Einsam
Einsam sind die Einzelteile.
Einsam späht der Augenblick.
Einsam lebt die Langeweile
und der schmale Pfad zum Glück.
Einsam rinnen Sonntagsstunden.
Einsam ruft der steile Berg.
Einsam ist man ungebunden.
Das verspürt der Gartenzwerg.
Einsam schläft die Grabesruhe.
Einsam wächst das Blatt am Baum.
Einsam - die möblierte Truhe
im gepflegten Nebenraum.
Einsam strömen die Gezeiten.
Einsam - Ebbe oder Flut.
Zweisamkeit ist zu beneiden.
Denn du fühlst dich dabei gut.
Nicht vom Fleck
Wir treten auf der Stelle,
und kommen nicht vom Fleck.
Für diese Sonderfälle
hilft auch kein Marschgepäck.
Wir kommen nicht mehr weiter,
und drehen uns im Kreis.
Und langsam laufen - leider -
auch unsre Füße heiß.
Wir kämpfen hart dagegen.
Die erste Träne rinnt.
Wir fragen uns weswegen.
Die Antwort kennt der Wind.
Mutters 75. Geburtstag
Du fragst vielleicht, was wird noch werden?
In dieser und in nächster Zeit.
Ich wünsche: keinerlei Beschwerden,
und Arbeit und Beschaulichkeit.
Den Vater wirst Du Autofahren-lehren.
Und immer wissen, ob er 75 fährt.
Und tut er's nicht - in allen Ehren
wird er von Dir dazu bekehrt.
Die Bohnen wachsen und die Kirschen reifen.
Die Leiter steht leicht schräg an einem Ast.
Du wirst für viele Münder danach greifen.
Doch Vorsicht! Und hübsch aufgepasst.
Du wirst auf alle Obacht geben.
wirst für sie da sein Tag und Nacht.
Du wirst nichts ändern, so ist halt das Leben.
Mein Wunsch an Dich: gib auf Dich acht !!!
Endlich
Ein Blatt fällt auf den Boden.
Und jubelt: Endlich frei!
Es träumt von San Franzisco
von Rio und Hawai.
Natürlich auch vom Prater
vom Kiez in Westberlin.
Dann welkt es träumend sinnend,
ganz langsam vor sich hin.
Urlaub
Olivenfeld und Kieselstrand.
Das Himmelblau senkt sich ins Meer.
Ein Pinienhain am Uferrand.
Ein Segelboot kreuzt hin und her.
Der Fels hält allen Wellen stand.
Die Sonne stichelt und sie sticht.
Die Nase macht auf Sonnenbrand.
Was sie sich wohl davon verspricht?
Das Radlerglück ist ausgeprägt.-
Man minigolft und tennist Ball.
Wer Luftmatratzen mit sich trägt.
Ist ganz bestimmt kein Sonderfall.
Ein Kauderwelsch aus Ost und West.
Und jeder hält es für normal.
Ich glaube wirklich felsenfest.
Das Glück ist international.
Ameisen
Die meisen vorne noch mit A
sind wirklich flink und fleißig.
Und kaum ist eine von ihr da,
da sind es auch schon dreißig.
Sie regeln immer den Transport
von Blattläusen und Kernen.
Gesprochen wird dabei kein Wort.
Man kann von ihnen lernen.
Und jeder Haufen ist ein Staat
mit Regeln und Gesetzen.
Man schützt sie oft mit Maschendraht.
Kein Mensch soll sie verletzen.
Verwechseln darf man aber nie:
die A- mit andren Meisen.
Weil ohne Gnade wollen sie,
diejenigen verspeisen.
Biomüll
Im Hafen krächzen alle Möwen
nach Biomüll und Fischabfall.
Sie kämpfen dabei wie die Löwen.
Die Starken kommen an den Ball.
Da wird gezetert und gemeutert
und möwenmäßig lamentiert.
Die Seele wird dadurch geläutert,
denn Fisch wird meeresfrisch serviert.
Die Jungen und die lahmen Alten
bekommen dabei Appetit.
Den Hunger werden sie behalten.
Die Möwenmeute macht nicht mit.
Umsonst das Schnuppern an der Beute.
Umsonst der reich gedeckte Tisch.
Natürlich gilt das nur für heute.
Und morgen gibt es frischen Fisch.
makaber:
Wenn jemand ins Gras beißt,
dann kann man traurig werden.
Es sei denn,
es war ein Rindvieh.
Tausendfüßler
Der Tausendfüßler trägt Sandalen.
Die Krankenkasse gab das Geld.
Er leidet nämlich Höllenqualen,
wenn ihm ein Stein den Weg verstellt.
Am Abend reibt er seine Füße
mit Geh-wohl und mit Salben ein.
Dabei denkt er an seine Süße,
ein Grund für ihn zum glücklich-sein.
Und jeder Fuß ist ungewöhnlich,
und ständig sind sie in Betrieb.
Er kennt sie alle höchst persönlich.
Natürlich hat er jeden lieb.
Doch eines macht ihn oft verdrießlich.
sagt er zu Käfern: "Gott zum Gruß!"
Denn wie du weißt - so ist das schließlich -
hebt er dann tausendmal den Fuß.
Sie sagten: Das sei nicht gestattet
und polizeilich nicht erlaubt.
(Mal unter uns:)
Ich habe ihnen nicht geglaubt.
Im Mittelmeer
Im Mittelmeer strömt eine Welle,
die möchte einmal auf die schnelle
an einer Felsenküste baden.
Sie fürchtet nur die Seepiraten.
Gecheckt, geprüft und abgeklärt,
die Welle rudert, schwimmt und fährt,
mit Volldampf auf die Küste zu.
Ein Fels lädt ein zum Rendez-vous.
Die Welle ist im Element
und hisst die Gischt bei ihrer Landung.
und meint - auch wenn die Sonne brennt.
Du bist mein Fels und ich die Brandung.
Im Hafen
Wenn abends die Touristen schlafen,
wird alles doppelt einfach gut.
Dann spürt das Mauerstück im Hafen
zum einen Ebbe, dann die Flut.
Zwar sind im Mittelmeer Gezeiten
nur märchenhaft und unscheinbar.
Der Vollmond wird die Nacht begleiten,
und er behauptet: es sei wahr.
Natürlich zweifeln die Touristen,
das ärgert stark den Mann im Mond.
Und er beschimpft die Realisten.
Sein Zorn ist völlig ungewohnt.
Er möchte sich darüber streiten
und fühlt sich dabei gar nicht schlecht.
Zwar sind im Mittelmeer Gezeiten
nur sehr gering - doch dennoch echt.
Der Ahorn
Dem Ahorn wird es jetzt zu bunt.
Am Boden liegen welke Blätter.
"Wer war denn das, zum Donnerwetter?!"
Der Herbst ist da. Das ist der Grund.
Vor Sonnenhunger wird man krank.
Die Sonne sitzt auf Nebelbänken.
Das ist doch fast nicht auszudenken.
Doch manchmal scheint sie. Gott sei Dank.
Am frühen Morgen: Bodenfrost.
Und Pflanzen, die im Freien wohnen,
jedoch auch die auf den Balkonen,
die brauchen dringend Krankenkost.
Dem Ahorn wird es jetzt zu bunt.
Er zeigt die stolze Kriegsbemalung.
Verwelktes nimmt der Herbst in Zahlung.
Am Boden stapelt er den Fund.
Verwurzeltes
Wo die Muschel kalkt
und das Fachwerk balkt.
Wo die Reben franken
und die Pegel schwanken.
Wo der Rebstock bergt
und ein Schoppen stärkt.
Wo der Main nicht mein ist
und ein Oechsle Wein misst.
Wo der Dialekd
teutsche Lehrer schreckd.
Wo sich De und Te vermischen
und sich hart und weich verwischen.
Wo die Karls sich burgt
und der Garten gurkt.
Wo die Sau sich purzelt.
Dort bin ich verwurzelt.
Der Gockel
Schneckenlahm und mit Geduld
stolzt der Hahn zum Rednerpult,
um den Hennen zu erklären.
Was sie ohne ihn wohl wären.
„Keiner weckt den Hühnerstall,
krähte ich nicht überall!“
Doch ein jedes Suppenhuhn
hat wohl anderes zu tun.
Denn der aufgeblähte Gockel.
Haut sie wirklich nicht vom Sockel.
Und der worteslanger Rede
lauschen höchstens Blumenbeete.
Hennen sind für solches taub.
Lieber scharren sie im Staub.
Oder legen ihre Eier:
für die nächste Osterfeier.
Die wohlverdiente Rente
Die Arbeit ruht in ein paar Tagen.
Ein Stuhl im Amt bleibt unbesetzt.
Nun ist es Zeit „Ade“ zu sagen.
Symbolisch sagen wir es jetzt.
Sie waren immer freundlich, heiter
und liebenswert und hilfsbereit.
Und diese Tugenden sind leider
nicht eine Selbstverständlichkeit.
Kein Mahnbescheid ist mehr zu schreiben.
Sogar die ganze KSR
kann Ihnen bald gestohlen bleiben.
Bald sind Sie stets „Ihr eigner Herr“.
Ein Anfang folgt nach jedem Ende.
Wir wünschen alle bleib gesund.
Genießen Sie die wohlverdiente Rente.
Sie haben dazu allen Grund.
Zum Geburtstag
Gesundheit, Glück und langes Leben. Und dass Du dennoch schnell vergisst, dass Du nun ein Jahr älter bist.
(Die Zeit vergeht. So ist das eben.)
Ich wünsche: Frohsinn, Frieden, Freude.
Und dass Dir Gott den Segen gibt.
im Hier und Jetzt und auch im Heute.
(Und dass er dieses nicht verschiebt.)
Du erntest liebenswerte Worte.
Das findest Du sehr angenehm
Genauso wie die Sachertorte.
(Im Magen liegt sie dann bequem.)
Lass hoch die Bernsteingläser klingen.
Ein Schlückchen Sekt, beschwingt und schmeckt.
Ein "Happy Birthday" ist zu singen.
(Und Dein Geburtstag ist perfekt.)
Der Baum
Der Baum lacht sich im Frühling Äste.
Ein Grund dafür ist nicht bekannt.
Auf blätterlosen Zweigen, Gäste,
erst zugereist aus fernem Land.
Und die „Touristen“ singen, pfeifen,
besonders wenn der Tag erwacht.
Sie zwitschern laut mit Herzergreifen –
was Herzen einfach fröhlich macht.
Jedoch, wenn es am Abend dämmert
verstummt die Stimme und Ihr Lied.
Und auch der Specht, der sonst nur hämmert,
macht Pause, weil er „Fernseh“ sieht.
Der Baum lacht sich im Frühling Äste
und seine Knospen werden prall.
Das ist vom Jahr das Allerbeste.
Ein sogenannter „Sonderfall“.
Der erste Frühling im dritten Jahrtausend
Und du erlebst ein blaues Wunder,
wenn morgens früh der Wecker schellt.
Der Tag geht auf, die Nacht geht unter
auf Wiesen, Wäldern, Flur und Feld.
Die Sonnenstrahlen streicheln, wärmen.
Der Hund darf länger Gassi geh'n.
Und dabei kommen wir ins Schwärmen.
Der Frühlingsanfang – traumhaft schön.
Und du erlebst ein blaues Wunder,
die Schleierwolken, die es gibt.
die spiegeln sich im Bach darunter.
„He Frühling“, du bist sehr beliebt.
Weiter
Es geht wie immer weiter
und keinen Schritt zurück.
und man beträgt sich heiter
und weiter geht's ein Stück.
Man kann sich gar nichts raten.
Das Maul hält Affen feil.
Vielleicht geht man bald baden.
Und denkt sich seinen Teil.
Es geht wie immer weiter.
Die „Hasen“ laufen quer
und zick-zack – das ist leider
ein wirkliches Malheur.
Liebes neues Erdenkind
Du bist das neue Glück auf Erden,
das ist uns augenblicklich klar.
Mit Dir wird alles anders werden
und anders sein, als wie es war.
Du wirst die Nacht zum Tag gestalten.
Dein Rhythmus prägt sich in uns ein.
Wir werden immer zu Dir halten.
Bei Regen, Wind und Sonnenschein.
Nun schleichen wir auf leisen Sohlen
zu Dir. Dein Daumen steckt im Mund.
Den „Schnuller“ wird die Zeit Dir holen.
Doch heute fehlt dazu ein Grund.
Du bist das neue Glück auf Erden.
Und wohnst mit uns im dritten Stock.
Du machst Grimassen und Gebärden.
Dein Stammbaum heißt: Familie Hock.
Neuer Lebensabschnitt
Nun nimmt das Leben seinen Lauf.
Es wird erst bunt, dann immer bunter.
Mein Wunsch an Dich: Gib niemals auf.
Und Du erlebst die schönsten Wunder.
Was schwarz erscheint, strahlt bald schon bunt.
Dann lächeln die Erinnerungen.
Zum Traurigsein besteht kein Grund.
So vieles ist Dir schon gelungen.
Sei liebevoll, wenn jemand weint.
Das Wetter ist nicht immer heiter.
Die Eltern sind ein „guter Freund“
und sind Dein ständiger Begleiter.
Beharrlich sei Dein Weg zum Ziel.
Betrachte Bäume, Blätter, Blüten.
Das Leben ist ein Kinderspiel.
Der liebe Gott wird Dich behüten.
Das Eine
Im Grunde wünschen wir das eine,
bei Tag, bei Nacht zu jederzeit.
Sogar der Dackel an der Leine
kläfft lieber mit Zufriedenheit.
Was auch geschieht, es mag geschehen.
Nur manches macht uns tränenblind.
Doch wenn wir einen Ausweg sehen:
ein Lichtblick, der uns fröhlich stimmt.
Wir pfeifen auf die schlechten Tage.
Das hält uns Hoch, da schrumpft das Tief.
Und eines steht wohl außer Frage,
nicht ewig hängt ein Leben schief.
Im Grunde wünschen wir das eine,
und zwar in jedem Augenblick-
Wir kämen gern mit uns ins Reine
und fänden Trost im kleinen Glück
Jene Frau
Ein unbeschreibbar schöner Blick –
ein Augenblick von jener Frau.
Ein atemloser Hauch vom Glück.
(Das trifft den Punkt genau.)
Benommen, fest in ihrem Bann
und wie hypnotisiert.
Ich wüsste gerne wo und wann
das wieder mal passiert.
Ich trank gerade ein Glas Bier.
Da hat es mich erwischt.
Auf einmal stand ich neben mir
und völlig aufgemischt.
Berauscht von ihr, berauscht vom Bier.
Ich weiß es nicht genau.
Doch gerne sähe ich vor mir:
die Augen jener Frau.
Dich gern haben
Du bist mein Glück, ich hab Dich gern
und zwar an jedem Tag.
Dir weh zutun, das liegt mir fern,
weil ich Dich herzlich mag.
Und bin ich mal ein Trampeltier.
Pardon, das tut mir leid.
Dann bitte ich: verzeihe mir
in aller Offenheit.
Was wäre ich denn ohne Dich:
ein welkes Blatt im Sturm,
entwurzelt, einsam, jämmerlich
und wie im Kerkerturm.
Mein Herz hat zu Dir „ja“ gesagt,
was immer auch geschieht.
Und funkt, wenn früh der Morgen tagt
an Dich ein Liebeslied.
Post
Keine Post von einem Jemand
und von keiner Jemandin.
Und ich stelle mir die Frage:
Hat das Leben einen Sinn?
Kein Gebimmel an der Haustür.
Kein ring-ring vom Telefon.
Keine Message auf dem Handy.
Nur die Kneipe wartet schon.
Doch auch dort kein Mensch zum plaudern.
Jeder ist in sich gekehrt.
Pumpt sich Alk in seinen Magen.
Ist das wirklich lebenswert?
Kein „Grüß Gott“, kein „Guten Morgen“.
Eine Katze, die sich schleicht.
Ganz allein mit meinen Sorgen.
Doch das ändert sich – (vielleicht).
Auf den Frühling warten
Der Frühling lässt noch auf sich warten.
Vereinzelt tanzt und flockt der Schnee.
Die Palmen steh´n im Wintergarten
und fühlen sich rundum okay.
Ein kalter Wind aus fernem Norden
mit Schneegestöber Frost und Eis.
Da bleiben viele Blumensorten
im Untergrund – wie jeder weiß.
Was wird, was naht – so wird empfohlen –
geschieht ganz langsam über Nacht
auf sogenannten leisen Sohlen
und schenkt uns eine Blumenpracht.
In deiner Hand
Du hast mir einst Dein Wort gegeben. Und dabei habe ich gedacht: Ich will mit Dir zusammenleben tagaus, tagein und in der Nacht. So viele schöne Augenblicke im irgendwo und hier im Land. Ganz selten ein paar Missgeschicke. Mein Herz ist ganz in Deiner Hand. Mit Dir die Jahre zu genießen, das war und ist echt wunderbar. Sehr häufig hast Du mir bewiesen: Du bist mein Alles - das ist klar. Dein Ja zu mir, das hat gehalten. Und heute ist ein "Feier"-Tag. Den sollten wir schön ausgestalten, weil ich Dich un-un-endlich mag.
Dein Hund
Dein Hund – das ist Dein bester Freund,
Dein ständiger Begleiter.
Auch wenn er ab und zu mal streunt.
Er stimmt Dich immer heiter.
Er hält zu Dir, egal was sei
und wird Dich stets beschützen.
Er nimmt nie Urlaub, nimmt nie frei.
Und tappst durch alle Pfützen.
Die Katze ist sein größter Feind.
Er führt ein Hundeleben.
Der mit Dir lacht. Der mit Dir weint.
So ist sein Leben eben.
Dein Hund ist leider Phantasie
und kläfft in Deinen Träumen.
Und manches, das erfüllt sich nie.
Es gilt: die Träume aufzuräumen.
Für Max – den neuen Mittelpunkt.
Nun ist das Glück bei uns perfekt.
Und das darf jeder wissen.
Du lebtest lange gut versteckt.
Jetzt liegst Du auf dem Kissen.
Zu Ende ist die Warterei
(und auch die „dummen“ Fragen)
Wie Dein Befinden heute sei.
Wir konnten gar nichts sagen.
Du bist ein wunderbarer Schatz –
ein Wort kann nichts beschreiben.
Du nimmst in unsrem Leben Platz.
Und das wird auch so bleiben.
Du schläfst und träumst. Du trinkst und isst.
Komm her in unsre Mitte.
Wie schön, dass Du geboren bist. –
Du Glanz in unsrer Hütte.
Auf das Gewicht achten
Das kleine Ferkel ist in Eile.
Ein Fremdwort ist die Langeweile.
Es spürt den Drang zum Futtertrog,
ein unwahrscheinlich starker Sog.
Da knurrt der Magen, der Instinkt,
denn das ist das, was weiterbringt.
Du wirst gemästet kleine Sau.
Dein Halter weiß das ganz genau.
Das kleine Ferkel weiß es nicht.
Es achtet nicht, dass sein Gewicht
an einem Tag sein Leben kostet.
Der Riegel an dem Saustall rostet.
Nicht verkehrt
Das Schwein hat einen Ringelschwanz
und lässt die Puppen tanzen.
Die Ohren wackeln zu dem Tanz.
Und vor dem Saustall alle Pflanzen.
Das ist doch doppelt lobenswert.
Wer will es ihr verdenken.
Denn das ist wirklich nicht verkehrt.
Das kann man nur verschenken.
Das Schwein bist Du, das Schwein bin ich.
Vielleicht bist Du auch besser.
Ich hoffe sehr, du lieferst mich
nicht an ein scharfes Messer.
Schwein gehabt
Das Schwein hat heute Schwein gehabt.
Sein Bruder muss zum Schlachter.
Im Grunzen war er sehr begabt,
ein Schelm, ein Hausgemachter.
Jedoch das ist es längst gewohnt.
Es wird für eine Zucht geschont.
So wird ein Bauernkenner reicher.
Er pfeift das Lied vom Schmittchen Schleicher.
Das Schwein hat Schwein, und Pech ist Pech.
Sie wird besamt von einem Eber.
Und der benimmt sich äußerst frech.
Der Bauer ist der Auftraggeber.
Frühling
Bald grünt es wieder überall.
Der Frühling saust mit Überschall
durch Wiesen, Wald und Felder.
Da staunt der Hinterwäldler.
Die graue Zeit wird ausgeblendet.
Die Sonne blinzelt und sie lacht.
Wie schön, dass nun der Winter endet.
Der Frühling drängt sich an die Macht.
Nun wird es bunt und bunt und bunter.
Der Riesenzauber ist ein Wunder.
Und kostet keinen Euro-Cent.
Das ist der absolute Trend.
Knospen
Im Frühling wenn die Knospen treiben,
da will ich nicht zuhause bleiben,
dann ist die Stubenhockerei
mit einem Faustschlag flugs vorbei.
Dann zieht es mich in die Natur.
Du fragst warum, warum wohl nur?
Dann grünen, blühen Dornenhecken.
Ein Kinderspiel wird dann Verstecken.
Zwar dauert das noch ein paar Tage
- keine Frage –
Doch irgendwann wird das so sein.
Hallo Bedienung: Ein Glas Wein.
Ausgerastet
Das Schwein ist gestern ausgerastet.
Und machte eine Sau zur Sau.
Die andre fühlt sich unbelastet,
denn sie ist noch vom Fasching blau.
Da hat sie etwas angerichtet.
Doch manches ist nur angedichtet,
und keineswegs Realität.
Doch die Entschuldigung: zu spät.
Sei keine Sau zu einer Sau.
Zumindest nicht zur Fastenzeit.
Sonst heißt es in der Tagesschau:
Die Schweinerei, die macht sich breit.
Hong-kong-grippe
Die Schnecke hat die Hongkong-Grippe.
Zum Wohlbefinden fehlt ihr viel.
Die Ihrverwandten, ihre Sippe,
die lästern noch: Das ist ein Spiel.
Die Nase schnupft, was soll sie machen.
Ihr schmeckt nicht mal der Blumenkohl.
Die Witze, die die andren machen.
Erachtet sie als dumm und hohl.
Doch alle Schnecken, die sie küssen,
die fühlen sich auf einmal krank.
Das sollte jede Schnecke wissen,
das artet aus in Streit und Zank.
Grober Unfug
Die Schnecke ist daheimgeblieben.
Und nennt die Dinge wie sie sind.
Da staunen ihre liebsten Lieben,
die davon ganz begeistert sind.
Der liebe Gott soll mich beraten.
Die Fühler stehen auf Empfang.
Er schnürt für sie den roten Faden,
und alles ohne Druck und Zwang.
Sie weiß, sie kann Gewässer trüben.
Und auch den gröbsten Unfug treiben.
Noch ist sie klein, noch muss sie üben.
Und „dummes“ Zeug auf Zettel schreiben.
eiskalt
die menschen schlendern auf asphalt
doch krieg und siege sind beschissen.
die kluge menschheit ist eiskalt
verkommen, kriminell gerissen
am allerschlimmsten ist gewalt
nun legt soldaten an die kette
doch bitte plötzlich und recht bald
denn jede wette
noch reden sie bevor es knallt
die menschheit ist eiskalt
In der Kneipe
Die Schnecke sitzt in einer Kneipe.
Da fragt ein Käfer: Ist noch frei.
Ich rücke niemals Dir zu Leibe.
Das wäre eine Schweinerei.
Was hältst Du denn von Unterhaltung?
Vom Sprechen über dies und das.
Von Rentenkassen und Verwaltung.
Natürlich macht das keinen Spaß.
Wir können miteinander schweigen.
Wenn Dir das Thema lieber ist.
Dann kann ich Dir mit Gesten zeigen,
wie wichtig Du in meinem Leben bist
Die Schnecke hört beredte Worte.
Und weiß beim besten Willen nicht.
Was ist das für 'ne Käfersorte,
die so mit unsereiner spricht.
Haste Töne
Die Schnecke zupft die Bluesgitarre.
Natürlich meistens schneckenlahm.
Und dazu pafft sie ‚ne Zigarre.
Sie ist sehr häuslich und sehr zahm.
Und sie entlockt die höchsten Töne.
Und greift dann tief zum Bass.
Sie spult aus sich das Wunderschöne,
die Freude und den größten Spaß.
Und dabei wackeln ihre Fühler.
Ihr Haus, das pendelt hin und her.
Sie ist nicht Fortgeschritten
noch ein Schüler.
Doch Blues zu spielen ist nicht schwer.
Freiraum
Die Schnecke hat mir einst berichtet:
Natürliches wird vollgemüllt.
Es wird geklont. Es wird gezüchtet,
und jeder Freiraum aufgefüllt.
Das dürfte es weiß Gott nicht geben,
denn es ist Humbug, Tollerei.
Und ganz bestimmt in meinem Leben,
erschnecke ich die Schweinerei.
Ich zähle auf die jungen Leute,
die sind noch nicht so abgebrüht.
Und freuen sich – besonders heute,
weil Ringparks der Holunder blüht.
Neid
Die Schnecke hat sehr viele Neider.
Ihr Haus, ihr ständiger Begleiter,
das neiden viele Lebewesen.
Das ist, das war und ist gewesen.
Denn jeder ist halt gern daheim.
Die Schnecke kaut den Haferschleim,
da freut sich der gestresste Magen.
Das fördert schnell ihr Wohlbehagen.
Die Neider kann sie gut verstehen.
Sie ist entzückt vom Schneckenhaus.
Sie würde vor die Hunde gehen,
und alles Schöne – wäre aus.
Ein kleiner Spatz
Der kleine Spatz in Deiner Hand.
Kann leider nicht mehr fliegen.
Die Flügel sind total verbrannt,
und das wird ihn besiegen.
Er hadert mit dem Missgeschick.
Er ist bekümmert und er weint.
Und zwar in jedem Augenblick.
Selbst wenn die Sonne scheint.
„Ich bin doch keinen Euro wert,
und keinen Pfifferling!“
„Ich denke das ist grundverkehrt.
Halt deinen Schnabel oder sing.“
Bitte keinen Krieg
Die Schnecke trinkt ein dunkles Bier.
Natürlich aus der Dose.
Sie hat ihr eigenes Revier,
sie ist dagegen und dafür,
mit kurzer oder langer Hose.
Besonders in der Politik,
ereilt sie täglich das Geschick
zu denken statt zu handeln.
Um jeden Krieg –
in einen Frieden umzuwandeln.
Doch in der Tat,
daheim, privat,
will sie davon nichts wissen,
und schneckt zu ihrem Kuschelkissen.
Anverwandte
Die Schnecke schleimt mit Anverwandten
gemütlich durch ein Wiesenland.
Man grüßt natürlich die Bekannten.
(Doch niemand spricht von Dosenpfand.)
Es schleimt sich gut bei Nieselregen,
doch unerträglich ist der Frost,
auf allen Haupt- und Seitenwegen.
Und eisig weht der Wind: Nord-Ost.
Der Schnee von gestern ist nicht heute.
Denn gestern ist schon lange her.
Nur manchmal meinen kluge Leute:
„Ein Schneckenleben, das ist schwer.“
Tee
Die Schnecke tankt am liebsten Tee,
bei Sonne, Regen, Frost und Schnee,
im Morgenrot, bei Dämmerug.
Und auch bei einem Quantensprung.
Sie mischt den Tee mit Malz und Hopfen.
Und einem Quentchen Alkohol.
In Pfeifen kann man das nicht stopfen.
Die Schnecke fühlt sich pudelwohl.
Ein Tee belebt und ist beliebt.
Wie gut, dass es Teebüsche gibt.
Und käme er einmal verschwinden.
Man müßte ihn [erneut] erfinden.
Feurio
Die Schnecke spielt mit einer Kerze.
Und Nena singt im Radio.
Der Kommentator macht nur Scherze.
Die Kerze zeigt ihr Feurio.
Doch Wachs zerschmilzt in Feuerhänden.
Da wird das Lange langsam klein.
Und irgendwann wird es verenden.
Das wird in ferner Zukunft sein.
He Schnecke, spiel nicht mit dem Feuer.
Sonst steckst du noch den Wald in Brand.
Und das wird sicher
ungeheuer teuer.
Du hast den Globus in der Hand.
Gäste
Die Schnecke lädt sich Gäste ein.
Und wartet auf mit Dinner,
bei Kerzenlicht, Musik und Wein.
Sie ist nostalgisch und ein Spinner.
Zum Glück behält sie das für sich.
Das muss auch niemand wissen.
Das wäre wirklich fürchterlich,
sie wäre aufgeschmissen.
Denn keine Sau kommt dann vorbei,
und macht bei ihr `ne Schweinerei.
Sie müsste einsam leben.
Und jedes schleimen ging daneben.
Feldsalat
Die Schnecke frisst den Feldsalat.
Sie findet ihn besonders lecker.
Das ist wie ein Erfrischungsbad.
Verschieden sind halt die Geschmäcker.
Der eine schwört auf dies und das.
Ihr schmeckt am liebsten Sonne.
Ein andrer denkt an seinen Spaß
und an die Liebeswonne.
Beim Essen wird philosophiert.
Es sprudeln kleine Reden,
die selbst der Dümmste noch kapiert.
(Doch vor dem Essen sollst du beten.)
Der Feldsalat ist aufgespeist.
Dann kriecht sie schleimend weiter.
Sie ist mit Volldampf abgereist –
leider.
Nicht jeder Tag
Die Schnecke und ihr Wohlbefinden
sind nicht an jedem Sonntag gleich.
Die Gründe kann sie nicht ergründen.
Nicht jeder Tag – ein Himmelreich.
Mal geht es gut, mal läuft es besser.
Mal schwankt es hin, mal schwankt es her.
Und Wein gehört in holzgefasste Fässer
Dort reift er täglich etwas mehr.
Dein Wohlbehagen musst du finden.
Ob Schnecke oder Jedermann.
Du musst dich dann mit ihm verbinden:
im irgendwo, am irgendwann.
Kuscheldecke
Die Schnecke schleimt um eine Ecke.
Und hat in ihrem Schneckenhaus.
Natürlich eine Kuscheldecke,
denn abends geh’n die Lichter aus.
Auch alle Energieverfahren,
ob Holzscheit, Gas und auch den Strom.
Das ganze kann sie sich ersparen,
und auch die Wärme aus Atom.
Die Kuscheldecke: etwas dreckig.
schon ausgefranst, die Ränder speckig.
Die Schnecke hat sie dennoch gern.
(Und wäre das auch unmodern.)
schruppen
Die Schnecke schrubbt ihr Schneckenhaus,
von außen und von innen.
Doch niemand klatscht dazu Applaus.
Und schwer war das Beginnen.
Sie überlegte hin und her,
soll ich die Hütte putzen?
Gedanken flogen kreuz und quer,
und hatten ihren Nutzen.
Nun glänzt, was vorher staubig war,
der Eingang und die Wände,
der Boden und die Mini-Bar.
Das Putzen hat ein Ende.
Verzeihen
Die Schnecke hat in ihrem Leben.
Schon viel zu häufig nachgegeben.
Sie hasst die Eifersucht, den Streit.
Zum Kompromiss ist sie bereit.
Natürlich denken andre Schnecken,
die stets in sich den Streit entdecken
ganz anders – leider.
Doch das sind keine Wegbegleiter.
Sie mag die Sonne, wenn sie scheint.
Und ihre Tränen, wenn sie weint.
Natürlich auch den lieben Gott.
Trotz Sorgen und dem Alltagstrott.
Samt und Seide
Die Schnecke, die ist megageil.
So cool und bodenständig.
Und hat ein tolles Hinterteil.
Sie eilt nicht schnell, doch sie ist wendig.
Ich mag sie und auch ihren Freund.
Ich mag sie alle beide.
Und nur aus Freude wird geweint.
Ihr Leben: Samt und Seide.
Sie trinkt sehr gerne Gänsewein
aus einer Wasserpfütze.
Das ist so Brauch, so soll es sein.
Ich hoffe, dass ein Gott
sie lebenslang beschütze.
Fürchterlich
Die Schnecke hat ein Herz aus Stahl,
beim Frühstück und beim Mittagsmahl,
da denkt sie immer nur an sich
- echt fürchterlich.
Sie ist ein wahrer Egoist
der leider Gottes stets vergisst,
dass es auch andre Schnecken gibt.
Bei denen ist sie unbeliebt.
Ihr Herz ist wirklich knüppelhart.
Und wenn sie sich mit einem paart.
Dann pflegt sie nur die Ego-Triebe.
- niemals aus Liebe.
Alkohol
Die Schnecke riecht nach Schnaps und Bier.
Wer will es ihr verdenken.
Denn ihre Heimat, fern von hier.
Gedanken will sie dorthin lenken.
Jedoch im halben oder ganzen,
im säen, jäten und im pflanzen,
macht sie es, wie die Mutter tut.
Und das Ergebnis reift echt gut.
Sie möchte endlich wieder heim.
Dem Fremden ging sie auf den Leim.
Am liebsten würde sie verschwinden,
und ihre alte Heimat finden.
Unfug
Die Schnecke kann mit and’ren lachen,
und mit manch einem Pferde stehlen.
Da kannn man immer auf sie zählen.
Und jeden dummen Unfug machen.
Sie ist so einfühlsam, so nett,
so zart, so sanft, so unbeschwert.
Ich Glückspilz darf zu ihr ins Bett,
zur Künstlerin am Küchenherd.
Ich kann sie mit dem Herzen leiden,
tagsüber oder auch nachtunter.
Ich möchte niemals mit ihr streiten.
Und das betrachte ich – als Wunder.
Kleinkrieg und Kleinlichkeit
Die Schnecke und ihr Lebensstil,
sind schneckenlahm vom Start zum Ziel,
und äußerst ungewöhnlich.
Doch im Extremfall ganz persönlich.
Sie meidet Hader und den Streit.
Den Kleinkrieg und die Kleinlichkeit.
Und alle schrägen Sachen.
Da will sie auch nicht lachen.
Ihr Glaube, der ist absolut
und was sie macht und heimlich tut.
Das kann sie selber nicht ergründen.
Tagtäglich neue schwere Sünden.
Abgezockt
Die Schnecke sitzt bei Kerzenschein.
In einer Kneipe ganz allein.
Und hört die alten Lieder,
teils frech und teils sehr bieder.
Ihr Herz, das hält sie in der Hand.
(Verdammt noch mal der Dosenpfand
der ist doch Dünnschiss oder Sch...
die haben wirklich eine Meise.)
Die kleinen werden abgezockt.
Auch wenn dabei der Atem stockt.
So plant die Staatsregierung,
und das ist Irreführung.
Hinter Gittern
Die Schnecke hat ein Ding gedreht.
Nun sitzt sie hinter Gittern.
Es tut ihr leid, es ist zu spät.
Sie will die Freiheit wittern.
Vier Jahre, das ist knüppeldick.
Das muss sie nun verkraften.
Das ist ein hartes Mist-Geschick.
Und dafür muss sie haften.
Sie liest ein tausend Seitenbuch.
Der Titel lautet Bibel.
Und niemand kommt mal auf Besuch.
Das ist ein echtes Übel.
Sie liest im Buch vom lieben Gott,
und von Barmherzigkeiten.
Sie schneuzt dann in ihr Taschentuch.
Das läßt sich nicht vermeiden.
frühlingswetter
und über nacht ein frühlingswetter
das haben wir uns auch verdient
das ist ein wahrer lebensretter
und die gesichter gutgemient
die sonnenstrahlen voller charme
ob jung, ob alt, ob reich, ob arm
für alle ist es ein genuss
ach liebe sonne mach nicht schluss
okay ein kurzer nieselregen
das darf auch heutzutage sein
das finde ich auch nicht gemein
den pflanzen kommt er sehr gelegen
Am Tresen
Die Schnecke hockt auf einem Stuhl.
Der Stuhl gehört zum Tresen.
Sie fühlt sich stolz, sie macht auf cool.
(Wie alle Lebewesen ... )
Sie hört Gespräche, quatscht auch mit:
For ever young, for ever fit.
Sie passt in diese Kneipen-Landschaft
Natürlich schließt sie gleich Bekanntschaft.
fehler
wir haben alle unsre fehler
den einen köpft der alkohol
die höhen tauchen in die täler
die blume wird zu blumenkohl
wir haben alle unsre schwächen
doch viele sind auch liebenswert
nur selten werden sie sich rächen
denn manches ist auch grundverkehrt
wir sind halt alle nicht perfekt
und ganz bestimmt kein ideal
wir sind besudelt und befleckt
vielleicht wird das ganz anders
im nächsten leben mal.
Sich putzen
Die Biene reinigt ihre Flügel
und zwar mit ihren Beinen.
Sie thront auf einem Kleiderbügel,
sie ist mit sich im Reinen.
Sie lässt sich von den Blumen locken.
Von Azaleen, wenn sie blühen,
um dort den Nektar abzuzocken.
Sie ist sehr emsig im Bemühen.
An ihren Beinchen kleben Pollen.
Denn auch die Blumen sind gescheit.
Und ihre Blütenkelche brauchen,
stets Pollen –
für die Fruchhtbarkeit.
nur mut
mache was aus deinem leben
sonst hast du umsonst gelebt
ja du mensch so ist das eben
sei beflissen und bestrebt
lass den kummer nicht gewinnen
denke lieber mit dem herz
es gibt träume die zerrinnen
keine frage das bringt schmerz
sorge nicht und bleibe munter
heute geht die welt nicht unter
alles böse strebt vorbei
du bist ein mensch und vogel-frei
viel zu viele menschen jammern
über dies und über das
finde jemand zum umklammern
das bringt freude, sex und spaß
gönne dir die guten taten
bleibe freund dein lebenlang
manches ist uns wohl mistraten
aber niemals
vino, frauen und gesang
keinen sex
ich möchte keinen sex mit dir
mir reichen zärtlichkeiten
die schmecken besser als ein bier
ich kann dich wirklich sehr gut leiden
in meinem herzen ist noch platz
ich weiß nicht wieviel kilometer
du bist mein unschätzbarer schatz
das alles weiß bestimmt nicht jeder
Känguruh in Schweden
Ein Känguruh in Schweden
das wird sehr einsam sein.
Es lacht und weint mit sich allein.
Geschweige denn beim Beten
Wo sind nur alle die Bekannten.
Das Pussy auf das linke Ohr.
Das kommt in Schweden niemals vor.
so folgern liebenswerte Tanten.
Es gibt dort keine Kängu-ruhe.
Ich weiß, dass jeder dieses weiß.
Ob Jungspund oder alter Greis
Man kennt nur seine eig’nen Schuhe.
Für Vater
Du hast mich immer rausgeholt
aus allen Schwierigkeiten.
Zwar habe ich dich oft verkohlt.
Das war kein Grund zum Streiten.
Du bist mein Vorbild, mein Idol.
Und dafür sag ich danke.
Du bist mein Pinguin am Pol.
und auch mein Nacht Gedanke.
Und wie oft hab ich dich benutzt
im Egoisten Leben.
Ich war befleckt total beschmutzt.
Du hast mir Kraft gegeben.
Ich danke dir für jedes Wort.
Du hast mich überflutet
an einen unbekannten Ort.
Und eines Tages bist du fort.
Du bist doch meine Leitfigur
mein Vorbild, meine Schranke.
Und jedes Moll erklingt in Dur.
Und dafür sag ich: Danke.
Nicht alltäglich
Der Frühling war mal kurz im Winter
und tobte sich recht redlich aus.
Natürlich freuten sich die Kinder
Ein Iglu ist ein schönes Haus.
Sie tranken nur das beste Bier
und soffen um die Wette.
Wie immer war auch Putzi hier.
Und zerrte an der Kette.
Das war der erste Frühlingswind.
Mit allem was dazugehört.
Und glaube mir du kluges Kind.
Kein Mensch hat sich deshalb empört.
Das Schöne steckt in allen Dingen,
in jeder Pflanze, jedem Tier.
Wir müssen es zu Tage bringen.
Das sagt mir einfach mein Gespür.
außen häßlich, innen?
in einem wald da wohnt die hexe
sie ist so häßlich dass mir graut
ein maler pinselt ein paar kleckse
so dass sie etwas besser schaut
das häßliche ist nur ihr außen
doch auch die hexe hat ein herz
nur weniges trägt sie nach draußen
natürlich kennt sie seelenschmerz
die hexe ist doch gar nicht böse
ein schicksal hat sie halt ereilt
die aktien und die bank-erlöse
sind wie ein fächer aufgeteilt
was nun mit dieser „schönen“ hexe
ich hole sie aus ihrer sch ...
und habe keinerlei komplexe
und wünsche eine „gute reise“
vorhersage
du traum du sehnsucht du mein ziel
you give me five das ist ein spiel
vergesse mich vergiss mich nie
du neverending prophecy
du süße frucht im nachbargarten
du handgeflecht ich kann noch warten
und zwar bis kurz vor ewigkeit
du mein idol du zweisamkeit
du ideal du sensation
du liebeslied am telefon
du warme decke in der nacht
mein wunsch an dich gib auf dich acht
du heimatstadt du mein planet
du kindergarten früh und spät
du hahnenschrei du weltgetriebe
ich pfeife niemals auf die liebe
blume
du meine blume mein zuhaus
du bist mein weg mein weg voraus
ich kann dich wahrhaft sehr gut leiden
und dafür darf ich mich beneiden
du meine sehnsucht du mein ziel
du schneckenhaus mein lebensstil
komm nimm mich einfach wie ich bin
dann hat mein leben wieder sinn
du meine insel du mein hort
du herzgefühl bei jedem wort
du führst mich in die seligkeit
und glaube mir -
ich bin dazu bereit
nazis
hirnlos blöd und arrogant
sind die nazis hier im land
was sie möchten das ist klar
wir kennen es vom letzten jahr
ständig grölen sie parolen
laut und heftig unverhohlen
staubt es durch das stadtrevier
wir sind deutsche und nur wir
sie hassen alle aus dem ausland
die gründen meistens keinen hausstand
dann wird die family ein todesfeind
der himmel weint
Bunte Mischung
Adel, Kippen, Apfeltee
eine bunte Mischung.
Nudeln, Hühnerfrikasse
unsere Erfrischung
Worte über dies und das
nette Freundlichkeiten.
In F-Dur erklingt der Bass,
Sicher schmeckt das beiden.
Rock and Roll ist nicht gefragt.
Wir sind nicht die Jüngsten.
Und ich meine: ungefragt.
Ostern kommt vor Pfingsten.
Fahrrad, Bier und Diskothek.
Küsschen auf die Wange.
Und das Ziel ist schon der Weg
mir ist gar nicht bange.
zungenkuss
wie herrlich ist ein zungenkuss
ich kann es nicht beschreiben
und daraus ziehe ich den schluss
ich lass es einfach bleiben.
platonisch ist die beste liebe
denn sie bedingt den schönsten traum
das stört auch nicht das weltgetriebe
das geht durch zeit, geduld und raum
ich möchte endlich wieder wissen
wie ist das zungenküssen
und wie schmeckt mir das gefühl
ach lasse dich von mir mal küssen
und bitte sei dabei nicht kühl
nun mal langsam
nur die ruhe nicht verrückt
ganz egal was dich bedrückt
nur ganz langsam nur gemach
jesus sagt kommt folgt mir nach
betrachte eine schneckenspur
was mich erfreut ist die natur
sie macht uns leise und auch still
inshallah wie gott es will
Fundstück
ich habe heute dich gefunden
darüber bin ich wirklich froh
wir kennen uns seit ein paar stunden
vom hier und jetzt im irgendwo
ich bin entzückt von deinen augen
die machen heiter und beschwingt
du wirst die liebe aus mir saugen
und fühle dass es segen bringt
ade mein glück wir müssen scheiden
so ist das leben c’est la vie
ich konnte dich schon immer leiden
besonders deine harmonie
gezecht
wir haben aus dem krug getrunken
dazu gelacht, dazu gescherzt
kein kellner hat uns abgewunken
und niemand wurde angeschwärzt
wir tauchten auch in unsre stille
kein wort war bös gemeint
und das ist auch des gottes wille
sein sein hat uns vereint
um viere war dann letztlich schluss
zum abschied einen freundschaftskuss
so ist das leben kinder
wir überleben harte winter
denke
denke mit dem herzen
und bitte nicht mit dem verstand
und öffne deine schmerzen
und nimm sie in die hand
doch lass die leute reden
vielleicht sind sie im recht
vergesse nicht zu beten
das wäre äußerst schlecht
dem lieben gott vertraue
lang war mein weg dorthin
betrachte, sehe, schaue
denn Gott ist mehr als medizin
eine meise
jeder hat doch eine meise
der eine hier der andre dort
da kriegst du keine sonderpreise
und keinen platz im kinderhort
wir lassen die gedanken kreisen
auf eigne art auf eigne weisen
das gilt für die vergangenheit
doch auch die zukunft macht sich breit
angebote kuschelpreise
überlistet meine meise
reiche bitte mir die hand
abgebrannt ist abgebrannt
psychisch
es geht uns gut
wir haben schwein
das wünsch ich dir
und allgemein
und allen
psychisch kranken
dem himmel musst
du danken
und keiner ist
doch unbegabt
schwein gehabt
3..
Einsam
Einsam sind die Einzelteile.
Einsam späht der Augenblick.
Einsam lebt die Langeweile
und der schmale Pfad zum Glück.
Einsam rinnen Sonntagsstunden.
Einsam ruft der steile Berg.
Einsam ist man ungebunden.
Verspürt sogar der Gartenzwerg.
Einsam schläft die Grabesruhe.
Einsam wächst das Blatt am Baum.
Einsam - die möblierte Truhe
im gepflegten Nebenraum.
Einsam strömen die Gezeiten.
Einsam - Ebbe oder Flut.
Zweisamkeit ist zu beneiden.
Denn du fühlst dich dabei gut.
3..
Nicht vom Fleck
Wir treten auf der Stelle,
und kommen nicht vom Fleck.
Für diese Sonderfälle
hilft auch kein Marschgepäck.
Wir kommen nicht mehr weiter,
und drehen uns im Kreis.
Und langsam laufen - leider -
auch unsre Füße heiß.
Wir kämpfen hart dagegen.
Die erste Träne rinnt.
Wir fragen uns weswegen.
Die Antwort kennt der Wind.
a
Mutters 75. Geburtstag
Du fragst vielleicht, was wird noch werden?
In dieser und in nächster Zeit.
Ich wünsche: keinerlei Beschwerden,
und Arbeit und Beschaulichkeiit.
Den Vater wirst Du Autofahren-lehren.
Und immer wissen, ob er 75 fährt.
Und tut er's nicht - in allen Ehren
wird er von Dir dazu bekehrt.
Die Bohnen wachsen und die Kirschen reifen.
Die Leiter steht leicht schräg an einem Ast.
Du wirst für viele Münder danach greifen.
Doch Vorsicht! Und hübsch aufgepasst.
Du wirst auf alle Obacht geben.
wirst für sie da sein Tag und Nacht.
Du wirst nichts ändern, so ist halt das Leben.
Mein Wunsch an Dich: gib auf Dich acht !!!
3..
Endlich
Ein Blatt fällt auf den Boden.
Und jubelt: Endlich frei!
Es träumt von San Franzisco
von Hongkong und Hawai.
Natürlich auch vom Prater
vom Kiez in Westberlin.
Dann welkt es träumend sinnend,
ganz langsam vor sich hin.
3..
Urlaub
Olivenfeld und Kieselstrand.
Das Himmelblau senkt sich ins Meer.
Ein Pinienhain am Uferrand.
Ein Segelboot kreuzt hin und her.
Der Fels hält allen Wellen stand.
Die Sonne stichelt und sie sticht.
Die Nase macht auf Sonnenbrand.
Was sie sich wohl davon verspricht?
Das Radlerglück ist ausgeprägt.-
Man minigolft und tennist Ball.
Wer Luftmatratzen mit sich trägt.
Ist ganz bestimmt kein Sonderfall.
Ein Kauderwelsch aus Ost und West.
Und jeder hält es für normal.
Ich glaube wirklich felsenfest.
Das Glück ist international.
3..
Ameisen
Die meisen vorne noch mit A
sind wirklich flink und fleißig.
Und kaum ist eine von ihr da,
da sind es auch schon dreißig.
Sie regeln immer den Transport
von Blattläusen und Kernen.
Gesprochen wird dabei kein Wort.
Man kann von ihnen lernen.
Und jeder Haufen ist ein Staat
mit Regeln und Gesetzen.
Man schützt sie oft mit Maschendraht.
Kein Mensch soll sie verletzen.
Verwechseln darf man aber nie:
die A- mit and‘ren Meisen.
Weil ohne Gnade wollen sie,
diejenigen verspeisen.
Braungezöpft
Braungezöpfte Haare,
schlank ist die Figur,
höchstens zwanzig Jahre
schön wie die Natur.
Wunderhübsch beschaulich,
Augen dunkelbraun,
feminin und fraulich,
herrlich anzuschau'n.
Fremd und ungewöhnlich
dieser Augenblick,
brüderlich, versöhnlich,
unverhofftes Glück.
3..
Biomüll
Im Hafen krächzen alle Möwen
nach Biomüll und Fischabfall.
Sie kämpfen dabei wie die Löwen.
Die Starken kommen an den Ball.
Da wird gezedert und gemeutert
und möwenmäßig lamentiert.
Die Seele wird dadurch geläutert,
denn Fisch wird meeresfrisch serviert.
Die Jungen und die lahmen Alten
bekommen dabei Appetit.
Den Hunger werden sie behalten.
Die Möwenmeute macht nicht mit.
Umsonst das Schnuppern an der Beute.
Umsonst der reich gedeckte Tisch.
Natürlich gilt das nur für heute.
Und morgen gibt es frischen Fisch.
Wer lieblos auf den andern pfeift,
das ist ein Mensch,
der sich im Ton vergreift.
3..
makaber:
Wenn jemand ins Gras beißt,
dann kann man traurig werden.
Es sei denn,
es war ein Rindvieh.
3..
Tausendfüßler
Der Tausendfüßler trägt Sandalen.
Die Krankenkasse gibt das Geld.
Er leidet nämlich Höllenqualen,
wenn ihm ein Stein den Weg verstellt.
Am Abend reibt er seine Füße
mit Geh-wohl und mit Salben ein.
Dabei denkt er an seine Süße,
ein Grund für ihn zum glücklich-sein.
Und jeder Fuß ist ungewöhnlich,
und ständig sind sie in Betrieb.
Er kennt sie alle höchst persönlich.
Natürlich hat er jeden lieb.
Doch eines macht ihn oft verdrießlich.
sagt er zu Käfern: "Gott zum Gruß!"
Denn wie du weißt - so ist das schließlich -
hebt er dann tausendmal den Fuß.
1
Noch immer wackelt der Hund mit dem Schwanz.
Und nicht umgekehrt.
Obwohl ein Versuch
wäre die Sache wert.
3..
Sie sagten: Das sei nicht gestattet
und polizeilich nicht erlaubt.
(Mal unter uns:)
Ich habe ihnen nicht geglaubt.
Im Kiefernhain
Es blüht ein blaues Blümelein
im schattenreichen Kiefernhain.
Bei Sonne wird sie nämlich krank.
Sie sagt den Kiefern: Vielen Dank.
Es lebt sich gut im Schattenreich.
Die Sonne ist ihr völlig gleich.
sie fühlt sich wunderbar - nicht mies.
Und denkt sie sei im Paradies.
Das Glücksgefühl ist hochgeschraubt
und träumt sich höher als erlaubt.
Noch zeigt sie sich voll ausgeschmückt,
bevor ein Unmensch sie dann pflückt.
1
Die dicke Hummel
Die wohlbeleibte dicke Hummel
fliegt gerne auf Zigarrenstummel.
Sie liebt besonders seine Asche.
und hätte sie nur eine Tasche.
Sie hätte alles eingepackt.
Doch sie ist leider splitternackt.
Genusslos sind die Filterkippen,
ein Fehler ist, daran zu nippen.
Sie stinken nämlich wie die Pest.
Das stellt die Hummel sachlich fest.
Gipfelstürmer
Ich will mit dir den höchsten Gipfel stürmen
und Obacht geben ob die Leidenschaft
auch Hindernisse, die sich steil auftürmen,
bewältigt werden durch die Liebeskraft.
Ich will mit dir den Wüstensand durchqueren
mit Wasser und Kamelen gut bestückt.
Wird sich das Wasser bis zur Neige leeren,
dann hoffe ich, ich werde nicht verrückt.
Ich will mit dir durch sieben Meere segeln.
Und gegen Kentern sind wir stets immun.
Ich möchte dir nach Kunst und allen Regeln
nur schönes und das allerbeste tun.
Ich möchte mit dir alle Tage leben
bei Meeresbrise oder steifem Wind.
Du sagst: Das kannst du keinesfalls mir geben,
weil wir im Herzen grundverschieden sind.
3..
Im Mittelmeer
Im Mittelmeer strömt eine Welle,
die möchte einmal auf die schnelle
an einer Felsenküste baden.
Sie fürchtet nur die Seepiraten.
Gecheckt, geprüft und abgeklärt,
die Welle rudert, schwimmt und fährt,
mit Volldampf auf die Küste zu.
Ein Fels lädt ein zum Rendez-vous.
Die Welle ist im Element
und hisst die Gischt bei ihrer Landung.
und meint - auch wenn die Sonne brennt.
Du bist mein Fels und ich die Brandung.
1
Sie ist dafür, er ist dagegen.
Du fragst Warum? du fragst Weswegen?
Die Antwort ist doch sonnenklar.
Sie sind ein eingespieltes Paar.
Manche geben auf eine ungestellte Frage
eine ausführliche Antwort.
Eine Ölkatatstrophe:
Das Meer geht den Bach hinunter.
1
Der Salamander
Es lebt am Meer ein Salamander,
der ruht sich aus im Sonnenschein.
Er steht nicht sehr auf Oleander,
er liebt das warme Felsgestein.
Natürlich kennt er alle Lücken,
sogar den kleinsten Mauerspalt.
Und kann sich immer schnell verdrücken.
Und jede Fangwut läßt ihn kalt.
Seit altersher hat er Verwandte.
Er duzt z. B. das Krokodil.
Denn beide sind ja Ur-Bekannte.
Und beide nennen sich Reptil.
a
Folklore
Zum Abendessen noch Folklore
ein milder Cocktail wird gereicht.
Da wird sogar der Hannelore
die schwere Zunge federleicht.
Gitarren, Geigen und Gesang
aus fremdländischen Lauten.
Man klatscht zu diesem Zauberklang.
Auch wenn die Zähne kauten.
Nun macht die Gruppe leider Schluss.
Die Kunst ist gut geraten.
Uns aber bleibt noch der Genuss
von zartem Lamm - gebraten.
Finderlohn
Mann und Frau - noch ungebunden
haben sich am Meer gefunden.
Beide haben was davon.
Denn es winkt ein Finderlohn.
Das erhöht die Urlaubskasse,
beide denken: einfach Klasse.
Es erhöht den Urlaubsreiz.
Außerdem: was soll der Geiz.
Turtelnd schwimmen sie zusammen,
ganz egal woher sie stammen.
Sie hat Liebreiz, er hat Schwung.
Grenzenlos Begeisterung.
Anschriften sind auszutauschen,
während Bäume leise rauschen.
Ein Baum: ein Schatten von sich selbst.
Man schmiedet keine Fluchtgedanken,
denn dieses Land kennt keine Schranken.
3..
Im Hafen
Wenn abends die Touristen schlafen,
wird alles doppelt einfach gut.
Dann spürt das Mauerstück im Hafen
zum einen Ebbe, dann die Flut.
Zwar sind im Mittelmeer Gezeiten
nur märchenhaft und unscheinbar.
Der Vollmond wird die Nacht begleiten,
und er behauptet: es sei wahr.
Natürlich zweifeln die Touristen,
das ärgert stark den Mann im Mond.
Und er beschimpft die Realisten.
Sein Zorn ist völlig ungewohnt.
Er möchte sich darüber streiten
und fühlt sich dabei gar nicht schlecht.
Zwar sind im Mittelmeer Gezeiten
nur sehr gering - doch dennoch echt.
ungelegte Eier -
sind kein Grund für eine Feier.
Die Möwen krächzen hier kroatisch.
Das finde ich nicht unsympathisch.
Denn schließlich ist der Felsenstrand -
ihr Heimatland.
1
Nur in festgelegten Fällen,
dürfen Hunde lautstark bellen.
Andernfalls schimpft die Empörung.
"Halt die Schnauze! Ruhestörung!"
Auf einer Luftmatratze
liegt eine Schmusekatze.
Sie will dem Publikum gefallen.
Und feilt als erstes ihre Krallen.
Der kleine Finger wird vergessen.
Noch ist sie kurz auf Luft gesessen.
Sie ist enttäuscht nach allen Strichen.
Denn plötzlch ist die Luft entwichen.
1
Ein Bordstein ist kurz aufgewacht.
"Wo bin ich hier?" hat er gedacht.
Der Gehsteig sagt ihm seine Meinung:
Du bist nur eine Randerscheinung.
A: Was ist das höchste Glück auf Erden.
B: Zufrieden sein - zufrieden werden.
Im Prinzip kannst du auf Erden
jeden Tag nur älter werden.
Ein Mensch betrachtet sich genauer
und er stellt fest nach kurzer Dauer.
Vergleicht er sich mit Jedermann,
dann ist er so wie alle dran.
3..
Der Ahorn
Dem Ahorn wird es jetzt zu bunt.
Am Boden liegen welke Blätter.
"Wer war denn das, zum Donnerwetter?!"
Der Herbst ist da. Das ist der Grund.
Vor Sonnenhunger wird man krank.
Die Sonne sitzt auf Nebelbänken.
Das ist doch fast nicht auszudenken.
Doch manchmal scheint sie. Gott sei Dank.
Am frühen Morgen: Bodenfrost.
Und Pflanzen, die im Freien wohnen,
jedoch auch die auf den Balkonen,
die brauchen dringend Krankenkost.
Dem Ahorn wird es jetzt zu bunt.
Er zeigt die stolze Kriegsbemalung.
Verwelktes nimmt der Herbst in Zahlung.
Am Boden stapelt er den Fund.
Verwurzeltes
Wo die Muschel kalkt
und das Fachwerk balkt.
Wo die Reben franken
und die Pegel schwanken.
Wo der Rebstock bergt
und ein Schoppen stärkt.
Wo der Main nicht mein ist
und ein Oechsle Wein misst.
Wo der Dialekd
teutsche Lehrer schreckd.
Wo sich De und Te vermischen
und sich hart und weich verwischen.
Wo die Karls sich burgt
und der Garten gurkt.
Wo die Sau sich purzelt.
Dort bin ich verwurzelt.
3..
Der Gockel
Schneckenlahm und mit Geduld
stolzt der Hahn zum Rednerpult,
um den Hennen zu erklären.
Was sie ohne ihn wohl wären.
„Keiner weckt den Hühnerstall,
krähte ich nicht überall!“
Doch ein jedes Suppenhuhn
hat wohl anderes zu tun.
Denn der aufgeblähte Gockel.
Haut sie wirklich nicht vom Sockel.
Und der worteslanger Rede
lauschen höchstens Blumenbeete.
Hennen sind für solches taub.
Lieber scharren sie im Staub.
Oder legen ihre Eier:
für die nächste Osterfeier.
3..
Die wohlverdiente Rente
Die Arbeit ruht in ein paar Tagen.
Ein Stuhl im Amt bleibt unbesetzt.
Nun ist es Zeit „Ade“ zu sagen.
Symbolisch sagen wir es jetzt.
Sie waren immer freundlich, heiter
und liebenswert und hilfsbereit.
Und diese Tugenden sind leider
nicht eine Selbstverständlichkeit.
Kein Mahnbescheid ist mehr zu schreiben.
Sogar die ganze KSR
kann Ihnen bald gestohlen bleiben.
Bald sind Sie stets „Ihr eigner Herr“.
Ein Anfang folgt nach jedem Ende.
Wir wünschen alle bleib gesund.
Genießen Sie die wohlverdiente Rente.
Sie haben dazu allen Grund.
3..
Zum Geburtstag
Gesundheit, Glück und langes Leben. Und dass Du dennoch schnell vergisst, dass Du nun ein Jahr älter bist.
(Die Zeit vergeht. So ist das eben.)
Ich wünsche: Frohsinn, Frieden, Freude.
Und dass Dir Gott den Segen gibt.
im Hier und Jetzt und auch im Heute.
(Und dass er dieses nicht verschiebt.)
Du erntest heute nette Worte.
Das findest Du sehr angenehm
Genauso wie die Sachertorte.
(Im Magen liegt sie dann bequem.)
Lass hoch die Bernsteingläser klingen.
Ein Schlückchen Sekt, beschwingt und schmeckt.
Ein "Happy Birthday" ist zu singen.
(Und Dein Geburtstag ist perfekt.)
das leben lieben
und
die liebe leben
1
Nachwuchs
Ein Wunder hat die Welt erblickt.
Die Augen sind vom Vater.
Gerade ist es eingenickt.
Und nachts macht es Theater.
Die Umwelt gratuliert und gafft.
Das Baby träumt im Bett.
Das Schreien wird bald abgeschafft.
So schreibt das Intranet.
Die E-mails und die Bundespost
sind wunsch- und glückbeladen.
Und jeder weiß: Logis und Kost
führt nicht zu einem Schaden.
Die Freude lacht beseelt und pur.
Die IuK freut sich auch sehr.
Das Kind: ein Glücksfall der Natur.
Da strahlt sogar der "Große Bä(h)r".
3..
Der Baum
Der Baum lacht sich im Frühling Äste.
Ein Grund dafür ist nicht bekannt.
Auf blätterlosen Zweigen, Gäste,
erst zugereist aus fernem Land.
Und die „Touristen“ singen, pfeifen,
besonders wenn der Tag erwacht.
Sie zwitschern laut mit Herzergreifen –
was Herzen einfach fröhlich macht.
Jedoch, wenn es am Abend dämmert
verstummt die Stimme und Ihr Lied.
Und auch der Specht, der sonst nur hämmert,
macht Pause, weil er „Fernseh“ sieht.
Der Baum lacht sich im Frühling Äste
und seine Knospen werden prall.
Das ist vom Jahr das Allerbeste.
Ein sogenannter „Sonderfall“.
Ein Büschel Gras
Ein Büschel Gras am Wegesrand
reicht keiner Büffelherde.
Es grast so schön und so charmant.
Und dennoch bleibt es auf der Erde.
Der Rasenmäher ist sein Feind.
Das Gras kennt ihn schon lange.
Wie oft hat es deshalb geweint.
Und ihm ist vor ihm bange.
Elektrisch wird der Haaresschnitt
mit Messern abgesäbelt.
Das macht es vierteljährlich mit,
dann ist es stark umnebelt.
Es würde gern – wie Gott es mag –
nach allen Seiten wachsen.
Und irgendwann an einem Tag,
da wäre es in Sachsen.
Das Lama
Das auf- und hochgereckte Lama
lebt nicht in Bayern und Tirol.
Es hasst den Streit und Ehedrama.
Und fühlt sich lieber pudelwohl.
Es trabt auf Bergen in den Anden.
Vor Kälte schützt sein braunes Fell.
Ich hörte neulich von Bekannten
wie es dort wohnt – sensationell!
Als Haustier wäre wohl ein Lama
ein Unsinn und nicht artgerecht.
Es trägt auch keinen Nachtpyjama
und dennoch schläft es gar nicht schlecht.
3..
Der erste Frühling im dritten Jahrtausend
Und du erlebst ein blaues Wunder,
wenn morgens früh der Wecker schellt.
Der Tag geht auf, die Nacht geht unter
auf Wiesen, Wäldern, Flur und Feld.
Die Sonnenstrahlen streicheln, wärmen.
Der Hund darf länger Gassi geh´n.
Und dabei kommen wir ins Schwärmen.
Der Frühlingsanfang – traumhaft schön.
Und du erlebst ein blaues Wunder,
die Schleierwolken, die es gibt.
die spiegeln sich im Bach darunter.
„He Frühling“, du bist sehr beliebt.
3..
Weiter
Es geht wie immer weiter
und keinen Schritt zurück.
und man beträgt sich heiter
und weiter geht´s ein Stück.
Man kann sich gar nichts raten.
Das Maul hält Affen feil.
Vielleicht geht man bald baden.
Und denkt sich seinen Teil.
Es geht wie immer weiter.
Die „Hasen“ laufen quer
und zick-zack – das ist leider
ein wirkliches Malheur.
3..
Liebes neues Erdenkind
Du bist das neue Glück auf Erden,
das ist uns augenblicklich klar.
Mit Dir wird alles anders werden
und anders sein, als wie es war.
Du wirst die Nacht zum Tag gestalten.
Dein Rhythmus prägt sich in uns ein.
Wir werden immer zu Dir halten.
Bei Regen, Wind und Sonnenschein.
Nun schleichen wir auf leisen Sohlen
zu Dir. Dein Daumen steckt im Mund.
Den „Schnuller“ wird die Zeit Dir holen.
Doch heute fehlt dazu ein Grund.
Du bist das neue Glück auf Erden.
Und wohnst mit uns im dritten Stock.
Du machst Grimassen und Gebärden.
Dein Stammbaum heißt: Familie Hock.
3..
Neuer Lebensabschnitt
Nun nimmt das Leben seinen Lauf.
Es wird erst bunt, dann immer bunter.
Mein Wunsch an Dich: Gib niemals auf.
Und Du erlebst die schönsten Wunder.
Was schwarz erscheint, strahlt bald schon bunt.
Dann lächeln die Erinnerungen.
Zum Traurigsein besteht kein Grund.
So vieles ist Dir schon gelungen.
Sei liebevoll, wenn jemand weint.
Das Wetter ist nicht immer heiter.
Die Eltern sind ein „guter Freund“
und sind Dein ständiger Begleiter.
Beharrlich sei Dein Weg zum Ziel.
Betrachte Bäume, Blätter, Blüten.
Das Leben ist ein Kinderspiel.
Der liebe Gott wird Dich behüten.
3..
Das Eine
Im Grunde wünschen wir das eine,
bei Tag, bei Nacht zu jederzeit.
Sogar der Dackel an der Leine
kläfft lieber mit Zufriedenheit.
Was auch geschieht, es mag geschehen.
Nur manches macht uns tränenblind.
Doch wenn wir einen Ausweg sehen:
ein Lichtblick, der uns fröhlich stimmt.
Wir pfeifen auf die schlechten Tage.
Das hält uns Hoch, da schrumpft das Tief.
Und eines steht wohl außer Frage,
nicht ewig hängt ein Leben schief.
Im Grunde wünschen wir das eine,
und zwar in jedem Augenblick-
Wir kämen gern mit uns ins Reine
und fänden Trost im kleinen Glück
Zum Siebzigsten für Tante Agnes
Nun bist Du SIEBZIG Jahre jung.
Sei glücklich, froh und heiter.
Bewahre Dir: Elan und Schwung
denn damit geht es weiter.
Bleib Deinen Träumen immer treu.
Ob Frühling, Herbst, ob Winter.
Tagtäglich wirst Du jung und neu
durch Deine netten Kinder.
Ich zöge gern vor Dir den Hut.
(Ich habe aber keinen.)
Doch was Du machst ist einfach gut.
Du bist mit Dir im Reinen.
...
Das weitere ergibt sich.
Doch heute ist Dein Tag.
Mein Glückwunsch: Du bist siebzig.
(Ein Neffe der Dich mag.)
3..
Jene Frau
Ein unbeschreibbar schöner Blick –
ein Augenblick von jener Frau.
Ein atemloser Hauch vom Glück.
(Das trifft den Punkt genau.)
Benommen, fest in ihrem Bann
und wie hypnotisiert.
Ich wüßte gerne wo und wann
das wieder mal passiert.
Ich trank gerade ein Glas Bier.
Da hat es mich erwischt.
Auf einmal stand ich neben mir
und völlig aufgemischt.
Berauscht von ihr, berauscht vom Bier.
Ich weiß es nicht genau.
Doch gerne sähe ich vor mir:
die Augen jener Frau.
3..
Dich gern haben
Du bist mein Glück, ich hab Dich gern
und zwar an jedem Tag.
Dir wehzutun, das liegt mir fern,
weil ich Dich herzlich mag.
Und bin ich mal ein Trampeltier.
Pardon, das tut mir leid.
Dann bitt‘ ich Dich: verzeihe mir
in aller Offenheit.
Was wäre ich denn ohne Dich:
ein welkes Blatt im Sturm,
entwurzelt, einsam, jämmerlich
und wie im Kerkerturm.
Mein Herz hat zu Dir „ja“ gesagt,
was immer auch geschieht.
Und funkt, wenn früh der Morgen tagt
an Dich ein Liebeslied.
3..
Post
Keine Post von einem Jemand
und von keiner Jemandin.
Und ich stelle mir die Frage:
Hat das Leben einen Sinn?
Kein Gebimmel an der Haustür.
Kein ring-ring vom Telefon.
Keine Message auf dem Handy.
Nur die Kneipe wartet schon.
Doch auch dort kein Mensch zum plaudern.
Jeder ist in sich gekehrt.
Pumpt sich Alk in seinen Magen.
Ist das wirklich lebenswert?
Kein „Grüß Gott“, kein „Guten Morgen“.
Eine Katze, die sich schleicht.
Ganz allein mit meinen Sorgen.
Doch das ändert sich – (vielleicht).
Das neue Jahr
Das neue Jahr soll Dich beschenken
mit Allem was Dir wichtig ist.
An traumhaft Schönes sollst Du denken,
so dass Du stets zufrieden bist.
Das neue Jahr soll Dich bescheren
mit Heiterkeit, Humor und Glück.
Und jede Stunde soll Dich lehren,
was wirklich zählt – der Augenblick.
Das neue Jahr soll Dich verwöhnen
mit blauen Veilchen, Löwenzahn,
mit Blüten, die die Welt verschönen
im nahen Stadtpark nebenan.
Doch nervt Dich mal ein Hagelschauer
und macht sich auch noch in Dir breit,
dann sei es nur für kurze Dauer
und nicht für eine Ewigkeit.
1
Obacht geben
Mein Wunsch an Dich: Gib auf Dich acht.
Und sei mit Dir im Reinen.
Tagaus, tagein – selbst in der Nacht.
Und bitte: niemals weinen.
Sei gut zu andern und zu Dir.
Und fünf ist oft gerade.
Lass jeden Kummer vor der Tür
sonst wird es „jammer“schade.
Dein Traum er werde Wirklichkeit,
dann steht die Welt Dir offen.
Kein Ziel zu fern, kein Weg zu weit.
- Vergesse nicht zu hoffen.
3..
Auf den Frühling warten
Der Frühling lässt noch auf sich warten.
Vereinzelt tanzt und flockt der Schnee.
Die Palmen steh´n im Wintergarten
und fühlen sich rundum okay.
Ein kalter Wind aus fernem Norden
mit Schneegestöber Frost und Eis.
Da bleiben viele Blumensorten
im Untergrund – wie jeder weiß.
Was wird, was naht – so wird empfohlen –
geschieht ganz langsam über Nacht
auf sogenannten leisen Sohlen
und schenkt uns eine Blumenpracht.
3..
In deiner Hand
Du hast mir einst Dein Wort gegeben. Und dabei habe ich gedacht: Ich will mit Dir zusammenleben tagaus, tagein und in der Nacht. So viele schöne Augenblicke im irgendwo und hier im Land. Ganz selten ein paar Missgeschicke. Mein Herz ist ganz in Deiner Hand. Mit Dir die Jahre zu genießen, das war und ist echt wunderbar. Sehr häufig hast Du mir bewiesen: Du bist mein Alles - das ist klar. Dein Ja zu mir, das hat gehalten. Und heute ist ein "Feier"-Tag. Den sollten wir schön ausgestalten, weil ich Dich un-un-endlich mag.
1
Bleibe cool - keine Gewalt
Das Bistro ist gerammelt voll.
Besetzt ist jeder Kneipenstuhl.
Das finde ich: ja echt nicht toll.
Da hilft mein Motto: Bleibe cool.
Und dennoch fühle ich mich schlecht.
Das ändert sich. - Ich hoffe bald.
Ein Fausthieb führt zu keinem Recht,
und er entfacht nur die Gewalt.
So viele Typen: bärenstark.
Und dennoch krank in ihrem Herz.
Doch das ist out, so wie die Mark.
Was abgeht ist ein übler Scherz.
An einem Bach, an einem Fluss,
im Hallenbad, am Swimmingpool,
unter dem Baum der Haselnuss,
zählt immer eins: KEEP COOL.
1
Für I.b.
Ich habe mich in Dich verknallt.
Ich muss es eingestehen.
Du bist zwar fünfzig Jahre alt,
doch traumhaft anzusehen.
Du bist in mir auf Schritt und Tritt.
Und ich bin zu beneiden.
Wohin ich geh, da gehst Du mit –
sogar in schlechten Zeiten.
Ein Wort beschreibt nicht ein Gefühl.
Kein Mensch hat es beschrieben.
Zwar forschen Forscher furchtbar viel.
Es fehlt: Die Kunst zu lieben.
Ich habe mich in Dich verschaut.
Und kann es selbst nicht fassen.
Was einmal „in“ war, das ist „out“.
Du würdest zu mir passen.
Zum Fünfzigsten „Happy“-Birthday
Die Vierziger sind überschritten.
Ich hoffe sehr, das läßt dich kalt.
Da hilft kein Flehen, Beten, Bitten.
Nun bist Du Fünfzig Jahre alt.
Wir alle wünschen Dir das Beste,
Gesundheit, Frohsinn und viel Glück.
Und immer eine weiße Weste.
Und zwar in jedem Augenblick.
Was Du Dir wünscht, das soll geschehen.
Und redet jemand dummes Blech,
dann lasse es vorüber gehen.
Im Notfall aber: werde frech.
Erhalte Deine Lebensfreude.
Denn wenn Du Dich davon entfernst,
dann wirst Du nur des Wahnsinns Beute
und „Happy“ sein, wird tierisch Ernst.
1
Am Tresen
Wir sitzen voll entspannt am Tresen
und trinken ganz gemütlich Bier.
Das war auch früher so gewesen.
Kein Zweifel: Es gefällt uns hier.
Der eine liest, ein andrer gackert
was heute in der Main-Pest steht.
Die Kerze auf dem Tresen flackert,
bis sie entflammt zu Ende geht.
Wir wissen nicht, wie lang wir bleiben.
Das steht in irgendeinem Stern,
der wird uns auch die Rechnung schreiben
per Satelit. Das ist modern.
Wir schweben wie auf Wolke sieben.
Und Bier trägt seinen Teil dazu.
Das ist ein Stoff, den alle lieben.
Mein Nachbar heißt ganz einfach DU.
Für Mama zum 77ten Geburtstag
Zum Geburtstag: Glück und Segen
Was Du Dir wünscht, das werde wahr.
Auf Straßen und auf Seitenwegen
in diesem und im nächsten Jahr
Zum Geburtstag: eine Torte
mit Wunderkerzen reich verziert.
und dazu angenehme Worte,
wenn irgendjemand gratuliert.
Zum Geburtstag: eine Karte
von Tochter, Sohn und Sohn und Sohn.
Und ich erhoffe und erwarte:
es klingelt auch das Telefon.
Zum Geburtstag: viele Grüße
aus Wiesenfeld, aus nah und fern.
Sei ohne Sorge und genieße
ein halbes Bier –
das magst Du doch so gern.
1
Du
Du bist das höchste der Gefühle.
Ein Steppengras im Wüstenwind.
Besonders in der Abendkühle,
wird jeder Greis ein kleines Kind.
Du bist das Schönste –
und in Gedanken
machst Du Dich x-fach in mir breit.
Kein Grund mit dir zu zanken.
Allgemeine Freundlichkeit.
Du bist mein Glücksgriff, mein Zuhause
Das tut so gut.
Und niemand spuckt mir in die Suppe
und niemand zieht vor mir den Hut.
Bei jedem Einfall
ein Reinfall.
3..
Dein Hund
Dein Hund – das ist Dein bester Freund,
Dein ständiger Begleiter.
Auch wenn er ab und zu mal streunt.
Er stimmt Dich immer heiter.
Er hält zu Dir, egal was sei
und wird Dich stets beschützen.
Er nimmt nie Urlaub, nimmt nie frei.
Und tappst durch alle Pfützen.
Die Katze ist sein Todesfeind.
Er führt ein Hundeleben.
Der mit Dir lacht. Der mit Dir weint.
So ist sein Leben eben.
Dein Hund ist leider Phantasie
und kläfft in Deinen Träumen.
Und manches, das erfüllt sich nie.
Es gilt: Geträumtes aufzuräumen.
3..
Für Max – den neuen Mittelpunkt.
Nun ist das Glück bei uns perfekt.
Und das darf jeder wissen.
Du lebtest lange gut versteckt.
Jetzt liegst Du auf dem Kissen.
Zu Ende ist die Warterei
(und auch die „dummen“ Fragen)
Wie Dein Befinden heute sei.
Wir konnten gar nichts sagen.
Du bist ein wunderbarer Schatz –
ein Wort kann nichts beschreiben.
Du nimmst in unsrem Leben Platz.
Und das wird auch so bleiben.
Du schläfst und träumst.Du trinkst und isst.
Komm her in unsre Mitte.
Wie schön, dass Du geboren bist. –
Du Glanz in unsrer Hütte.
a
Wodka
Es geht so weit, so weit es geht.
Und niemand kann das ändern.
Es ist zu früh, vielleicht zu spät.
In Deutschland oder andern Ländern.
Es geht nicht weiter – du verstehst.
Ein Wort wird nicht gebrochen.
Selbst wenn die Welt zugrunde geht.
es bleibt: so wie besprochen.
1
Dernier crie
Du bist mein Kick, mein dernier crie.
So liebevoll gemütlich.
Ich bin zur Zeit ein wenig bi.
Doch soft und äußerst friedlichl
So gerne halt ich Deine Hand.
Das wird mir auch nicht schaden.
Du hast Humor, du hast Verstand.
Mit Dir: geh ich bestimmt nicht baden.
Du liest mein Herz zu jeder Tageszeit.
und bist mein Hit in trüben Stunden.
Du bist kein Kind der Traurigkeit.
Mein Glück: ich habe Dich gefunden.
Und fällt mir auch das Leben schwer.
(ich will mich nicht beklagen.)
[Doch nun ist mein Getränk gleich leer
dann kann ich nichts mehr sagen.]
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