich von dannen schleichen.
Alle Welten sind im Lot.
Keiner droht ein Hausverbot.

Eine maunzt: 'Auf der Terrasse
winkt ein Ausblick auf die Gasse.
Außerdem, das ist ein Traum,
wartet unser Katzenbaum.

Ruh dich aus auf der Matratze.
Du bist Mutter, Schmusekatze,
die uns täglich Futter gibt.
Dadurch machst du dich beliebt.

Glaube uns, wir sind verschwiegen.
Gönne dir dein Herzvergnügen.
Lieben ist ein Risiko.
(und mach nicht ins Katzenklo.)

 


Auf Freiersfüßen

Man tänzelt gern auf Freiersfüßen.
Und träumt, die Liebe ist mir hold.
Doch in der Zukunft muss man büßen.
Das hat das Schicksal so gewollt.

Man schlittert bei den flotten Bienen.
Dann wird der Honig aufgesaugt.
Aus Liebe werden Steinruinen,
weil ein Gefühl zu gar nichts taugt.

Man stürzt sich gern in das Vergnügen,
und denkt nicht an den nächsten Tag.
Man will in weichen Armen liegen.
Wen kümmert schon ein Paukenschlag.

Man sucht den Zauber von Juwelen.
Die Fälschung ist der letzte Schrei.
Und alle Zweifel, die noch schwelen,
erklären wir für vogelfrei.

 


Viel gesehen

Mein Vogel hat schon viel gesehen.
Er kennt die Berge und das Meer.
Er ist geübt im Däumchen drehen.
Kein Mensch macht ihm das Leben schwer.

Er merkt, wenn ich nicht richtig ticke.
Dann gibt er Zunder, was mich stört.
Er eilt auf die Kommandobrücke,
obwohl er nicht dorthin gehört.

Er hält zu mir. Die keusche Treue
begleitet mich durch Tag und Jahr.
Das macht mir Mut. Und alles neue
wird nicht zur drohenden Gefahr.

Der Tag wird kurz. Die Vögel reisen.
Mein Vogel fühlt sich wohl bei mir.
Er will nicht fern im Süden kreisen.
Und er behauptet sein Revier.

Gemeinsam pflegen wir die Schrammen.
Ich trinke, er ist abstinent.
Das Leben meistern wir zusammen.
Wir hoffen auf ein Happy End.

 


In gutem Glauben

Man lässt uns gern in gutem Glauben.
Und haut uns lächelnd übers Ohr.
Dann schenkt man weiße Friedenstauben
und die CD vom Kirchenchor.

Wer rechnet, wird sofort erkennen.
Das Schnäppchen ist ein guter Deal.
Man ist geneigt, sich 'schlau' zu nennen,
und rundum gut ist das Gefühl.

Das bläht die Brust. Die grauen Zellen
sind nacht- und tagelang aktiv.
Jedoch man soll kein Urteil fällen.
Man tut es doch, und das läuft schief.

Mein Nachbar ist kein armer Schlucker.
Doch wenn die Freundin nach ihm schaut,
fragt er bei mir nach Würfelzucker,
sein Wunsch ist mir zutiefst vertraut.

Er sieht das Ding, das ich so schätze.
Sein Auge starrt zu jenem Fleck.
Dann spottet er gewagte Sätze,
z. B. 'Das ist der letzte Dreck!'

 


Faul im Stroh

Ein Ferkel lümmelt faul im Stroh,
und lässt die Seele baumeln.
Bald wird es, ohne Risiko,
in Phantasien taumeln.

Den Saustall lässt es hinter sich.
Und niemand kann es zügeln.
Die Traumwelt lässt ihn nicht im Stich.
Und wird den Geist beflügeln.

Das Ferkel tankstellt kein Benzin
für die Gedankenreise.
Es führt zum Ziel, nicht zum Ruin,
und mager sind die Preise.

Kein Ampelrot wird Gegenwart
und auch kein Zebrastreifen.
Kein Stau stoppt seine freie Fahrt.
Es quietscht kein Autoreifen.

Die Muttersau, sein Polizist,
winkt kräftig mit der Kelle,
so dass es seinen Traum vergisst.
Der Alltag ist zur Stelle.

 


Im Vogelnest

Im Vogelnest piepst keine Feder.
Sie sind beflügelt abgedampft.
Man flog sehr viele Kilometer.
Kein Flügel hatte sich verkrampft.

Der Vogelschwarm lag in den Seilen.
Denn was zu viel ist, ist zu viel.
Gezwitscher wollte man nicht teilen.
Erschöpft fand man zum Reiseziel.

Kein Vogel überzog die Betten.
Man schlief sogar im Stehen ein.
Sie wollten ihren Kopf verwetten:
"In Zukunft wird das anders sein."

Wer Vögel kennt, schenkt ihnen Glauben.
In Afrika spielt die Musik.
Die Spatzen und die Friedenstauben
ernährt die Bundesrepublik.

 


An deiner Seite

Es geht mir gut an deiner Seite.
Es könnte gar nicht besser sein.
Doch gehen unsre Träume pleite,
wird jeder von uns einsam sein.

Man stolpert in die Herz-Geschichten.
Am Anfang herrscht die Harmonie.
Vom später lässt sich nichts berichten.
Doch es gibt keine Garantie.

Es wäre müßig, nachzudenken.
Die Zukunft: Nicht vorhersehbar.
Sie nimmt uns viel, wird uns beschenken.
Es lauert Freude und Gefahr.

Ich will dich in die Arme schließen.
Was kümmert mich der nächste Tag.
Mit dir will ich das Glück genießen,
und keinen derben Paukenschlag.

 


Eine Schweine-Familie

Die Muttersau teilt mit dem Eber
das Strohbett und den Futtertrog.
Verlass ist auf den 'Brötchengeber'.
Doch es kommt nie zum Dialog.

Die Ferkel grunzen, nicht zu fassen,
im ausgedienten Pferdestall.
Dort können sie die Sau rauslassen.
Ihr Quieken dringt nach überall.

Sie drücken mächtig auf die Tube.
Die Eltern sind wie aufgehetzt.
'Wo bleibt denn ihre Kinderstube?'
Die wurde in den 'Sand' gesetzt.

Die Muttersau will darauf pochen:
'Beim nächsten Wurf wird alles besser!'
Sie hat jedoch zu viel versprochen.
Der Bauer liefert sie ans Messer.

 


Der Untersuchungsausschuss

So manches stößt auf Unverständnis.
Zwar geben Lippen ein Bekenntnis.
Doch das hat keinen überzeugt.
Ein 'gutes Recht' wird stark gebeugt.

Die Wissenschaft soll untersuchen:
Wer nahm das größte Stück vom Kuchen.
Wer steht mit leeren Händen da?
Und wer ist einem Abgrund nah?

Der Ausschuss wägt die Argumente.
Die Unterlagen sprechen Bände.
Und keiner weiß, wohin das führt.
Die Tat beweist, man hat geschmiert.

So lässt sich leider schwer entdecken,
was dient wozu, und welchen Zwecken.
Erst spät hat sich heraus geschält:
Es wurde nur Papier gequält.

 


Die Kaulquappen

"Ihr geht mir tierisch auf den Seier,"
unkt eine Kröte auf dem Teich.
Dann springt sie wütend aus dem Weiher.
Es kaulquappt wild im Schilfbereich.

Die Neugier paddelt unverdrossen
durch lang geschlingtes Algengrün.
Es mangelt zweifelsfrei an Flossen.
Doch sie verfolgen ihren Spleen.

Es lauern überall Gefahren.
Ein Vogel stelzt am Uferrand.
Er ist sich sicher, und im Klaren,
bald liegt das Futter auf der 'Hand'.

Die Quappe kault auf Wasserstraßen.
Es drückt sie nichts, nicht mal ein 'Schuh'.
Sie will mit einer zweiten spaßen,
da schnappt ein Vogel blitzschnell zu.

 

 
Auf der Terrasse

Die Farbenpracht auf der Terrasse
schielt täglich auf das Thermometer.
Der Herbst bedroht die Pflanzenmasse,
man weiß, er ist ein Übeltäter.

Der Hausherr scheint das nicht zu schnallen.
Denn Pflanzen wollen in die Wohnung.
Doch er schaut zu, wie Blüten fallen.
Er hält noch nichts von einer Schonung.

Im nächsten Jahr wird er erfahren.
Sein spätes Handeln hatte Folgen.
Im Zeitpunkt seiner Nicht-Tat waren,
(die Grüngewächse voll am Trauern.)
Das Nachspiel fällt aus allen Wolken.

 


Verschiedene Sichtweisen

Wir sehen schwarz, und träumen bunt.
Es sind die selben Themen.
Oft geht es eckig, manchmal rund.
falls wir uns wichtig nehmen.

Man urteilt scharf, und ist doch blind,
für alle Schwierigkeiten.
Wir spüren Rücken-, Gegenwind.
Und das zu allen Zeiten.

Ein Wort ist seicht, ein andres schwer.
Sie drehen ihre Runden.
Man hört es gleich, mal hinterher,
nach Tagen oder Stunden.

Erst kocht die Suppe auf dem Herd.
Und dann verbrennt sie Münder.
Erst lobt man, bis man sich beschwert.
Man krankt, und wird gesünder.

 


Traurig, aber 'wahr'

Auf 'ner Scholle am Polar
hat ein Walroß Platz genommen.
Schollen sind inzwischen rar.
Doch es weiß, es ist willkommen.

Ganze Sippen starben aus.
Jämmerlich sind sie ertrunken.
Kind und Kegel, Mann und Maus
sind im warmen Meer versunken.

Hoffen, Bangen, bis zum Schluss.
Ausgelöscht, fast eine Gattung.
Und es kam, was kommen muss,
meistens eine Seebestattung.

Weder Dank, und auch kein Trost
für die Hinterbliebenen.
Wer es hörte, war erbost.
Hilfe den Vertriebenen.

Hoch im Norden am Polar
lässt sich keine Zukunft planen.
Jedes Fell und jedes Haar
hisst auf Schollen Trauerfahnen.

 


'Volksaufstand'

Im Hühnerhof herrscht die Idylle.
Das sieht man auf den ersten Blick.
Man legt ein Ei in aller Stille.
Verpönt sind Stimmen der Kritik.

Per Grundgesetz sind Legehennen
die Herrscherschicht im Hühnerreich.
Ich schaue hin und kann erkennen:
Der Gockel führt sich auf als Scheich.

Er erntet grenzenlos Vertrauen.
Und er verscheucht den Störenfried.
Nur er allein beglückt die Frauen.
Erotik ist sein Hauptgebiet.

Die Meinung kippte und sie schmollte,
erst leise und im Untergrund.
Im Anschluss folgte die Revolte.
Es ging hoch her. Und es ging rund.

Der Gockel musste Federn lassen.
Der große Volksaufstand beschloss:
Ein Hahn je Huhn, das müsste passen.
Die Henne aber ist der Boss.

 


Ein Interview

Ein Ochse wurde interviewt.
Er stellte sich den vielen Fragen.
Man sah ihm an, er fühlt sich gut,
Und hat erstaunlich viel zu sagen.

Die Schule hat er nicht besucht.
Von klein auf hat er schwer geackert.
Die Eltern waren nicht betucht,
und haben sich schwer abgerackert.

Im Sommer biss er in das Gras.
Ein Stroh- und Heugemisch im Winter.
Und wenn er einmal Hafer fraß,
das war wie Weihnachten für Kinder.

Ich lechze nicht nach Geld und Gold.
Mein Traum, das waren ein paar Söhne.
Mein Schicksal hat es nicht gewollt.
Doch ich blieb offen für das Schöne.

Behutsam gehe ich ans Werk.
Ich checke alle Schwierigkeiten.
Denn jeder Ochse vor dem Berg
wird eines Tages furchtbar leiden.

Der Fortschritt kommt gerade recht.
Die Landwirtschaft setzt auf den Faktor.
Und meine Knochen sind geschwächt.
Ich liebe rundum jeden Traktor.

 


Schaf-schur

Die Schafe treibt man in den Stall.
Man will an ihre weiche Wolle.
Das führt natürlich zum Krawall.
Ein schwarzes Schaf fällt aus der Rolle.

Es öffnet sich das Scheunentor.
Es blitzen scharfe 'Heckenscheren'.
Doch einer beugt den Fragen vor:
'Sie werden sich bestimmt bewähren.'

Die Scheren stehen unter Volt.
Den Schutz  bedient ein Schuko-Stecker.
Dem Strom hat man Tribut gezollt.
Den Schafen fällt man auf den Wecker.

Die Angst bewirkt, der Hintern kackt.
Und Schafe haben keine Hose.
Ein Drittel ist geschockt und nackt.
Wer hat den Mut?
Und zieht den Stecker aus der Dose.

 

 

Wie es halt so ist

So vieles lässt sich nicht begreifen.
Wir sind wie Schafe nach der Schur.
Und wenn wir durch die Gegend streifen.
Dann häufig neben einer Spur.

Wir schleimen vorwärts wie die Schnecke.
Und träumen oft vom Affenzahn.
Wir halten Rast an jeder Ecke.
Doch es ist höchste Eisenbahn.

Man plant, die Kugel ruhig zu schieben.
Und bohrt am liebsten dünne Bretter.
Vom Paradies ist nichts geblieben,
bis auf die beiden Feigenblätter.

 


Morgen-Ritual

Guten Morgen, Zigarette!
Willst du auch ein weiches Ei?
Sei so nett, nimm die Serviette,
denn man kleckert leicht dabei.

Möchtest du noch Margarine
oder Butter für den Toast?
Hoch die Tassen! Koffeine
schenken Morgenmuffeln Trost.

Bitte Feuer, ich will rauchen.
Dazu ist es höchste Zeit.
Wie ein Drache will ich fauchen.
Nikotin ist griffbereit.

Aufgeschreckt horcht meine Lunge.
Ihre Ängste: Riesengroß.
Tabak krümelt auf die Zunge.
Und dann huste ich drauf los.

 


Wie zerronnen, so gewonnen

Ein Regenwurm dreht seine Runden.
Die Mauer wird zum Felsmassiv.
Ich weiß, er ist kurz angebunden.
Und wenn er hungert: Nachtaktiv.

Er leidet leider unter Zwängen.
Und wenn es regnet, hat er Schiss.
Dann flieht er aus geheimen Gängen,
und fürchtet sich vor Finsternis.

Im Gartenbeet wird er zur 'Schlange'.
Er dehnt sich, schrumpft sich, dehnt sich aus.
Für einen Steinwurf braucht er lange.
Doch er hält durch trotz Sturmgebraus.

Die Vögel sind ihm nicht geheuer.
Sie hacken ständig auf ihm rum.
Ein Treff mit Amseln das wird teuer.
Und ein Cousin kam dabei um.

Sein Kontrapunkt ist ein Erlebnis.
Ein Spaten hat zur Frühlingszeit
den Wurm geteilt. Und das Ergebnis:
Nun regenwurmen sie zu zweit.

 


Tragische Liebe

Ein Huhn hat seinen Hahn verlassen,
denn er ging täglich mehrmals fremd.
Sie gab, das kann sie nicht mehr fassen,
dem Hahn ihr letztes Unterhemd.

Verteufelt wird der Schürzenjäger.
Der schräge Vogel kann mich mal.
Man wusste, er ist Ordensträger,
Doch was er tat, war ein Skandal.

"Für mich zählt neben Liebe, Treue.
Ich lege sehr viel Wert darauf.
Die Perlen sind doch nichts für Säue.
Das Gockeln ist sein Lebenslauf.

Er wird mich sicher nicht vermissen.
Und er vergisst, dass es mich gibt.
Ihm fehlt Gehirn, und ein Gewissen.
Sein ganzer Stolz: Er ist beliebt."

Ihr Herz war mehr als angefressen.
Das Legehuhn schob tierisch Frust.
Doch später hat sie sich vergessen:
Und nahm sich diesen Hahn zur Brust.

 


Eine Geschäftsidee

Der Ahorn hat sich einst verbündet,
mit einem Baum, den keiner kennt.
Sie haben ein Geschäft gegründet.
Das seitdem richtig dauerbrennt.

Sie kennen keine Absatzsorgen.
Der Mischmasch steht in der Allee.
Ob früher, heute, gestern, morgen
man liefert auch nach Übersee.

Am Mischmasch wachsen 'Ahornblätter'.
Im Herbst treibt er es nicht so bunt.
Und jeder sieht bei Regenwetter,
der Baumstamm ist nicht kerngesund.

So kam es zu dem Markenzeichen.
Er wurde dadurch weltberühmt.
Die glatte Rinde wird oft weichen,
das sagt er selber: Unverblümt.

In Kanada 'klebt' auf der Fahne
ein ganz gemeines Ahornblatt.
Wer näher hinschaut, denkt: 'Platane'.
Wie dem auch sei, man sieht sich
sicher niemals satt.

 


Gegen den Strich

Die Blätter fallen nicht nach oben.
Jedoch bei einem Sturmorkan,
Sind schon so manche abgehoben,
und meiden die gewohnte Bahn.

Das Schauspiel dauert nicht sehr lang.
Denn früher oder später purzeln,
mit dem bekannten Abwärtsdrang,
die Blätter stets zu ihren Wurzeln.

 


Große Suche

Ich suche Glück, es wird sich finden.
Ich suche nicht am Straßeneck.
Dort lauern leider 'Umweltsünden',
in Form von braunem Hundedreck.

Am Freitag gehe ich in Kneipen.
Dort leert man literweise Bier.
Ich will nicht gern zu Hause bleiben.
Denn niemand klopft an meine Tür.

Ich finde Anschluss in Vereinen.
Ein Händedruck, wir sind per Du.
Ich soll wie alle andren meinen.
Sonst ist die 'Einigkeit' tabu.

Ich stürze mich ins Kulturelle.
Mein neues Ziel das Opernhaus.
Die höchsten Töne sind zur Stelle.
Doch unter uns, ich ging hinaus.

Jetzt steh ich da, als Pappenheimer.
Und es ist mitten in der Nacht.
Die Silbersuche ist im Eimer.
Ich habe mich zum Depp gemacht.

 


Gewitter-Stimmung

Wer hat den Streit vom Zaun gebrochen?
Wer hat das erste böse Wort
mit voller Absicht ausgesprochen?
Wer warf den Anstand über Bord?

Wer stach zuerst mit Nadelstichen?
Wer hat die Lippen frech geschürzt,
und jeden Zweiklang durchgestrichen,
und Eingebrocktes scharf gewürzt?

Wer half Gefühlen zu entgleisen?
Wer war der Grund für den Tumult?
Wer konterte mit heißen Eisen?
Und wem gebührt die ganze Schuld?

Es lag zum Teil am schwülen Wetter,
und an verletzter Eitelkeit.
Ein kleiner Satz spielt jetzt den Retter:
"Entschuldigung, es tut mir leid!"

 


Zu neuen Ufern

"Mich quält oft eine Langeweile.
Vor allem fehlt der Heidenspaß.
Ich mische Heil- und Kräuterteile.
Die größte Zutat ist das Gras.

Was ich aus meinem Ärmel schüttel,
dient manchmal dem verarmten Knilch.
Gepfiffen wird auf Zahlungsmittel.
Man schenkt dem Hunger Trockenmilch.

Es macht mich stolz, wenn ich erfahre,
ein Landstrich kommt durch mich ins Lot.
Doch dieser Satz ist Mangelware,
fast überall herrscht Hungersnot.

Mir fehlt das Geld. Ich kann nur futtern,
bis mir das Gras zum Ohr raus wächst.
Ein armes Schwein will ich bemuttern,
und weiter geht es dann im Text.

Ich beiße lustlos in die Weide.
Das lang Geweilte nimmt noch zu.
Die Milchfabrik geht langsam pleite,
denn ich bin eine alte Kuh."

 


Ein Tannenzapfen

Ein Tannenzapfen liegt am Boden.
Das Eichhorn springt mit einem Satz,
um diesen Blickfang auszuloten,
zum angesagten Futterplatz.

Der Zapfen zeigt die ersten Samen.
Jedoch ein Teil gibt sich bedeckt.
Dann greift er zu, in Gottes Namen,
und siehe da, die Sache schmeckt.

Viel mehr, das ist ein Leckerbissen.
Es knabbert, und es hätte fast,
die Oberlippe angebissen,
durch seine Fressgier und die Hast.

Es zügelt sich, kommt auf den Trichter,
macht Männchen, und es schaut sich um.
Und starrt in ein paar Bleichgesichter.
Das Eichhorn hat ein Publikum.

Das ist beileibe keine Sünde.
Jedoch es macht sich lieber dünn,
springt auf die nächste rauhe Rinde,
denn aus den Augen, aus dem Sinn.


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